Reraisegröße warum 3fache?

    • Timechen
      Timechen
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2008 Beiträge: 4.696
      immer wieder frage ich mich, warum wir um 3fache reraisen sollen/sollten?
      ist es nicht eigl viel logischer so um 2,5face zu reraisen?

      ein bsp:


      mp1 raised 1$ (nl25)
      hero raised auf 3$ nun kann sich mp1 dazu entscheiden entweder reraise oder fold. wenn wir soviel stärke zeigen, gibt es für villain doch eigl keine marginale hand die er für 8bb callen würde. hingegen bieten wir im 6bb an, zeigen wir zwar stärke, aber vertreiben marginale hnde wie zb kq nicht. desweiteren haben wir auch dann eine schwere entscheidung wenn wir dann ein weiteres raise kassieren. jetzt ist zwar read auf villain auch gefragt, aber wir investieren 3$ in den pot und vilain raised auf 6$, dh wir müssten dann eigl aufgrund der odds und der implied 3$ callen. wir treffen jedoch nur in 35% aller fälle was am flop und wissen dann noch nichteinaml ob wir gut genug sind.

      raisen wir jetzt auf 2,5$ so wird uns die entscheidung preflop doch erleichtert, indem der pot 1. nicht so groß ist und wir auf ne bet um 6$ folden können. 2. wenn villain hier auf 5$ reraised, wir ein easy call haben augrund der massig implied odds falls wir ein monster treffen 2pair oder so und wenn nicht noch easy folden können. (es ist zwar nur 1$ unterschied, aber in der summe ist es doch schon der ein oder andere stack)

      zusammenfassend: ich finde das 3fache callen einfach zu wenig schwächere hände, sodass man dadurch doch eher value verliert.

      hoffe ich hab mich einigermaßen verständlich ausgedrückt und ihr findet eure meinung zu mein thread.

      mfg Timechen
  • 4 Antworten
    • agony1234
      agony1234
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      Dabei seit: 14.05.2006 Beiträge: 771
      du willst doch mit ner starken hand headsup kommen oder nicht? wenn du kleiner raist erhöst du damit das risiko von leuten hinter dir oder aus den blinds gecalled zu werden.
    • Timechen
      Timechen
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      Dabei seit: 06.01.2008 Beiträge: 4.696
      wie oft ist man nicht headsup nach raise+reraise? einfach zu selten, aber zu oft spielt man so, dass villain seine schlechte hand die man hu spielen könnte einfach folded, weil wir zuviel stärke zeigen
    • Faustfan
      Faustfan
      Bronze
      Dabei seit: 19.04.2005 Beiträge: 9.481
      das problem bei kleinen 3bets ist, daß man dem gegner recht gute odds auf einen call mit drawing hands gibt, insbesondere suited connectors und pocket pairs.

      wenn villian mit 55 auf 4BB raised bei 100BB stacks, dann gilt:

      - bei 3bet auf 12BB: villian muß 8BB callen und bekommt 2:1 odds, die maximalen implieds sind etwa 12:1

      - bei 3bet auf 10BB : villian muß 6BB callen und bekommt 2,5:1 odds, die maximalen implieds sind etwa 17:1


      das ist gerade bei pockets ein entscheidender unterschied. bei einer größeren 3bet kann er niemals profitabel auf setvalue callen, bei einer kleinen geht das oft noch.
      ich 3bette normalerweise auf 13-14BB, gerade wenn man OOP ist, sollte man etwas größer 3betten, um den postionsnachteil postflop auszugleichen.

      bei einer 4bet ist es nicht so wichtig, da kann man locker nur das 2,5fache raisen, da der gegner ohnehin nichts mehr auf implied odds callen kann.
    • Timechen
      Timechen
      Bronze
      Dabei seit: 06.01.2008 Beiträge: 4.696
      also muss man so hoch raisen, damit die implied nicht zu groß werden, sodass ein schlechter call entsteht falls man vorne liegt.

      die frage lag mir nur aufn herzen, weil ich in letzter zeit rellativ oft mit ak in lait gesessen und anstatt auf 3$ (nl25) nur auf 2,5$ geraised habe und hatte damit erfolg. aber ob es richtig war wollte ich halt wissen und scheint wohl nicht der fall zu sein :>