Stundenlohn Pokern Kontra Stundenlohn Real Life

    • Sascha26
      Sascha26
      Black
      Dabei seit: 03.03.2006 Beiträge: 2.177
      Was mich in letzter Zeit immer wieder bewegt, ist die Tatsache, dass ich im Grunde ja 2 Einkommen habe, zum einen meinen Job als Zeit-/Leiharbeiter mit einem Stundenlohn zwischen 7 und 9 Euro, je nachdem wo ich gerade eingesetzt bin, und mein Pokereinkommen. Ich spiele mittlerweile 2/4 SH und schlage dieses Limit momentan mit 2,5/100BB. Da ich zwischen 3 und 4 Tische spiele gehe ich mal von 300 Händen pro Stunde aus, meistens sind ja noch mehr. Das entspricht einem Stundenlohn von ca 30$ oder 24 Euro. das ist knapp das 3 Fache das ich in meinem Hauptberuf verdiene. Die Diskrepanz ist also riesig, und eigentlich steht das ja gar nicht mehr im Verhältnis, man stelle sich vor, ich verliere oder gewinne auf einen schlag in 2 Stunden 300$. das ist gut ein Drittel oder sagen wir ein Viertel meines ganzen Monatsgehaltes. Ich steige demnächst hoffentlich auf 3/6 auf und da ich nicht daran zweifle auch dieses Limit vernünftig zu schlagen wird dieser Unterschied der beiden Stundenlöhne auch noch größer werden.
      Im Grunde gehe ich also nur noch zum Spaß auf die Arbeit (was mir eigentlich keinen Spaß macht), und weil ich ja weiter sozialversichert sein möchte.
      Ich gebe zu, mir ist auch schon hin und wieder durch den Kopf gegangen, diese ganze Zeitarbeit an den Nagel zu hängen, weil ich beim Pokern ja mehr verdiene und man bei der Zeitarbeit sowieso nur der Depp vom Dienst ist. Allerdings ist mir das wieder ein bisschen zu unsicher. Was mach ich wenns nicht klappt, Rechnungen wollen auch während eines Downswings bezahlt werden. Auch das ist im Grunde ja wieder Paradox, Ich möchte ein sicheres Leben haben, habe aber keine Skrupel zu Zocken und es macht mir auch wenig aus, wenn dabei in einer Stunde einiges an Geld draufgeht, und dann ist das noch die Angst, dass das alles bisher ein einziger Upswing ist.

      Außerdem stellt sich die Frage wann ist der Unterschied zwischen beiden Einkommen so groß das man seinen Beruf fürs Pokern aufgibt.

      Mich würden da mal eure Erfahrungen und Meinungen zu diesem Thema interessieren und wie ihr das so plant.

      Gruß

      Sascha
  • 42 Antworten
    • innoko
      innoko
      Black
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 1.527
      ich denke man sollte sich erst gedanken machen pro zu gehn wenn es sicher ist, dass du jeden monat mind. 10k generieren kannst.


      edit: SuFu hilft dir auch weiter =)
    • moridin
      moridin
      Bronze
      Dabei seit: 16.03.2006 Beiträge: 264
      Ich würde mich vieleicht auch Fragen ob das Pokern wirklich so toll ist, das du dir vorstellen kannst mehrere Jahre jeden Tag vor dem Pc zu hocken und die gleichen 3 Knöpfe zu drücken. Ich glaube da ist ein "richtiger" Job doch eine willkommene abwechslung, von der unsicherheit des Pokerns mal abgesehen.

      Ich denke selbst wenn du durch Pokern alleine kurzfristig genügend Verdienst, weisst du nicht wie es in 2-3 Jahren aussehen wird. Desshalb sei froh wenn du nebenbei noch eine andere Einnahmequelle hast.
    • SlannesH
      SlannesH
      Black
      Dabei seit: 23.01.2005 Beiträge: 7.738
      Ajo, erspiel dir ne Rücklage, sodass du 6-12Monate deinen Lebensstandart beibehalten kannst (falls du nen DS bekommst o.ä., ausserdem hast du, sollte poker in dtl verboten werden, dann genug Zeit dich um ne andere Arbeit zu kümmern etc)... dann kannst du ohne Probleme mit deinem Job aufhören und Pokerpro werdne.

      MfG
    • DonHill
      DonHill
      Bronze
      Dabei seit: 07.04.2006 Beiträge: 153
      Stoxtrader hat die Voraussetzungen für eine Prokarriere mal so beschrieben:

      ...mindestens 500BB auf deinem Komfortlimit und Rücklagen für mind. 6 Monate auf einem Nichtpokerkonto...

      Dann sollte das Limit wohl auch so hoch sein, dass bei 1-2BB/100 mindestens das doppelte deines jetzigen Gehaltes erwirtschaftet wird, somit dürften temporäre DS recht gut abgefangen werden.
    • Sascha26
      Sascha26
      Black
      Dabei seit: 03.03.2006 Beiträge: 2.177
      Nein ich möchte nicht meinen ungeliebten Job aufgeben ;) und Pokerpro werden, das wäre erst eine Option so ab 10/20 oder 15/30 oder wenn mich meine Firma kündigen würde. Es geht nur um diesen Unterschied im Lohn und wie man eigentlich mit dem Geld umgeht. Im Grunde sind es ja 2 verschiedene Welten in denen man sich befindet. Auf der einen Seite dieses solide Leben in dem man sich mit wenig Geld zufrieden gibt und auf der anderen Seite dieses Zockerleben das eben ganz und gar nicht solide ist und wo die Geldmengen die man bewegt, größer sind als das was man im soliden Leben eigentlich verdient. Im Moment Poker ich aus Spaß und als Herausforderung und das soll auch noch lange so bleiben ;)

      Gruß

      Sascha
    • Donar
      Donar
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2006 Beiträge: 234
      Aber verführerisch ist es schon, oder Sascha?
      Wobei man auch immer sagen muss, dass ein schlechtbezahlter Job gleich ganz anders wirkt wenn man genau weiß, dass man noch eine andere Einnahmequelle hat die unter Umständen sogar VIEL mehr Kohle abwirft.
      Da kann man den Job viel ruhiger angehen
    • complex
      complex
      Black
      Dabei seit: 01.02.2006 Beiträge: 1.052
      Original von innoko
      ich denke man sollte sich erst gedanken machen pro zu gehn wenn es sicher ist, dass du jeden monat mind. 10k generieren kannst.


      edit: SuFu hilft dir auch weiter =)
      also ich hab mir gedacht, dass 5k/ monat eigentlich schon reichen würden plus benötigte br auf dem acc plus 50k rücklagen für zeiten eines ds.

      aber mit den 10k fährt man schon die bessere variante.

      wobei ich sogar schon denke, das im nl bereich 5k schon ab nl100 zu erreichen sind.
    • Faust
      Faust
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2005 Beiträge: 424
      Das Problem an der Theorie ist eben die unsichere Zukunft von Onlinepoker. Was passiert, wenn es in den USA verboten wird? Was passiert, wenn so viele Sharks auf Partypoker hereinbrechen, dass 2/4 so schwer zu schlagen wird wie heute 30/60?
    • SlannesH
      SlannesH
      Black
      Dabei seit: 23.01.2005 Beiträge: 7.738
      Original von Faust
      Das Problem an der Theorie ist eben die unsichere Zukunft von Onlinepoker. Was passiert, wenn es in den USA verboten wird? Was passiert, wenn so viele Sharks auf Partypoker hereinbrechen, dass 2/4 so schwer zu schlagen wird wie heute 30/60?
      Dafür hat man die langfristigen Rücklagen, damit man sich in der Zeit nen Job suchen kann.
    • Paxinor
      Paxinor
      Bronze
      Dabei seit: 24.02.2006 Beiträge: 1.172
      Original von Faust
      Das Problem an der Theorie ist eben die unsichere Zukunft von Onlinepoker. Was passiert, wenn es in den USA verboten wird? Was passiert, wenn so viele Sharks auf Partypoker hereinbrechen, dass 2/4 so schwer zu schlagen wird wie heute 30/60?
      was passiert wenn sich ein konkurrent aus übersee in den markt der firma einkauft bei der man angestellt wird?

      risken sind immer da und von dem her ist online poker wohl doch noch recht sicher...

      die sharktheorie ist wohl quatsch rein aus ökonomischen gründen (abnehmender grenznutzen bei mehr sharks) die ein extremsituation wie 2/4 so schwer wie 30/60 nie zulassen würden... und intelligenztechnisch auch nicht möglich ist...

      und warum sollte onlinepoker verboten werden wenn poker in den USA legal ist? ich glaube nicht das das irgendwann so schnell kommt...
    • Faust
      Faust
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2005 Beiträge: 424
      Original von SlannesH
      Dafür hat man die langfristigen Rücklagen, damit man sich in der Zeit nen Job suchen kann.
      Die Frage ist nur, ob man mit einer mehrjährigen Gamblerkarriere im Lebenslauf noch einen guten Job bekommt. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist angespannt.
    • Maddi
      Maddi
      Bronze
      Dabei seit: 20.01.2005 Beiträge: 392
      mir gings genauso. irgendwann läufts mal 3 monate gar ned, alles viel zu unsicher. behalt deine arbeit lieber
    • 3jersey3
      3jersey3
      Bronze
      Dabei seit: 11.12.2005 Beiträge: 5.387
      Original von Faust
      Original von SlannesH
      Dafür hat man die langfristigen Rücklagen, damit man sich in der Zeit nen Job suchen kann.
      Die Frage ist nur, ob man mit einer mehrjährigen Gamblerkarriere im Lebenslauf noch einen guten Job bekommt. Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist angespannt.
      Naja aber es soll doch in den nächsten Jahren oder nächsten jahrzehnten ?( wieder mehr Arbeitsstellen geben oder?
    • Faust
      Faust
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2005 Beiträge: 424
      Original von Paxinor
      die sharktheorie ist wohl quatsch rein aus ökonomischen gründen (abnehmender grenznutzen bei mehr sharks) die ein extremsituation wie 2/4 so schwer wie 30/60 nie zulassen würden... und intelligenztechnisch auch nicht möglich ist...
      Natürlich ist das möglich. Die Profitabilität wird durch das Verhältnis der beiden Marktteilnehmer, Fische und Sharks, bestimmt. Gibt es zuviele Sharks, dann setzt der selbstregulierende Mechanismus ein, dass nur die besten übrig bleiben, mit genau dieser Konsequenz: die Spiele werden schwerer und schwerer zu schlagen.
      Original von Paxinor
      und warum sollte onlinepoker verboten werden wenn poker in den USA legal ist? ich glaube nicht das das irgendwann so schnell kommt...
      Erst informieren, dann labern? Das US-Repräsentantenhaus hat bereits mit großer Mehrheit ein entsprechendes Gesetz verabschiedet.


      Original von Paxinor
      was passiert wenn sich ein konkurrent aus übersee in den markt der firma einkauft bei der man angestellt wird?
      Ich habe nie behauptet, dass eine konventionelle Karriere ohne Risiko wäre. Aber Poker ist das genauso wenig. Eine hübsche Money-Making-Machine nur zwei Mausklicks entfernt zu haben, ist keine Selbstverständlichkeit, sondern ein großer Luxus, den wir momentan genießen.
    • Paxinor
      Paxinor
      Bronze
      Dabei seit: 24.02.2006 Beiträge: 1.172
      ich weiss nicht ob das die server in malta interessiert ob die USA online pokerrooms betreibung in den USA verbietet oder nicht

      ich wage zu bezweifeln das es wirklich realistisch zu einem einbruch in onlinespielen kommt, da onlinepoker in den meisten ländern ja eigentlich schon jetzt illegal ist (auch in deutschland)

      der ansatz zu den "zu vielen sharks" ist übrigens nicht korrekt...

      der anreiz sich über poker zu informieren hängt damit zusammen das man das spiel langfristig schlagen möchte und daraus seinen persönlichen nutzen zieht...

      fische ziehen ihren nutzen aber aus dem spass den sie kurzfristig haben wenn sie gewinnen und haben nicht gross das bedürfnis sich über poker mehr zu informieren... nicht jeder denkt sich so an das spiel ran wie du...

      und wenn die anzahl der sharks steigen würde, würde der anreiz noch weiter sinken sich über poker zu informieren, da der einstieg am schwersten ist... somit existiert mehr eine natürliche sharkbarriere als eine gefahr der zu vielen sharks...
    • Faust
      Faust
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2005 Beiträge: 424
      Original von Paxinor
      ich weiss nicht ob das die server in malta interessiert ob die USA online pokerrooms betreibung in den USA verbietet oder nicht

      ich wage zu bezweifeln das es wirklich realistisch zu einem einbruch in onlinespielen kommt, da onlinepoker in den meisten ländern ja eigentlich schon jetzt illegal ist (auch in deutschland)
      Die amerikanische Regierung hat viele effektive Möglichkeiten, Onlinepoker für US-Bürger zu unterbinden. Da wäre z.B. der Verbot der Zusammenarbeit von Banken und Kreditkarteninstituten mit den Pokerseiten. Oder die Abschreckungswirkung, die eine entsprechende Strafverfolgung nach sich zöge.

      Original von Paxinor
      und wenn die anzahl der sharks steigen würde, würde der anreiz noch weiter sinken sich über poker zu informieren, da der einstieg am schwersten ist... somit existiert mehr eine natürliche sharkbarriere als eine gefahr der zu vielen sharks...
      Dieser Effekt setzt aber erst dann ein, wenn die Profitabilität im Vergleich zu heute bereits stark zurückgegangen ist.
    • icerain
      icerain
      Bronze
      Dabei seit: 26.11.2005 Beiträge: 1.023
      Oder auch Folter, wir reden hier schließlich von Amis. Immerhin kann man mit Poker sicher terroristische Anschläge finanzieren.
      *SCNR*
    • Faust
      Faust
      Bronze
      Dabei seit: 25.01.2005 Beiträge: 424
      Geldwäsche ist übrigens einer der Gründe, warum der Gesetzgeber Onlinepoker gerne verboten haben möchte.
    • noone23
      noone23
      Bronze
      Dabei seit: 06.02.2005 Beiträge: 472
      ich denke ein Verbot von poker in den USA hätte sogar Vorteile, da vor allem Sharks Probleme mit dem Gesetz kriegen dürften.