Odds discounten, aber wie?

    • Ljungberg
      Ljungberg
      Bronze
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 157
      Bin noch ziemlich neu daher die Frage, wie discounted man Odds richtig, habe schon einige Forenbeiträge studiert und erkenne da noch nich so richtig ob man dort nach strikten Regeln verfährt oder ob es an der Willkür des Spielers liegt wie er Odds discoutet...kann mir da einer meine Verwirrung nehmen?
  • 6 Antworten
    • 3jersey3
      3jersey3
      Bronze
      Dabei seit: 11.12.2005 Beiträge: 5.387
      Odds discountet man in der Regel immer dann, wenn man sich nicht 100% sicher sein kann das man den Pot gewinnt, wenn man eins seiner Outs trifft.
      Wenn du zb. A:club: K:club: auf der Hand hast und der Flop kommt:
      J:diamond: 8:diamond: 2:club:
      Hast du hier ja 2 Overcards. Also 6 Outs!
      Allerdings muss du diese stark discounten da:
      1. Ein Flushdraw möglich ist und A:diamond: K:diamond: dir zwar ein Toppair geben du aber nicht automatisch die Gewinnerhand hast da jetzt ein Flush möglich ist.
      2. Zudem hast du falls hier 2 Gegner mit am Flop sind die einmal A:heart: 8:heart: und einmal K:club: J:club: halten garkeine Outs mehr.
      Wenn du hier deinen A oder dein K triffst gibt es dir einen starke Hand deinem Gegner aber eine stärkere. Deshalb müssen wir unsere Outs discounten.
      In diesem beispielt würde ich dir zb. 2 maximal 3 Outs geben.

      Ein anderes Beispiel ist zb:
      Hero hat Q:spade: J:heart: im BB und sieht den Flop for free.
      Der Flop sieht wie folgt aus:
      6:club: T:club: K:heart:
      Hier hast du einen Straightdraw und somit 8 Outs. die Q und den J sehn wir hier natürlich nicht mehr als Outs an, weil mit dem K ja sowieso schon eine höhere Karte auf dem Flop liegt und eine Q oder ein J zusätzlich deinem Gegner einen Straight geben könnte.
      Aber auch hier müssen wir unsere Outs Discounten, weil der Flushdraw möglich ist. Somit können wir Q:club: undJ:club: nicht als Outs ansehn da sie uns zwar die Straight gibt nun aber der Flush möglich wäre.
      Hier geben ich dir zb. 6 discountet Outs.

      Im Endeffekt discountet jeder Spieler sicherlich etwas anders.
      Der eine discountet sehr stark der andere eher weniger.
      Allerdings sind für uns ja nur Outs interessant mit denen wir mit einer sehr hohen Wahrscheinlichkeit auch vorne liegen, wenn wir sie treffen.

      Ich hoffe ich konnte dir das ganze etaws verständlicher machen. :)

      mfg
    • Ljungberg
      Ljungberg
      Bronze
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 157
      Danke für die Mühe die du dir gemacht hast, die Beispiele und worum es geht sind mir durchaus klar, mir gehts wirklich darum wie das was nachher discountet wurde zustande kommt, grad wenn es um eine variable Zahl Gegner geht, bei einem Gegner ziehen manche nur ein Out ab, bei mehreren sind es etwa nur noch die Hälfte der Outs die gezählt werden, mir fehlt einfach die klare Struktur, wie es zum Beispiel bei Berechnung von Pot Odds etc. der Fall ist, verständlich was mein Problem ist?

      PS: In deinem 2.Bsp. haben wir doch schon eine fertige Straight, oder bin ich zu doof für dieses Spiel... ?(
    • 3jersey3
      3jersey3
      Bronze
      Dabei seit: 11.12.2005 Beiträge: 5.387
      Original von Ljungberg
      PS: In deinem 2.Bsp. haben wir doch schon eine fertige Straight, oder bin ich zu doof für dieses Spiel... ?(
      lol nein bist du nicht sry

      ps. Hier gabe es mal irgendwo im Forum ne Tabelle mit guten Richtlinien für das discounten von outs.
      Aber ka wo die jetzt ist.
    • Ljungberg
      Ljungberg
      Bronze
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 157
      Na solltest du sie bei Gelegenheit mal wieder zu Gesicht bekommen, dann kannst du sie ja mal als Link hier reinsetzen, auf jeden Fall danke erstmal soweit. :)
    • CentreFold
      CentreFold
      Bronze
      Dabei seit: 26.01.2005 Beiträge: 991
      Ich weiß nicht, ob ich es in einem Buch von Sklansky oder von Yao gelesen habe. Aber frei zitiert: Counting Outs is more of an art than a science. Es gibt keine wirklich festen Regeln. Yao rechnet ein wenig rum und demonstriert, dass es sinnvoll ist, eine Overcard statt als 3 Outs nur als maximal 1,5 Outs zu sehen. Runner-Runner-Draws (Straight und Flush) sind von der Wahrscheinlichkeit her einem einzelnen Out vergleichbar. Der Rest ist auch Bauchgefühl. Du musst Sachen abschätzen wie: was hat mein Gegner, worauf wartet mein Gegner, liege ich vorne, wenn ich treffe, bzw. wie wahrscheinlich ist das? Da hilft Dir keine noch so umfangreiche Tabelle. Als Anfänger ist es ratsam, etwas konservativer mit den Outs umzugehen und gleichzeitig auf den niedrigen Limits nicht über-pessimistisch zu sein, wenn es darum geht, ob man hinten liegt. Die Gegner spielen nämlich im Schnitt schlechtere Hände.

      Wenn Du also nicht wirklich sicher bist, ob ein Out ein Out ist, mache deinen Call nicht davon abhängig. D.h., wenn sonst nix für einen Call spricht und ohne das Out du die Odds nicht hast: wegwerfen. Lieber zu oft folden, als andauernd zu viel auszubezahlen.
    • pokerfreak18
      pokerfreak18
      Bronze
      Dabei seit: 02.07.2006 Beiträge: 6.028
      In diesem Artikel steht alles super ausführlich und gut verständlich drinne.


      [Strategie] Outs, Odds, Implied Odds und Reverse Implied Odds 1.0