Innere Zufriedenheit mit sick beat

    • smooly
      smooly
      Bronze
      Dabei seit: 26.05.2006 Beiträge: 425
      Gestern hab ich meine erste Session NL 400 gespielt.
      Ich hab mein Spiel auch bei sicken beats schon unter Kontrolle, aber ich tilte durchaus mal wenn ich so richtige bad beats kassiere, wenn ich allgemein eine schlechte session habe.

      Dann nach erst ein paar Händen kam das cold deck überhaupt.
      Ich bin mit Jacks im RR pot 3-handed am flop.

      Flop kommt J99 also FH gefloppt.

      Beide machen action, als aber der eine villain mein AI instacallt, war mir auch schon klar dass er zwei Neuner hat.
      Nun ja, den pot von 950Dollar also verloren, aber was dann kam ist mir bis heute ein Rätsel.
      Ich war weder enttäuscht noch wütend, kein schnellerer Puls, aber auch keine Lähmung oder Verzweiflung (zumindest hab ichs nicht so empfunden). Ich saß einfach da und konnte weiterspielen als wäre nichts gewesen. Hab dann noch kurz nice hand gechattet aber es war eine ganz merkwürdige Stimmung.

      Heute, einen Tag danach, bin ich überzeugt davon, dass dieser beat mir in meiner Pokerentwicklung unglaublich weitergeholfen hat. Ich denke dass mir diese Hand einen Spiegel vorgehalten hat, dass Pokern wirklich den Menschen abbildet. Mit seiner Gier, auch seiner Lust am Kräftemessen und v.a. dem Streben nach dem schnellen Geld. Und wohl dem Gefühl von uns allen, dass wir, wenn wir den upswing haben, dass Geld auch so unendlich verdient hätten.

      Ich musste dann an Samstag denken, wo der Fisch am turn mit seine Pocket44 am turn AI geht und am river sein set trifft und den anderen tisch wo ich kurz danach TPTK mit FD und SD gegen einen bluff mit 43o und bottom pair verliere. Da habe ich doch ziemlich getiltet ob der Ungerechtigkeit der Welt, usw.

      Ich stelle mir halt gerade vor, ob ich dieses Gefühl bei bad beats konservieren könnte, und immer so locker mit badbeats umgehen könnte.
      Naja, mal sehen, ich werds jedenfalls posten.

      Mich würde mal interessieren, ob ihr ähnliches auch schon mal erlebt habt (BBJ-Gewinner: bitte nicht posten)
  • 3 Antworten
    • ElHeisenberg
      ElHeisenberg
      Global
      Dabei seit: 14.04.2007 Beiträge: 7.196
      Original von smooly
      Ich denke dass mir diese Hand einen Spiegel vorgehalten hat, dass Pokern wirklich den Menschen abbildet. Mit seiner Gier, auch seiner Lust am Kräftemessen und v.a. dem Streben nach dem schnellen Geld. Und wohl dem Gefühl von uns allen, dass wir, wenn wir den upswing haben, dass Geld auch so unendlich verdient hätten.
      Es gibt Leute, die erleben sowas und gründen eine eigene Religion, andere eröffnen einen Thread im ps.de Forum. :D

      Im Ernst: Das ist doch toll. Ich würde versuchen, mich jedes Mal bei einem Bad Beat an diese Hand zurückzuerinnern um den Tilt zu verhindern. Vielleicht kommen dir dann wieder die gleichen Gedanken.
    • cubaner
      cubaner
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 4.245
      finde es ist ein qualitativer unterschied, ob man ge2outert wird, oder ob man wenn die kohle reingeht eh schon hinten ist (wie in der JJ hand)...

      ...naja anyway, zumindestens scheinst du den "setup tilt" verkraften zu können, was die suckouts angeht musste halt schauen ob sich das auch überträgt!
    • lilBuddha87
      lilBuddha87
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2006 Beiträge: 494
      Also für mich ist das auch kein BadBeat, sondern ein normaler Beat, weil der Gegner ja komplett richtig gespielt hat. Bei sowas denk ich mir nur: "Naja passiert mir bestimmt auch mal"
      Man rennt ja genauso oft mit Kings in Aces rein und umgekehrt.

      Nur bei BadBeats, wenn irgendein Idiot seinem 2 Outer hinterher rennt und ihn auch noch am River luckt kann ich mir nie das Gleiche denken, weil ich ja NIE mit 2 Outs ne Potsizebet callen würde...