cc cc d vs. cr lead...

    • sonnensb
      sonnensb
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2007 Beiträge: 2.545
      Beispiel:

      Preflop: Hero is BB with 5:heart: , 3:heart:
      MP2 folds, MP3 raises, CO & SB fold, Hero calls.

      Flop: 2:spade: , 3:diamond: , 8:club: (2 players)
      Hero checks, MP3 bets, Hero ?.

      Welche line ist hier gegen wen vorzuziehen und welche sinnvollen alternativen gibt es?
  • 10 Antworten
    • Zinsch
      Zinsch
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2008 Beiträge: 11.807
      Ich kann mir keinen Gegner vorstellen, wo c/c Flop, c/c Turn, donk River Sinn machen könnte. Die Line ist ja so weit ich weiß eher für wa/wb-Situationen gedacht (und da auch nur gegen die passenden Gegner), was hier ja nicht vorliegt.
      Du protectest damit überhaupt nicht deine Hand (was bei wa/wb ja nicht notwendig ist), was aber hier auf jeden Fall notwendig ist.

      Ich spiele da gegen jeden Gegner c/r Flop, bet Turn.
    • Alph0r
      Alph0r
      Black
      Dabei seit: 09.05.2007 Beiträge: 5.149
      C/R ist hier gut. Bist natürlich oft vorne und deshalb ist es zumindest schonmal for Value und du bekommst manchmal sogar Calldowns von Ace high.
    • sonnensb
      sonnensb
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2007 Beiträge: 2.545
      Ja ich spiele da auch oft einfach for value, bloß mir gefällt es nicht, in bestimmten situationen ständig dasselbe zu machen, weil man dann doch zu einfach gereadet werden kann. bei dem flop kann ich ja nicht viele draws so spielen.

      Wie sieht es mit der stop-and-go-taktik aus? passend zum obigen beispiel sei auf http://www.pokerstrategy.com/de/strategy/fixed-limit/58/3/ hingewiesen (3.1).

      edit: link funzt jetzt
    • Zinsch
      Zinsch
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2008 Beiträge: 11.807
      Original von sonnensb
      ..., bloß mir gefällt es nicht, in bestimmten situationen ständig dasselbe zu machen, weil man dann doch zu einfach gereadet werden kann. ...
      Wenn du auf so einem Flop nie c/c spielst, sondern nur c/f oder c/r, dann hast du deine Lines perfekt gebalancet. Sobald du aber c/c mitdazunimmst, musst du schauen, mit welchen Händen du das machst und musst ein gutes Verhältnis finden.

      Jede zusätzliche Line, die du in dein Spiel mitaufnimmst, macht es schwieriger, alle Lines perfekt zu balancen. Falls man es schafft, hat man natürlich den Vorteil dass der Gegner nie weiß, was ihn erwartet.

      Bsp: Preflop spielen wir first-in auch nur raise oder fold. Würden wir plötzlich anfangen, Aces zu limpen (weil hinter uns aggresive Gegner sitzen, die häufig raisen), dann würden das die Gegner nach einiger Zeit rausfinden. Das heißt, man müsste auch mit schwachen Händen limpen, was aber nicht geht, da wir mit diesen Händen viel lieber die Blinds direkt mitnehmen würden.

      Außerdem kann sich der Gegner in deinem Beispiel ja nicht sicher sein, dass du ihn vll. pure bluffst (selbst wenn du das in diesem Spot nicht machen würdest).
    • sonnensb
      sonnensb
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2007 Beiträge: 2.545
      Das war auch mein gedankengang Zinsch.

      Original von Zinsch
      Sobald du aber c/c mitdazunimmst, musst du schauen, mit welchen Händen du das machst und musst ein gutes Verhältnis finden.
      D.h. stop-and-go ist in obiger situation keine echte option?

      Weiteres Beispiel:

      Preflop: Hero is BB with 3:heart: , 3:club:
      4 folds, SB raises, Hero 3bets, SB caps.

      Flop: 2:spade: , 7:diamond: , 8:club: (2 players)
      SB bets, Hero ?.

      Aus equity-gründen spielen wir hier auch starke overcards per call weiter. balancing möglich?
    • Jayston
      Jayston
      Black
      Dabei seit: 14.07.2005 Beiträge: 9.369
      Original von sonnensb
      Das war auch mein gedankengang Zinsch.

      Original von Zinsch
      Sobald du aber c/c mitdazunimmst, musst du schauen, mit welchen Händen du das machst und musst ein gutes Verhältnis finden.
      D.h. stop-and-go ist in obiger situation keine echte option?

      Imo Nein!

      Weiteres Beispiel:

      Preflop: Hero is BB with 3:heart: , 3:club:
      4 folds, SB raises, Hero 3bets, SB caps.

      Flop: 2:spade: , 7:diamond: , 8:club: (2 players)
      SB bets, Hero ?.

      Aus equity-gründen spielen wir hier auch starke overcards per call weiter. balancing möglich?
      Verstehe hier deine Frage nicht...Du callst hier Overcarsds, jedes Pair, Straightdraws. Damit is dein Call gebalanct!
    • Ulek
      Ulek
      Black
      Dabei seit: 01.02.2006 Beiträge: 3.682
      Original von sonnensb
      Ja ich spiele da auch oft einfach for value, bloß mir gefällt es nicht, in bestimmten situationen ständig dasselbe zu machen, weil man dann doch zu einfach gereadet werden kann.
      Glaub dein Verständnis von Balancing ist nicht ganz richtig. Es bedeuted weniger, in der gleichen Situation verschiedene Lines zu spielen, sondern vielmehr die gleichen Lines in unterschiedlichen Situationen zu anzuwenden.
    • sonnensb
      sonnensb
      Bronze
      Dabei seit: 21.03.2007 Beiträge: 2.545
      Ah ok. Ist auf jeden fall ein toller gedankenanstoß! ehrlich gesagt habe ich nämlich noch gar nicht tiefergehend über dinge wie balancing oder metagame nachgedacht. findet sich auch irgendwie nicht viel zu bis gold (d.h. wohl noch nicht wichtig).
    • Zinsch
      Zinsch
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2008 Beiträge: 11.807
      Glaub, dass es in den Platin Artikeln auch nicht explizit angesprochen wird.

      Man muss das halt einfach via Videos, Choaching und Forumsdiskussionen (Handbewertungen) aufnehmen.
    • NoSekiller
      NoSekiller
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 7.727
      Ulek hats ja schon kurz angeschnitten, ich kanns ja noch mal etwas ausführlicher erklären:

      Balancing ist in einer bestimmten Situation mit verschiedenen Händen die gleichen Lines zu spielen.
      Beispiele:
      Wir Openraisen aus dem SB. Das tun wir sowohl mit AA als auch mit JTo. Für unseren Gegner sieht aber beides gleich aus => die "Line" ist gebalanced (vllt. noch nicht perfekt, denn perfektes Balancing wäre noch die Hände im richtigen Verhältnis zu mischen).
      Wir Contibetten den Flop. Das tun wir mit jeder Hand, die wir vor dem Flop erhöht haben. Auch diese "Line" ist ziemlich gut gebalanced.
      Wir check-raisen einen AJT 2-suited Flop. Das tun wir mit jeder starken Maidhand (J-Pair aufwerts), mit einem Flush- und einem Straightdraw. Auch diese Line sollte ganz gut gebalanced sein.

      Was bringt uns das jetzt? Der Vorteil von gebalancten Lines ist, dass unser Gegner nur die Line sieht, sich dahinter aber sehr viele verschiedene Hände verstecken können und er somit nicht weiß, was die perfekte Konter-Line ist.


      Noch ein kleiner Ausflug:
      Wir sind am River OOP. Der Pot ist 9 BB groß und wir betten.
      Wenn wir davon ausgehen, dass unser Gegner eine mittelstarke Madehand hat und hier nur callen oder folden wird sollte unsere Handverteilung so aussehen:
      Auf 9 Starke Hände (die die Hand von Villain schlagen) sollte eine Bluff-Hand kommen.
      Denn dann ist es vollkommen egal, ob unser Gegner callt oder nicht, wir machen immer den gleichen (und maximalen) Gewinn (lässt sich leicht nachrechnen).


      bei Unklarheiten einfach nachfragen =)