Psychologie: Spielverhalten innerhalb einer session.

  • 13 Antworten
    • eRaLi
      eRaLi
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 9
      wo ich das grade so lese, merke ich dass ich auch sowas an mir habe. ich spiele zwar keine langen sessions aber ich merke trotzdem dass ich zum schluss meistens die von dir genannten weakcalls habe. ich weiß auch nich woran das liegt. aber ich denke mal es ist einerseits gut, da man sich als gegner nicht wirklich auf dich einstellen kann, du selbst aber unnötige hände spielst und damit wahrscheinlich verlierst?!
    • OnkelHotte
      OnkelHotte
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 18.558
      also preflop veränder ich mein spiel nicht. ich bin IMMER gleichtight.

      geht postflop calldowns.
    • weyoun
      weyoun
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 2.540
      könnte vielleicht daran liegen weil um so länger man spielt um so mehr häufen sich situationen wo irgendwelche sucker einen weg lucken das merkt man sich dann und das bleibt im unterbewusstsein hängen und dann macht man später vielleicht den einen oder anderen etwas zu weaken call gegen so eine person ,, so nach dem motto der kann mich ja nicht nochmal weglucken
      perhaps
      natürlich sollte man versuchen das sowas nicht vorkommt ;)
    • tmy
      tmy
      Black
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 6.309
      mm versuch mal evtl nach der hälfte der hände die tischzahl zu reduzieren .. wenn die konzentration anfängt nachzulassen finde ich 5 sh tische wirklich zuviel

      MfG Tim
    • pKay
      pKay
      Black
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.174
      Das einzige was ich bei mir bemerke ist, dass ich wenn ich die session loosend beginne, ich meistens schiss vor continuations in losse-passive leute usw. habe - einfach Sachen, die ich wenn ich am gewinnen bin ohne nachzudenken mache und dann läufts auch meistens... es kommt bei mir sehr auf den "flow" an und ob ich die Tage davor gewonnen oder verloren habe ... das ist ziemlich eigenartig - z.B. wenn ich lange Zeit sehr konstant und gut gespielt habe und irgendwann (das fällt mir immer erst im Nachhinein auf), übermütig werde, fange ich meistens an komische semi-tiliting sessions zu spielen.

      Um das auszulösen reichen meistens 1-2 bad beats und selbst wenn ich mir sage: nicht looser werden einfach normal weiter spielen - irgendwie verändert sich das Spiel imo doch ein wenig.

      Naja...
    • Frohbi
      Frohbi
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2005 Beiträge: 796
      Ich finde, Tim trifft es sehr genau!

      1. Niemand ist in der Lage, über einige Stunden gleichbleibend konzentriert zu sein.

      2. Durch den Verlauf der Session lassen wir alle uns beeinflussen. Nur die wirklich "Harten" können Ihr Spiel dann noch gleichbleibend auf den Tisch bringen.

      Bei Dir würde mich die Anordnung der Tische auf dem Bildschirm interessieren. Bei einem direkten Austausch mit einem Forummember kam zum Vorschein, daß die Anordnung sehr streßverursachend sein kann, ohne daß man es oberflächlich merkt. Das wirkt sich dann erst nach einiger Zeit aus.

      Veränderst Du Deine Sitzhaltung innerhalb der Session öfter? Wenn ja, magst Du was dazu schreiben?

      Am Ende kommt bei raus, daß Tims Tip sehr gut ist. Damit erreichst Du Spielstärkesteigerung durch mehr Zeit (Aufmerksamkeit) pro Tisch. Dazu kommt noch, daß Du Dich aktiv überwachst, nämlich wahrnimmst, daß es Zeit wird, den fünften Tisch zuzumachen.
    • Wiseguy
      Wiseguy
      Bronze
      Dabei seit: 05.02.2005 Beiträge: 2.033
      Ich neige dazu, bei extrem erfolgreichen Sessions gegen Ende hin etwas mehr loose zu werden, denke ich. Macht hier jemand Konzentrationsübungen wie autogenes Training oder so? Könnte mir vorstellen, dass sich das ebenfalls positiv auf das Resultat auswirkt (vor allem bei bad beats).
    • betout
      betout
      Black
      Dabei seit: 06.02.2005 Beiträge: 2.481
      Hmm Ich habe auch so etwas:

      Ich spiele oft ganz zu Beginn einer Session viel zu loose aggressive, manchmal sag ich mir nach 10 Minuten: "ey du bist ja der reinste maniac". =)

      Manchmal schafft mir das ein ganz nettes Image, von was ich da dann so alles runtergecalled werde ist schon sensationell. Trotzdem ist mir natürlich bewusst, dass das ein Leak ist, ich arbeite grad dran das abzustellen, aber es klappt noch nicht so richtig. Ich habe das Gefühl, ich werde erst nach ner halben Stunde richtig gut. Sehr komisch ist das...
    • NeXaFs
      NeXaFs
      Bronze
      Dabei seit: 06.02.2005 Beiträge: 517
      ich wollte mich eigentlich nicht outen, aber autogenes training ist in diesem Fall nicht schlecht.
      Bei mir funktioniert es eigentlich, wenn ich gerade anfange looser zu spielen. uneigentlich muss ich aber hinzufügen, dass meiner meinung nach eine 5 oder 10 minütige Pause um vieles besser wirkt. VG Nex
    • Frohbi
      Frohbi
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2005 Beiträge: 796
      @ betout

      Das ging mir lange Zeit genauso!
      Irgendwann habe ich für mich festgestellt, daß ich einfach Lust hatte zu spielen , als ich an den Rechner ging. " Kiste an, einloggen, Tisch halbherzig auswählen, halbgare Hände callen (gamblen eben) und nach 10 Minuten über die eigenen Stats peinlich berührt sein und den Kopf aufmachen." Das war oft so.

      Abgestellt habe ich das durch Regeln für die Tischauswahl, durch die ich länger brauche, bevor es losgeht. Das nimmt den Aktionismus raus.
      Wenn Dir das nichts hilft, hast Du andere Gründe für das Verhalten. Die solltest Du kennen (-lernen). Das Verhalten kostet ja leider definitiv Geld.
    • Lucky
      Lucky
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 446
      Original von Frohbi
      @ betout

      Das ging mir lange Zeit genauso!
      Irgendwann habe ich für mich festgestellt, daß ich einfach Lust hatte zu spielen , als ich an den Rechner ging. " Kiste an, einloggen, Tisch halbherzig auswählen, halbgare Hände callen (gamblen eben) und nach 10 Minuten über die eigenen Stats peinlich berührt sein und den Kopf aufmachen." Das war oft so.
      Du sprichst mir aus der Seele, am besten noch nebenbei TV und chatten...da kann man nur Geld verlieren!
      Ich hoff ich kriegs jetz in den Griff indem ich mir nen "Stundenplan" gemacht hab, wie in der Schule, und da Spiel ich dann voll konzentriert und hör auch auf wie ichs mir vorgenommen hab, egal ob ich grad iim Minus oder im Plus bin.
      Hoffentlich klappts :D
    • OnkelHotte
      OnkelHotte
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 18.558
      @frohbi: anordnung: naja 4 tische, einen in jeder ecke und einen in der mitte an einem rand. an der seite, an der der 5. tisch ist, ziehe ich die anderen beiden tische etwas weiter nach innen, so dass der 5. tisch am äusseren rand was überseht und ich ihn anklicken kann, wenn er grad von den anderen verdeckt wird. ich versuche dabei, jeden tisch zu beobachten, während ich auf aktionen meiner gegner warte. wenn ich konzentriert spiele kann ich immer nachvollziehen, wer wann action gemacht hat, wenn ich in der hand bin. der 5. tisch ist dann natürlich nicht zu sehen und poppt dann up.

      zur sitzhaltung. entweder hänge ich im stuhl wie bei BW oder ich sitze aufrecht, mein kinn auf einer hand aufgesützt. keine frage, dass ich auch nebenbei mal mit jemandem im icq laber oder schnell quasi in situ ne hand convertiere und poste.
    • Frohbi
      Frohbi
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2005 Beiträge: 796
      Das hört sich gut an. Du scheinst keinerlei Probleme mit Streßmanagement zu haben.

      Vielleicht ist Tims Rat wirklich gut für einen Versuch. Das könnte dann so aussehen:
      Du versuchst drauf zu achten, wann Dir Konzentration flöten geht (meine Interpretation des von Dir geschilderten Problems), ab dem Moment, wo Du den kritischen Zeitpunkt bemerkst, könntest Du einen , zwei oder drei Tische bis zu den Blinds ausklingen lassen. Vielleicht auch nacheinander reduzieren?!
      Entweder ist das ein Weg zu besserer Selbstkontrolle oder Du ermüdest erst recht vor Langeweile.

      Der Sinn des Ganzen wäre, daß Du Dich selbst mehr während der Session beobachtest und den Gegebenheiten entsprechend reagieren lernst.

      Wäre toll zu hören, was für Erfahrungen dabei herauskommen.

      @ Lucky
      Wenn Du das einhalten kannst, bist Du einen wichtigen und sehr schweren Schritt weitergekommen!

      Eigentlich könnte man aus den Negativerfahrungen und der Behebung dieser einen Guide für Anfänger machen,oder?
      Bei irgendwelchen Problemen findet sich doch jeder wieder?!