Ich brauch kurz eine subjektive Meinung:

    • Macout
      Macout
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2005 Beiträge: 1.444
      Ich muss hier aufpassen, dass ich in keine mentalen Fallen gerate. Welche ßberlegung ist die "logisch" richtig:
      Ich verwette meine ganze Bankroll beim Roulette um zu sehen wo ich stehe. Differenzierung: a) Wenn ich gewinne, gibts weiterhin Poker. b) Wenn ich gewinne, gibts kein Poker mehr.
      Ich wollte zuerst über Schiene A. Aber richtiger wäre doch B oder? Denn wie soll es anders funktionieren?
      Wenn ich gewinne und weiterhin Poker spielen würde, würde ich in beiden Fällen gewinnen und keine Abstriche machen müssen.
      Wenn ich aber gewinne und daher aufhören müsste, mache ich langfristige Abstriche für einen kurzfristige Stillung.

      Umgekehrt: Wenn ich verliere, weiß ich wo stehe, kann daher beruhigt wieder bei Null anfangen.
      Wenn ich verliere und aufhöre, wirkt es in zweifacher Art und Weise. Ich weiß wo ich stehe und ich gehe mit Nichts, was aus einer dualistisch-balancierten Perspektive zweifach _negativ_ wäre.
      Also ist Annahme A unerfüllbar? Folglich ist B) korrekt. Folglich geriet ich beinahe in ein Paradoxon?

      Experten? Feng Shui vielleicht?
  • 34 Antworten
    • bebopchess
      bebopchess
      Bronze
      Dabei seit: 21.04.2005 Beiträge: 371
      edit
    • Scipio
      Scipio
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2005 Beiträge: 1.410
      Naja, man könnte lange darüber philosophieren, ob man sein Geld lieber für Roulette oder für Drogen ausgeben sollte.

      Aber schon krass, wie sich pokerstrategy.de zu einem Onlineportal für Spielsüchtige entwickelt ... :(
    • DonCologne
      DonCologne
      Global
      Dabei seit: 28.07.2006 Beiträge: 1.314
      Da sieht man mal, wo es hinführen kann, wenn man alles nur aus der rosa Brille sieht. Und genau das passiert doch hier auf Pokerstrategy.

      Was denkt Ihr denn, warum PartyPoker 50$ Willkommensbonus rausrückt? Genau, damit alle Leute hier lernen erfolgreich zu Pokern. Daß es aber nicht nur Gewinner geben kann bedenkt hier häufig niemand.

      Da kann hier tausendmal gewarnt werden, daß man eigenes Geld benutzt. Wenn erstmal die 50$ weg sind, so gibt es doch genug Leute, die dann nochmal nachkaufen (Sei es als Freizeitbeschäftigug oder weil sie vielleicht ein Spielproblem haben oder sich entwickelt).

      Und nochmals: PartyPoker verschenkt sicherlich nicht aus lauter Menschenfreundlichkeit Geld: Die wollen die Leute anfixen. Ob das nun funktioniert oder nicht liegt an jedem Einzelnen.

      Nur hier von Pokerstrategy blauäugig zu behaupten alles sei ein reines Stategiespiel und wer die Artikel ließt und befolgt dem ist Erfolg hold, wird der Sache nicht gerecht. Es gibt genug Leute die alles oder vieles über die korrekte Spielweise wissen mögen, dies aber aufgrund Ihrer Persönlichkeit und Psyche nicht umsetzen können und es auch nie können werden.

      Ich würd mir wünschen, wenn mal etwas näher auf dies Problematik eingegangen werden würde.

      Hier die Leute noch abzuwatschen, daß Sie eine Krankheit haben, halte ich einfach nur für Charakterschwach.
    • fl0ppy
      fl0ppy
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2005 Beiträge: 1.117
      Ich verstehe gar nicht, was so schlimm daran sein soll mit eigenem Geld nachzukaufen. Wenn ich aus den gesponsorten $50 Gewinn erziele und damit weiterspiele, spiele ich genauso mit eigenem Geld als wenn ich selber eingezahlt hätte. Da besteht absolut kein Unterschied. Ich verstehe die $50 als eine gute Möglichkeit auszuprobieren, ob man der Richtige fürs Pokerspielen ist.

      Aber das ist typisch deutsch - man will nie etwas investieren und am besten alles umsonst bekommen.
    • DonCologne
      DonCologne
      Global
      Dabei seit: 28.07.2006 Beiträge: 1.314
      Wer Lesen kann ist klar im Vorteil. Ich sprach hier davon, daß es Leute gibt, die das nicht so nüchtern sehen können wie vielleicht Du. Und dann sich noch über diese Leute lustig machen ist jawohl das Allerletzte.

      Und das PartyPoker das nicht alles aus reiner Menschenfreude macht sollte selbst dem Unterbelichtesten irgendwo einleuchten.



      P.S.: Ich bin Brasilianer
    • Macout
      Macout
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2005 Beiträge: 1.444
      hm
    • Krach-Bumm-Ente
      Krach-Bumm-Ente
      Black
      Dabei seit: 01.05.2006 Beiträge: 10.405
      Schwarz oder Rot?
    • Merlinius
      Merlinius
      Platin
      Dabei seit: 30.06.2006 Beiträge: 3.519
      Nein, Du hast ja recht. Natürlich muss man beim Pokern vorsichtig sein. Aber ich denke, hier wird an vielen Stellen auch darauf hingewiesen. Wie oft wird aufs BR Management aufmerksam gemacht... Guck Dir mal irgendwelche Threads an, wo es darum geht, dass jemand sein ganzes Geld verspielt hat. Da heißt es direkt "Hast Du Dich etwa nichts ans BR Management gehalten?" Im entsprechenden Artikel steht:

      Kein noch so gutes Bankrollmanagement schützt euch vor Dummheiten, wenn es nicht eingehalten wird. Haltet euch bitte strikt an die Vorgaben, egal was passiert.


      Natürlich gibt es Leute, für die diese ganze Geschichte böse enden kann, wenn sie sich nicht an die Ratschläge halten, weil sie vielleicht - wie Du ja bereits festgestellt hast - nicht die nötige Mentalität oder Persönlichkeit haben. Aber das heißt meiner Meinung nach nicht, dass die ganze Sache an sich schlecht ist, und auf die Probleme und Gefahren des Gesamtverlustes der BR wird an vielen Stellen hingewiesen. Ich denke, da muss auch jeder ein gewisses Maß an Eigenverantwortung für sich mitbringen, und für Leute, denen diese fehlt, gibt es professionelle Beratungsstellen, obwohl ich auch sicher bin, dass man von einigen Leuten hier im Forum Hilfestellung bekäme, wenn es wirklich ernst ist (also damit meine ich jetzt nicht "Oh nein, ich habe schon wieder 50ct auf 0.05/0.1 verloren").

      Die "Sorgenhotline" im Forum sollte sicherlich auch als Anlaufstelle dazu dienen. Inwiefern die einzelnen Mitglieder die "Sorgen" der Threadersteller dort bewerten, kann man natürlich niemandem vorschreiben und da spiegeln sich selbstverständlich auch die individuellen Persönlichkeiten der einzelnen Mitglieder wider. Ich denke, bei vielen Aspekten gibt es Leute, die lieber die Finger davon lassen sollten (Alkohol, Autofahren etc.), weil sie nicht damit umgehen können, und Poker ist da nichts anderes.
    • jayjay
      jayjay
      Bronze
      Dabei seit: 23.01.2005 Beiträge: 1.113
      gib mir das geld, ich setze dann für dich.
    • MorchManN
      MorchManN
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2005 Beiträge: 2.012
      Original von fl0ppy
      Ich verstehe gar nicht, was so schlimm daran sein soll mit eigenem Geld nachzukaufen. Wenn ich aus den gesponsorten $50 Gewinn erziele und damit weiterspiele, spiele ich genauso mit eigenem Geld als wenn ich selber eingezahlt hätte. Da besteht absolut kein Unterschied. Ich verstehe die $50 als eine gute Möglichkeit auszuprobieren, ob man der Richtige fürs Pokerspielen ist.

      Aber das ist typisch deutsch - man will nie etwas investieren und am besten alles umsonst bekommen.
      auch anfüttern genannt ^^
    • Macout
      Macout
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2005 Beiträge: 1.444
      Schwarz, Schwarz, Rot wäre die Sequenz gewesen. Ihr mißversteht diesen Fluß, das ist kein Tilt oder so, oder etwas für die Sorgenhotline. Kleine Funken, die nach Feuer gieren. Alles ist gut, alles muß gut sein.
    • derlai
      derlai
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2005 Beiträge: 648
      Setz doch erstmal die Hälfte deiner BR und dann spiel unabhängig vom Ergebnis nur noch ein bisschen Poker. Damit kannst du schonmal nich völlig falsch liegen.
    • Macout
      Macout
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2005 Beiträge: 1.444
      Ne. Keine halben Sachen. Sobald du zögerst und zauderst, verlierst du. Sobald du Risiko minimierst und auf Glück spielst, verlierst du. Ganz oder gar nicht. Mehr.
      Kursfristige Volatilitäten muss du mit deinem Willen erdrücken.
      Napoleon zögert(e) nicht. Der Didaktik folgt unmittelbar das Leben.
    • derlai
      derlai
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2005 Beiträge: 648
      Okay. Rot. ALLES AUF ROT!!!!
    • Macout
      Macout
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2005 Beiträge: 1.444
      Genau das meine ich :) . Schwebend mit deinem Willen schmetternd. Zeus ist nichts dagegen. Etwas weniger Emotionen. Etwas mehr Glauben. Etwas mehr Distanz.
    • rastrillero
      rastrillero
      Bronze
      Dabei seit: 20.03.2005 Beiträge: 81
      Original von Macout
      Ne. Keine halben Sachen. Sobald du zögerst und zauderst, verlierst du. Sobald du Risiko minimierst und auf Glück spielst, verlierst du. Ganz oder gar nicht. Mehr.
      Ich weiß nicht ob ich dich genau verstehe, aber wenn du gegen Risikominimierung bist, dann ist Variante A doch am besten!
      Ganz oder gar nicht!
      B ist doch voll auf Sicherheit: entweder weiter pokern, oder einmaliger Gewinn.

      Was meinst du genau darunter herauszufinden wo du stehst? Wann weißt du wo du stehst?
    • Macout
      Macout
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2005 Beiträge: 1.444
      erklären.morgen.mehr.jetzt.müde.
      wilde.theorien.spuken.kopf. hulhul.
      Edit: Stimmt gar nicht, ich bin auf Koffein. Sekunde.
    • Macout
      Macout
      Bronze
      Dabei seit: 28.03.2005 Beiträge: 1.444
      Es war einmal ein einfacher Bauer in einem Dorf. ßberschaubares Dorf, eine hübsche kleine Ecke an einen Meer.
      Mittwochs gab es einen Markt, am Wochenende war man gläubig. ßberschaubares Leben. Bekannte Gesichter, bekannte Muster, bekannte Gewohnheiten. Der Bauer lebte in diesen Gewohnheiten, er hatte diese Muster inne, er war träge. Jeden Tag spielte sich ein ähnlicher Film ab, nichts, was nicht unerwartet war. Nur Abends war der Bauer melancholisch, er sehnte sich nach der großen Stadt, er sehnte sich nach Veränderung. Er träumte vom Neuen, er schie innerlich nach neuen Muster, die er adaptieren durfte. Sei innerster Kreis, nennen wir ihn hier "Großvater", wußte von seiner Melancholie. Als Weise riet er ihm Hausbauer zu werden. Der Weg des Hausbauers ist lang und steinig. Er ist schier gefüllt mit Substanz, Reflektionen, Wiedererkennungswert. Der Weg des Hausbauers ist geradlinig, der Weg ist klar. Der Bauer, er war nicht geradlinig. Er wollte Dinge schnell, er wollte Ergebnisse. Heute besser als Morgen. Er vermied stets jede Art von langfristiger Investitionen jedweder Natur. Hausbauer, das ist nichts für ihn.
      Also suchte er etwas anderes. Von einem Freund hat er gehört, dass man im hiesigen Meer gut fischen (sic!) kann. Das Fischen hörte sich vielversprechend an. Man munkelte von schnellem Gewinn, schnellem Erfolg. Veränderungen. Eine Erinnerung an eine Sehnsucht. Die Erinnerung an eine größe Stadt.
      Also lieh er sich eine Rute von diesem Freund.
      Er hatte keine Ahnung vom Fischen. Er lief den Strand auf und ab, suchte nach guten Stellen und war nicht besonders erfolgreich. Nach und nach erwarb er Wissen durch die Fischer. Er erwarb Erfahrung durch stetes Versuchen. Er erwarb Fähigkeiten, indem er in seiner fischerfreien Zeit weiterhin Fischer blieb (mit dem Kopf). Er wurde besser. Seine Fänge wurden besser, sie wurden größer. Er wurde selbstbewusster.
      Nach einiger Zeit konnte er sich ein Boot leisten. Er konnte auf die große See hinausfahren und die richtig dicken Fische suchen. Das Fischen war zu der Zeit sehr profitabel, wenn man geduldig war. Es steckten sehr viele Möglichkeiten im Fischen. Das Fischen war ein Ausweg.
      Er hatte keine Ahnung von Booten, kein Wissen über die offene See. Oft musste er mit leeren Händen nach Hause gehen, oft musste er eine neue Rute besorgen, er verlor seine im Kampf mit den Fischen. Der Bauer gab aber nicht auf. Er wollte seinen Erfolg, er hatte einen Traum. Er hatte seine Wünsche. Er ging jeden Tag hinaus aufs Meer, er tauschte sich aus mit anderen Fischer. Optimierte seine Methoden. Verbesserte stetig seine Fangquote.
      Dann wollte er an die dicken Fische und scheiterte kläglich. Er scheiterte nicht vor den Fischen, nicht vor anderen Fischern. Er scheiterte vor sich selbst.
      Es war eine Prüfung. Es war seine schwerste Prüfung. Er hatte in das Fischen viel investiert. Zeit, Kapital, Emotionen, Kapazitäten.
      Der Bauer wusste nicht umhin. Er war überfragt und überfordert. In seiner größten Krise stellte er sich stets die Frage, ob er denn zum Fischen tauge. Er wußte es nicht. Als einfacher Mensch mit einfachen, schnellen Lösungsansätzen befragte er seine Götter. Er delegierte sein Schicksal an Höheres. Seine Idee war folgende: Beim nächsten Sturm, der an der Küste auftaucht, fährt er hinaus und stellt sich seinem Schicksal, stellt sich einem Unbekannten. Verliert er das Boot, sollte es ein Zeichen für ihn aufzuhören. Er Kommt alles heil zurück an die Anlegestelle ist es sein Zeichen für sein Weitermachen, ein Zeichen dafür, dass er bald ein sehr guter Fischer wird.
      Eine einfache Grundannahme. Management by Delegations würde jemand schreien.
      Der Fischer hatte aber etwas nicht beachtet.
      Das Prinzip der Dualität. Ein Prinzip der Ausgeglichenheit. Ein Prinzip, was Schwarz und Weiß in einem Moment stets trennt und in einem anderen Moment ewig verbindet. Balance. Das Leben fordet Balance. Das Schicksal verlangt Balance.
      Seine Theorie funktionierte nicht. Wenn er das Boot nicht verliert, dürfte er weiterfischen. Das wäre in zweifacher Hinsicht positiv. Er verliert nichts, darf an seinem Traum hängen, im Wissen, dass er erfolgreich sein wird und erwirbt keine Lektion. Es hat keinen Lerneffekt, keinen tieferen Sinn. So funktioniert das Leben aber nicht. Es verlangt seinen Preis für ein Entgegenkommen.
      Auf der anderen Seite wäre ein gebrochener Fischer, der kein Boot und keinen Zweck mehr hat. Fragwürdig, in einer neutralen Welt.
      Also musste er seine Theorie optimieren. Ihm kam der Gedanke einer neuen Vorgehensweise. Wenn er im Sturm draußen ist und sein Boot verliert, ist es sein Zeichen für ein Weitermachen. Da draußen sagt ihm jemand: "Es geht," aber verlangt einen Preis dafür. Sein Boot. Balance.
      Andererseits, verliert er sein Boot nicht, ist es das Zeichen für das Ende des Fischens. Da draußen sagt ihm jemand: "Kein Fischen mehr, werde Hausbauer." Ein jemand überlässt ihm sein kleines Boot, damit er es verkaufen kann, sich die schöne große Stadt anschauen und dann ganz von unten eine Hausbauerlehre anfangen kann. Kurzfristiges für Langfristiges.
      Das ist Balance. Geben und Nehmen.
      Eine unendliche Schieberei. Preise zahlen.
      Dort stand er. Und wußte um sein Dilemma. Und beschloß einfach weiter zu fischen.
      Bis er den dicksten Fisch kriegt, oder der dickste Fisch ihn. Denn als er etwas ablegen wollte, musste er feststellen, dass er nie etwas in seinen Hände hielt. Auf kleine Illusionen folgen große Enttäuschungen.

      In einer Welt träumt stets ein Hausbauer vom Fischen. In einer anderen Welt träumt stets ein Fischer vom Hausbauen.

      Ich war nur Beobachter und Erzähler.
    • derlai
      derlai
      Bronze
      Dabei seit: 26.03.2005 Beiträge: 648
      Also so wie ich das sehe hat der Bauer am Ende sein Boot vertickt, sich ne Ladung LSD gekauft und ist jetzt auf nem Trip an dem er alle Mitglieder der Seite fischerstrategy.de teilhaben lässt :D
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