[Denkanstoss] Bei SnGs weniger Tilten?

    • doger23
      doger23
      Bronze
      Dabei seit: 16.04.2007 Beiträge: 513
      Diese Diskussion hier hat mich auf eine andere Idee gebracht.

      Da bei sehr tighter Spielweise ja eigentlich nur die Top-10 der Hände gespielt werden, ist es natürlich ärgerlich wenn man immer wieder ausgesuckt wird. Meist geht man mit einem Gefühl der Überlegenheit zum Flop und ärgert sich natürlich umso mehr wenn die Aces mal wieder nicht halten. Wenn dies Häufiger auftritt kann es auch zu einem Tilt kommen.

      Bei SnGs sieht das etwas anders aus.
      In der Push-or-Fold phase werden auch marginalere Hände gespielt. A-High Hände sind da immer Willkommen und damit wird auch gerne gestealed.

      Hinzu kommt, das alle Spieler um denselben Pot spielen. Wenn an einem Cashtable mal wieder die luckbox schlechthin den Schalter umelgt und ein Pocket Rocket nach dem anderem aussuckt ist uns das natürlich meist egal. Nur wenn das an einem SnG Table passiert bringt uns jeder Suckout von einem schlechtem Spieler einen Schritt weiter ans Geld heran.

      Gerade in der Bubblephase haben mir solche Leute mit ihrem unvorstellbaren Glück schon oft eine vermeindliche Niederlage erspart und mich noch ins Geld gerettet. Auf der anderen Seite können wir diese Spieler vielleicht auch besser einschätzen da wir uns sicher sein können, das sie nicht unbedingt ein gesundes ICM verständnis mit sich bringen.

      Ich kann mir gut vorstellen, dass durch das häufigere auftreten von Goodbeats , Badbeats gelassener hingenommen werden können. Das Gefühl wird suggeriert, das nicht alle Welt gegen einen Spielt.

      Meint ihr darauf kann man aufbauen oder fällt das schon unter Humbug.
  • 1 Antwort
    • pascl
      pascl
      Bronze
      Dabei seit: 09.02.2006 Beiträge: 452
      Original von doger23
      Ich kann mir gut vorstellen, dass durch das häufigere auftreten von Goodbeats , Badbeats gelassener hingenommen werden können. Das Gefühl wird suggeriert, das nicht alle Welt gegen einen Spielt.
      hallo doger23,
      ich habe mal einen teil deines statements herausgegriffen und möchte dazu was sagen.

      in der psychologie spricht man auch von "daily hassles" und "daily uplifts". also negative und poitive erlebnisse.

      leider hat sich herausgestellt, dass die daily hassles viel mehr ins gewicht fallen als die uplifts. allein ein hassle "versaut" mehrere uplifts. das mag daran liegen, dass man es gewohnt ist positives zu erleben und die dem entgegenstehenden ereignisse länger im gedächtnis bleiben. es kann auch sein, dass die täglichen uplifts nicht wahrgenommen.

      meiner meinung nach ist der schlüssel zum "gelassenen umgang" die denke. gedanken formen gefühle. dazu kommt bald eine neue videoserie.

      grüße
      pascal