Ich hab mir mal wieder nen Limitaufstieg vor der Zeit gegönnt. EIGENTLICH fehlen noch 40 BB, die kommen aber durch einen Bonus garantiert, den hab ich schon draufgerechnet, und dann bin ich im 500BB-BRM. Vll ein ganz kleines bischen loose, aber sicher vertretbar. Andere fangen bei 300BB vom höheren Limit das shotten an.

Was mir mehr Sorgen macht: Ich hab noch nie ein Limit nachhaltig geschlagen. In den Micros ist das so. Da erreicht man die Bankroll für den Aufstieg, lange bevor man eine vertrauenswürdige Handzahl hat (0.05/0.10: 1.5 kHände, 6 BB/100; 0.10/0.20: 2.5 k, 2.5 BB/100; 0.15/0.30: 1 k, 7.5 BB/100; 0.25/0.50: 25 k, 2,14 BB/100, aber auch nur, weil zweimal von 0.5/1 abgestiegen; 0.5/1: 19 k, -0.38 BB/100).

Bei 0.5/1 FR gings zum erstenmal los: Aufstieg auf SH, obwohl ich keine Winrate aufzuweisen hatte. Ausrede: Den ersten Versuch rechne ich einfach nicht mit, der ist sozusagen ein Level für sich. Der zweite Versuch sind immerhin 17.5 k, mit nur 0.5 BB/100. Und auch das ging da zum erstenmal los: Anfänglich ein heftiges Down, nach Reduktion der Tischzahl, intensiverer Theorie etc. folgte ein Up mit 2-3 BB/100. Also durchaus auf ein paar kHände das Limit ordentlich geschlagen. Aber reicht da die Samplesize?

Genauso gings dann durch die SH-Limits. 0.5/1: 9k, 1.5 BB/100. 1/2: 30k, 0.95 BB/100. 2/4: 14k, 1 BB/100. Immer mit Minus auf die ersten 7-10k, danach Gewinn mit 2-3 BB/100. Ausrede: Die ersten paar kHände sind Adapten auf das neue Limit, also Lernphase. Sobald die beendet ist, mach ich Gewinn und schlage das Limit.

Auch ein wichtiges "Argument": Der Spielstärkeunterschied zwischen einem Limit und dem nächsten, gemessen in Abnehmen der Winrate in BB, ist geringer als die Zunahme der Winrate in $. Folgerung: Sobald ich die Bankroll habe, die groß genug ist, Varianz aufzufangen, verschenke ich Geld, wenn ich nicht aufsteige. Und wenns mir jetzt auch noch egal sein könnte, so werde ich voraussichtlich ab September nochmal für ein paar Jahre auf die Uni gehen, da kann ich einen ordentlichen Nebenverdienst gut gebrauchen.

Alles plausibel und trotzdem vermutlich nur Schönreden. Irgendwo kommt der Punkt, wo sich das rächt. Bis wohin kann man sich das erlauben? Oder ist das ok, solange man bereit ist, auch flott wieder abzusteigen? Das wird jetzt ohnehin ein klein wenig langsamer werden, von 3/6 nach 5/10 sinds 333 BB; von 2/4 nach 3/6 warens nur 250 (gibts eigentlich bei irgendeinem Anbieter 4/8?), aber von 1/2 nach 2/4 warens noch 500. Und da ich noch ein paar PS.de-Begrüßungsboni clearen kann, ohne bei die fragwürdigeren Partner gehen zu müssen, werden auch die 333 BB schnell da sein. Wie - und vor allem warum - bremse ich mich da ein wenig?