Making a living

    • Baerchen
      Baerchen
      Bronze
      Dabei seit: 18.03.2005 Beiträge: 9
      Guten Tag,

      ich habe eine Frage an die Leute, die schon länger erfolgreich dabei sind und die sogar vom Pokern leben können.

      Nach welchem Konzept verfahrt ihr? Ich stelle mir das so vor. Man spielt beispielsweise auf 10$/20$ Tischen und ist in der Lage die Spieler diesen Limits zu schlagen (Wobei ich mir nicht so 100% sicher bin, dass die Spieler jeden höheren Limits immer besser sind als die des tieferen).

      Jetzt cashed man einmal im Monat 100BB aus ($2000) und spielt sich wieder hoch in dem Limit um dann im nächsten Monat wieder 100BB auszucashen. Funktioniert das so?

      Oder man cashed einfach immer aus wenn man laut Bankroll in der Lage wäre ins nächste Limit zu gehen?

      Wäre schön, wenn sich einer der erfolgreichen Spieler dazu äußern könnte.

      Danke,

      Coffeehouse
  • 30 Antworten
    • tmy
      tmy
      Black
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 6.309
      also wieder "hochspielen" macht wohl keiner ich verfahre wie folgt (wenn ich nicht das ziel habe limits aufzusteigen sondern ein limit beizubehalten)

      Beispiel (2 / 4 fr )

      1200$ (300b) Startkapital
      Ende des Monats 1200$ + x ( Gewinn ) + y ( Bonus etc )
      Cashout : x+y

      So kann ich konstant das limit halten und habe ein recht varianzfreies Einkommen :)
    • Korn
      Korn
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 12.511
      Beitrag von Pius



      Zum Auscashen:

      Wenn Du ein Limit hast, dass Du gerne spielen möchtest, dann brauchst Du eine Bankroll von 300 Big Bets. Nehmen wir Dein Beispiel: 10/20 ...

      D.h. Du musst immer 6000 Euro irgendwo auf Halde haben (Idealerweise auf Neteller und Party verteilt). Alles was signifikant darüber hinaus geht kannst Du auscashen.

      Ich empfehle bei dem Limit immer in 1000 Dollar Schritten auszucashen und das Geld dann irgendwo zu bunkern. Wenn man immer nur 50 Dollar auscashed fressen einen die Gebühren.

      Wichtig ist meiner Meinung nach, dass man Reserven für schlechte Zeiten anlegt, Stromausfall, mal keine Lust zu pokern usw.

      Desweiteren muss man sich immer die Frage stellen, ob man wirklich zum Pro taugt...

      Eine anständige Ausbildung sollte man auf jeden


      Fall haben, denke ich.
    • weyoun
      weyoun
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 2.540
      also bärchen ich betreibe poker for a living
      und könnte meine monatlichen kosten schon auf 0,5/1 $ decken
      weil man da mit rake bzw boni zusammen auf ca 1000 "euro" kommt

      gut aber das nenn ich mal lieber überleben anstat leben spielt man aber erfolgreich auf 1/2,, 2/4 und höher ist das alles recht easy (wenn man die sache geduldig und diszipliniert angeht !!),, man kann und sollte sein geld verteilen zb pp/ps/neteller,, und man sollte trotz auscashens stark genug spielen können das die br ständig weiter wächst um mit der zeit höhere limits in angriff nehmen zu können,, aber hier mußt du im gegensatz zu den hobbyplayern ein wesentlich tighteres br management betreiben,, ein downswing darf dich nicht daran hindern deinen monatlich benötigten bedarf abzuheben ,,
      limit aufstieg nur mit entsprechenden reserven angehen und bei zu hohen verlusten sofort wieder das limit darunter spielen das nichts den monatlich benötigten cahsout behindert
      da kein risiko eingehen als hauptberuflicher pokerspieler ist es auch nicht so leicht sich geld zu leihen ,, wohl offensichtlich warum ;)
      aber wenn man möglichst emotionslos gut spielt ,, lesen posten coachings usw,gehört alles dazu,, dann steht dem erfolg eigentlich nichts im wege
    • GTAm
      GTAm
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2005 Beiträge: 1.347
      Hm, Poker for living ist eine harte Sache, denke ich.
      Solange man oben bei Mutti wohnt oder Sozialhilfe o.ä. kassiert, mag das ja noch machbar sein.

      Allerdings wenn man auf eigenen Beinen steht, kann es bestimmt haarig werden, wenn es mal schlecht läuft.

      Vermieter, Versicherungen und Supermarkt kennen halt den Begriff "Downswing" nicht.

      Selbst Pros werden davon nicht verschont. Jennifer Harman z.B. musste sich Ende der 90er über Monate hinweg Geld von Bekannten leihen, weil sie wohl über einen langen Zeitraum Scheiße an den Fingern hatte.

      Was, wenn man solche Bekannte nicht hat ... Bankroll weg, keinen Job, nix zu beißen auf dem Tisch und der Vermieter droht auch schon mit der Russeninkasso ...

      Wenn man in seinen eigenen 4 Wänden lebt und die Lebenshaltungskosten für 2-3 Jahre auf der hohen Kante hat, mag das sicherlich wieder etwas anderes sein ...
    • mike1234
      mike1234
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2005 Beiträge: 147
      Also ich bin noch Lichtjahre von einer Pokerprofikarriere entfernt, aber nur mal meine Meinung dazu:

      Ich bin davon überzeugt, daß es hier niemanden gibt, der wirklich ausschließlich nur von seinen Pokergewinnen lebt. Es gibt hier sicherlich einige Spieler, die dazu in der Lage sind, aber diese Spieler haben mit Sicherheit noch andere Einnahmequellen (irgendeine selbstständige Tätigkeit, vermieten von Immobilien oder sonst irgendetwas). Wirklich nur von Poker zu leben, ist meiner Meinung nach auf Dauer zu unsicher.

      Gruß
      Mike
    • StarsAbove
      StarsAbove
      Black
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 1.770
      also ich denke schon, dass man gut vom pokern leben kann, man sollte sich halt schon vorher ein finanzielles polster erspielen, für den fall dass es mal nicht so gut läuft.
    • sholvar
      sholvar
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 4.826
    • betout
      betout
      Black
      Dabei seit: 06.02.2005 Beiträge: 2.478
      Original von tmy
      also wieder "hochspielen" macht wohl keiner ich verfahre wie folgt (wenn ich nicht das ziel habe limits aufzusteigen sondern ein limit beizubehalten)

      Beispiel (2 / 4 fr )

      1200$ (300b) Startkapital
      Ende des Monats 1200$ + x ( Gewinn ) + y ( Bonus etc )
      Cashout : x+y

      So kann ich konstant das limit halten und habe ein recht varianzfreies Einkommen :)

      Also der cashout x+y Teil ist definitiv ziemlich risky. Als Teilzeit- oder Hobbyspieler ist das auf jeden Fall super, aber wenn du wirklich komplett von deinem Pokereinkommen abhängst, um jeden Monat deine laufenden Kosten zu bezahlen, sollte man vielleicht etwas konservativer an die Sache rangehen:

      Ich denke man sollte sich halt überlegen, was seine normale earn rate auf dem Limit ist und nur diese + Bonuse auscashen (bsp: du machst 2BB / 100 und hast 50k hands diesen Monat gespielt. Dann cashst du aus: 50k/100 * 2 BB + alle Boni). Wenn man einmal einen großen Upswing hat, muss man halt schon noch was von dem Geld dalassen sonst hat man direkt die Garantie irgendwann Pleite zu gehen. Alle diese risk of ruin Berechnungen (btw. ist 300BB als Profi auch schon wenig, das ist wenn ich nicht Irre immer noch 5% risk of ruin. Ich hätte da schon lieber mindestens 500, wenn nicht 1000 BB) gehen ja davon aus, das du eben nicht auscashst und einfach nur unendlich lang spielst.

      Dazu auch noch ein Quote von ED MILLER:


      [qoute][/qoute]


      Das ist ein Ausschnitt aus einer dreitiligen Artikelserie, die Ed Miller vor ein paar Monaten veröffentlicht hat, zu finden unter http://www.notedpokerauthority.com/articles.htm. (Going Pro part 1-3). Die sind meiner Meinung nach auch sehr gut, definitiv empfohlen für jeden der ernsthaft mit dem Gedanken spielt, Profi zu werden. Oder auch für alle anderen Interessierten.
    • sholvar
      sholvar
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 4.826
      find die artikel super. danke ^^
    • CentreFold
      CentreFold
      Bronze
      Dabei seit: 26.01.2005 Beiträge: 991
      problem am pro-sein für europäer ist auch noch die Zeitverschiebung. Du musst gegen die Amis spielen, weil das am profitabelsten ist. Während der "normalen Arbeitszeiten" zwischen 8 und 18 Uhr ist auf PP, PS etc. aber immer ziemlich wenig los. Daher musst du dich auch noch darauf einstellen, in Nachtschichten zu arbeiten, was auf Dauer körperlich gesehen extrem ungesund ist.
    • jjacky
      jjacky
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 1.305
      Original von tmy
      also wieder "hochspielen" macht wohl keiner ich verfahre wie folgt (wenn ich nicht das ziel habe limits aufzusteigen sondern ein limit beizubehalten)

      Beispiel (2 / 4 fr )

      1200$ (300b) Startkapital
      Ende des Monats 1200$ + x ( Gewinn ) + y ( Bonus etc )
      Cashout : x+y

      So kann ich konstant das limit halten und habe ein recht varianzfreies Einkommen :)
      betout hat das system ja schon kritisiert, allerdings kommt der wichtigste punkt dabei nicht so gut raus.
      die 300BB beinhalten ein ROR (risk of ruin) von ca 5%, wenn man NIE AUSCASHT. wenn du jeden monat deinen ganzen gewinn auscasht, so dass du immer nur maximal 300 BB übrig hast am ende des monats, hast du JEDEN MONAT einen ROI von 5%. das bedeutet, du bist im durchschnitt in weniger als 2 jahren pleite.


      @topic

      wichtig sind:
      - eine hohe winrate über möglichst viele hände (ich würde schätzen bei 200k - 400k ist man irgendwann auf der sicheren seite, je nachdem wie hoch die winrate genau ist)
      - eine komfortable BR von mindestens 400 BB für full ring games (bei hohen limits oder SH deutlich mehr)
      - ersparnisse für den lebensunterhalt für mindestens 3 monate; 6 monate ist sicherer
      - sehr gute tiltresistenz (leider schwer zu messen)
      - die bereitschaft ein limit runterzugehen wenn man einen schweren downswing hat

      zum ersten punkt: david sklansky empfiehlt, erst pro zu werden wenn man langfristig genug geld zum leben durch pokern verdient hat, selbst wenn man 3 SD abzieht (als sehr sichere sicherheitsmarge). ich habe in meiner PT datenbank zum beispiel 90k hände, eine winrate von 3.25 und einer SD von 23 BB/100 (winrate und SD sind so hoch, weil viele NL hände dabei sind). 1 SD sind dann knapp 0.8 BB/100, meine winrate wenn man 3 SD abzieht nur noch rund 0.9 BB/100. das reicht (mir) nicht zum leben - deshalb bräuchte ich noch deutlich mehr hände.
    • g3nius
      g3nius
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 711
      wenn ich auf meinem level (3/6 und 5/10) meine gesamten kosten decken müsste, würde mich das spiel ziemlich schnell anöden ... ich merke das schon jetzt, wenn ich für einen bonus eine gewisse anzahl hände spielen muss etc...

      also hätte ich die intention pro zu werden, würde ich schauen möglichst schnell die limits aufzusteigen um 20/40 und höher zu spielen...

      und mit 1000 euro könnt ihr eure monatlichen kosten decken?!
      (@weyoun)
    • kaufhauszombie
      kaufhauszombie
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 412
      Original von g3nius
      und mit 1000 euro könnt ihr eure monatlichen kosten decken?!
    • petronius
      petronius
      Bronze
      Dabei seit: 24.03.2005 Beiträge: 280
      Original von kaufhauszombie
      Nur weiß ich nicht wie das in 10 Jahren aussieht. Da seh ich die größten Probleme. Eventuell wird es mal illegal oder was weiß ich ...
      Vielleicht wird die Pokerszene irgendwann auch so von Bots überrollt, das der EV einfach zu klein wird. Computer sind eben einfach zu diszipliniert...

      Ohne Alternativen ausschließlich von Poker zu leben hat m.E. ein wenig ßhnlichkeit mit Leuten die ihren Job gekündigt haben, um schön am Internetaktien-Boom zu partizipieren. Da kenne ich Jungs die gingen während der Börsenzeiten nicht mehr in die Uni - zu hohe Opportunitätskosten ;-) Doch leider war auch das irgendwann zu Ende. Und bei Poker gibt es eben auch keine Garantie, dass es eine Cashcow bleibt.
    • Faust
      Faust
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2005 Beiträge: 424
      Es müssen keine Bots kommen. Irgendwann können es die Fische auch so leid sein, ausgeplündert zu werden. Eine weitere Gefahr besteht darin, dass der Gesetzgeber (v.a. in den USA) gegen Poker einschreitet, was sehr viele Leute abschrecken könnte.
      Also für Pokern einen regulären Berufsweg aufzugeben, würde ich mir zweimal überlegen.
    • sholvar
      sholvar
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 4.826
    • kaufhauszombie
      kaufhauszombie
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 412
    • Pius
      Pius
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 5.075
      Naja hier mal so die Ausgaben von einem durschnittsmenschen, Werte geschätzt, aber ich denke es kommt hin...

      Krankenversicherung, 70 Euro
      Miete 500 Euro Warm
      Strom 30 Euro
      Telefon DSL Internet 60 Euro
      Handy 30 Euro
      Irgend ne Altersvorsorge 100 Euro
      Andere Versicherungen 20 Euro

      macht: 810 Euro Fixkosten!

      Und da hast Du noch nix von gegessen, nix angezogen, nix versoffen und nix verhurt. Geschweige denn ein Zimmer fürs RealLifetreffen gebucht... ;)
    • Pius
      Pius
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 5.075
      Original von kaufhauszombie
      580 Euro Bafög? Plus KG? Unwahrscheinlich....

      Aber versuchen kannst Du es...
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