Semi-Bluffin Micro-Unsinn

    • Missy
      Missy
      Bronze
      Dabei seit: 11.07.2006 Beiträge: 391
      Ich habe heute wieder schmerzhaft feststellen müssen das man mit Semi-bluffen außer HU ( und selbst dort gehts oft in die Hose ) sogut wie nicht s erreicht in den micros. Fast immer wird man downgecalled, fold sogut wie nie.

      Selbst Flushdraws ohne weitere Verstärkungen bringen als Semi-Bluff raise sogut wie nie etwas, die Gegner lassen sich nicht abschrecken.

      Was habt ihr bisher für Erfahrungen gemacht?
  • 16 Antworten
    • MeiBra
      MeiBra
      Bronze
      Dabei seit: 12.03.2005 Beiträge: 849
      Im Prinzip hast Du recht. Mir gehts dort ganz genau so. Aber der grosse Vorteil beim Semibluff richtig angewandt ist ja, daß man Kohle in seine Draws bekommt. Und das klappt oftmals schon recht gut.
      Aber reine Bluffs klappen einfach zu selten. Auch die Contibet funktioniert auf dem Niveau kaum.
    • Missy
      Missy
      Bronze
      Dabei seit: 11.07.2006 Beiträge: 391
      ja Contibets sind eigentlich noch fataler, da man unter umständen nichtmal 1ne Overcard oder einen Draw hat und dann in z.B. 2 Gegner reinbettet nur weil man preflop geraised hat, was die meißten Gegner überhaupt nicht interessiert da Sie oftmals middlepair oder bottom pair getroffen haben.
    • vipa
      vipa
      Bronze
      Dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 593
      woher soll der gegner denn auch noch wissen wer preflop was gemacht hat? wir wollen ja nicht zu viel verlangen von unserer kundschaft.
    • MisterJ
      MisterJ
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2006 Beiträge: 1.760
      Die berechtigte Frage, die dahinter steht, ist doch eigentlich: Was sollte man auf den Micros machen ?

      Bei mir ist das Bluffen evtl. mein größtes Leak. Ich bin mir selbst bei den HU standardlines nicht sicher, ob die in den Micros +EV sind.
      Bluff-Raises verwende ich äußerst selten, nur, wenn ich meine, dass der andere blufft, da meiner Meinung nach es in den Micros nur: check/call, check/fold, Bet/call, Bet/raise gibt - Bet/Fold habe ich so gut wie nie gesehen. Fold Equity speziell auf Flop/River ist da nahe 0%.

      Contibet auf dem Flop gegen 1 Gegner ist aber denke ich Pflicht, der Rest -> ???
    • jaedle
      jaedle
      Bronze
      Dabei seit: 13.04.2006 Beiträge: 48
      Ich habe denke ich mit Contibets weder verloren noch gewonnen. Leider callen mich viele Fische mit dem Lowpair oder nem Underpair down bis zum River, aber häufig gewinne ich auch den Pot auf dem Flop/Turn, obwohl ich "nur" 2 Overcards habe.

      Interessant ist natürlich der went-to-shodown-Wert des Gegners. Wenn der irrational hoch liegt, weiß ich nicht, ob man hier mit Continuation-Bets weit kommt. Andererseits folden auch viele Gegner gegen meine River-Bet, da ihr Miracle-backdoor-draw nicht aufgeganen zu seien schient ;)

      Kleines Beispiel von neulich:
      Ich halte QTs, Stealraise als Button. BB callt.
      Flop: A4A Rainbow.

      BB bettet. Ich nehme ihm natürlich kein As und auch die 4 nicht ab und raise. Fold des BB. Wenn Fische tatsächlich nichts haben, dann folden sie auch ;)
    • FreeRider74
      FreeRider74
      Bronze
      Dabei seit: 03.06.2006 Beiträge: 51
      Hallo!

      Ich hoffe Ihr spielt zumindest .25/.50. Ich spiele PS .10/.20 und mache mir über Semibluffs während des Spielens überhaupt keine Gedanken! Ich habe mir den Fortgeschrittenen Bereich zwar durchgelesen, nutze meistens aber nur das Wissen des Einsteigerbereiches.
      Was soll ein Semibluff, wenn einige Gegner mit 6,7 o oder noch schlimmer 3,5 o Preflop Cold Callen und mit A,3 o Preflop in Middle Position raisen.

      Außerdem: Was erwartet Ihr euch wenn Ihr auf dem Limit einen Semibluff ausführt? Wenn der Gegner vielleicht schon ein Bottom oder Middle Pair hat, dann hofft er halt auf's 2te bzw auf einen Drilling -> es wird gecallt und das ist gut so :) , selbst wenn der Semibluff zu einer Made Hand wird.
      Ein halbwegs solides Spiel mit den Einsteigerartikeln bringt aus meiner Sicht genug Gewinn. Und ich bin mir nicht einmal sicher, ob das Lesen des Fortgeschrittenen Bereichs überhaupt sinnvoll ist, solange man auf Micro-Ebene spielt.

      Um abschließend einen Vergleich zu ziehen:
      Manchmal habe ich schon das Gefühl, dass einige hier gerade BW zu studieren beginnen (PSler) und versuchen mit Kleinkindern tlw. Babies (nicht PSler) über Break-Even und co. zu sprechen.

      FreeRider74
    • Missy
      Missy
      Bronze
      Dabei seit: 11.07.2006 Beiträge: 391
      Ich denke wie sholvar bereits im sticked thread erwähnte, sollte man seine Lernziele nicht zu hoch stecken und der gegnerischen Stärke anpassen, sprich auf den Micros spezielle Deceptive Taktiken wie Bluffs, Semi-Bluffs außen vor lassen und sich auf das richtige preflop/postflop Spiel konzentrieren, sprich nach odds und outs und protection/value betting verwenden. Ich werde aufjedenfall mein Semi-Bluff Spiel, zumindest bis 0.5/1$ vernachlässigen um so vieleicht den ein oder andereren swing auszugleichen.
    • Peter87
      Peter87
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2006 Beiträge: 13.565
      Ich spiele immoment aif 0.5/1. Ich habe auch in den micro Limits semibluffs benutzt und ich halte es eher für negativ, da dadurch grosse Swings in meinem Bankroll entstanden.
      Ich benutzte diese moves jetzt auch auf 0.5/1 und dort ist es meiner Meinung nach auch nicht viel anders.

      Ausnahme ist, denke ich, im Headsup, dort sind sie nützllich vorallem wenn man in position ist, am flop called und am turn mit dem starkem draw/made hand raised.

      Peter
    • Korn
      Korn
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 12.511
      Mit 2 Gegner und einem Raise ist der Pot am Flop ca 6 SBs groß.

      Mit einer Contibet bringt ihr idr Fische, die ein Pair getroffen haben, nicht zum Folden. Aber das ist auch nicht das Ziel.

      Die Contibet sichert euch in den Fällen den Pot, in denen beide Gegner nichts getroffen haben. Dies ist öfter als in 1/6 der Fälle so. Hinzu kommt natürlich, dass ihr mit der Contibet idr den Turn seht, also immerhin noch 6 Outs auf ein Pair habt.
    • win81549
      win81549
      Bronze
      Dabei seit: 31.07.2005 Beiträge: 370
      1/7 ist auch schon gut genug, da man ja auch selbst was einzahlt :P
    • MisterJ
      MisterJ
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2006 Beiträge: 1.760
      Nur wie sieht das dann am Turn aus. Nehmen wir an einer called, dann sind ca. 8SB = 4BB drin.
      Wieder Contibet bräuchte 1/5 - ich denke das hat man nur, wenn das Board irgendwie drawlastig aussah, so dass die vielleicht auf nem Gutshot oder so hocken (wobei der meist auch nicht gefolded wird, also vielleicht nen Backdoor draw oder so). Das Standardverhalten ist meist: If hit Flop mit >= Bottom Pair -> Calldown, d.h. wenn call flop, dann call turn.
    • Missy
      Missy
      Bronze
      Dabei seit: 11.07.2006 Beiträge: 391
      Original von Korn
      Mit 2 Gegner und einem Raise ist der Pot am Flop ca 6 SBs groß.

      Mit einer Contibet bringt ihr idr Fische, die ein Pair getroffen haben, nicht zum Folden. Aber das ist auch nicht das Ziel.

      Die Contibet sichert euch in den Fällen den Pot, in denen beide Gegner nichts getroffen haben. Dies ist öfter als in 1/6 der Fälle so. Hinzu kommt natürlich, dass ihr mit der Contibet idr den Turn seht, also immerhin noch 6 Outs auf ein Pair habt.
      OK Korn, du gehst allerdings immer davon aus das man wenigstens noch berechtigte Outs hällt die einen glauben lassen noch zur winning hand zu drawen. Wie soll man sich aber verhalten wenn der flop wirklich scared ist. Nehmen wir an es liegen Flush/Straight draws oder board ist paired etc. Der Leitfaden das man in mehr als 1/6 der Fälle dort die Gegner auf dem falschen Fuss erwischt mag i.O. sein, aber sollte man nicht doch mehr variieren je nach Floplage?
    • Missy
      Missy
      Bronze
      Dabei seit: 11.07.2006 Beiträge: 391
      Original von MisterJ
      Nur wie sieht das dann am Turn aus. Nehmen wir an einer called, dann sind ca. 8SB = 4BB drin.
      Wieder Contibet bräuchte 1/5 - ich denke das hat man nur, wenn das Board irgendwie drawlastig aussah, so dass die vielleicht auf nem Gutshot oder so hocken (wobei der meist auch nicht gefolded wird, also vielleicht nen Backdoor draw oder so). Das Standardverhalten ist meist: If hit Flop mit >= Bottom Pair -> Calldown, d.h. wenn call flop, dann call turn.
      Normal sollte man auch nur weiter eine Contibet starten wenn bei 2 Gegnern 1 Gegner bereits am flop gefolded hat. Somit ist die Foldequity besser.
    • MisterJ
      MisterJ
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2006 Beiträge: 1.760
      Meiner Annahme ist hier, dass genau einer called. Im moment mache ich gegen 1 Gegner am turn eine conti-bet. Leider passiert es da in den Micros halt häufig, dass wer den Flop mit any pair called, dann auch den Turn called.

      Nehmen wir mal die normale Situation an: Preflop geraised mit AQo, der Flop ist irgendwas wie J64, max. 2 suited, 3 spieler am flop.
      Bet Flop, einer übrig, Turn ist kein AKQ.
      Ist jetzt Bet Turn in den Micros noch +EV ?
    • Missy
      Missy
      Bronze
      Dabei seit: 11.07.2006 Beiträge: 391
      Ehm das ist genau das Szenario was ich gerade wieder gegeben habe? Ob jetzt 1ner callt bzw 1ner folded ist bei 2 Gegnern das selbe, es ist trotzdem nur 1 weiterer am turn :) , es sei denn der 2te Spieler raised, was allerdings ein ganz anderes Szenario ist
    • MisterJ
      MisterJ
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2006 Beiträge: 1.760
      jupp, also weiterhin conti-bet.

      Das ist die einzige Situation, in der ich in den Micros gerne reads hätte.