Strategie :Pockets gegen PFA am FLop

    • stinkeLeon
      stinkeLeon
      Bronze
      Dabei seit: 27.01.2007 Beiträge: 393
      Ich finde es in manchen Spots etwas weak nur fit or fold mit Pockets (sagen wir 22-99) am Flop gegen den PFA in Position zu spielen....vielleicht seht ihr in dieser aussage schon ein leak von mir ^^

      Ich geb euch mal 2 Beispiele, bei denen ich finde, dass man nicht am FLop folden sollte :

      Gegner : keine callingstation (ich denke, diese Bedingung sollte erstmal reichen)

      Die Position des Raises will ich hier nicht angeben, denn ich hoffe, für verschiedene Positionen verschiedene Antworten zu bekommen ^^

      Ihr könnt mir natürlich auch Situationen mit variierenden Gegnern schreiben, wenn ihr genug Zeit habt ^^

      Meine Hand : 66

      Flop : 772 o. 882 usw....paired Boards mit kleinen Kartenwerten.

      Hier fit or fold zu spielen finde ich etwas weak (hört sich doof an, aber ich bin mir eben unsicher :) )

      anderer Flop : Js3h7c (wir halten dieselbe Hand)

      raist ihr hier die cbet vom Gegner ?

      Hier fällt halt eine Overcard, deshalb hab ich dieses Beispiel auch mal genommen. wie spielt ihr hier ?

      Ich denke, dass man noch oft genug vorne ist um die cbet zu raisen, ihr auch ?


      edit : Hab im Moment leider nicht die Möglichlkeit nen Handconverter zu nutzen, aber ich will die Hände auch nicht zu speziell machen, weils ja ein Strategieansatz und keine Handbewertung sein soll.


      nochmal zum Kern der Sache: AN WELCHEN SPOTS SPIELT IHR MIT EUREN GECALLTEN POCKETS PREFLOP AM FLOP GEGEN DEN PFA ZURÜCK UND WANN EBEN NICHT?
  • 19 Antworten
    • TroyMaster
      TroyMaster
      Global
      Dabei seit: 19.01.2007 Beiträge: 474
      Du sprichst von (semi) Floaten.

      Faktor a: Contibet. Contibettet der Gegner fast immer (dafür braucht man einige Hände vom Gegner) ist Floaten auf jeden Fall profitabel.

      Faktor b. Wie du sagst - keine CS.

      Faktor c. Allgemeine Agression des Gegners wg. 2nd Barrel. Ideal sehe ich Gegner an die so um die 20/16 AF2-3 haben. Also zu tight bedeutet, dass die eher was haben. Zu loose bedeutet, dass die eher 2nd barreln, was man fast immer folden muss.

      Aber... ich komme selten in situationen, wo ich mit 66 ein raise vom Gegner nur calle HU. Daher ergibt sich diese Situation selten bei mir! (Vielleicht leak bei dir?)
    • Twirex
      Twirex
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 3.649
      also in spot 1 , 772 floate ich ziemlich gerne. hab das auch immer im private coaching mit tribun.caesar so gemacht, er meinte kann man machen, er raist gleich den flop (wenn ich mich richtig erinnere), ist aber geschmackssache.



      hand 2 würd ich auch fast floaten, kannst aber ma stats gucken wies so mit 2nd barrel aussieht, weil in dem spot ein raise sicher auch sehr gut kommt weil villain hier nicht allzuoft getroffen haben sollte.

      bin aber umsteiger und noch nicht lange beim cash game, von daher meine aussagen mit vorsicht genießen =)

      twix
    • RacOviedo
      RacOviedo
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2006 Beiträge: 2.758
      Kenne die Problematik nur zu gut und lasse mich wohl selbst zu oft floaten - gerade in so Situationen wie oben genannt. Was kann man denn dagegen tun, wenn einer auch noch die 2nd barrel callt? Dann kann man den Pot aufgeben, oder?
    • crt32
      crt32
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2007 Beiträge: 15.895
      Gegen Floater kannst auch mal bet Flop, c/r Turn spielen.
      Ansonsten kannst auf vielen Flops ohne Set deine Hand in einen Bluff verwandeln und dann bluffraisen. Kommt aber auf den Gegner und das Board an.
    • Bling
      Bling
      Bronze
      Dabei seit: 18.05.2007 Beiträge: 1.030
      wann ist eigentlich ein contiraise bluff am flop einem float vorzuziehen? ich calle eigentlich ziemlich selten die conti und raise meine sets und draws. wenn man floatet, muss man doch auch ungefähr genauso oft mit made hands call flop bet turn spielen, um es zu balancen.
    • stinkeLeon
      stinkeLeon
      Bronze
      Dabei seit: 27.01.2007 Beiträge: 393
      Original von TroyMaster
      Du sprichst von (semi) Floaten.

      Faktor a: Contibet. Contibettet der Gegner fast immer (dafür braucht man einige Hände vom Gegner) ist Floaten auf jeden Fall profitabel.

      Faktor b. Wie du sagst - keine CS.

      Faktor c. Allgemeine Agression des Gegners wg. 2nd Barrel. Ideal sehe ich Gegner an die so um die 20/16 AF2-3 haben. Also zu tight bedeutet, dass die eher was haben. Zu loose bedeutet, dass die eher 2nd barreln, was man fast immer folden muss.

      Aber... ich komme selten in situationen, wo ich mit 66 ein raise vom Gegner nur calle HU. Daher ergibt sich diese Situation selten bei mir! (Vielleicht leak bei dir?)
      "nur" calle ? was machst du denn beim SH mit diesen Pockets preflop, wenn vor dir geraist wurde ? nicht die call15/20er Regel anwenden und auf setvalue spielen ? raist du die etwa wenn du postflop IP bist ? verstehe den Satz nicht so ganz :) .
      Ich hoffe, du denkst nicht, dass ich HU spiele...ich spiel SH, aber wenn zb einer aus MP raist und ich am Button bin, callst du das doch oder ?
    • fiveseven
      fiveseven
      Global
      Dabei seit: 14.07.2006 Beiträge: 10.856
      Original von stinkeLeon
      Original von TroyMaster
      Du sprichst von (semi) Floaten.

      Faktor a: Contibet. Contibettet der Gegner fast immer (dafür braucht man einige Hände vom Gegner) ist Floaten auf jeden Fall profitabel.

      Faktor b. Wie du sagst - keine CS.

      Faktor c. Allgemeine Agression des Gegners wg. 2nd Barrel. Ideal sehe ich Gegner an die so um die 20/16 AF2-3 haben. Also zu tight bedeutet, dass die eher was haben. Zu loose bedeutet, dass die eher 2nd barreln, was man fast immer folden muss.

      Aber... ich komme selten in situationen, wo ich mit 66 ein raise vom Gegner nur calle HU. Daher ergibt sich diese Situation selten bei mir! (Vielleicht leak bei dir?)
      "nur" calle ? was machst du denn beim SH mit diesen Pockets preflop, wenn vor dir geraist wurde ? nicht die call15/20er Regel anwenden und auf setvalue spielen ? raist du die etwa wenn du postflop IP bist ? verstehe den Satz nicht so ganz :) .
      Ich hoffe, du denkst nicht, dass ich HU spiele...ich spiel SH, aber wenn zb einer aus MP raist und ich am Button bin, callst du das doch oder ?
      kommt auch auf das limit an!auf NL25 kann man auch nur auf Setvalue callen!auf Nl100: wenn einer aus CO FI raist reraise ich auch mit 66 + vom BU+. er kann hier allesmögliche haben. 68s oder sowas!

      zum thema: ich mach auch lieber nen contiraise bei solchen spots, als da zu floaten. noch kann mein PP vorne liegen aber wenn ich floate, kann eine passende karte für villain kommen die ihn improved und das will ich nicht. wenn er das contiraise 3betted/callt, ist die hand dann aber auch für mich gelaufen!
    • RacOviedo
      RacOviedo
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2006 Beiträge: 2.758
      Hab das floaten jetzt selbst mal ein wenig ausgetestet und freue mich natürlich über dieses neue taktische Mittel. Sehr nice! :D
    • cordoba78
      cordoba78
      Bronze
      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 2.157
      floaten tu ich bei:
      - passenden boards
      - Gegner mit einigermaßen hohen VPIP / PFR
      - geringer Postflop Agression, vorallem wenig 2nd Barrell Frequency
      - natürlich Gegner mit geringem WTS

      Bluffraises mach ich:
      - meist OOP (Ich will den Pot sofort mitnehmen oder gleich aufgeben)
      - selbe Punkte wie oben

      natürlich kommt es wie IMMER aufs Image draufan. Übertreiben will ich die Floats / Bluffraises auch nicht. Gerade wenn man preflop gute odds zum setminen bekommt, braucht man eigentlich nicht moven, weils sowieso schon +EV ist, aber wieso nicht das letzte stück an Edge herausholen?
    • TroyMaster
      TroyMaster
      Global
      Dabei seit: 19.01.2007 Beiträge: 474
      Original von stinkeLeon
      Original von TroyMaster
      Du sprichst von (semi) Floaten.

      Faktor a: Contibet. Contibettet der Gegner fast immer (dafür braucht man einige Hände vom Gegner) ist Floaten auf jeden Fall profitabel.

      Faktor b. Wie du sagst - keine CS.

      Faktor c. Allgemeine Agression des Gegners wg. 2nd Barrel. Ideal sehe ich Gegner an die so um die 20/16 AF2-3 haben. Also zu tight bedeutet, dass die eher was haben. Zu loose bedeutet, dass die eher 2nd barreln, was man fast immer folden muss.

      Aber... ich komme selten in situationen, wo ich mit 66 ein raise vom Gegner nur calle HU. Daher ergibt sich diese Situation selten bei mir! (Vielleicht leak bei dir?)
      "nur" calle ? was machst du denn beim SH mit diesen Pockets preflop, wenn vor dir geraist wurde ? nicht die call15/20er Regel anwenden und auf setvalue spielen ? raist du die etwa wenn du postflop IP bist ? verstehe den Satz nicht so ganz :) .
      Ich hoffe, du denkst nicht, dass ich HU spiele...ich spiel SH, aber wenn zb einer aus MP raist und ich am Button bin, callst du das doch oder ?
      Ich rede hier jetzt also von NL200 - gilt aber wohl auch für NL100 und vielleicht auch schon für NL50.

      66 (oder andere low-pockets) im BB callen hat das Problem, dass du OOP spielst, und weniger Geld extrahieren kannst, falls du dein Set triffst.

      Daher mix ich das - soll heißen entweder 3-bette ich das, folde das oder selten calle das.
      Der Unterschied zwischen 15/12 und 24/20 stats ist, wie oft man folded oder 3-bettet. Ich bin da eher moderat tight und mixe es vielleicht so, dass ich 60% Folde, 25% 3-bette und 15% coldcalle (grob geschätzt - nur mal um NL25 / NL50 spielern ne grobe Range zu geben).

      Ist natürlich alles gegner und Positionsabhängig. Ein BU-steal 3-bette ich eher, da die Range sehr groß ist.
      Ein UTG-raise coldcalle ich eher, da hier (hoffentlich) AA, KK etc am ehesten sind, und ich so - falls ich mein Set treffe - auch action bekomme.

      OOP eher fold or 3-bet
      IP eher call or 3-bet

      Hoffe ich konnte dir weiterhelfen :P
    • Twirex
      Twirex
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 3.649
      hey troy, bin mit dir öfters bei sngs zusammen gesessen, bist auch auf nl cg umgestiegen ?

      wennst bock hast mal bissi auszutauschen

      skype twirex1
      icq 280893054
    • TroyMaster
      TroyMaster
      Global
      Dabei seit: 19.01.2007 Beiträge: 474
      jo twirex kenne dich noch ;)

      werd dich mal adden
    • waxnlovesAces
      waxnlovesAces
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2007 Beiträge: 861
      Original von RacOviedo
      Kenne die Problematik nur zu gut und lasse mich wohl selbst zu oft floaten - gerade in so Situationen wie oben genannt. Was kann man denn dagegen tun, wenn einer auch noch die 2nd barrel callt? Dann kann man den Pot aufgeben, oder?

      ACHTUNG BIN NUR NL10 FISCH!

      Gegen Floater spiele ich generell sehr kleine Cbets. Also nicht viel größer als 0,5 Potsize. Dann wird die 2nd auch nicht so teuer. Darfst das natürlich nicht nur mit schwachen Händen machen.


      Beispiel:

      Pot vorm Flop = 10BB

      Kleine Cbet:

      Pot nachm Flop= 10 BB + 5 BB (Cbet) + 5 BB (Call von Villain) = 20 BB


      2nd Barrel => 13 BB


      Normale Cbet:

      Pot nachm Flop = 10 BB + 7 BB + 7 BB = 24 BB


      2nd Barrel => 16 BB





      Wenns jemand ist der auch 2nd Barrels callt dann halt etwas tighter spielen und raus holen was geht wenn du getroffen hast.
    • TroyMaster
      TroyMaster
      Global
      Dabei seit: 19.01.2007 Beiträge: 474
      Original von waxnlovesAces
      Original von RacOviedo
      Kenne die Problematik nur zu gut und lasse mich wohl selbst zu oft floaten - gerade in so Situationen wie oben genannt. Was kann man denn dagegen tun, wenn einer auch noch die 2nd barrel callt? Dann kann man den Pot aufgeben, oder?

      ACHTUNG BIN NUR NL10 FISCH!

      Gegen Floater spiele ich generell sehr kleine Cbets. Also nicht viel größer als 0,5 Potsize. Dann wird die 2nd auch nicht so teuer. Darfst das natürlich nicht nur mit schwachen Händen machen.


      Beispiel:

      Pot vorm Flop = 10BB

      Kleine Cbet:

      Pot nachm Flop= 10 BB + 5 BB (Cbet) + 5 BB (Call von Villain) = 20 BB


      2nd Barrel => 13 BB


      Normale Cbet:

      Pot nachm Flop = 10 BB + 7 BB + 7 BB = 24 BB


      2nd Barrel => 16 BB





      Wenns jemand ist der auch 2nd Barrels callt dann halt etwas tighter spielen und raus holen was geht wenn du getroffen hast.
      schwachsinn. vor allen auf NL10!
    • waxnlovesAces
      waxnlovesAces
      Bronze
      Dabei seit: 09.06.2007 Beiträge: 861
      Du magst recht haben, aber dann sei doch so nett und lass mich nicht dumm sterben und sag mir wieso genau es Schwachsinn ist und besonders auf NL10. Habs aus nem 2+2 Artikel und fands eigtl ganz einleuchtend.
    • cordoba78
      cordoba78
      Bronze
      Dabei seit: 01.11.2006 Beiträge: 2.157
      gerade bei so kleinen cbets wirst du noch öfter gecallt, und viele Gegner an NL10 folden auch nicht auf eine 2nd Barrel.

      Wie du gesagt hast musst du dann auch deine starken Hände so schwach betten, und dann lässt du auf NL10 massiv value liegen.

      Also auf NL10 halt schon so 3/4 Pot Contibetten und bei einem Call die Hand meist aufgeben. Gegen potentielle Floater halt ein paar c/r mit starken Händen einstreuen, etc...
    • Forexinvestor
      Forexinvestor
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2006 Beiträge: 839
      Ich finde das größte Problem mit diesen mittleren Pockets ist dass man nie weiß wo man steht. Ich hasse es die dinger auf irgendwas anderes zu spielen als auf Set Value. 66, 77, 88 oder auch 99 auch mit Initiative Preflop. Mit einem einzigen Call am Flop von meinem Gegner weiß ich nicht mehr wie weiterspielen weil halt praktisch immer Overcards liegen. Man kann das nicht immer downcallen nur weil man denkt dass jemand blufft. Bin hier echt überfragt wie man sich da verhalten sollte.
    • RacOviedo
      RacOviedo
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2006 Beiträge: 2.758
      Kleinere Contibets halte ich auch für keine gute Idee. Naja, ich lasse halt gegen Fische öfter mal die CB ganz weg, da sowieso alles nur runtergecallt wird. Ich warte dann jeweils auf nen guten Spot und stacke die Deppen halt dann.

      Um einen "richtigen" Floater zu entdecken, dazu brauchts wohl einiges an History. Auch ein guter Spieler wird nicht jedes mal floaten, und deshalb ist es auch schwierig, das zu erkennen.

      Ich lass es einfach gut sein und floate nun selbst ab und an mal - wenn Gegner, Position und Setup stimmen. Macht Spass. ;)
    • stinkeLeon
      stinkeLeon
      Bronze
      Dabei seit: 27.01.2007 Beiträge: 393
      Original von Forexinvestor
      Ich finde das größte Problem mit diesen mittleren Pockets ist dass man nie weiß wo man steht. Ich hasse es die dinger auf irgendwas anderes zu spielen als auf Set Value. 66, 77, 88 oder auch 99 auch mit Initiative Preflop. Mit einem einzigen Call am Flop von meinem Gegner weiß ich nicht mehr wie weiterspielen weil halt praktisch immer Overcards liegen. Man kann das nicht immer downcallen nur weil man denkt dass jemand blufft. Bin hier echt überfragt wie man sich da verhalten sollte.
      ...deshalb existiert dieser thread :P