Pot Equity Frage

    • ameisenmann
      ameisenmann
      Bronze
      Dabei seit: 01.12.2007 Beiträge: 2.787
      Hallo,
      ich habe in dem Buch "Small Stakes Hold'em" etwas über Pot Equity gelesen, was mir aus euren Bronze Artikeln noch nicht bekannt war.
      Ich bin mir nicht sicher, ob ich es richtig verstanden habe...

      Es wurde an einem Beispiel erklärt, in dem man am Flop einen Nutflush-Draw hat und insgesamt 5 Leute in der Hand sind.
      Meine Chance, den Flush bis zum River zu bekommen, beträgt 35%.
      Mein Anteil am Pot beträgt nun 20% (Pot geteilt durch 5 Spieler).
      Soweit klar...

      Da die Gewinnchance höher ist als mein theoretischer Anteil am Pot, wird gesagt, dass man hier raisen sollte. Wenn alle 4 callen, habe ich dann 20% zum Pot beigetragen und habe dann eine Equity Edge von 15% (35% - 20%).
      Diese sinkt doch aber, je weniger Leute callen?! Ich kann mich doch nicht darauf verlassen, dass genug Leute callen. Wenn ich bspw. 1/2 Potsize bette und nur einer called, bekomme ich 3:1 Pot-Odds und es ist unprofitabel (durch implied Odds u.U. wieder profitabel). Laut Pot Equity trage ich 50% zum Pot bei und dann ist die Pot Equity -15%, also unprofitabel? Verstehe ich das richtig? Bei 2 Callern wäre mein Beitrag 33,3%, also grade so +EV? Wird das Geld, das vor dem Flop rein kam, dabei gar nicht betrachtet? Das kommt doch eigentlich hinzu und ich hätte bei 2 Callern weniger als 33,3% zum Pot beigetragen?

      Schmeiße ich die Hand bei einem Raise dann in jedem Fall weg?

      So wie ich das verstanden habe, sagt die Pot Equity mir also, wann ich raisen soll anstatt zu checken und dann auf Freecard zu hoffen bzw. nach Odds zu callen. Fragt sich, wieviel man bei einem 8- oder 9-Outer setzen soll. Die PE steigt also theoretisch, je mehr Gegner ich habe. Ist es demnach zu vernachlässigen, wieviele mich real callen werden? Bei zwei Callern würde es ja schon reichen, bei einem Caller eben nicht.

      Vielleicht kann jemand noch etwas dazu sagen, wenn ich irgendwo etwas falsch verstanden habe und kann es evtl. in den BSS Einsteigerartikel mit aufgenommen werden? Ich finde diese Betrachtung nämlich sehr interessant, da sie zeigen soll, warum es bei starken Draws und vielen Gegnern profitabler ist, zu raisen anstatt zu callen.
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