SC in raised pots (FR)

    • twinpoker1
      twinpoker1
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2007 Beiträge: 78
      Hi!

      Aufgrund der Tatsache, dass ich noch nie mit SC in raised pots gespielt habe, dies aber gerade in einem Video von hasenbraten sehen konnte, würde ich gerne von euch erfahren, unter welchen Umständen ihr mit SC auf raises callt?
      Ist das erwiesener Maßen profitabel?
      Wie im Betreff zu sehen, geht es um cashgame FR...
      Um eine sinnvolle Diskussion zu führen, bitte Gegnerzahl, Position, stackgrößen, (implied) odds etc. berücksichtigen und keine pauschalen Antworten!
      Was sind für euch überhaupt spielbare SC in raised pots? --> range angeben
      Wie sieht es mathematisch aus (Vergleich zum setmining)?
      Auf was für Flops würdet ihr nach dem call betten/weiterspielen?

      Grüße
  • 7 Antworten
    • feYVGaMbLe
      feYVGaMbLe
      Bronze
      Dabei seit: 18.05.2007 Beiträge: 478
      Du sprichst von "Overcalls"

      Mit SCs und - je nach Fasson - auch SOGs (Suited One Gappers) kannst Du in raised Pots einsteigen, wenn Du
      a) genügend Implieds hast und
      b) IP sitzt - Pot Control & easy Drawplay ist dann gegeben. Zudem minimierst Du so die Gefahr durch 'n Reraise hinter Dir Dead Money zu posten.

      Wann hast Du die Implieds?
      Wenn ein Bigstack raist und 1 (eher 2) - x Bigstacks hinter ihm das callen.
      --> Gegen SSler und Midstackler sind die Implieds also meist nicht gegeben.

      Vorteil und Profitabilität von Overcalls
      Du bist quasi auf vielen Boards unreadable, da wenige auf den Mics (zumindest NL10 und NL25) in raised Pots von SCs ausgehen und eher ihr Augenmerk auf Highcards á la J/Q+ legen und eventuell nochmal 'n Gedanken an Setminer oder Flushdrawer verschwenden. Zudem sind SCs und SOGs - analog zu Pockets - Hände, dessen Equity sich am Flop stark verschieben können. Du beatest mit den Händen nicht nur überspielte TPs, Overpairs und 2Pairs, sondern auch Sets *bling bling*. Triffst Du Deine Straße oder Dein Flush wirst Du oft um Stacks spielen dürfen ;)

      Overcall-Range
      Erfahrungssache und auch gegnerabhängig - je nachdem, was die so raisen.
      Ich selbst geh' da lieber auf Nummer sicher und spiele 67s,78s,89s,TJs, JQs + SOGs dazwischen (68s,79s etc.). Bei T9s und SCs kleiner 67s kommt man ab und an in gräßliche Situationen, in denen Hände, die durchaus in der Raising/Calling-Range der Villians (Pockets, AK, AQ etc.) liegen, je nach Board 'ne höhere Straight machen. Zudem sollte man nicht vergessen, dass man beim drawen auf 'ne Nutstraight stärker discounten muss (T bis A), da oftmals einige unserer Outs von Gegnern gehalten werden (J/Q-A).

      Auf welchen Flops weiterspielen?
      Auf welchen Flops und gegen welche Spieler du Dein Draw weiterspielst, solltest Du selber nach Reads, Odds&Outs entscheiden können -> Vergiss nicht: Deine Implieds sind meist groß, da Deine Hand verschleiert ist (Deception).

      Zur Mathematik
      Muss Dir jemand anderes erklären. Ich hab' da jetzt keinen Bock drauf :o

      Irgendwas vergessen?! Scheisse erzählt? Dann verbessert mich bitte ;)
    • twinpoker1
      twinpoker1
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2007 Beiträge: 78
      Original von feYVGaMbLe
      Du sprichst von "Overcalls"

      Mit SCs und - je nach Fasson - auch SOGs (Suited One Gappers) kannst Du in raised Pots einsteigen, wenn Du
      a) genügend Implieds hast und
      b) IP sitzt - Pot Control & easy Drawplay ist dann gegeben. Zudem minimierst Du so die Gefahr durch 'n Reraise hinter Dir Dead Money zu posten.

      Wann hast Du die Implieds?
      Wenn ein Bigstack raist und 1 (eher 2) - x Bigstacks hinter ihm das callen.
      --> Gegen SSler und Midstackler sind die Implieds also meist nicht gegeben.

      Vorteil und Profitabilität von Overcalls
      Du bist quasi auf vielen Boards unreadable, da wenige auf den Mics (zumindest NL10 und NL25) in raised Pots von SCs ausgehen und eher ihr Augenmerk auf Highcards á la J/Q+ legen und eventuell nochmal 'n Gedanken an Setminer oder Flushdrawer verschwenden. Zudem sind SCs und SOGs - analog zu Pockets - Hände, dessen Equity sich am Flop stark verschieben können. Triffst Du Deine Straße oder Flush wirst Du oft um Stacks spielen dürfen ;) .

      Overcall-Range
      Erfahrungssache und auch gegnerabhängig - je nachdem, was die so raisen.
      Ich selbst geh' da lieber auf Nummer sicher und spiele 67s,78s,89s,TJs, JQs + SOGs dazwischen (68s,79s etc.). Bei T9s und SCs kleiner 67s kommt man ab und an in gräßliche Situationen, in denen Hände, die durchaus in der Raising/Calling-Range der Villians (Pockets, AK, AQ etc.) liegen, je nach Board 'ne höhere Straight machen. Zudem sollte man nicht vergessen, dass man beim drawen auf 'ne Nutstraight stärker discounten muss (T bis A), da oftmals einige unserer Outs von Gegnern gehalten werden (J/Q-A).

      Auf welchen Flops weiterspielen?
      Auf welchen Flops und gegen welche Spieler du Dein Draw weiterspielst, solltest Du selber nach Reads, Odds&Outs entscheiden können -> Vergiss nicht: Deine Implieds sind meist groß, da Deine Hand verschleiert ist (Deception).

      Zur Mathematik
      Muss Dir jemand anderes erklären. Ich hab' da jetzt keinen Bock drauf :o

      Irgendwas vergessen?! Scheisse erzählt? Dann verbessert mich bitte ;)
      Vielen Dank erstmal für deine Mühe, damit kann ich schon etwas anfangen! Mal sehen, ob es noch weitere Tipps/Meinungen gibt. =)
    • feYVGaMbLe
      feYVGaMbLe
      Bronze
      Dabei seit: 18.05.2007 Beiträge: 478
      Update zur Profitabilität

      Mit SCs / SOGs gemachte Straßen oder Flushes beatest Du nicht nur überspielte TPs, 2Pairs oder Overpairs, sondern auch Sets *bling bling* ;)
      -> Die Setminer werden eventuell also auch noch ausgenommen, falls sie ihr Set treffen und kein FH machen :o

      ... souveränes Drawplaying natürlich vorrausgesetzt!
    • feYVGaMbLe
      feYVGaMbLe
      Bronze
      Dabei seit: 18.05.2007 Beiträge: 478
      Mal gehässige Egotour: Offenbar musst Du Dich leider mit meiner Meinung begnügen ;)
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      http://de.pokerstrategy.com/strategy/weekly-no-limit/808/

      http://de.pokerstrategy.com/strategy/weekly-no-limit/877/

      Im zweiten Artikel ist Hand 1 nicht ganz richtig dargestellt, aber die Beschreibung dazu stimmt.
    • PaulPanter
      PaulPanter
      Bronze
      Dabei seit: 13.11.2007 Beiträge: 7.972
      ich finds allein schon aus deception Gründen gut SCs ab und zu zu "flatcallen", die meisten Gegner setzen dich dann halt auf Pocketpairs und spielen dementsprechend.
    • Thorsten77
      Thorsten77
      Black
      Dabei seit: 28.05.2006 Beiträge: 12.896
      Generell macht es gegen Shorties keinen Sinn, da Du eine Hand hast mit der Du um implieds spielen willst. SCs unterscheiden sich in der Stärke v.a. je nachdem wieviele Straights Du machen kannst. Entsprechend ist alles unter 54s nicht so toll. Ein Unterscheid zum Set-Mining ist, dass Du seltener am Flop die quasi-Nuts hast - viel häufiger hast Du einen Draw mit 8 oder 9 Outs. Entsprechend kann man nicht einfach immer wie beim Set broke gehen. Zum Flop: wenn wir einen starken Draw hitten wollen wir natürlich auch weiterspielen, ansonsten lohnt sich der Preflop call nicht. Wenn der Gegner aber das Board verfehlt hat würde ich oft auch floaten/bluffraisen.