Tips für Anfänger

    • DMB2000
      DMB2000
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2006 Beiträge: 76
      Hallo miteinander!

      Ich habe heute nacht (etwa 3 Uhr) die 5000 raked Hands geschafft und habe mir gedacht ich könnte ja mal meine Erfahrungen hier kundtun. Vielleicht helfen sie ja jemandem:

      Erstmal empfehle ich jedem so ein bis zwei Tage mit Playmoney zu spielen um den Ablauf der Setzrunden und die Software etwas besser kennenzulernen. Hierbei nach dem SHC zu spielen ist sogar eher hinderlich, da fast alles Preflop gecappt wird und man dann fast nie zum spielen kommt.
      WICHTIG: Richtig spielen lernt man an Playmoneytischen nicht!

      Parallel dazu sollte man die Anfänger-Artikel durcharbeiten um eine gute Basis für die Cashgames zu haben und das Quiz bestehen zu können.
      Anfängliche Priorität würde ich auf das SHC (unbedingt ausdrucken), das Flopplay und das Bankrollmanagment legen, auch wenn natürlich alle Artikel gut und wichtig sind.
      Das man die Regeln und die Wertigkeit der Hände schon kann setze ich hier voraus!

      Meiner Ansicht nach kan man auf den Microlimits problemlos bestehen, wenn man sich an das SHC hält und am Flop an das Verhalten, dass im Flopplay-Artikel steht. Am Turn und River kann man nicht mehr so viel falsch machen (verhältnismäßig) so dass ich die Artikel auch in dieser Reihenfolge durcharbeiten würde. Mehr Wissen bedeutet hier natürlich wie immer auch mehr Gewinn...

      Momentan sind die Beginnertische von Deutschen überschwemmt. Meiner Vermutung nach sind sicher viele davon von PS.de. Aber lasst euch keine Angst machen, denn erstens sind das auch alle Anfänger und machen auch Fehler die euch Geld einbringen (selbst wenn sie nach SHC spielen), zweiten habe ich da schon einige getroffen, die meinten nach SHC zu spielen sei langweilig (freut euch über sie) und dritten reichen die paar Amis die da sind um viele PS.de-ler zu füttern ;)
      Die Folge daraus ist, dass die Tische recht tight sind, aber das hat auch Vorteile. Man kommt als BB viel häufiger "kostenlos" zum Flop und man kann Leute mit Raises auf späteren Straßen oft zum folden bringen und so drawing hands verschrecken.

      Eine kurze Bemerkung noch zu Downswings:
      Lest euch die Psychologie-Artikel in der Einsteiger-Sektion mindestens einmal durch. Da steht viel Beruhigendes drin, was einen eine Pechsträhne lockerer sehen lässt!

      Das erste Ziel, dass die meisten wohl haben ist es (neben dem Verbessern des eigenen Spiels) die 5000 raked hands zu schaffen. Man bekommt eine raked hand, sobald der Pot die Größe von 1$ überschreitet (bis einschließlich des Limits .25/.50). Erkennen tut man das auch daran, dass dann 5c neben dem Dealer (nicht dem Button!) liegen. Macht euch keine Sorgen, wenn das anfangs sehr träge vorangeht. Nach meinen damaligen Hochrechnungen hätte ich etwa 42 Tage gebraucht, jetzt habe ich es in weniger als der Hälfte geschafft. Mein Denkfehler:
      Auf den .05/.10 Tischen sind vielleicht 10% der Hände raked, während es bei .25/.50 schon fast 90% sind. Mit jedem Limitaufstieg wird es also wesentlich leichter raked hands zu sammeln.
      WICHTIG: Dies soll keinen dazu verleiten sich nicht ans Bankrollmanagmentsystem zu halten!

      Wenn die 5000 raked hands erreicht sind habt ihr im Normalfall auf bereits die 200$ Bankroll für die .50/1-Tische. Wenn ihr das Gefühl hattet die .25/.50-Tische gut beherrscht zu haben würde ich euch vorschlagen an die "richtigen" Cashgames zu gehen, anstatt die .50/1-Beginner-Tische zu benutzen. Aus mehreren Gründen:
      1. Die Auswahl an Tischen in der Beginnersektion ist sehr eingeschränkt. (meist nur 3 Tische)
      2. An die Beginnertische dürfen nur jene Amis, die in den letzten 45 Tagen mit Partypoker angefangen haben. An die Cashgametische alle :)
      Letzte nacht habe ich 15 Tische durchgeguckt und keinen entdeckt, an dem mehr als 2 Deutsche saßen!
      3. Man lernt schonmal Leute kennen, mit denen man es wahrscheinlich erstmal ne Zeitlang zu tun hat.

      Abschließend noch eine Bemerkung zum Durcharbeiten der Fortgeschrittenensektion:
      Es schadet natürlich nicht die Artikel zu lesen, aber vieles von dem lässt sich eh erst ab .50/1 oder sogar erst später anwenden. Bei einigen Strategien setzt man halbwegs vernünftig spielende Gegner voraus, welche in den Microlimits nicht immer gegeben sind. Des Weiteren können zu viele Informationen (wovon einige noch zu hoch für Anfänger sind, mich eingeschlossen) einen stark verwirren. Nachdem ich mehrere Postflop-Artikel gelesen hatte wusste ich plötzlich gar nicht mehr wie ich mich am Flop verhalten soll. Stützt euch im Zweifel immer zuerst an die Einsteiger-Artikel.

      Wenn jemand ßhnliches erlebt hat, irgendetwas anders sieht oder konkrete Fragen hat kann er gerne posten. Als ich ganz neu hier war hätte mir so ein Artikel sehr geholfen und daher habe ich ihn jetzt auch geschrieben.
      Kritik ist jederzeit erwünscht.

      DMB
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