Ich bin seit dem Auscashen nur noch am stagnieren

    • DiscoStu85
      DiscoStu85
      Bronze
      Dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 4.144
      Nachdem ich nun schon über 1 Jahr Onlinepoker spiele, merke ich doch was die wichtigste Eigenschaft einen konstanten Winningplayers ist. Es ist die Psychische Permanenz.
      Um seine seine Karten richtig zu spielen, und die Gegnerstats mit einzubezienen bedarf es zwar einiger Grundkenntnisse, aber die kann sich ja jeder mit etwas Übung aneignen.

      Wenn ich meine eigene Entwicklung beobachte, dann bemerkte ich eine rasante Seteigerung meiner Skills am Anfang, weil ich einfach noch ein total unbeschriebenes Blatt war. Als ich dann Nl 25 geschlagen hab, dachte ich schon ich bin der Held schlechthin und habe mich kaum noch mit theorie beschäftigt. Das führte dazu dass ich zwar schnell eine ganz gute BR von ca 2k aufgebaut habe, aber durch zu vieles Spielen und durch zu weniges Lesen ist mein SKill stagniert. Aber da ich konstant NL 25 geschlagen habe und dachte ich bin ja richtig gut, und habe dann mit 2k$ irgendwann um noch höhere Beträge zu gewinnen auf Nl 100 gewechselt.
      Dort lief es am Anfang sehr gut, und ich habe noch Gewinn gemacht.
      Als es aber einmal in einer Session einen Bösen Bad Beat gab, ging ich so auf Tilt und habe noch 2 stacks hinterher geworfen, und dann war ich so sauer und habe alles ausgecasht (ca 1,6k$) und 4 Monate Pause gemacht und mich wieder mit Theorie befasst.

      Als ich dann 4 Monate später wieder anfing hat sich mein SKill deutlich verbessert und ich fing wieder an auf Nl 20 auf Titanpoker mit 300$ eingecashten $ um zuerst auch nur den Bonus zu clearen.
      Hier lief es abermals sehr gut, und konnte durch exzessives Spielen, und die regelmßigen Bonuszahlungen wuchs meine Bankroll schnell und nichtmal 1 Monat später befand ich mich wieder mit einer Bankroll von knapp 1,5k auf Nl 100. (NL 50 habe ich wieder übersürungen). Dort wollte ich dann erstmal bleiben bis ich eine solide Bankroll hatte und mein Spiel nebenbei verbessern konnte. Dies lief auch sehr gut, weil ich aufgund von Semesterferien sehr viel Zeit dazu hatte. Als das Semester allerdings wieder losging, wollte ich weiterhin so viel spielen um meinen Diamant Status auf Titan zu halten, dadurch ging so viel Zeit in die Binsen, dass ich de facto keine Zeit mehr hatte um sie in meine Ausbildung zu investieren.

      Das war scheinbar am Anfang auch nicht nötig, denn cih spielte ca 80k Hände auf Nl 100 und machte dort einen Gewinn von etwa 5k$. Nach Dieser Zeit gewöhnte ich mich wieder an die Beträge und ging etwas lockerer mit dem Geld um und spielte Loser. Nicht mehr 18/13 wie früher sondern auf einmal 23/20 da das laut Ps.de die optimalen Stats waren für SH und ich auch durch ein paar Strategieartikel, und Bücher der Meinug war das es profitabler ist, am Bu loser zu spielen, und häufiger prelop zu 3betten, Position auszunutzen , sein Spiel mit Blufs zu balancen etc.
      Mit dieser Einstellung wechselte ich auf NL 200, dort spielte ich etwa 20k Hände und machte über einen Zeitraum verteilt auch sehr guten Gewinn von nochmal ca 2-3k. In dieser Zeit war es auch wo ich in einem MTT gecasht habe und dort nochmal über 20k$ abgeräumt hab. (September letzten Jahres) So ein Erfolg hat sich im Nachhinein aber sehr schlecht auf meine Psyche ausgewirkt. Ich dachte ich bin eh der Pokergott und kann es mir leisten mit crap preflop rumzumoven weil ich ja ach so geile Postflop Skillz habe.

      Auf einmal waren 200$ für mich kein Geld mehr und ich Splashte in wilden und unsinnigen moves mein Geld an den TIschen rum. Durch diesen hyperaggressiven Maniac Stil (oft stats von 30/28) fuhr ich zu beginn meiner Sessions sehr häufig, bestimmt in 90% aller Fällte stetig gewinne ein, ich gewann zwar die Mehrzahl der Pötte in die ich involviert war, aber mein Hauptproblem war, dass ich wenn ich gefallen an diesem Stil gefunden hatte nicht mehr in der Lage war auf das Gegenspiel meiner Villains zu adapten. Sie starteten mich light zu 3betten, light zu 4betten, Flops zu pushen etc. Ich weiß das die perfekte Adaption dazu gewesen wäre wieder tighter zu raisen, da sie mir nichts mehr glauben. ABer genau das konnte ich nicht, obwohl ich weiß was theoretisch richtig war, konnte ich es Praktisch nicht an den Tischen umsetzen und so kam es dass ich sehr viele Sessions die Anfänglich Winningsessions waren, am Ende dann doch wieder von mir als Break even oder sogar Losingsessions beendet wurden.

      Das Problem habe ich aber auch erkannt, und wurde wieder tighter, atm spiele ich so 20/18. Doch zu allem Unglück packte mich mitten in meinem Stilwechsel noch ein Downswing, der mich zum titlen brachte und ich viele Stacks schlichtweg vertiltete. Und der Tilt war nicht nur eine Phase, das ging teilweise wochenlang.
      Um mich selber zu schützen beschloss ich also meine Bankroll fast komplett auszucashen und wieder ein Limit abzusteigen und nur noch mit 20 Stacks Nl 100 zu spielen.

      Doch seit dieser Entscheidung geht einfach nichts mehr bei mir. Ich sehe ständig die große 5 digit Bankroll in meiner Account Balance vor Augen, und sehe dass ich dann Aktuell eben nur noch 4-5k drauf habe. Und versuche wieder ständig durch moves,loses Play, und sogar Casino Gambling möglichst schnell auf meinen alten Bankrollstand von 24k zu kommen. Doch das scheitert nun schon den 6ten Monat in Folge.
      Im November Dezember war ich wirklich auf Tilt, und kann im nachhinein froh sein, dass ich nicht broke gegangen bin, das lag nicht zuletzt auch daran, dass ich knapp 1k Boni von Titan bekommen hab, und dazu noch 1k$ im Casino beim Roulette gewonnen habe.
      Als Reaktion darauf habe ich mein Spielvolumen drastisch reduziert. (zum Verlgeich: im September 07 hatte ich 55k Hände gespielt), im November und Dezember 07 zusammen gerade mal 15k.
      Im Januar startete ich erneut durch, ohne Tilt und spielte wirklich gutes Poker, doch es erwischte mich ein Megadownswing, der auch im Februar noch weiterging, insgesamt beendete ich die beiden Monate mit 300$ Gewinn, obwohl ich laut PokerEV 3300$ Gewinn hätte machen müssen, ( Equity adjusted) Das brachte mich zuerst garnicht so on Tilt und ich ging locker in den März. Da Spielte ich recht ordentlich und fur auch satte gewinne ein und meine Bankroll wuchs schnell wieder über die 4k grenze. Nachdem es wieder 1 woche lang gut ging, wurde ich wieder überheblich und fing mit losem Play an, ich spielte gut, und dann kam wider eine Session wo ich von 10 All ins wirklich keines als Favorite gewonnen habe, das brachte mich wieder so on tilt dass ich wieder 2 stacks hinterher schoss und dann schließlich wieder mit dem Spielen bis zum Ende des Monats aufhörte. ( Meinen VIP Status hatte ich ja Zum Glück gehalten. Im April nun, hatte ich ehrlich gesagt 0 Bock auf Poker, wollte aber dennoch spielen um wenigstens meinen VIP status zu halten.
      Ich zwang mich jeden Tag 2 h zu spielen bis ich meinen Status erreicht hab, das ging die erste Zeit auch gut, doch dann fing es wieder an, Eine Session lang folgte ein beat den nächsten, und auf 1,2k Hände gewonn ich glaube ich keinen einzigen größeren Pott, das brachte mich enorm on tilt, und 10 Minuten lang, 3bettete ich any two against any Villlain am Bu, Pushte any 3bet, und c/riste ALL in jeden 2ten rr pot, dann so kam es innerhalb weniger minuten auf 6 Tischen gleichzeitig zu 7-8 ALl ins die ich auch allesamt verlor, ich war einmal sogar glaub ich favorit, und hatte sonst auch Coinflops, bzw 60/40 und 70/30 chanchen, und war nur 2mal richtig crushed, gegen FLopped Fullouse in rr pot. nice. jedenfalls hab ich auch nicht ein einziges mal aussucken können, und damit gingen 17 Stacks einfach so dahin in einer einzigen Session.

      Das hats mir wieder mal gegeben und ich habe seitdem nicht mehr gepokert, ist jetzt bestimmt ne woche her. Ich hab meine Bankroll auf mein Schweizer Konto ausgecasht und habe nichts nenneswertes mehr online, vllt noch 300$ oder so verteilt auf ein paar anbieter.


      Bin im moment ernsthaft a überlegen meine Pokerkarriere endgültig an den Nagel zu hängen, weil ich viellecht einfach nicht dazu geeignet bin dauerhaft zu pokern, weil mir die nicht der Skill, sondern die Psychische Stäkre fehlt.

      1. Micros kann ich nicht ernsthaft spielen, weil mir das zu billig ist, ich hab jetzt eine offline Bankroll genau 20k€ , Online quasi nichts mehr. da überlege ich nicht lange ob ich hier eine 1$ Contibet ansetzen soll oder nicht, weils mich nicht interessiert und die gegner auch zu schlecht sind.

      2. auf Nl 100 stagniere ich nun schon seit 6 monaten und wer weiß wie lange das weitergehen wird, wenn ich nicht aufhöre, und das liegt nicht an mangelndem Skill, denn vorher hab ich NL 100 auf 80k hände deutlich geschlagen, und bin nun einzig und ALleine durch TIlt auf 160k Hände wieder almost Break even.
      Der Tilt entsteht dadurch das ich meine momentane Onlinebankroll gesehen hab (waren immer so 2-4k) und mir das immer zu wenig war und ich erstmal wieder auf meinen Höchstand von >20k$ kommen wollte, bevor ich wieder "ernsthaft" poker und weiter ein BR building betreiben kann.

      3. Im Moment habe ich vor meine Winnings vor dem TIlt zu saven und einfach aufzuhören, falls ich das wirklich tue, wollte ich mich schonmal bei Ps.de bedanken für die knapp 20k€
  • 16 Antworten
    • Tiltberger
      Tiltberger
      Bronze
      Dabei seit: 23.06.2005 Beiträge: 28.156
      zuerst mal führe dir vor augen dass du scho 20k€ mit pokern gemacht hast... das ist mehr als 95% der hier registrierten mitglieder schaffen würd ich sagen.

      Es liegt bei dir wohl nicht am spiel sondern an den Emotionen. Nimm alles auf einen anbieter und bau dir deine br erneut auf, die offline br investierst du!

      Ich würde mir die emtionsserie von ps.de anschauen, die könnte dir wirklich behilflich sein.

      achja bitte luckgraph von 3300$ unter ev... das nehm ich dir nicht ab sry ;)

      Sonst wünsch ich dir viel glück um dein tiltproblem in den griff zu bekommen!
    • JustgAMblin
      JustgAMblin
      Bronze
      Dabei seit: 09.01.2007 Beiträge: 11.439
      ich an deiner stelle würde dir mal professionelle hilfe im RL holen um deine psychischen "probleme" beim pokern zu analysieren und wenn möglich daran zu arbeiten, damit du dann bald wieder pokern kannst!
      und wenn du deine probleme mit dem tilten nicht in den griff bekommen solltest bist du einfach nicht fürs pokern geschaffen! das ist dann nun mal die realität!
      so wie sich das anhört besteht bei dir die möglichkeit in kurzer zeit sehr viel geld beim pokern durch tilt zu verlieren! also würde ich erst an deinen psychischen leaks arbeiten bevor du wieder mit pokern anfängst!

      Viel Glück dir weiterhin! egal was dir die zukunft bringt!
      =)
      LG
    • HammerJOE
      HammerJOE
      Bronze
      Dabei seit: 08.01.2007 Beiträge: 2.289
      *
    • kingf2sher
      kingf2sher
      Bronze
      Dabei seit: 25.02.2007 Beiträge: 3.893
      Ich würde an deiner Stelle einfach den Anbieter wechseln. Auch wenn sich Objektiv kaum etwas ändern mag, ist es zumindest gefühlsmäßig eine art Neuanfang. Warum nicht mit 1k auf NL50 einen Neustart wagen? Von den Stakes kein zu hoher Sprung und dürfte wohl ziemlich easy zu beaten sein. Ich kenne deine Spielweise zwar nicht, aber kann aus Erfahrung sprechen, wenn ich sage, dass man(ich) durch einen anhaltetnten Upswing oder zumindest ohne "negative" Varianz ofteinmal aufhört sein Spiel weiter zu verbessern. Wie bei allem im Leben lernt man eben doch nicht aus. Ich bin auch eine weile 20Stacks unter AIEquity gerunnt und habe die gsammte Schuld des schlechten Abschneidens somit von mir genommen und mein Schicksal einer höheren Macht in die Schuhe geschoben. Natürlich war die Varianz auch schuld, trotzdem hatte ich nach einer Zeit BreakEvenPhase etliche Leaks eingesammelt aus reiner Selbstüberschätzung. Ich würde wie bereits gesagt einfach auf einer neuen Platform und weiterem Content(für Confidence) nen Neustart versuchen. Ich kann mir eh nicht vorstellen, dass du Pokern so einfach aufgeben wirst ;)
    • Amoroso5
      Amoroso5
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2006 Beiträge: 251
      ich hoffe du kommst irgendwann zurück. Du hast das zeug für mehr
    • Quattro
      Quattro
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2006 Beiträge: 50
      ----------dadurch ging so viel Zeit in die Binsen, dass ich de facto keine Zeit mehr hatte um sie in meine Ausbildung zu investieren. -----

      Wenn Pokern so weit geht das man seine zukunft aufs spiel setzt dann ist es Sucht und an der Zeit aufzuhören, solange man kann.

      Eine Ausbildung ist eine Garantierte Bankroll fürs leben.

      Setze andere sachen in deinem Leben an erster Stelle.
      Pokern sollte weit hinten stehen, und jeder Downswing wird dann auch nicht zu einer emotionalen zerreisprobe für dich.

      Setze einfach Prioritäten.

      Wünsche dir Viel Glück.
    • ikeapwned
      ikeapwned
      Bronze
      Dabei seit: 15.01.2007 Beiträge: 1.605
      was hast du für einen ausgleich neben Pokern? Unternimmst du viel mit freunden? Machst du viel Sport?
      Ärgerst du dich bei einer loosing Session eher um das Geld oder um die investierte Zeit?
      Du willst wohl öfters mal mit dem kopf durch die wand.
    • Scipio
      Scipio
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2005 Beiträge: 1.410
      Ich würde mir ein paar Regeln überlegen, sie aufschreiben und anschließend einhalten.

      Zum Aufhören :

      Einfach das, was du durch Pokern bekommst ( Dollar, Selbstverwirklichung, Spaß, etc.) und das, was du investierst ( Zeit, Laune, Glücklichkeit?,etc.) verschriftlichen und anschließend überlegen, was einem wichtiger ist. Wozu tendierst du intuitiv mehr?

      EV Graphen gehören meiner Meinung nach nicht in nen Eintrag in der Sorgenhotline. Hat man Pech, muss man nur warten, bis man keins mehr hat - einfache Mathematik. Zweifel an sich selbst oder seinem Spiel zu bereinigen, kann da einiges schwieriger werden. Und Pech entlastet dein Problem nur, sodass man es weniger ernst nehmen sollte, kann und wird. Das ist nur eine zusätzliche Komponente, die deine Sicht trübt. Wenn du jedoch wirklich ein starker Spieler werden willst, solltest du vielleicht Schwächen größer Schreiben als sie sind, aus jeder Maus nen Elefanten machen und wo es nur geht, die eigene Schuld und Verantwortung suchen.

      Btw.: Roulette ist minus EV...
    • NattyDread
      NattyDread
      Bronze
      Dabei seit: 10.06.2006 Beiträge: 6.656
      Original von Quattro
      ----------dadurch ging so viel Zeit in die Binsen, dass ich de facto keine Zeit mehr hatte um sie in meine Ausbildung zu investieren. -----

      Wenn Pokern so weit geht das man seine zukunft aufs spiel setzt dann ist es Sucht und an der Zeit aufzuhören, solange man kann.

      Eine Ausbildung ist eine Garantierte Bankroll fürs leben.

      Setze andere sachen in deinem Leben an erster Stelle.
      Pokern sollte weit hinten stehen, und jeder Downswing wird dann auch nicht zu einer emotionalen zerreisprobe für dich.

      Setze einfach Prioritäten.

      Wünsche dir Viel Glück.
      Kann ich zu 100% unterschreiben... Ausbildung, Freunde und Hobbys sollten immer Nummer eins bleiben.
    • Merlinius
      Merlinius
      Platin
      Dabei seit: 30.06.2006 Beiträge: 3.519
      ich begnüge mich mal mit einer sehr kurzen antwort, auch wenn man sicher noch viel mehr schreiben könnte:

      das klingt für mich stark danach, dass du mehr privaten ausgleich brauchst. sei es sport, oder die motivation etwas für die uni/ausbildung etc. zu tun. such dir ziele, und wenn du weiterhin pokern willst, dann sieh es als sportlichen wettkampf an und nicht als mittel zum geldverdienen. dann hast du auch kein problem damit, ob du NL400 oder NL50 spielst. vom sportlichen ehrgeiz getrieben zu sein, gutes poker zu spielen, spornt wesentlich mehr an, als nur auf die beträge zu schauen.
    • michimanni
      michimanni
      Bronze
      Dabei seit: 02.08.2006 Beiträge: 65.192
      Original von Quattro
      ----------dadurch ging so viel Zeit in die Binsen, dass ich de facto keine Zeit mehr hatte um sie in meine Ausbildung zu investieren. -----

      Wenn Pokern so weit geht das man seine zukunft aufs spiel setzt dann ist es Sucht und an der Zeit aufzuhören, solange man kann.

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      Setze einfach Prioritäten.
      Absolut richtig. Solange Du Poker nicht professionell betreibst/betreiben willst oder kannst, sollte Poker für Dich nicht Priorität haben. Offensichtlich kannst Du loslassen, ansonsten würdest Du Dich nicht mit dem Gedanken beschäftigen, ganz mit Poker aufzuhören. Warum stellst Du Poker also nicht einfach ein wenig zurück? Es gibt andere (und wichtigere) Dinge im Leben als Poker.

      Original von DiscoStu85
      Bin im moment ernsthaft a überlegen meine Pokerkarriere endgültig an den Nagel zu hängen, weil ich viellecht einfach nicht dazu geeignet bin dauerhaft zu pokern, weil mir die nicht der Skill, sondern die Psychische Stäkre fehlt.

      1. Micros kann ich nicht ernsthaft spielen, weil mir das zu billig ist, ich hab jetzt eine offline Bankroll genau 20k€ , Online quasi nichts mehr. da überlege ich nicht lange ob ich hier eine 1$ Contibet ansetzen soll oder nicht, weils mich nicht interessiert und die gegner auch zu schlecht sind.

      2. auf Nl 100 stagniere ich nun schon seit 6 monaten und wer weiß wie lange das weitergehen wird, wenn ich nicht aufhöre, und das liegt nicht an mangelndem Skill, denn vorher hab ich NL 100 auf 80k hände deutlich geschlagen, und bin nun einzig und ALleine durch TIlt auf 160k Hände wieder almost Break even.
      Der Tilt entsteht dadurch das ich meine momentane Onlinebankroll gesehen hab (waren immer so 2-4k) und mir das immer zu wenig war und ich erstmal wieder auf meinen Höchstand von >20k$ kommen wollte, bevor ich wieder "ernsthaft" poker und weiter ein BR building betreiben kann.

      3. Im Moment habe ich vor meine Winnings vor dem TIlt zu saven und einfach aufzuhören, falls ich das wirklich tue, wollte ich mich schonmal bei Ps.de bedanken für die knapp 20k€
      1. Auch wenn der Nervenkitzel auf den Micros nicht da sein mag: Du machst doch schon hier einen Denkfehler. Du spielst ergebnisorientiert und denkst nicht in BB. Das ist pokerstrategisch gesehen eine Katastrophe.

      2. Wenn Du Dein Problem so konkret eindämmen kannst, ist das doch eigentlich schon die halbe Miete: Du weißt haargenau, woran es liegt! Also ändere das! Es ist doch geradezu haarsträubend, wenn jemand mit Skill nicht weitermacht, weil er genau ein Problem hat, mit dem er aktuell nicht fertig wird. Allein schon bei PS.de gibt es gute Möglichkeiten, mit diesem Problem fertig zu werden. Gib nicht auf, hm?

      3. Solltest Du Dich doch anders entscheiden, schließe ich mich an und wünsche Dir natürlich dennoch viel Erfolg.
    • fwerner
      fwerner
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2007 Beiträge: 697
      1. Lass dir von jemandem, der fast seine gesamten Pokerwinnings in überflüssigen Casinotilts verzockt hat, sagen, BJ, ROULETTE UND CO SIND ABSOLUTE DON'Ts für rationale, an Erwartungswert orientierte "Spieler" - was den idealen Pokerspieler grob beschreiben sollte. Lass die anderen gambeln..

      Ich hätte für meine Verhältnisse von dem erspielten Geld passabel leben können - jetzt stehe ich wieder am Anfang und vor einer ähnlichen Entscheidung, wie du.

      2. Dir fehlt ein Ausgleich, vermute ich einfach mal anhand dessen, dass du doch recht viel Zeit für Poker aufgebracht hast und aufbringen kannst. Pause ist gut. Nimm dir Zeit für Familie, Freunde, vielleicht einen kleinen Urlaub. Mach Sport, auch wenn du vielleicht ein Sportmuffel sein solltest - du wirst dich besser fühlen.

      3. Fang um Himmels Willen nochmal klein an, aber nicht zu klein. Nimm jedes Limit ernst, das du spielst.

      Wer nicht um Cents spielen kann, kann auch nicht mit Stacks in Höhe von anderer Leute Monatseinkommen spielen.

      4. Für den Fall, dass du das Tiltproblem nicht lösen kannst: Leg z.B. 3/4 deiner Winnings so an, dass du kurzfristig nicht so einfach an das Geld rankommst.

      Schnelle Verfügbarkeit von Geld ist oft der Motor für unüberlegte Moves, nach dem Motto "ich habe ja noch genug".
    • zeegro
      zeegro
      Black
      Dabei seit: 28.10.2006 Beiträge: 7.980
      unrecht hast du auf garkeinen Fall, aber ich denke du wirst auch zurück kommen:) wer ein Hobby hat mit dem er bereits 20k gemacht hat, wird soschnell nicht davon loszukriegen sein, jedenfalls nicht auf Langzeit:)
    • cytron
      cytron
      Bronze
      Dabei seit: 26.01.2006 Beiträge: 294
      Original von Quattro
      ----------dadurch ging so viel Zeit in die Binsen, dass ich de facto keine Zeit mehr hatte um sie in meine Ausbildung zu investieren. -----

      Wenn Pokern so weit geht das man seine zukunft aufs spiel setzt dann ist es Sucht und an der Zeit aufzuhören, solange man kann.

      Eine Ausbildung ist eine Garantierte Bankroll fürs leben.

      Setze andere sachen in deinem Leben an erster Stelle.
      Pokern sollte weit hinten stehen, und jeder Downswing wird dann auch nicht zu einer emotionalen zerreisprobe für dich.

      Setze einfach Prioritäten.

      Wünsche dir Viel Glück.

      So ich wie ich das verstanden habe spricht er hier von Zeit für seine Poker-Ausbildung (Artikel etc) und nicht von der Uni... ;)
    • DiscoStu85
      DiscoStu85
      Bronze
      Dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 4.144
      jo cytron hat recht, in den Satz habe ich nur meine Pokerausbildung gemeint, und nicht mein Studium. Sry das war etwas mißverständlich, dass lag bestimmt daran, dass der Post vieeel länger als geplant wurde.
      hab. Ich hab meine Freundin, mein Studium, meine Freunde und Hobbies nie dem poker vorgezogen, das wäre auch sehr bedenklich gewesen. Aber natürlich kam es trotzdem zu mittelbaren Auswirkungen des Pokerns auf mein Privatleben.
      Ich hab z.B meinen Studentenjob für 11€/h gekündigt, unter anderem weil ich mir ausgerechnet habe, dass es lukrativer sei in der Zeit zu pokern. Andererseits hat es meine Freundin natürlich auch indirekt mitbekommen, wenn ich abend schlecht gelaunt war weil ich was verloren hatte.

      @privaten Ausgleich
      Da kann durchaus was dran sein, ich hab mir schon vor längerer Zeit überlegt nur noch nach gewissen Regeln zu spielen:
      Wer mich einmal in meiner Wohnung besucht der wird an meiner Wand einen Zettel finden wo in fetten Lettern draufsteht:
      "Rückkehr zur Diziplin"
      " Tiltmanagement! "
      " Zeitmanagement! "
      Aber dennoch hatte ich oft dass Problem, dass ich feste mir selbst gesetzte Spielzeiten nicht einghalten habe wenn ich
      a) einen Megafish am Tisch hatte ( den wollte ich immer noch "grad so mitnehmen"
      b) ich noch verluste ausgleichen wollte.

      Aber das ist auch nur eine andere Facette des gleichen Problems. Nämlich der Tatsache dass ich weiß, oder zumindest glaube zu wissen was in der jeweiligen Situation longterm das richtige play wäre. Aber ich halte mich einfach nicht dran: "ich sage zu mir selbst, du bist on TIlt hör auf" Aber kurz bevor ich das dann auch mache klicke ich einfach doch auf "Raise" und denke mir ok ich bin zwar 33% Underdog aber ich suck ja schon aus weil ich die letzten beiden all ins als 80% bzw 70% Fav auch verloren hab"
      Natürlich weiß ich, jetzt da ich gelassen und analytisch objektiv bin, dass das mathematischer Unsinn ist, und ich ärgere mich im Nachhinein auch immer darüber, aber am Tisch kommts eben wieder vor.

      @Casino
      natürlich ist Casino -EV.
      aber wenn ich aus Tilt wissentlich 100BB ohne FE gegen eine Range pushe gegen die ich nur 20-30% Equity habe, nur um den penner auch mal auszusucken stehe ich deutlich schlechter da, als es mit ner 49% Wahrscheinlichkeit auf Rot zu setzen.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Klingt alles für mich einfach so, dass du Poker wegen der Kohle spielst und nicht weil es dir besonders viel Bock macht. Du hast dein Gehirn drauf programmiert, dass dein Spiel automatisch Erfolge bringt. Da beim Poker aber richtige Entscheidungen nicht automatisch zum Erfolg kurzfristig führen und sich dies nicht immer wieder deutlich macht, führt das in Kombination mit der Erfolgserwartung zwangsläufig bei vielen zu Tilt, wenn sie ausgesucked werden. Werd dir am besten mal drüber klar wieso du Poker spielst, wieviel Spaß dir das ganze bringt und ob du damit wirklich glücklich bist. (und auch mal den Geldaspekt ausblenden)