Midstack Strategie (dont flame me):)

    • Maniac81
      Maniac81
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 2.287
      Ich hab mir grad mal Gedanken darüber gemacht, ob es in Omaha im Gegensatz zu Holdem sinnvoll sein kann, mit einer Midstack Strategie zu spielen. Ich komme deswegen darauf, weil in den Highstakesgames fast alle außer Ziigmund diese Strategie spielen(+einige Shortstacker). Also muss da ja irgendwas dran sein.
      Ich hab mir gedacht, dass sie es vielleicht machen, weil sie nicht die Bankroll für plo40k haben. 50 Stacks wären ja alleine 2Mllionen $.

      Also Vorteile einer solchen Strat wären:
      - Geldmäßig gernigere Varianz; man hat ja sehr oft coinflip Situationen am Flop und verliert dann nur 40BB statt 100BB
      - man kann sich gegen aggressive Spieler die viele Scarecards bluffen schon frühzeitig commiten und muss nicht bei Scarecards folden
      - man kann es sich leisten, mit schwächeren Händen broke zu gehen, mit denen man mit 100BB folden würde(z.B Queen high flush;king high flush ; underfull etc) dadurch kann man auch manchmal bluffs catchen oder noch schwächere Flushes oder Leute die auf one suited Boards mit Topset broke gehen

      Nachteile:
      - wenn man optimal Postflop spielen kann, hat man sehr wahrscheinlich ne niedrgere Winrate als mit Fullstack
      - Monster werden gegen schlechte Spieler nicht gut ausbezahlt
      - man hat keine Fold Equity und kann daher kaum bluffen
      aber dadurch auch der Vorteil: Gegner gehen mit schwächeren Händen gegen einen Broke

      Also was meint ihr dazu? Absoluter Schwachsinn diese Strategie oder villeicht sogar optimal?

      edit: Ich meine die 40BB Strategie, die von den meisten plo40k Spielern praktiziert wird.
  • 16 Antworten
    • GermanEagle89
      GermanEagle89
      Bronze
      Dabei seit: 15.12.2007 Beiträge: 23.972
      Ich denke uaf den unteren Limits sollte man schon Fullstacked spielen, einfach um maximalen Gewinn mit den Nuts zu erreichen.
      Auf höheren Limits macht dann eine MSS vlt Sinn, da die Spieler dort meistens ein ganz anderes Niveau haben, und nicht so viel rumgedonkt wird wie auf den Micros.
    • suitedeule
      suitedeule
      Black
      Dabei seit: 18.12.2006 Beiträge: 9.822
      glaube die highroller spielen eher mit 100 stacks BRM.
      das was du ansprichst wird ähnlich in slotbooms buch vorgestellt. er schlaegt das fuer 6 max PLO vor...
      denke der vorteil sonner strat ist, dass man sich gegen loose gegner sehr gut comitten kann und postflop meistens keine fehler mehr gemacht werden koennen (was bei den gegnern bestimmt nicht schlecht sien kann)
      auf micros hingegen sollte man imo nen full stack buy in machen um fehler der gegner maximal ausnutzen zu koennen.
      ausserdem wird hier eh loose/passiv preflop gespielt, deshalb hast du meist auch keinen vorteil durch deinen kleineren stack. wenn du nach 2-3 limpern raised musst du den flop trotzdem gut treffen um pushen zu koennen, dann kannst du auch gleich 100BB spielen um dann den maximalen payout zu kriegen
    • Maniac81
      Maniac81
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 2.287
      Also mich reizt die Strategie schon, weil ich dann höhere Stakes spielen könnte und wenn ich ne anständige Winrate halten könnte kann ich mir schneller ne schöne Bankroll aufbauen. Ich glaub ich teste das mal aus.
    • homerjaysimpson
      homerjaysimpson
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2006 Beiträge: 3.390
      Original von Maniac81
      Ich hab mir grad mal Gedanken darüber gemacht, ob es in Omaha im Gegensatz zu Holdem sinnvoll sein kann, mit einer Midstack Strategie zu spielen. Ich komme deswegen darauf, weil in den Highstakesgames fast alle außer Ziigmund diese Strategie spielen(+einige Shortstacker). Also muss da ja irgendwas dran sein.
      Ich hab mir gedacht, dass sie es vielleicht machen, weil sie nicht die Bankroll für plo40k haben. 50 Stacks wären ja alleine 2Mllionen $.

      Also Vorteile einer solchen Strat wären:
      - Geldmäßig gernigere Varianz; man hat ja sehr oft coinflip Situationen am Flop und verliert dann nur 40BB statt 100BB
      - man kann sich gegen aggressive Spieler die viele Scarecards bluffen schon frühzeitig commiten und muss nicht bei Scarecards folden
      - man kann es sich leisten, mit schwächeren Händen broke zu gehen, mit denen man mit 100BB folden würde(z.B Queen high flush;king high flush ; underfull etc) dadurch kann man auch manchmal bluffs catchen oder noch schwächere Flushes oder Leute die auf one suited Boards mit Topset broke gehen

      Nachteile:
      - wenn man optimal Postflop spielen kann, hat man sehr wahrscheinlich ne niedrgere Winrate als mit Fullstack
      - Monster werden gegen schlechte Spieler nicht gut ausbezahlt
      - man hat keine Fold Equity und kann daher kaum bluffen
      aber dadurch auch der Vorteil: Gegner gehen mit schwächeren Händen gegen einen Broke

      Also was meint ihr dazu? Absoluter Schwachsinn diese Strategie oder villeicht sogar optimal?

      edit: Ich meine die 40BB Strategie, die von den meisten plo40k Spielern praktiziert wird.
      natürlich ist was dahinter, wenn die highstacker omaha spieler à la markus golser und co das spielen

      einige punkte hast du ja selbst schon angesprochen (niedrigere Varianz, Postlfop spiel etc.)

      jede Strategie hat seine vor und Nachteile, ich denke man muss von LImit zu lImit entscheiden welche die beste ist

      je schlechter die spieler sind desto eher Fullstack wäre logisch...
    • JaggedMan
      JaggedMan
      Global
      Dabei seit: 16.07.2007 Beiträge: 680
      signatur test
    • Maniac81
      Maniac81
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      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 2.287
      @jagged man: Hier gehts um omaha. Da können andere Strategien als bei Holdem sinnvoll sein.Solltest dich vielleicht mal informieren.
    • DonHill
      DonHill
      Bronze
      Dabei seit: 07.04.2006 Beiträge: 153
      Da du wahrscheinlich nicht auf PLO600 und höher spielst kann ich mich nur meinen Vorpostern anschliessen, Fullstack für max. Value. Das Niveau ist bis in die Midstakes schlecht bis mittelmässig, es wäre wohl fahrlässig hier die eigene winrate durch einen midstack zu beschneiden.
    • Maniac81
      Maniac81
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 2.287
      ja du hast recht, wenn man davon ausgeht, dass ich die gleichen Stakes spiele wie mit Fullstack. Wenn ich aber höhere Stakes spiele verdien ich genausoviel Geld auch mit niedrigerer Winrate und hab mehr Rakeback etc.
      Naja ich weisses nich. Muss man wohl mal antesten.
    • Pokerstudent3
      Pokerstudent3
      Bronze
      Dabei seit: 19.08.2007 Beiträge: 951
      bist dafür auch schneller broke :-)
    • tiltnonstop
      tiltnonstop
      Global
      Dabei seit: 29.03.2007 Beiträge: 1.452
      das mit der geringeren varianz von midstack play solltet ihr mal markus golser, gus hansen oder david benyamine erzählen ^^. die würden euch sicher auslachen. gus hat es doch erst vor ein paar wochen geschafft, mehr als 600k in drei tagen zu verlieren, obwohl er immer nur für 25 bb eingekauft hat ^^. soll ja auch short stacker geben, die innerhalb einer nacht 30-50 stacks verblasen. dustin dirksen fällt mir da ein.
    • Maniac81
      Maniac81
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 2.287
      hehe was glaubste wieviel Kohle die als Bigstack verblasen?
    • tiltnonstop
      tiltnonstop
      Global
      Dabei seit: 29.03.2007 Beiträge: 1.452
      nettes beispiel für einen spieler, bei dem die strategie regelmäßig sehr gut funktioniert, ist david benyamine. er hat gestern 200/400 mit einem 16.000 starting stack gespielt und musste 2 oder 3 x nachkaufen. ergebnis:




      voraussetzung ist natürlich, dass man krasse deep stack skills hat und/oder gegner, die mit busted flush draws am river 150bb verbluffen wie ziigmund ;) :D .
    • DonHill
      DonHill
      Bronze
      Dabei seit: 07.04.2006 Beiträge: 153
      Original von tiltnonstop
      nettes beispiel für einen spieler, bei dem die strategie regelmäßig sehr gut funktioniert, ist david benyamine. er hat gestern 200/400 mit einem 16.000 starting stack gespielt und musste 2 oder 3 x nachkaufen. ergebnis:




      voraussetzung ist natürlich, dass man krasse deep stack skills hat und/oder gegner, die mit busted flush draws am river 150bb verbluffen wie ziigmund ;) :D .
      Naja dieser schöne Stack lag nicht an der (nicht vorhanden)Unschlagbarkeit der Midstackstrategie sondern am regelmässigen tiltptoblem von Ziigmund.

      Ausserdem ist es doch Unsinn anzunehmen das man als midstack weniger Geld verliert. Die (mögliche) Varianz ist immer die gleiche, ob man sich mit 25BB oder 100BB einkauft.
    • Maniac81
      Maniac81
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 2.287
      Das ist falsch. Wenn man sich mit 40BB einkauft is die Varianz natürlich geringer als mit Fullstack. Du kannst weniger gewinnen und weniger verlieren pro Hand = weniger Varianz.
      Ich denke es ist hier ähnlich, wie in der Investitionstheorie in der Wirtschaft. Mann muss eben zwischen Rendite und Varianz nen gesunden Mittelweg finden. Wer mit der Varianz gut leben kann, spielt 100BB und wer ne niedrigere Varianz verbunden mit einer leicht niedrigeren Rendite möchte, spielt 40BB Strategie.
      Wie schon gesagt hat eine Midstack Strategie in Omaha kaum Nachteile, weil man am Flop selten großer Favorit ist im Gegensatz zu Holdem. In Holdem ist ja Set = Allin, was in Omaha keinesfalls so ist.
    • SirThomse
      SirThomse
      Bronze
      Dabei seit: 22.06.2006 Beiträge: 1.830
      Original von Maniac81
      Das ist falsch. Wenn man sich mit 40BB einkauft is die Varianz natürlich geringer als mit Fullstack. Du kannst weniger gewinnen und weniger verlieren pro Hand = weniger Varianz.....
      Ich finde das kann man so nciht sagen, da man einen kleineren Prozentsatz Preflop bzw. am Flop ausnutzt, als wenn man mit den nuts am River den Gegner ausspielt. Man bekommt da die ganze härte der Varianz zu spüren, da man bei einem 70% vs 30% push im Schnitt von 10 mal nur 7 gewinnt.

      Ich hoffe ich konnte meinen Standpunkt klarmachen.
    • JERK
      JERK
      Global
      Dabei seit: 31.07.2006 Beiträge: 998
      Ich zitiere mal Rolf Slotboom
      " Beim PLO sollte man am Tisch den größten oder den kleinsten Stack haben."
      obwohl er auch einige Hinweise zum spiel mit midstack gibt. begründet er es mit der Unterschiedlichen Strategien mit kleinen und großen stack.

      Generelll sollte man als Midstack noch genauso tight spielen wie als shorty man kann sich auch etwas öfter billig den Flop ansehen.
      Aber man versucht eigentlich wie bei SSS so früh wie möglich Allin zu gehen.

      Wobei ich würde mich nicht mit midstack einkaufen sondern schon als shorty und spiele dann halt weiter wenn ich ein double up hatte. was fürs Live game sicher nicht verkehrt ist da man nach nen double up meistens noch nicht auf stehen will :D

      Mfg Jerk