Street-Entscheidungen

    • storge
      storge
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2005 Beiträge: 22.519
      Hi,
      es geht darum, wie ich die Entscheidungen an den jeweiligen Streets in Abhängigkeit zueinander setze oder eben nicht.

      1) Milamber sagte mal, dass es ok sei, wenn ich am Turn auf meine Outs +ev calle und den River dann +ev calle, weil der Pot bereits so groß ist.
      Das Problem ist, dass es immer schwer zu sagen ist, ob der Pot wirklich "zu groß" ist und mich stört dann dieses: "jo, am Turn callst du auf deine Outs und am River geht der Fold einfach nicht, bei 8:1 gegen den unreasonable".

      Deshalb frage ich mal in die Runde, ob mir das jemand ein wenig ausführlicher näherbringen möchte.


      2) Ähnlich - und meine Frage ist, ob auch gleich - ist die Situation, wenn ich am Turn mit Hilfe meiner implied odds calle. D.h. Outs+implied odds. Die Turn-Entscheidung, ist dann ja in direkter Abhängigkeit zum River +ev. Das bleibt sie doch, egal was am River passiert, oder? Die Turn-Entscheidung bei 1) ist ja genauso abhängig zum River (zur Riverkarte), nur, dass ich meine Outs anders rechtfertige. D.h. wenn der Pot am River groß genug ist, muss ich auch dann ui callen?

      Ich hoffe, man kann mich verstehen. Konrekte Beispiele habe ich grade nicht zur Hand, kann sie sonst aber nochmal nachliefern.

      Besten Dank, Grüße storge
  • 5 Antworten
    • schnizm
      schnizm
      Black
      Dabei seit: 17.06.2006 Beiträge: 1.967
      Keine Ahnung, ob ich deine Ausführungen bzw Fragen richtig verstehe und dir weiterhelfen kann.

      Also, angenommen ich habe am Turn eine Hand mit Outs als auch SD Value...

      Solange ich die nötigen Outs habe, Implied Odds mitberücksichtigt, steht der Turncall für mich ausser Frage. Am River versuche ich seperat von meiner Turn decision meine Equity vs seine gesamte Range einzuschätzen. Ist am Tisch nicht immer einfach. Zuletzt mache ich verstärkt Range analysen mit Pokerstove, um ein besseres Gefühl für soche Situationen zu bekommen. Schwieriger wird es, wenn man am Turn nicht die Odds für einen Call hat, jedoch die Chance auch UI zu gewinnen mit einfließen lässt.

      Zum Thema liberale River Calls mit SD Value vs unreasonable Spieler...
      Meinem Verständnis nach spielen unreasonable Spieler nicht auf Basis von Logik, zumindest nicht durchgängig (Tilt). Quantifizieren lassen sich solche Reads/Eindrücke wohl schwer. Allgemein würde ich gegen solche Leute immer eine gewisse Menge Trash in der HandRange annehmen und folde dann "größere" Pötte ungern für 1 Bet bzw gehe allgemein etwas großzügiger als normal zum SD.
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Du meinst die Frage wie sie zB auch im Platin "Artikel" 'Turn Raises aufgrund von Pot-Odds callen' steht? Wobei man das ja nicht wirklich Artikel nennen kann. :>

      Wenn der Pot am Turn 5 BB ist, ich bette, Villain raist und ich geb mir 5 Outs, könnte ich break even callen. Und dann am River bekomme ich 9:1 und will ui nicht mehr folden, weil ich mich schon noch zu >10% vorn sehe. Ich habe also effektiv 2 BB investiert. Nach der Calldown Formel müsste ich zu 2/10 = 20% den Showdown gewinnen. Und genau das ist auch der Fall: Ich geb mir 5 Outs, was 11% EQ entspricht. Gleichzeitig sehe ich Villain zu 10% auf einem Bluff. Von daher komme ich auch wenn ich beide Straßen als Einheit betrachte auf die 20%.

      Milamber hat also vollkommen recht. Wenn man am Turn die Outs für +EV hat, dann callt man eben und wenn man am River denkt, Villain würde oft genug bluffen, dann callt man auch ui.
    • LordesQ
      LordesQ
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2007 Beiträge: 1.107
      Schön erklärt Kombi :)
    • Milamber
      Milamber
      Bronze
      Dabei seit: 20.01.2005 Beiträge: 2.680
      =)
    • hazz
      hazz
      Black
      Dabei seit: 13.02.2006 Beiträge: 4.771
      anders gefragt: warum solltest du folden, wenn du doch +ev callen kannst?!