Kleine Pocketpärchen

    • Kundschafter
      Kundschafter
      Bronze
      Dabei seit: 12.08.2006 Beiträge: 9
      ich möchte mal gerne die alten hasen nach tipps fragen. ich stelle immer wieder fest, dass ich eindeutig schwierigkeiten mit kleinen pärchen habe. insbesondere 22 kommt bei mir sehr oft vor (subjektive wahrnehmung? *g*) und verunsichert mich, vor allem, wenn auf dem flop zumindest keine weitere 2 liegt. somit hab ich immer nur ein underpair in der hand, was ich meistens am flop folde. ist das überhaupt richtig so? gibt es momente, wo man weiter am ball bleiben muss und nicht unbedingt folden sollte?

      vorhin gab es wieder eine situation, wo ich gedacht: ja, hättest du mal deine 2er behalten ...

      PokerStars 0.02/0.04 Hold'em (9 handed) Hand History Converter Tool from FlopTurnRiver.com (Format: FlopTurnRiver)

      Preflop: Hero is CO with 2, 2.
      1 fold, UTG+1 calls, 2 folds, MP3 calls, Hero calls, Button calls, SB completes, BB checks.

      Flop: (6 SB) 5, A, K (6 players)
      SB checks, BB checks, UTG+1 checks, MP3 bets, Hero folds, Button folds, SB folds, BB folds, UTG+1 calls.

      Turn: (4 BB) K (2 players)
      UTG+1 checks, MP3 checks.

      River: (4 BB) K (2 players)
      UTG+1 checks, MP3 checks.

      Final Pot: 4 BB

      Results in white below:
      UTG+1 has Jh Th (three of a kind, kings).
      MP3 doesn't show.
      Outcome: UTG+1 wins 4 BB.


      -------

      richtig gespielt und einfach nur pech gehabt oder hätte ich weiter in der hand bleiben sollen? und: wie verhält man sich generell mit kleinen pärchen? gibt es ein patentrezept von dem ich noch nichts weiß? *g*
  • 16 Antworten
    • CMBurns104
      CMBurns104
      Bronze
      Dabei seit: 18.06.2006 Beiträge: 2.685
      Abslolut korrekter Fold.
    • Kundschafter
      Kundschafter
      Bronze
      Dabei seit: 12.08.2006 Beiträge: 9
      Original von CMBurns104
      Abslolut korrekter Fold.
      hm. ok. aber ärgerlich ist es trotzdem. das sind immerhin 4 bb auf meinem level. wozu called man denn überhaupt noch (bei ps kann man sowas immer callen. selbst als SB hat man nicht die chance zu raisen, weil immer mindestens einer in der hand ist, meistens mehrere)?

      was will ich eigentlich mit den 2ern erreichen? mittlerweile überlege ich ohne witz, kleinere pocketpärchen gar nicht mehr zu spielen und mir den call einfach zu sparen, weil ich die in 97% der fälle wieder folde. da brauch ich doch erst gar nicht einzusteigen? in den restlichen 3% habe ich mir mit viel glück einen drilling zusammenbasteln können, aber wenn es dumm läuft, hat dann halt schon wieder einen straight, flush, fh oder sonst was (und das ist meistens so). wieder nix.

      auf nen vierling zu hoffen, ist imho auch sehr unrealistisch. den hatte ich bislang nur einmal mit einem 4er pocketpärchen. andere geschichten aus solch kleinen pocketpärchen habe ich bislang nur selten basteln können.


      imho ist die wahrscheinlichkeit, dass man mit einem kleinen pocketpärchen (bwz. in diesem fall mit dem kleinsten) etwas erreichen kann sehr gering. mich schlägt ja im grunde alles - irgendeiner trifft auf dem flop immer etwas. oder sehe ich das falsch?
    • icerain
      icerain
      Bronze
      Dabei seit: 26.11.2005 Beiträge: 1.023
      Das Set triffst du am Flop glaub ich mit 1:8, das is mehr als 3% -.-
    • CMBurns104
      CMBurns104
      Bronze
      Dabei seit: 18.06.2006 Beiträge: 2.685
      Ich finde die kleinen Pocketpairs meistens natürlich auch recht frustrierend, gerade wenn man in Early Position callt und nach einem geraist wird und man quasi gezwungen ist, nochmal zu callen, obwohl man genau weiß, dass man meistens auf dem Flop aufgeben muss.

      Aber wenn man sein Set trifft (ca. 13% glaube ich), gibt es meistens doch einen sehr schönen Pot, wenn man nicht gerade Heads-Up ist.

      Natürlich ist es manchmal auch ärgerlich zu sehen, dass man eine Hand gewonnen hätte, wenn man drin geblieben wäre, aber das ändert doch nichts an der Tatsache, dass man niedrige Pocketpairs in Situationen wie in der Beispielhand immer folden sollte, vielleicht mit der Ausnahme, dass man Heads-up gegen einen ausgewiesenen Maniac spielt.
    • icerain
      icerain
      Bronze
      Dabei seit: 26.11.2005 Beiträge: 1.023
      Original von CMBurns104
      Aber wenn man sein Set trifft (ca. 13% glaube ich), gibt es meistens doch einen sehr schönen Pot, wenn man nicht gerade Heads-Up ist.
      Oder man wird an Turn oder River von nem Flush oder ner Str8 gekillt ;(
    • DonBlech
      DonBlech
      Bronze
      Dabei seit: 21.09.2005 Beiträge: 2.182
      Original von Kundschafter
      Original von CMBurns104
      Abslolut korrekter Fold.
      hm. ok. aber ärgerlich ist es trotzdem.
      Nicht ärgerlicher, als wenn Du 72o preflop foldest, und am Flop kommt 772. Fürs Erste empfehle ich Dir, kleine Pocketpairs am Flop zu folden, wenn Du Dein Set nicht triffst. Es ist auch nicht verkehrt, in early Position preflop zu folden und ab MiddlePosition nur zu callen, wenn mindestens einer, besser mehr schon gelimped sind - das verbessert die Pot-Odds und erhöht die Wahrscheinlichkeit, daß hinter Dir nicht geraised wird.
      Dein Ziel ist ein Set, und weil das nur in einem von acht Fällen kommt, brauchst Du gute PotOdds = viel Geld im Pot, je mehr, desto besser, denn auch Dein Set kann ja noch geschlagen werden. Sollte sich eine Straight oder Flush - Möglichkeit ergeben, mußt Du auf die Action achten und häufig auf check/call umschalten.

      Gruß,

      Don
    • AlexanderHill
      AlexanderHill
      Bronze
      Dabei seit: 26.07.2006 Beiträge: 140
      Das mit dem "in einem von acht Fällen" verstehe ich nicht. Nach meiner Rechnung sind die Chancen auf ein Set am Flop etwa:

      50 Karten, davon 2, die ich fürs Set brachen kann = 1:25.

      Nur jeder 25. Fall bringt mir ein Set, oder seh ich das falsch?
    • noone23
      noone23
      Bronze
      Dabei seit: 06.02.2005 Beiträge: 472
      Original von AlexanderHill
      Das mit dem "in einem von acht Fällen" verstehe ich nicht. Nach meiner Rechnung sind die Chancen auf ein Set am Flop etwa:

      50 Karten, davon 2, die ich fürs Set brachen kann = 1:25.

      Nur jeder 25. Fall bringt mir ein Set, oder seh ich das falsch?
      Korrekt, sofern der Flop aus nur einer Karte besteht.
    • Igor2000
      Igor2000
      Black
      Dabei seit: 09.07.2006 Beiträge: 303
      Was passieren kann, wenn man tatsächlich sein Set trifft, zeigt diese Hand: Zu aggressiv?
      Genau das ist der Grund, warum man auch kleine Pockets spielt. Man gewinnt nicht oft, wenn dann aber richtig. Ich hab übrigens bisher etwa 20% meiner Pocket 2er gewonnen, also auch ohne den Drilling zu treffen. Gerade wenn das Board paired ist und du nur gegen 1-2 Leute spielst, ist es recht unwarscheinlich, dass einer trifft, du liegst also oft noch vorne.
    • garten309
      garten309
      SuperModerator
      SuperModerator
      Dabei seit: 02.07.2006 Beiträge: 12.097
      Original von AlexanderHill
      Das mit dem "in einem von acht Fällen" verstehe ich nicht. Nach meiner Rechnung sind die Chancen auf ein Set am Flop etwa:

      50 Karten, davon 2, die ich fürs Set brachen kann = 1:25.

      Nur jeder 25. Fall bringt mir ein Set, oder seh ich das falsch?
      Der Flop besteht aus drei Karten, daher:
      das ich nicht treffe ist 48/50 * 47/49 * 46/48 = 88,2%
      das ich treffe (Set oder Quads) 100 - 88,2 = 11,8%
    • ErikNick
      ErikNick
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2006 Beiträge: 5.921
      Was passieren kann, wenn man mit nem kleinen Pärchen limpt habe ich gestern erfahren dürfen. Ich habe 55, auf dem Flop kommt 5x6, am Ende habe ich nen vollen Pott und ein Fullhouse mit 555 ... verliere gegen ein Fullhouse mit 666 - also mit deiner Einstellung hätte ich mir das erspart. Hätte mein Gegner deine Einstellung gehabt, hätte ich den Pott bekommen, allerdings wesentlich magerer.
    • DonBlech
      DonBlech
      Bronze
      Dabei seit: 21.09.2005 Beiträge: 2.182
      Original von ErikNick
      Was passieren kann, wenn man mit nem kleinen Pärchen limpt habe ich gestern erfahren dürfen. Ich habe 55, auf dem Flop kommt 5x6, am Ende habe ich nen vollen Pott und ein Fullhouse mit 555 ... verliere gegen ein Fullhouse mit 666 - also mit deiner Einstellung hätte ich mir das erspart. Hätte mein Gegner deine Einstellung gehabt, hätte ich den Pott bekommen, allerdings wesentlich magerer.
      ich weiß nicht genau, was Du damit sagen willst ...
      ich habe gestern mit JJ und einem Board von JQQ2K gegen KK einen sehr großen Pot verloren, deshalb würde ich es doch immer noch genau so spielen - es ging übrigens: call flop, cap turn, cap river. (ich war in Position)
    • AlexanderHill
      AlexanderHill
      Bronze
      Dabei seit: 26.07.2006 Beiträge: 140
      Original von garten309
      Der Flop besteht aus drei Karten, daher:
      das ich nicht treffe ist 48/50 * 47/49 * 46/48 = 88,2%
      das ich treffe (Set oder Quads) 100 - 88,2 = 11,8%
      Danke, ich hatte nur bis zum Flop gerechnet.
    • jiki
      jiki
      Bronze
      Dabei seit: 17.05.2006 Beiträge: 304
      Die 11,8% sind der Flop.
    • ErikNick
      ErikNick
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2006 Beiträge: 5.921
      @DonBlech: was ich damit sagen will ist: Selbstverständlich kleine Pocketpärchen weiterspielen!! Sorry, war vielleicht ein bisschen zu sehr in den Witz drumrum eingewickelt :-) Aber ich kann die Frage des Poster nun mal nicht so ganz ernst nehmen. Da sind ja auch immer wieder die Fragen, ob man AA nicht besser gleich folden soll, weil man ja eh ständig in ne Straight rennt ...
    • Kundschafter
      Kundschafter
      Bronze
      Dabei seit: 12.08.2006 Beiträge: 9
      Original von ErikNick
      @DonBlech: was ich damit sagen will ist: Selbstverständlich kleine Pocketpärchen weiterspielen!! Sorry, war vielleicht ein bisschen zu sehr in den Witz drumrum eingewickelt :-) Aber ich kann die Frage des Poster nun mal nicht so ganz ernst nehmen. Da sind ja auch immer wieder die Fragen, ob man AA nicht besser gleich folden soll, weil man ja eh ständig in ne Straight rennt ...
      mein beitrag war keinesfalls als witz gemeint. ich habe hier lediglich meine erfahrungen geschildert.

      dass AA auch nicht immer der knüller ist, hat sich übrigens auch schon einige male bewahrheitet. ich glaube, einige können das bestätigen ;)

      sei es drum: mir ging es einzig und alleine darum: man hält etwas in der hand, was zwar schon eine fertige hand ist, aber eben eine die enorm angreifbar ist - weil es das kleinste pärchen ist. dass ich im preflop AKo, KJs oder sonstigen "ungeraden" kombinationen überlegen bin, heißt ja nur bis zum flop etwas. spätestens da ändert sich das nämlich meistens, wenn z. b. keine 2 kommt.