Pokerprofis verklagen WPT

  • 19 Antworten
    • 213374u
      213374u
      Bronze
      Dabei seit: 31.03.2006 Beiträge: 157
      Du könntest wenigstens schreiben um was es etwa geht
    • Nani74
      Nani74
      Black
      Dabei seit: 15.12.2005 Beiträge: 12.411
      stimmt , auch ist die seite in english und manche tun sich damit sehr schwer...
    • fry3
      fry3
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 3.021
      Es geht um das Kartellrecht, genauer um Absprachen zwischen der WPTE und den Casinos, die die WSOP veranstalten. Laut den Klägern, soll es Absprachen geben, dass in den betroffenen Casinos keine Nicht-WPT Turniere veranstaltet werden dürfen und alle teilnehmenden Pokerspieler jegliche Rechte ohne Vergütung an die WPTE abtreten müssen.
    • Wurzel
      Wurzel
      Bronze
      Dabei seit: 20.03.2006 Beiträge: 504
      Ich mag diese US-Amerikanischen Complaints. Die quellen immer Redundanzen über und sind deshalb richtig übel zu lesen.
    • Tonding
      Tonding
      Black
      Dabei seit: 27.01.2005 Beiträge: 3.362
      Sehr schlau in die Hand zu beißen die einem ein Festmahl aufgetischt hat. :rolleyes:
    • Coffeehouse
      Coffeehouse
      Bronze
      Dabei seit: 16.03.2005 Beiträge: 1.489
      ich glaub die deutschen sind redundanter, wurzel

      bei den amerikanischen versteht man nur nicht jedes wort aber sie sind vermutlich unbürokratischer als unsere ...
    • incognito
      incognito
      Bronze
      Dabei seit: 24.02.2006 Beiträge: 2.728
      Daniel Negreanu spricht im neuesten vlog ziemlich deutliche worte über den lawsuit:
      http://fullcontactpoker.com/video_diary/video/video.php?videoid=28
    • Patrizier
      Patrizier
      Bronze
      Dabei seit: 01.04.2005 Beiträge: 80
      Original von Tonding
      Sehr schlau in die Hand zu beißen die einem ein Festmahl aufgetischt hat. :rolleyes:
      Wenn ich die Nachricht richtig gelesen habe im Magazin, dann ging es auch darum, dass die WPT den Spielern ein gewisses Image vorschreiben wollte. Und das freie Spiel mit den Images ist für Profis nun mal eine wichtige Spielgrundlage, um erfolgreichzu spielen (weil nicht lesbar). In so fern würde die Hand nicht mehr wirklich füttern, sondern nur noch Brocken für sauber vorgeführte Kunststücke verteilen. Da würde ich als Hund auch überlegen zu beissen.
      Und als Zuschauer liegt mir eher an einem echten Turnier als an einer Showveranstaltung im Wrestling-Stil, wo sich ja auch alle Teilnehmer nach einem vorher festgelegten Drehbuch verhalten.
      Daneben dürften die meisten Profis ihre Haupteinnahmen nicht über die WPT sondern in normalen Cashgames sammeln.
    • FMcGraw42
      FMcGraw42
      Bronze
      Dabei seit: 30.03.2005 Beiträge: 33
      Die ganze Klageschrift ist natürlich wie üblich sehr aufgebläht worden, um vom eigentlichen Thema abzulenken.

      Der wirklich wichtige Punkt, um den es den Klägern geht, ist folgender:
      Jeder WPT Teilnehmer muß eine Erklärung unterschreiben, in der er der WPT seine Persönlichkeitsrechte abtritt. Die einzige Einschränkung dabei ist, daß WPTE die Rechte nur in Verbindung mit der Vermarktung der WPT ausüben darf. WPTE könnte also z.B. die WPT promoten, in dem sie WPT Kornflakes herausbringen mit Howard Lederer auf dem Cover - und sie müßten ihn noch nicht einmal fragen! Für diese weitreichenden Rechte zahlen sie die unglaubliche Summe von 0 Dollar, denn sie verhandeln laut Klageschrift über diesen Passus nicht. Wer nicht unterschreibt ist raus.

      Damit kommen sie der Vermarktungsmaschinerie der Stars natürlich gewaltig ins Gehege, denn diese haben teilweise exklusive Verträge mit Drittfirmen. Was wäre z.B. wenn die WPT ein Computerspiel mit Daniel Negreanu auf dem Cover herausbringt, obwohl Daniel bereits für "Stacked with DN" exklusiv unterschrieben hat? Wer dann wem Schadensersatz zu zahlen hat, ist sehr kompliziert.

      Angeblich sind die WSOP Verträge noch härter. Sie haben sich jetzt erstmal die WPT herausgepickt und die Sache über das Wettbewerbsrecht angehebelt. Wenn sie den Prozess gewinnen, wird die WSOP von allein nachgeben müssen, da sie vor Gericht keine Chance mehr hätte.
      Ich würde aber eher vermuten, es gibt einen Vergleich. Die WPT bessert die Verträge nach und fertig.



      MMn haben die Spieler in dem o.g. Teilbereich absolut Recht. Alles was die WPT bräuchte, sind bestimmte Bild- und Tonrechte um die Vermarktung des Produkts WPT zu ermöglichen. Stattdessen nehmen sie sich alles.
      Andere Ligen wie die NBA haben ähnliche Klauseln - aber dort werden die Spieler bezahlt und müssen nicht noch Startgeld abdrücken.
      Ich bin natürlich kein Anwalt, aber ich würde vermuten, die Sache mit den Persönlichkeitsrechten wäre in Deutschland schlicht und ergreifend sittenwidrig und damit nichtig, weil es eine einseitige Benachteiligung beeinhaltet.
    • hazz
      hazz
      Black
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 4.771
      ich find daniels einstellung reichlich kurzsichtig. er tut auch geradezu so als ob die wpt bislang noch nie was verdient hat und jetzt mal dran ist. und den sachverhalt so zu simplifizieren, dass es ausschaut als ob die wpt auf jeden fall im recht ist... der beitrag über mir hats ganz gut rausgearbeitet. er selbst freut sich doch auch, wenns die klausel nichtmehr gibt und ist nur zu feige sein image zu riskieren und spielt den gönnerhaften. winwin für ihn.

      passus nichtig, ende der diskussion - manchmal kann man auf unser dt. rechtssystem ein bisschen stolz sein ;) jeder will ein möglichst großes stück vom kuchen, aber das marktwirtschaftliche "my way or the highway" sollte halt seine grenzen haben, ganz besonders bei monopolähnlichen zuständen.
    • Andragon
      Andragon
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2006 Beiträge: 902
      Original von hazz
      ich find daniels einstellung reichlich kurzsichtig. er tut auch geradezu so als ob die wpt bislang noch nie was verdient hat und jetzt mal dran ist. und den sachverhalt so zu simplifizieren, dass es ausschaut als ob die wpt auf jeden fall im recht ist... der beitrag über mir hats ganz gut rausgearbeitet. er selbst freut sich doch auch, wenns die klausel nichtmehr gibt und ist nur zu feige sein image zu riskieren und spielt den gönnerhaften. winwin für ihn.

      passus nichtig, ende der diskussion - manchmal kann man auf unser dt. rechtssystem ein bisschen stolz sein ;) jeder will ein möglichst großes stück vom kuchen, aber das marktwirtschaftliche "my way or the highway" sollte halt seine grenzen haben, ganz besonders bei monopolähnlichen zuständen.
      Ich denke Daniel hat genau den richtigen Blick. Er sagt das man mit den Leuten reden kann um z.b. ein Banner mit seinem Gesicht zu entfernen. Die Spieler haben sich durch diese Events eine Marke geschaffen und nun kämpfen Sie gegen den der Ihnen das ermöglicht hat. Wenn die WPT das ausnutzen würde könnte ich es ja verstehen, aber die WPT macht es ja nicht.
      Es gibt weitere schlechte Publicity die bei der momentanen Situation schadet.
    • oblom
      oblom
      Bronze
      Dabei seit: 07.04.2005 Beiträge: 1.733
      Original von Patrizier
      Original von Tonding
      Sehr schlau in die Hand zu beißen die einem ein Festmahl aufgetischt hat. :rolleyes:
      Wenn ich die Nachricht richtig gelesen habe im Magazin, dann ging es auch darum, dass die WPT den Spielern ein gewisses Image vorschreiben wollte. Und das freie Spiel mit den Images ist für Profis nun mal eine wichtige Spielgrundlage,[...]
      Das hast Du gründlich missverstanden. *Image* heißt einfach Bild, und es geht darum, dass die WPT Bilder der Spieler ohne deren Einverständnis for Promotionzwecke verwenden kann.
    • hazz
      hazz
      Black
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 4.771
      "Wenn die WPT das ausnutzen würde könnte ich es ja verstehen, aber die WPT macht es ja nicht. "

      -- wenn sie es eh nicht macht, wieso aendert sie dann nicht einfach die klausel?
    • JoxxyK
      JoxxyK
      Bronze
      Dabei seit: 29.04.2006 Beiträge: 1.264
      Weil die WPT zum Beispiel ihre Veranstaltungen bewirbt - keine Produkte - und dafür die Fotos und Namen nutzen will. Und um nun nicht jedes Mal alles in 100 Einzelverträgen zu regeln, halt diese Abmachung.

      Wer schon mal in einer Fernsehshow war, kennt das doch auch. Da unterschreibt auch jeder, dass die Aufnahmen für alles benutzt werden dürfen.
    • hazz
      hazz
      Black
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 4.771
      ich denke es ist ein leichtes das so umzuformulieren.

      dein fernsehshowbeispiel ist ja grade deshalb falsch, weil dort nur die bildrechte abgetreten werden.


      was würdet ihr sagen, wenn der vertrag nen passus enthalten wuerde, der es der wpt erlaubt den spieler während der wpt-tage zu jeder zeit zu filmen, egal wo er ist und diese bilder zu veröffentlichen?
    • JoxxyK
      JoxxyK
      Bronze
      Dabei seit: 29.04.2006 Beiträge: 1.264
      Daniel Negreanu video-bloggte gestern nochmal über das Thema und man könnte denken, er hätte meinen Beitrag gelesen, da er das Fernseh-Show-Beispiel auch aufnimmt.

      Und was daran anders sein soll verstehe ich auch nicht. Du gibst deine Bildrechte ab und sie können damit machen was sie wollen. Werbung, Filme, alles.
    • hazz
      hazz
      Black
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 4.771
      ja, wenn du ottonormalbüger bist interessiert es dich wenig, da findest du es geil bei günter jauch zu sitzen. manche leute zahlen sogar dafuer, dass sie ins fernsehen kommen.

      wenn du verona feldbusch bist, dann schauts anders aus. denn die bekommt wohl doch meist geld fuer ihre showauftritte, auch wenn sie kein moderator ist.

      der vergleich hinkt einfach. da passt schon eher folgender:

      alle sportvereine weigern sich unter absprache ihren fussballern gehalt zu zahlen (oder nur eine geringe pauschale) - sollen sie doch durch den gewinn der meisterschaft geld machen oder durch verkauf ihrer fussballschuhe - während sie gleichzeitig noch (unentgeltlich) werbung für die schuhe des vereins machen.
      damit schalten sie die konkurrenz/nachfrage aus, welche den pros ihr (marktwirtschaftlich) gerechtfertigtes geld garantiert.

      die anklageschrift erklaert es doch: unter normalen unmstaenden wäre es der wpt und den kasinos geld wert mit den pros werben zu dürfen. durch absprachen und ausschalten von wettbewerb verhindern sie das.

      die gesetze kommen doch nicht von ungefähr.
    • incognito
      incognito
      Bronze
      Dabei seit: 24.02.2006 Beiträge: 2.728
      Original von hazz

      der vergleich hinkt einfach. da passt schon eher folgender:

      alle sportvereine weigern sich unter absprache ihren fussballern gehalt zu zahlen (oder nur eine geringe pauschale) - sollen sie doch durch den gewinn der meisterschaft geld machen oder durch verkauf ihrer fussballschuhe - während sie gleichzeitig noch (unentgeltlich) werbung für die schuhe des vereins machen.
      damit schalten sie die konkurrenz/nachfrage aus, welche den pros ihr (marktwirtschaftlich) gerechtfertigtes geld garantiert.
      ?(

      also wenn der survivor vergleich hinkt, dann kann deiner nichtmal laufen.
      ist auch irgendwie ziemlich wirr geschrieben. vielleicht versteh ich es auch einfach nicht.
    • hazz
      hazz
      Black
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 4.771
      alle vereine sprechen sich ab -> spieler haben nicht mehr das druckmittel "ich geh woanders hin und bekomme mehr" und müssen sich mit anderweitigen einnahmen begnügen, obwohl ihre aktivitaet beim verein diesem einen mehrwert beschert. diesen mehrwert würden sie unter konkurrenzbedingungen auch zahlen. da sich aber alle vereine absprechen, zahlt halt keiner mehr. dass diese absprache wettbewerbrechtlich nicht in ordnung geht ist doch offensichtlich?