"Den Gewinn retten"

    • DanS
      DanS
      Bronze
      Dabei seit: 23.11.2007 Beiträge: 762
      Hi,

      ich habe folgendes Leak: Gewinne ich an einem Tag 2-3 Stacks (NL) bin ich zufrieden und höre auf. Mach ich Verlust kann ich aber stundenlang spielen ( außer ich merk, dass ich tilte und nicht mehr mein A-Game bringe, dann hör ich auf). Ich weiß das alles eine "One big session" ist, trotzdem klappts irgendwie nicht.

      Was kann ich dagegen tun?
  • 14 Antworten
    • stefeu
      stefeu
      Bronze
      Dabei seit: 10.01.2007 Beiträge: 5.096
      Kommt irgendwann von alleine Wage ich mal zu behaupten, wenn man akzeptiert hat dass Poker nunmal swingig ist :)
    • m0bi
      m0bi
      Bronze
      Dabei seit: 12.10.2006 Beiträge: 611
      in welcher hinsicht ist das ganze jetzt ein leak?

      ich mein du hast ja anscheinend erkannt dass alles eine grosse session ist und hörst ja auch auf wenn du nicht mehr dein a game bringst. seh eigentlich kein problem in der ganzen sache ;)

      solltest nur vielleicht weiterspielen wenn es gut läuft ;)
    • RedMoon
      RedMoon
      Bronze
      Dabei seit: 19.03.2007 Beiträge: 1.675
      Mal kurz einhaken.

      Bei einem Down heißt es immer: "Man ist nicht in einem Downswing. Man war rückblickend betrachtet in einem Downswing". Schließlich kann es mit der nächsten Hand schon wieder aufwärts gehen.

      Dann müßte es in einer Session, in der man bisher einige BB / Stacks gewonnen hat doch heißen: "Man ist nicht in einem Upswing. Man war rückblickend betrachtet in einem Upswing". Schließlich kann es mit der nächsten Hand schon wieder abwärts gehen.

      Also ist eine Aussage wie: "Es läuft grad unheimlich gut / schlecht", falsch, weil man den Ausgang der nächsten Hand / Hände ja nicht voraussehen kann.

      Oder?
    • lechuckpoker
      lechuckpoker
      Gold
      Dabei seit: 16.05.2007 Beiträge: 1.492
      seh ich nicht ganz so, natürlich ist das theoretisch richtig, aber praktisch macht es sinn länger zu spielen solange man gewinne macht.

      nat. kanns an einem upswing liegen (der oft aber auch noch andauern wird). es tragen aber auch immer andere faktoren, wie korrekte reads auf die gegner, guter spielstil gegen exakt die gegner, besonderes a game usw. dazu bei.

      bei poker gilt eher das gegenteil vom glücksspiel, wo man aufhören sollte wenns gut läuft
    • kingpowl
      kingpowl
      Black
      Dabei seit: 15.10.2006 Beiträge: 2.395
      darum darf man auch nicht sagen: "du bist kleinkariert", weil dieser jemand ja vielleicht gleich gar nicht mehr kleinkariert ist!


      /edit
      achso @topic: war heut am anfang meiner session als nl400 neuling gleich 2k down, am ende 1,5k up :D ein glück dass ich ned aufgesteckt hab. zumal ich nach sonem verlust eh probleme gehabt hätt einzuschlafen :P
    • RedMoon
      RedMoon
      Bronze
      Dabei seit: 19.03.2007 Beiträge: 1.675
      Original von lechuckpoker
      seh ich nicht ganz so, natürlich ist das theoretisch richtig, aber praktisch macht es sinn länger zu spielen solange man gewinne macht.

      nat. kanns an einem upswing liegen (der oft aber auch noch andauern wird). es tragen aber auch immer andere faktoren, wie korrekte reads auf die gegner, guter spielstil gegen exakt die gegner, besonderes a game usw. dazu bei.

      bei poker gilt eher das gegenteil vom glücksspiel, wo man aufhören sollte wenns gut läuft
      Meine Aussage war ja auch nur recht allgemein gehalten. ;)

      Natürlich begünstigt gutes Spiel in Verbindung mit guten Karten und schlechten Gegnern den langfrisitgen Erfolg.

      Eine Garantie, das man seine "guten Hände" durchbringt gibt es trotzdem nicht.

      @topic

      Gestern 5 Stacks down.

      - AA pre-flop all in gegen KK und "Rotz" = verloren gegen Set Kings

      - KK pre-flop raise um 7 BB (wegen Limpern). Ein Limper pusht mich mit 94s !! aus early und bekommt natürlich den Flush.

      Ärgert mich nicht mehr so wirklich. Denke nach der Hand drüber nach, ob ich sie richtig gespielt habe. Wenn ja, abhaken und vergessen.

      Mein A-Game kann ich dann trotzdem noch spielen.
    • funmaker
      funmaker
      Global
      Dabei seit: 04.01.2006 Beiträge: 7.367
      Hi,

      also, ich glaube, jeder muss im Laufe der Zeit ein Gefühl dafür entwicklen, wann eine Session beendet werden sollte u. wann nicht. Bei mir ist das ganz unterschiedlich. Manchmal fühle ich mit mit 1,5 stacks down schon nicht mehr gut und pausiere mal einige Stunden. Dann wiederum machen mir 1,5 Stacks down nix aus und es geht weiter... Und na klar, 1,5 stacks ist bei NL nix, I know. ;)

      Man kann sich auch selber Grenzen setzen, vor allem nach unten. x stacks down, session Ende; wenn Du 4 stacks up bist und es wieder etwas abwärts geht, auch mal raus gehen aus der Session! Je nachdem, wie Du mit 5 stacks down umgehen kannst, kannst Du natürlich auch weiterspielen. So nach dem Motto: Gehört halt auch dazu, muss ich lernen, mit umzugehen!Wie gesagt, ich glaube, hier mus jeder seinen eigenen Weg finden!
    • zweiblum88
      zweiblum88
      Bronze
      Dabei seit: 09.05.2006 Beiträge: 2.397
      also wenn du in ner Session, in der du bis jetzt im minus bist, den Drang hast wenigstens wieder break-even zu spielen, dann überleg dir kurz Folgendes:
      spielst du in einer winningsession solange bis du soviel von deinen 2 Stacks Gewinn wieder verloren hast und noch genau der Betrag übrig ist der deiner langfristigen Winrate entspricht?
    • VirtualBlue
      VirtualBlue
      Bronze
      Dabei seit: 31.07.2007 Beiträge: 969
      Original von RedMoon
      Mal kurz einhaken.

      Bei einem Down heißt es immer: "Man ist nicht in einem Downswing. Man war rückblickend betrachtet in einem Downswing". Schließlich kann es mit der nächsten Hand schon wieder aufwärts gehen.

      Dann müßte es in einer Session, in der man bisher einige BB / Stacks gewonnen hat doch heißen: "Man ist nicht in einem Upswing. Man war rückblickend betrachtet in einem Upswing". Schließlich kann es mit der nächsten Hand schon wieder abwärts gehen.

      Also ist eine Aussage wie: "Es läuft grad unheimlich gut / schlecht", falsch, weil man den Ausgang der nächsten Hand / Hände ja nicht voraussehen kann.

      Oder?

      Völlig richtig, komischerweise sehen das die wenigsten so.

      Der erste Coach, der sich mal richtig über so eine "Ich bin gerade in einem ...swing"-Aussage aufgeregt hat, war Matjes. Das Ding ist einfach, dass man mit "es läuft gerade (nicht) gut" ja eigentlich auch sagen will, dass es die letzten Stunden/Tage "(nicht) gut" gelaufen ist, man meint also eigentlich auch das Vergangene und projeziert das ins hier und jetzt. Das menschliche Hirn funktioniert halt so, dass es zwischen gestern, heute und morgen trennt, und gerade diese Trennung gibt es beim Poker eigentlich nicht - it's all one big session ;)

      Soweit die Vernunft. Leider kommen dann die Emotionen und bringen einen auf Tilt ;) Ich denke auch, dass man sich hier selbst beobachten muss, wie man auf Gewinne und Verluste reagiert.

      Daher stimme ich meinen Vorrednern zu: Objektiv/statistisch gesehen ist es völlig egal, wann du mit dem Spielen aufhörst, es beeinflusst ja nicht die Karten. Es beeinflusst aber halt evtl. dein Spiel, und das sollte man halt bei sich selbst erkennen können und entsprechend handeln.
    • 3rdTwin
      3rdTwin
      Bronze
      Dabei seit: 25.04.2006 Beiträge: 4.081
      Hi, wollte nur mal loswerden, dass ich genau das gleiche Problem habe, wie der Threadersteller. Spiele FL 0,05/0,1 da ich quasi "Wiedereinsteiger" bin und erst seit einer Woche nach mehrjähriger Pause wieder spiele.

      Jedenfalls läufts im Moment ganz gut, aber wenn ich pro Tisch ca. 10-15BB erspielt habe, will ich am liebsten sofort den Tisch verlassen. Liege ich dagegen im Minus, kann ich auch Stunden spielen. Ist das normal? Sollte man wenns gut läuft besser weiterspielen, obwohl man irgdnwie gerne aufhören würde?
    • Pornator
      Pornator
      Bronze
      Dabei seit: 26.10.2007 Beiträge: 393
      Moin,

      ihr solltet nicht nach gucken, ob ihr gerade Gewinn macht oder Verlust, denn das verändert euer Spiel.

      Legt euch eine bestimmte Zeit fest oder eine bestimmte Anzahl an Händen und lasst den Cashier zu.

      Ich spiele ca 2h oder 1,5k Hands am Stk, denn ich meine, dass ich in dieser Zeit die höchste Konzentration habe, welches sicher noch ausbaufähig ist, aber zur Zeit noch nicht drin ist.

      Die Session solltet ihr natürlich abbrechen, wenn ihr nicht euer A-Game spielen könnt bzw. zu viele BadBeats kassiert habt und tilt anfällig seid.


      noch ne Anmerkung: Bei Gewinn spielt man besser, da die Erfolgserlebnisse dabei sind und bei Verlust schlechter, da man unbedingt wieder alles rein haben will. Schaltet diese Faktoren aus und spielt einfach euer Game und wertet nach der Session euer Spiel aus...
    • Xyon666
      Xyon666
      Bronze
      Dabei seit: 12.02.2007 Beiträge: 380
      Nabend,

      Hatte früher auch mal so Tendenzen verluste unbedingt wieder einspielen zu müssen, hat sich dann aber recht schnell erledigt, am elegantesten kann man die Probleme abschließen wenn man sich immer ne Zeitbegrenzung setzt... z.B. jetzt genau 1 Stunde egal wies läuft.

      Wenns allerdings echt sehr gut läuft machts auch einfach viel Spaß und man ist motiviert, dann kann man schon mal etwas aber auch nur etwas verlängern.. schließlich ists oft einfach schon durch die Motivation und das dadurch fast immer (ausser man tiltet wenns gut läuft) bessere Spiel +EV. oder man macht ne halbe Stunde Pause und hängt dann noch ne Session an.
    • SilverCat
      SilverCat
      Bronze
      Dabei seit: 04.07.2006 Beiträge: 135
      Hallo,
      als ich mit Pokern begann hatte ich genau die gleiche Tendenz: nach Gewinnen zügig aufhören und bei Verlusten versuchen diese wieder auszugleichen. Inzwischen weiss ich, dass dies eine grosse Fehlentscheidung sein kann, da man gute Tische evtl. schnell verlässt und an schlechten "kleben" bleibt.
      Zudem haben psychologische Studien (im Bereich Kapitalmarkt) ergeben, dass viele Menschen beim Vermehren von Geld (sprich: Zinsen/Rendite) das Risiko scheuen. Haben sie aber grosse Verluste eingefahren, sind die gleichen Menschen bereit, unverhältnismässig hohe Risiken einzugehen, nur um diese Verluste auszugleichen. Dieses Verhaltenmuster lässt sich auch auf Pokerspieler übertragen, die am Stack-Ende oder nach hohen Verlusten alles "auf eine Karte setzen".
      Meine Lösung ist: Vor einer Session nehme ich mir eine Anzahl Hände vor, die ich gut schaffen und meistens mit Gewinn abschliessen kann. Habe ich diese Anzahl erreicht, stelle ich mir folgende Fragen:
      - Fühle ich mich gut und bin ich weiterhin konzentriert?
      - Habe ich gerade Spass am Spiel oder fällt es mir schwer?
      - Möchte ich die Session jetzt mit einem positivem Gefühl (Gewinn) abschliessen oder weiter investieren?
      - Kann ich Verluste in meiner jetzigen Gefühlslage überhaupt aufholen?
      - Eignet sich mein Table-image gut zum Weiterspielen?
      - Habe ich genug lukrative Gegner an den Tischen?
      - Habe ich gerade gute Reads auf meine Gegner?
      - Ist vielleicht ein Tischwechsel nötig um positiv weiter zu spielen?
      - Setze ich mich unter Zeitdruck, wenn ich weiterspiele und Verluste ausgleichen will?
      Über weitere Vorschläge für Fragen, mit denen man sich selbst überprüfen kann, wäre ich dankbar. =)
    • DerEismann
      DerEismann
      Silber
      Dabei seit: 17.07.2007 Beiträge: 2.076
      Ich hab das gleiche Problem. Die letzten Tage wieder nur sehr wenig gespielt, meist 1-2 Std, danach immer ~2 Stacks up, das war mir dann auch erstmal genug. Wenns bald mal wieder nicht so läuft, häng ich wieder stundenlang vorm Rechner.

      Alles oben Geschriebene ist schon richtig und auch einleuchtend. Das ändert aber für mich irgendwie nichts daran, dass ich mich nach z.B. 4 Stacks down einfach nicht gut fühle und es mir wieder wesentlich besser geht, wenn ich zumindest break even bin. Also spiel ich weiter... :(