Odds feststellen (berechnen)

    • Samsonite
      Samsonite
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2006 Beiträge: 6
      [Strategie] Odds und Outs. Dort heißt es im Kapitel "Die Outs" (soviel ist zur Hand gegeben) ...


      Unter einem Out versteht man eine Karte, mit der ich meine eigene Hand zur (vermeintlichen) Gewinnerhand verbessern kann.
      Beispiel: Nehmen wir an, ich halte 7 6 auf dem Button, habe fünf Gegner und der Flop fällt 8 4 A . Mit meinem Gutshot Draw (mir fehlt eine Karte zur Straight) habe ich in dieser Situation vier Outs: die vier Fives. Gegen mehrere Gegner sind die 7 und 6 keine ernst zu nehmenden Outs. Es ist es zwar nicht unmöglich aber doch sehr unwahrscheinlich, dass ich im Falle einer 6 oder 7 auf dem Turn mit meiner One Pair Hand die besten Karten habe.


      In unserem Beispiel mit dem Gutshot gibt es 47 mögliche Turnkarten. Von diesen 47 Karten sind 4 gut und 43 schlecht. Die Odds sind also 43 zu 4 (konventionell werden sie mit einem Doppelpunkt voneinander getrennt also 43:4). Zu besseren Anschauung kürzt man auf beiden Seiten, so dass rechts eine 1 erscheint (man teilt 43 durch 4) > 10,75 zu 1. Links steht die größere Zahl, da die Odds ja die Chance ausdrücken, dass ein Ereignis NICHT zustande kommt. Das Ereignis "Straight auf dem Turn durch Gutshot" ist die 1, das Ereignis "Nicht-Straight" wird durch die 10,75 wiedergegeben. Zur Vereinfachung können wir aus 10,75 zu 1 den Terminus 11 zu 1 machen. Das bedeutet: in 12 Fällen trifft 1 mal der Gutshot, 11 mal trifft er nicht. Um es ganz klar zu machen: der Gutshot hat eine Wahrscheinlichkeit von 1/12, nicht 1/11 ! Es sind 12 Fälle, auf die sich die Odds-Darstellung bezieht. Die Fälle werden in "schlecht gegen gut" aufgesplittet.


      Mein Verständnisproblem liegt bei den 47 möglichen Turnkarten.
      • Im "Outs"-Beispiel heißt es, dass fünf Gegner existieren. Also fünf + man selbst sind sechs Player. Sechs Player haben je zwei Karten, sind 12 Karten.
      • Im Flop liegen drei Karten.
      • Wenn ich die ersten beiden Punkte miteinander addiere, komme ich da auf 15 Karten, die bereits gespielt wurden.

      Und wenn ich nun die bereits 15 gespielten Karten mit den 47 möglichen Turnkarten addiere, wären das 62 Karten. Nun hat aber das Poker-Kartenpack nur 52 Karten. Mein Problem ist euch nun klar. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir das erklären könntet.
  • 3 Antworten
    • fummi
      fummi
      Bronze
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 7.317
      Du kennst die Karten der Anderen aber nicht, daher kannst du sie nicht miteinbeziehen. Geht man davon aus, dass die Zahl jeder gespielten Situation gegen Unendlich konvergiert ist es also egal, welche Karten sie halten, es kann jede Karte dabei sein oder auch nicht. Im Endeffekt wird jede mögliche Kombination gleich oft vorkommen.
    • Kugelfang
      Kugelfang
      Bronze
      Dabei seit: 24.05.2005 Beiträge: 5.942
      die karten, die deine gegner halten, werden mitgezählt zu den 47
      Es gibt 47unbekannte karten+2von dir+3im flop = 52
      aus den 47 unbekannten werden die verbleibenden karten gezogen.

      Du kennst die karten deiner gegner ja nicht, also kannst du sie nicht außenvorlassen.
      Mathematisch ist es egal, ob man erst aus den 47 den turn zieht und dann von den verbleibenden karten an die mitspieler verteilt oder umgekehrt.
    • Samsonite
      Samsonite
      Bronze
      Dabei seit: 08.02.2006 Beiträge: 6