sklanskypushes mögliche korrektur?

    • tranceactor
      tranceactor
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2006 Beiträge: 4.898
      fortsetzung von der diskussion aus dem coaching vom 11.3. 16.30-18

      sklansky-chubukov gehen davon aus, dass der gegner zufällig 2 von den verbleibenden 50 karten hält. wir halten im small blind selbst 2 karten.

      die frage ist, ob spieler die vorher gefoldet haben, die wahrscheinlichkeiten für bestimmte kartenkombinationen des big blinds entscheidend beeinflussen.

      bsp zum verstehen der frage: die wahrscheinlichkeit, dass der big blind AA hält, wenn wir KK halten, ist 4/50*3/49=0,49%. wenn wir jetzt angenommen 3handed sind, der button gefoldet hat und wissen, dass der button Ax nicht gefoldet hätte: ist dann die wahrscheinlichkeit für AA beim big blind immer noch 0,49% oder höher?

      ich führe das beispiel mal fort:
      3 handed, wir sind sb und halten KK.
      ich gebe dem button jetzt einfach mal eine range, die er nicht openfoldet. sagen wir 22+,Ax würde er limpen oder raisen (nicht zwingend realistisch).
      im umkehrschluss bedeutet das: wenn der button 22+,Ax hält, machen wir keinen sklanskypush.
      wenn wir KK halten, hält der button jedes pocket (außer KK) mit 4/50*3/49=0,49% und Ax (ohne AA) zu 4/50*46/49+46/50*4/49=15,02%. KK zu 2/50*1/49=0,08% die range ist damit
      12 pocket pairs a 0,49%=5,88%, KK zu 0,08% und Ax zu 15,02% -> 20,98%

      das bedeutet, dass es
      a) nur in 79,02% überhaupt zum sklanskypush unsererseits kommt
      b) der button kein ass hält und damit die wahrscheinlichkeit für AA beim big blind nicht mehr 4/50*3/49=0,49% ist, sondern 4/48*3/47=0,53%. damit hätte sich die wahrscheinlichkeit für AA um 8,55% (53/49-1) erhöht.

      dieses beispiel ist natürlich sehr primitiv und die angenommene range crap, aber zeigt doch, dass eine beeinflussung möglich erscheint. ich werde auch noch ein beispiel basteln, bei dem Ax zu >0% vom button gefoldet werden (mal sehen, ob ich morgen dazu komme).


      deshalb würde mich interessieren, inwieweit bestimmte foldingranges der gegner vor einem sich eben auf die wahrscheinlichkeiten bestimmter kartenkombinationen auswirken. falls jemand irgendein simulationstool kennt, das man hier verwenden kann, bitte bescheid sagen ;)
      von hand kann man hier wohl nicht soviel ausrichten :D
  • 2 Antworten
    • igel2006
      igel2006
      Bronze
      Dabei seit: 17.09.2006 Beiträge: 3.255
      Ja, ist ein "alter Hut", steht auch im Buch von Sklansky, aber ohne weitere Ausführungen. Klar steigt die Wkeit eines A beim Gegner, weil wir einen kleinen Informationsvorsprung haben und Asse gern gespielt werden.
      Die Diskussion geht aber imho in die falsche Richtung. Wir möchten mit Sklansky loser pushen und nicht tighter.

      K9o (SC = 18) auch mit >20.
    • tranceactor
      tranceactor
      Bronze
      Dabei seit: 09.11.2006 Beiträge: 4.898
      ja. hast natürlich recht, dass man looser als sklansky pushen sollte.
      irgendwo hier wurde ja auch schon ne tabelle mit gleichgewichten zu dieser situation gepostet. ich gehe allerdings davon aus, dass diese gleichgewichtsstrategien auch von 2 aus 50 ausgehen und somit auf der annahme beruhen, dass die vorhergehenden spieler random folden.
      über eine korrektur der wahrscheinlichkeiten für kartenkombinationen beim big blind (sollte sie denn erheblich sein) lässt sich dann auch eine korrigierte gleichgewichtsstrategie erstellen.
      das entscheidende wäre für mich eben inwieweit die foldingranges vorhergehender spieler die kartenkombinationen nachfolgender spieler beeinflussen. die verwendungsmöglichkeiten ergeben sich dann von alleine :D