Riverplay gegen Fische(ohne genauere reads) mit TPTK oop [nl50sh]

    • toatreffnix
      toatreffnix
      Bronze
      Dabei seit: 19.10.2007 Beiträge: 657
      Ahoi!

      Es gibt eine Situation, in der ich mich manchmal schon auf nl25 unwohl fühlte, die jetzt auf nl50 aber noch häufiger auftritt:

      Man geht an einen Tisch, sieht limper/minbetter, sieht diese als Fische an ohne genauere reads zu haben und trifft oop gegen diese sein TPTK (Also utg v co, mp v bu oder so, nicht blindbattle).
      Problematisch ist für mich die line, wo der Gegner am flop und turn callt und ich am river nie genau weiß, wie oft ich hier in slowplayed Monster oder "slowplayed bottom pair / air" renne.
      Speziell auf 2 verschiedenen Arten von boards:

      [A]: Das board ist nicht verbunden und rainbow und auch bis zum river kommt kein draw an (außer evtl. abwegige straights mit 2-3 gappern). Da sehe ich mich in der Regel meist hinten, kriege nach einem check aber in gefühlten 80% der Fälle eine bet vor den Latz geknallt. Für mich resultiert das dann in einem fold gegen einen solchen unknown Fisch. Problem: Ich sehe doch recht häufig Leute, die das mit komplettem Schrott machen, jedoch habe ich kein gutes Gefühl dafür wie häufig das der Fall ist.
      Winning by folding schön und gut, aber wenn ich TPTK selten zum showdown bringe oop dann sehe ich vor meinem geistigen Auge manchmal brennende Geldscheine und frage mich, ob da nicht (auf Kosten der Varianz) mehr rauszuholen ist.
      Generell werde ich da aber wohl bei "winning by folding" bleiben, interessanter finde ich den zweiten Fall:

      [B]: Das board bietet draws, jedoch noch nix Fertiges, und bis zum river kommt auch nix an. Ansonsten gleiche Situation wie oben. Wie oft sieht man hier Leute bluffen, wenn man selbst checkt? Da würden mich eure Erfahrungswerte interessieren, da ich doch extrem viele Leute gegen alle odds drawen sehe auf nl50.
      Zum einen könnte ja der Gegner denken, dass man selber den draw hatte, zum anderen könnte er seinen eigenen busted draw bluffen, wie man es auch öfter im Handbewertungsforum oder coaching hört.
      Ich denke hier würde ich mit einem fold noch wesentlich eher value verschenke als in Situation A.


      Das mag jetzt für einige Standard sein, wie hier zu reagieren ist, aber ich komme mir einfach komisch vor eine eigentlich ganz gute Hand gegen Fische nicht durchzubringen, weil ich halt weiß, dass ich nicht immer beat bin.

      Falls euch obige Boardbeschreibungen noch zu allgemein sind würde ich mich auch über konkrete Beispiele und allgemein jeden Ratschlag riesig freuen.
      [Sogar über *it depends* wenn ein schöner smiley dabeisteht :P ]

      Hab' mir auf jeden Fall vorgenommen Grabem wieder häufiger laufen zu lassen und solche Hände zu posten.
  • 2 Antworten
    • KanonenBerra
      KanonenBerra
      Bronze
      Dabei seit: 25.02.2007 Beiträge: 701
      it depends.

      - Blockbets?
    • TheSmile
      TheSmile
      Bronze
      Dabei seit: 16.03.2007 Beiträge: 893
      im Beispiel A würd ich gegen die bet nicht folden, sondern, wenn überhaupt, check/call spielen (was aber keine endgültige Aussage ist, siehe unten).

      Aber im Endeffekt kommt es auf das board und auf die Position des raisers, der Preflopaction usw. an. Auch wenns rainbow ist muss man dennoch die folgenden Aspekte beachten (wir gehen ja, wie der name des threads schon sagt, von unknown aus):

      - oft getroffenes board oder nicht?
      -> oft weak oder stark getroffen?
      - die Stärke des eigenen TPTK (z.B. AK oder A7)
      - den Reststacks von Villain und Hero (z.B. deepstacked oder shortyfish)

      Dementsprechend ist die aussage it depends leider wahr.

      Im Beispiel B gilt das Selbe. Da muss die Wahrscheinlichkeit zwischen eine Madehand, die Villain halten könnte und die Wahrscheinlichkeit eines Draws vom Board abhängig gemacht und gegeneinander Abgeschätzt werden.

      Dementsprechend ist auch hier die Aussage it depends leider wahr.