Studium: Ratschläge von Profis

    • stone4ge
      stone4ge
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2006 Beiträge: 276
      Hallo,

      wie ihr am Titel sehen könnt bin ich schon seit geraumer Zeit am überlegen, wie ich meine mittelfristige Zukunft gestalten soll.

      Da ein Großteil der Community hier aus Studenten und Angestellten aus dem Bereich BWL, VWL, Informatik, ... besteht, hab ich mir gedacht ich hol mir am besten von euch ein paar Ratschläge.

      Ich bin im Moment im Abschlussjahr einer HTL für Wirtschaftsingenieurwesen/Betriebsinformatik und bin damit - wenn keine Probleme auftreten - im Juni 2007 fertig.

      Nach den 6 Monaten im österr. Bundesheer habe ich mir überlegt, ein 6-8 monatiges Trainee-Programm in einem Großkonzern anzutreten. Hat von euch jemand Erfahrungen damit? Macht es sich bezahlt (geld- sowie erfahrungsmäßig) oder wäre es besser, in der ßbergangszeit als Schichtarbeiter oder im Heereseinsatz Geld zu scheffeln?

      Nach dieser ßbergangszeit habe ich vor, im Oktober 2008 zu studieren zu beginnen. Leider habe ich noch keine Ahnung wo, nur den Fachbereich kann ich auf Wirtschaft/Technik/Informatik einschränken.
      Erstmal, was denkt ihr ist wichtiger, sich auf ein Spezialgebiet zu spezialisieren oder eine möglichst breites Portfolio aus Technik, Informatik und BWL zu bieten?

      Da ich noch nichtmal weiß wo ich studieren will, steht auch ein Auslandsstudium noch zur Debatte. Studiert jemand von euch im Ausland? Korn, wie ging es dir in Oxford?

      Wie sieht es im Ausland (also auch in Deutschland, bin ßsterreicher) mit Studiengebühren aus? Mit welchen Aufnahmebeschränkungen habe ich zu rechnen (mein Notenschnitt: 1,07)?

      Vielleicht habt ihr ja ein paar gute Ratschläge oder könnt von euren ßberlegungen zu Studienbeginn berichten.


      Liebe Grüße.
      David
  • 24 Antworten
    • PeterBee
      PeterBee
      Black
      Dabei seit: 12.05.2006 Beiträge: 2.002
      Das einzige Studienfach das in Frage kommt ist offensichtlich Mathematik.
      Alles anderes ist trivial und nutzlos.
    • triu
      triu
      Bronze
      Dabei seit: 24.06.2005 Beiträge: 464
      HTL anichstraße in innsbruck?

      das hab ich gemacht. nun ein jahr zivi und im oktober studier ich in graz soziale arbeit :D
    • Hanspanzer
      Hanspanzer
      Bronze
      Dabei seit: 06.05.2006 Beiträge: 889
    • Excem
      Excem
      Bronze
      Dabei seit: 08.05.2006 Beiträge: 216
      also ich rate dir soviel Praktische erfahrungen in deinem späteren berufsfeld zu erlange wie nur irgendmöglich, da nix ekliger sein muss als nen Abschluss in XY zu haben um dann zu merken das die Arbeit stinkt. Trainees in einem Konzern sind definitiv empfehlenswert, da sie dir einen sehr guten Einblick in die Breite deines Tätigkeitsfeldes ermöglichen(habe einige Kollegen die das gemacht haben und durchgängig positives feedback bekommen) .
      Ich kann mit dem Begriff HTL nix anfangen, deshalb dazu auch nix sagen. Ausland ist vorallem in Wirtschaftssachen empfehlenswert und kommt auf deinem CV immer gut.
      Schichtarbeiten halte ich für verschwendetet Zeit. Ich habe das Früher auch gemacht, das war aber während der Schulzeit. IMO zählt heute vorallem geschwindigkeit. Je früher du fertig vist desto besser, da du eh 70-80% deines Wissens im Betrieb kriegst. So wars jedenfalss bei mir (Dipl. Ing. (BA) Informationstechnik)
    • stone4ge
      stone4ge
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2006 Beiträge: 276
      Excem: HTL ist eine Abkürzung für Höhere Technische Lehranstalt. Gibt es soweit ich weiß nur hier in ßsterreich und geht von der 9. bis in die 13. Klasse (also 5 Jahre). Nach Abschluss und 3 Praxis gibt es Anwartschaft auf den Ingenieurstitel.


      Studiert jmd. von euch außerhalb von Deutschland?

      Korn, wie war dein Studium in Oxford? Ist ja immerhin eine sog. "Eliteuniversität".
    • BlackFlush
      BlackFlush
      Global
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 2.879
      Also ich kann Wirtschaftsinformatik als Studium sehr empfehlen. An der FH München ist das ein sehr guter Studiengang.

      Allgemein glaube ich, dass der Trend von reinen Informatikern/BWL'ern weg geht und zu genau dem kommt, was jetzt überall angeboten wird: "Gemischte" Studiengänge. Kein Unternehmen will mehr den Informatiker, der zwar ein Programm in windeseile hinzaubert, aber vieles zu kompliziert gestaltet, da er keine Ahnung von den Einsatzgebieten des Programms hat. Da ist natürlich jemand, der sich auf Informatik spezialisiert hat, aber nebenbei immer noch 1-2 Vorlesungen zu BWL-Themen gehört hat, sehr viel besser geeignet.

      Naja, letztenendes muss jeder selber wissen, was er studieren möchte, und ich glaube, egal was man macht, am Ende kriegt man nen Job. Und bevor man irgendwas macht, was einem keinen Spaß macht, nur weil's bessere Karriere-Chancen gibt...
    • DonHill
      DonHill
      Bronze
      Dabei seit: 07.04.2006 Beiträge: 153
      Ich kann meinen Vorrednern nur zustimmen. Praxis ist enorm wichtig. Bringt natürlich nur dann Vorteile, wenn die Praxis themennah zum späteren Studium ist.

      Ein Traineeprgramm ist immer gut! Ich bin selbst nach BWL in ein 24 Monate Traineeprogramm eingestiegen welches fast alle Unternehmensbereiche beinhaltete. Was was du dort lernst ist Gold wert, weil die Programme in der Regel generalistisch ausgelegt sind. Bei einem Direkteinstieg in einen bestimmten Bereich bekommt man nie so richtig den ßberblick, man bleibt irgendwie Fachidiot.

      Beim Studium würde ich dir auch zu einem der "neuen" gemischten Angebote raten. Ich habe noch reines BWL studiert und musste mir zBsp. meine Informatikkenntnisse mehr oder weniger selber aneignen. Die studieninternen Informatikkurse waren (bei mir) irgendwo bei sowas wie "Excel für Anfänger" anzusiedeln..:-))

      Auslandsstudium ist gut, muss aber nicht zwangsläufig ein komplettes Studium sein. Ein paar Auslandssemester reichen auch.
    • Waszszaf
      Waszszaf
      Global
      Dabei seit: 24.02.2006 Beiträge: 646
      Ah, die Bindestrichinformatiker. Das sind immer die, die gar nicht wissen, was in "echter" Informatik gelehrt wird und glauben, das sei alles völlig praxisfern und der direkte Weg in die Arbeitslosigkeit....

      Gerüchtehalber habe ich mal gehört, daß man auch mit einem "normalen" Informatikstudium in Anwendungsbereiche reinkommt. Ich mache sogar meine Studien- und vermutlich dann auch Diplomarbeit an einem Institut der Philosophischen Fakultät.
    • Merlinius
      Merlinius
      Platin
      Dabei seit: 30.06.2006 Beiträge: 3.519
      Oh, wo ich gerade den Thread sehe, hab ich auch noch eine kurze Frage, im Internet hab ich bisher nichts Konkretes gefunden. Ich hab mich an mehreren Unis für dieses WS (in Deutschland) beworben und bisher nur von einer Uni Rückmeldung bekommen. Da möchte ich allerdings nur ungerne hin, aber Einschreibetermin ist schon diese Woche, wobei die anderen Unis noch gar keine Zulassungen verschickt haben. Also, einfach spasseshalber einschreiben und hinterher wieder exmatrikulieren, wenn ich die anderen Rückmeldungen bekommen habe? Also, ich denk mal, dass mich alle nehmen würden, aber man weiß ja nie...

      Weiß jemand was Genaueres dazu, ob's da irgendwelche Probleme geben kann? Ansonsten werd ich da morgen mal anrufen.
    • FleischWesen
      FleischWesen
      Bronze
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 732
      Och, zumindest bei mir (an der ach so praxisorientierten FH) ist die "reine" Informatik zumindest im Grundstudium völlig Praxisfern. Teilweise ists als theoretische Grundlage sinnvoll, teilweise ists irgendwie völlig hirnverbrannt. Es wird zum Beispiel nicht auf die Tatsache eines völlig Microsoft dominierten Marktes eingegangen. (Erwähnungen des Wortes "Windows" aus dem Mund eines Profs lassen sich auch nach 2 Semestern noch an 2 Händen abzählen ;) )
      Es werden allerdings Stunden darauf "verschwendet" die Entwicklungsgeschichte von Unix und später Linux zu klären, um nachher zu wissen welcher Kernel und welche Distribution auf welchem anderen Kernel oder anderer Distribution basiert.

      Das ist allerdings bei den Wirtschaftsinformatikern zumindest bis jetzt nicht anders, da kommen dann halt noch ein paar Wirtschafts-Grundlagen dazu, die einem in der Praxis auch nicht weiterhelfen =)

      Um Erfahrung zu kriegen helfen, egal was du studierst, sowieso nur Praktika, Nebenjobs oder halt auch Traineeships.
    • fisch3r
      fisch3r
      Bronze
      Dabei seit: 24.07.2006 Beiträge: 38
      Original von FleischWesen
      Och, zumindest bei mir (an der ach so praxisorientierten FH) ist die "reine" Informatik zumindest im Grundstudium völlig Praxisfern. Teilweise ists als theoretische Grundlage sinnvoll, teilweise ists irgendwie völlig hirnverbrannt. Es wird zum Beispiel nicht auf die Tatsache eines völlig Microsoft dominierten Marktes eingegangen. (Erwähnungen des Wortes "Windows" aus dem Mund eines Profs lassen sich auch nach 2 Semestern noch an 2 Händen abzählen ;) )
      Es werden allerdings Stunden darauf "verschwendet" die Entwicklungsgeschichte von Unix und später Linux zu klären, um nachher zu wissen welcher Kernel und welche Distribution auf welchem anderen Kernel oder anderer Distribution basiert.

      Das ist allerdings bei den Wirtschaftsinformatikern zumindest bis jetzt nicht anders, da kommen dann halt noch ein paar Wirtschafts-Grundlagen dazu, die einem in der Praxis auch nicht weiterhelfen =)

      Um Erfahrung zu kriegen helfen, egal was du studierst, sowieso nur Praktika, Nebenjobs oder halt auch Traineeships.
      Ich frage mich warum die profs auf einen von microsoft orientierten markt eingehen sollten. Zunächst einmal ist eben die software meist schon recht bekannt und mit reine windowsprogrammierung als grundlagen anzusetzen wäre wohl etwas übertrieben.
      Außerdem hat microsoft vielleicht die führungsrolle bei desktop systemen aber im serverbereich (und da wird nunmal das geld gemacht...) ist linux doch öfters im einsatz.

      Als Ratschlag möchte ich noch geben, dass es wichtig ist, dass du auf eine gute UNI/FH gehst (nach rankings usw.) denn da hast du auch keine probleme mit einem reinen Mathe/Informatik usw. studium einen Job zu kriegen, da gute Unis entweder eine solide ausbildung machen oder du eh ein entsprechendes nebenfach wählen sollst/musst.
    • BlackFlush
      BlackFlush
      Global
      Dabei seit: 01.06.2006 Beiträge: 2.879
      Original von Waszszaf
      Ah, die Bindestrichinformatiker. Das sind immer die, die gar nicht wissen, was in "echter" Informatik gelehrt wird und glauben, das sei alles völlig praxisfern und der direkte Weg in die Arbeitslosigkeit....

      Gerüchtehalber habe ich mal gehört, daß man auch mit einem "normalen" Informatikstudium in Anwendungsbereiche reinkommt. Ich mache sogar meine Studien- und vermutlich dann auch Diplomarbeit an einem Institut der Philosophischen Fakultät.
      Wer spricht denn hier von Arbeitslosigkeit? Ich glaube nur, dass die "Bindestrichinformatiker" wesentlich näher am Unternehmen arbeiten können. Wenn ich nämlich irgendwann mal im Unternehmen sitze und ein neues Programm für die Buchhaltung muss geschrieben werden, kenne ich beide Seiten. Ich weiß, was die Buchhaltung braucht, ohne alle 10 min. nachzufragen und ich weiß, wie man das programmiert (auch wenn ich nicht 10 Sprachen kann und alle Tricks kenne) und kann auch hier arbeiten. Und das wird unser großes + sein. Schnittstelle BWL - Informatik.
    • Waszszaf
      Waszszaf
      Global
      Dabei seit: 24.02.2006 Beiträge: 646
      Es gibt einen herrlichen Artikel eines unserer Profs zu den üblichen Unirankings. ich wüßte allerdings gerade nicht, ob und wo er internetöffentlich einsehbar ist.

      Da nimmt er das CHE-Ranking völlig auseinander. Sehr spaßig.
    • Waszszaf
      Waszszaf
      Global
      Dabei seit: 24.02.2006 Beiträge: 646
      Ich weiß gar nicht, was du willst.

      Die Historie von Unix hat man in Grundzügen in zehn Minuten durch. Füge Windows hinzu und du hast elf Minuten. Und diese elf Minuten sind jetzt Gradmesser für die Qualität des Studiums?

      Okay, bei uns gibt es auch so ein komisches Windows-Installier-Seminar, aber auch nur, weil man den betreffenden Schmalspurprof (C2, man höre und staune) irgendwie beschäftigen muß.

      Es ist nicht Aufgabe der Unis, irgendeinem "Markt" hinterherzulaufen. Der sieht morgen eh anders aus.
    • Waszszaf
      Waszszaf
      Global
      Dabei seit: 24.02.2006 Beiträge: 646
      Wie kommst du eigentlich drauf, der Informatiker würde zehn Programmiersprachen lernen? Er lernt nichtmal eine einzige ordentlich, soweit es die verpflichtenden Veranstaltungen im Studium angeht.

      Kann es sein, daß du Informatik und Programmieren verwechselst?
    • Excem
      Excem
      Bronze
      Dabei seit: 08.05.2006 Beiträge: 216
      Original von Waszszaf
      Wie kommst du eigentlich drauf, der Informatiker würde zehn Programmiersprachen lernen? Er lernt nichtmal eine einzige ordentlich, soweit es die verpflichtenden Veranstaltungen im Studium angeht.

      Kann es sein, daß du Informatik und Programmieren verwechselst?
      Hört sich so an...
      Bei nem guten Informatik Studium siehst du im Grundstudium kein Programm geschweige denn einen Computer (ausser deinem Eigenen).
      Ich glaube auch nicht, dass man das mathematische und Analytische Verständnis eines reinen Informatikers mit irgendeinem - Informatiker vergleichen kann.
      Sind halt 2 komplett verschiedene Welten.
      - Informatiker == Wie benutze ich was ?
      Informatiker == Wie funktioniert etwas

      Habe sogar ich als Informationstechniker mitgekriegt, da die WiInfos über uns saßen und frag die Jungs mal nach Compilerbau, Datenbanken oder verteilte Systeme.

      ^^ ist nicht wertend gemeint nur meine Erfahrung
    • FleischWesen
      FleischWesen
      Bronze
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 732
      Original von fisch3r
      Ich frage mich warum die profs auf einen von microsoft orientierten markt eingehen sollten. Zunächst einmal ist eben die software meist schon recht bekannt und mit reine windowsprogrammierung als grundlagen anzusetzen wäre wohl etwas übertrieben.
      Außerdem hat microsoft vielleicht die führungsrolle bei desktop systemen aber im serverbereich (und da wird nunmal das geld gemacht...) ist linux doch öfters im einsatz.
      Microsoft hat im Desktopbereich Marktanteile von ca. 90% und im Serverbereich immernoch 35% gegenüber 45% von Unix und Linux zusammen. Da finde ich es ausgesprochen merkwürdig 100% des Studiums (in dem Bereich) Linux und Unix zu widmen ;)
      Ich will nicht bestreiten dass *nix wichtig ist und einen entsprechenden Anteil im Studium haben sollte, aber aus ideologischen Gründen (blabla OpenSource, FSF und bessere Kernel Architektur) alles andere zu ignorieren halte ich einfach für unangebracht. Das Argument dass der Umgang mit Windows schon bekannt ist, wäre für mich auch eher ein Grund die Theorie mit Hilfe von Windows zuveranschaulichen, bei Linux kämpfen immernoch 50% der Leute damit sich an die richtige Syntax von Shell befehlen zu erinnern oder es wird unendlich viel Zeit in den man pages verbracht.

      @Waszszaf: Du meinst also Informatiker werden in Zukunft keine Linux, Unix oder Windows Kenntnisse mehr brauchen, weil der Markt "morgen" anders aussieht ?
    • stone4ge
      stone4ge
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2006 Beiträge: 276
      Wir sind hier weder im heise.de Forum noch gehts hier grad um Windows vs. Linux.

      Hat jemand von euch schon überlegt, einen MBA-Lehrgang dranzuhängen?
    • FleischWesen
      FleischWesen
      Bronze
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 732
      Sorry dass ich den Thread etwas ins Abseits gezogen habe, es ging mir allerdings auch nicht um linux vs. windows, sondern nur um die praxisferne vieler studiengänge.

      Aus deinem Eröffnungspost geht leider nicht hervor, wie du dir deine berufliche Zukunft nach dem Studium vorstellst, wenn du dazu noch was sagst kommen vielleicht noch mehr sinnvolle antworten.

      Ein MBA-Lehrgang käme für mich höchstens nach einigen Jahren Praxis in Frage, aber ich strebe eigentlich auch keinen Managerposten in einem Großunternehmen o.ß. an ;)
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