Standardspielzüge gegen einen Gegner

    • nikiita
      nikiita
      Bronze
      Dabei seit: 22.04.2005 Beiträge: 2.485
      Aus dem Bronzeartikel: Unraised pot, ich bin zuerst dran, also flop IMMER bet, aber dann?

      Zitat:
      "Erhöht der Gegner am Flop, dann ...

      * ... erhöhst du mit einer guten gemachten Hand oder einem starken Draw erneut.
      * ... steigst du mit allen anderen Händen direkt aus."


      Ziemlich rigoros..
      und wo ist denn da die Grenze?

      Wir haben hier potodds von 1:5,5 (da der Fall nur eintritt, wenn einer callt und wir im BB checken, also SB foldet)(und für die Schlaupis: nein, der Fall dass IHR im SB nur completet, kommt - hoffe ich - NIEmals vor))

      und massig implied odds (da die teuren Strassen ja noch kommen), da seh ich zwei Overcards nicht wirklich als starken Draw an, den ich hier 3betten könnte, aber way too good to fold!

      also call flop und auf dem turn neu evaluieren.

      oder was?
  • 13 Antworten
    • Bling
      Bling
      Bronze
      Dabei seit: 18.05.2007 Beiträge: 1.030
      Meistens calle ich mit 2 Overcards, ja.
    • West48
      West48
      Bronze
      Dabei seit: 13.10.2007 Beiträge: 1.176
      Spiele ich nach Odds und Outs, da reichen dann zwei Overs wohl für den Call ^^
    • hero333
      hero333
      Bronze
      Dabei seit: 13.12.2006 Beiträge: 550
      Wenn irgendeiner außer der SB nur callt, betten man ja selber im unraised Pot und c/f den Turn, wenn man nichts hat.

      Completed der SB und man selber checkt nur, hat man ja keine guten OC, da die preflop geraised werden.
      Dann kommt es natürlich auf den Gegnertyp und den Flop an. Ich verteile immer Reads mit was die Leute donken. TAGs und auch manch anderer Typ von Spieler bettet jeden unraised Pot, also können wir mit nem Raise hier direkt ui gewinnen. Ist der Flop sehr drasheavy kann es auch ein Draw sein, den er donkt, wobei es nicht unbedingt ein FD oder SD sein muß, manche machen sowas auch mit einer OC oder nem Gutshot. Am Turn muß man dann halt schauen, ob sich ne bet noch lohnt, sprich: foldet er auf ne Bet, ist es ne CS, die auch mit A high zum SD geht etc. Man hat auch die Möglichkeit sich dann ne Freecard zu nehmen und am River nochmal neu zu evaluieren.

      Ups hab die 3bet übersehen. Würde dann auch nur callen.
    • nikiita
      nikiita
      Bronze
      Dabei seit: 22.04.2005 Beiträge: 2.485
      Original von hero333


      Completed der SB und man selber checkt nur, hat man ja keine guten OC, da die preflop geraised werden.


      In deinem Fall ist man "in position", der Fall, den ich anspreche ist :

      unraised pot, hero ist "out of position"
    • nikiita
      nikiita
      Bronze
      Dabei seit: 22.04.2005 Beiträge: 2.485
      Original von hero333
      Wenn irgendeiner außer der SB nur callt, betten man ja selber im unraised Pot und c/f den Turn, wenn man nichts hat.

      ganz genau, wir haben die standardbet am flop gebracht, sind noch nicht auf dem turn, und villain raist frech unsere bet.
      Für diesen Fall gibt es laut Strategieartikel nur 2 Möglichkeiten, 3bet (mit made hands oder starkem draw) oder fold.

      Ich allerdings sehe einige callHände, OCs waren nur als Beispiel gedacht.

      bzw. bei wievielen outs fängt "starker draw" an?
    • nikiita
      nikiita
      Bronze
      Dabei seit: 22.04.2005 Beiträge: 2.485
      Original von hero333


      Ups hab die 3bet übersehen. Würde dann auch nur callen.
      Hier gab's noch gar keine 3bet bislang...
    • nikiita
      nikiita
      Bronze
      Dabei seit: 22.04.2005 Beiträge: 2.485
      Original von hero333

      Ich verteile immer Reads mit was die Leute donken.

      Jemand raist eine street, ein anderer bettet dann auf der folgenden in den raiser hinein. Das nennt man "donken".

      Kommt in diesem Beispiel allerdings nicht vor..

      Gibt's im übrigen auch einen lesenswerten Artikel dazu (leider ohne das letzte Osterei, das mir noch fehlt)
    • nikiita
      nikiita
      Bronze
      Dabei seit: 22.04.2005 Beiträge: 2.485
      Original von hero333


      Am Turn muß man dann halt schauen, ob sich ne bet noch lohnt, sprich: foldet er auf ne Bet, ist es ne CS, die auch mit A high zum SD geht

      callen.
      Hmmm, ich hab mir, wie du siehst, ne Menge Zeit genommen, zu verstehen, was du mir eigentlich sagen willst, hier hört's dann allerdings auf, funny fuzzy logic.. ;)
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Also es gibt natürlich auch Fälle wo man weder 3betten noch folden sollte, sondern callen. Korn würde vielleicht sagen, dass das auch nur Standardspielzüge sind und keine Immerspielzüge. Aber speziell in der Bronze- und Einsteiger-Sektion will man den Lesern Regeln an die Hand geben, mit denen sie die MicroLimits schlagen können. Da ist es unvermeidbar zu vereinfachen und irgendwo muss man Grenzen ziehen. Letztendlich ist Poker sehr situationsabhängig, aber was nützt es einem Einsteiger, wenn man ihm sagt: "It depends."?

      Zum Thema: Nach dem Raise nach Odds&Outs weiterzuspielen ist sinnvoll. Allerdings: hat man mit 2 Overcards die Outs? Die Pot Odds sind 5:1, und für 6 Outs bräuchte ich Pot Odds von 7:1. Sie reichen also nicht. Wenn ich mir jetzt großzügig 1 BB Implied Odds gebe, würde es genau hinkommen. Allerdings werden mir meine Outs nicht immer die Winning Hand geben. Manchmal bin ich schon drawing dead, weil der Gegner ein Set hat. Manchmal bin ich dominiert, weil mein Out dem Gegner ein 2Pair beschert oder eine Straße oder einen Flush oder weil der Gegner ein Overpair hat. Oder ich verbessere mich am Turn zu besten Hand nur um dann am River von Villain geredrawt zu werden. Den Overcards-Call mit Odds&Outs zu rechtfertigen ist nicht möglich.
      (Selbst wenn man doch auf einen break even oder slightly +EV Call kommt, ist es für die meisten Einsteiger besser in solchen Situationen zu folden, weil damit die Gefahr eliminiert wird, die Hand doch noch irgendwie grob zu misplayen und die slightly +EV Situation in eine deutlich -EV Situation zu verwandeln.)

      Allerdings ist es zB gegen sehr aggressive Gegner besser sein 2nd/3rd Pair passiv auf Bluf Induce runterzucallen. Oder manchmal ist es bessere seinen Draw nur passiv weiterzuspielen, weil man weiß, der Gegner wird nur sehr selten folden. Manchmal ist es ok, ein Slowplay zu starten um den Gegner am Turn zu check/raisen. Es gibt also manchmal Abweichugnen vom Standard. Wenn man ein bisschen im Handbewertungsforum mitliest, bekommt man dann schon mit wo es besser ist mal nur zu callen und in welchen Situationen der Standard angemessen ist.
    • hero333
      hero333
      Bronze
      Dabei seit: 13.12.2006 Beiträge: 550
      Original von nikiita
      Original von hero333
      Wenn irgendeiner außer der SB nur callt, betten man ja selber im unraised Pot und c/f den Turn, wenn man nichts hat.

      ganz genau, wir haben die standardbet am flop gebracht, sind noch nicht auf dem turn, und villain raist frech unsere bet.
      Für diesen Fall gibt es laut Strategieartikel nur 2 Möglichkeiten, 3bet (mit made hands oder starkem draw) oder fold.

      Ich allerdings sehe einige callHände, OCs waren nur als Beispiel gedacht.

      bzw. bei wievielen outs fängt "starker draw" an?
      Mach ich persönlich nur mit ner Hand mit mindestens 8 Outs, also scheiden reine OC aus.
    • hero333
      hero333
      Bronze
      Dabei seit: 13.12.2006 Beiträge: 550
      Original von nikiita
      Original von hero333


      Ups hab die 3bet übersehen. Würde dann auch nur callen.
      Hier gab's noch gar keine 3bet bislang...
      Jep ich meinte den Raise.
    • hero333
      hero333
      Bronze
      Dabei seit: 13.12.2006 Beiträge: 550
      Original von nikiita
      Original von hero333

      Ich verteile immer Reads mit was die Leute donken.

      Jemand raist eine street, ein anderer bettet dann auf der folgenden in den raiser hinein. Das nennt man "donken".

      Kommt in diesem Beispiel allerdings nicht vor..

      Gibt's im übrigen auch einen lesenswerten Artikel dazu (leider ohne das letzte Osterei, das mir noch fehlt)
      Auch hier hab ich einen falschen Fachbegriff benutzt, wollte eigentlich sagen, dass ich von Zeit zu Zeit nur zwei Tables spiele und mir genaue reads von den Lines mache, die die Leute spielen. Kleines Beispiel dazu war, dass ich mal einen hatte der sehr oft HU cheap Showndownraises mit Crap am Flop gemacht hat. War dann relativ leicht mit ner 3bet und ner bet am Turn mit 2 OC zu exploiten. Natürlich je nach Flop.

      Ich glaub ich sollte nicht einen Abend vor ner Prüfung hier im Forum rumtingeln, da ist man mit den Gedanken doch eher woanders :D
    • hero333
      hero333
      Bronze
      Dabei seit: 13.12.2006 Beiträge: 550
      Original von nikiita
      Original von hero333


      Am Turn muß man dann halt schauen, ob sich ne bet noch lohnt, sprich: foldet er auf ne Bet, ist es ne CS, die auch mit A high zum SD geht

      callen.
      Hmmm, ich hab mir, wie du siehst, ne Menge Zeit genommen, zu verstehen, was du mir eigentlich sagen willst, hier hört's dann allerdings auf, funny fuzzy logic.. ;)
      Die Aussage resultiert daraus, dass ich, wie gesagt, den Raise vom Gegner am Flop nicht beachtet habe. Basiert also auf der Annahme, dass er unsere Bet am Flop callt.

      Ich hoffe ich konnte ein paar Sachen klarstellen, aber am Besten beachtest du meinen ersten Post gar nicht.