Dreibetten mit kleinen Assen

    • megabjoernie
      megabjoernie
      Bronze
      Dabei seit: 04.08.2006 Beiträge: 4.323
      Mich würde mal interessieren, wie ihr in der SB mit kleinen Assen auf einen Stealraise aus Late Position umgeht. Der Chart sagt ja, dass man A4o schon A2s schon dreibetten kann. Da gibt es nur ein Problem: Die Playability. Wenn der BB oft coldcallt, der Raiser aggro/unreasonable spielt und/oder einen hohen WTS hat ( was bedeutet, dass er wahrscheinlich Asse runtercallt ) oder auch seine Raisingrange relativ tight ist, dann kann es mit der Profitablität dieser Spielweise nicht weit her sein. Ich meine, dass bei mir manchmal eine Menge Geld durchgeht, wenn kleine Asse dreibette und dann OOP spielen muss.

      Deshalb meine Frage: Wie müssen für euch die Stats und Reads der Gegner aussehen, damit ihr kleine Asse nach Chart dreibettet?
  • 9 Antworten
    • Crovax
      Crovax
      Black
      Dabei seit: 10.09.2006 Beiträge: 11.460
      Naja du solltest Dir bewusst machen wieso du kleine Aces 3bettest.
      Die liegt nicht daran dass die Equity so berauschend ist oder die Hand gut spielbar ist, sondern daran, dass du durch die 3 Bet Fold Equity erzeugst und durch das A auch in der lage bist deutlich stärkere Hände quasi auszusucken.

      um diese Hand profitabel zu spielen willst du zu einem weake und straight-forward spielende Gegner haben.
      Heißt wenn sie nix treffen sollen sie folden und nicht chasen... wenn sie vorne liegen sollten sie raisen und Dir einen relativ einfachen fold ermöglichen.

      Gegner die du nicht haben willst sind (semi)LAGs die showdown bound sind. Gegen die mag A high vielleicht oft gut sein aber du kannst der Action unter umständen schwer standhalten wenn sie viel semibluffen (ich bin selber ein gutes Beispiel dafür *g*) und sie werden Dich vielleicht mit 22 und ähnlichen downcallen und damit sogar noch eine profitable Line gegen miniaces spielen.

      Ich persönlich spiele A high lieber gegen solige TAGs ... wenn ich dann das A treffe, weiss ich, dass ich oft dominiert bin und spiele WA/WB und gewinne max bzw verliere min, wenn ich das A nicht treffe kann ich oft genug den pot UI gewinnen, weil sie in der Lage sind zu folden.

      Meine persönliche Meinung auch wenn rein mathematisch natürlich das spielen von Ax gegen Lags profitabler sein dürfte als gegen Tags
    • DonThomaso
      DonThomaso
      Bronze
      Dabei seit: 24.01.2007 Beiträge: 455
      Sehe ich ganz ähnlich.
      Kommt also mal Easy drauf an was für eine Range der OP-Raiser hat und wie er PostFlop spielt.
      Wenn Du aber in der Situation bist, das BB noch callen wird, wie Du sagst, und er dann warscheinlich auch noch Showdownbound ist, würde ich mir die 3'bet wohl knicken
    • LudwigB
      LudwigB
      Silber
      Dabei seit: 30.10.2007 Beiträge: 525
      Ich hab mir angewöhnt, und man möge mich darauf hinweisen ob das ein Leak ist, offsuited Baby-Aces aus dem SB gegen Steal erheblich tighter zu 3 betten. Heißt, je nach Gegner PFR Range schmeiße ich viele dieser Hände direkt, bisweilen 3bette ich erst ab A8-A9o. Wenn ich mit diesen Händen hitte gibts selten Payoff und wenn ich dominiert bin, was sehr oft vorkommt, bezahle ich das Maximum um das am River rauszufinden.

      First in sieht das schon wieder völlig anders aus natürlich.
    • Crovax
      Crovax
      Black
      Dabei seit: 10.09.2006 Beiträge: 11.460
      Original von LudwigB
      Ich hab mir angewöhnt, und man möge mich darauf hinweisen ob das ein Leak ist, offsuited Baby-Aces aus dem SB gegen Steal erheblich tighter zu 3 betten. Heißt, je nach Gegner PFR Range schmeiße ich viele dieser Hände direkt, bisweilen 3bette ich erst ab A8-A9o. Wenn ich mit diesen Händen hitte gibts selten Payoff und wenn ich dominiert bin, was sehr oft vorkommt, bezahle ich das Maximum um das am River rauszufinden.

      First in sieht das schon wieder völlig anders aus natürlich.
      Kann ich auch nachvollziehen... ich halte auch nicht soviel vom Minace 3bet... vor allem was dieses tolle Silber-SH-ORC-vs-ORC-Chart angeht...
      Das ist ziemlicher Bullshit imo (sry nicht hauen)
      Fakt ist man kann wegen dem Blind-Overlay auch im Schnitt etwas schlechtere Hände als der Gegner spielen... aber ob man trotzdem die jeweils schlechteste Hand die der Gegner halten könnte als eigenen Standart erhebt um gegen ihn anzutreten finde ich sehr zweifelhaft. Denn in vermutlich 80% der Fälle hat der Gegner einfach nicht das untere Ende und man liegt meisstens hinten.
      Da neige ich lieber dazu mit 98s oder ähnlichen zu 3 betten als mit A2... für die FE spielt die Handstärke keine Rolle und SD Value ist zwar vorhanden aber wirklich selten kommt es zum SD so dass MiniAhigh hällt... da muss man schon das Glück haben, dass der Gegner einen Draw trifft der nicht ankommt und sich dann auch nicht traut den River oder einer anderen Street zu (Semi-)bluffen. Und dann die domination... in BU/CO Range sind 12 stärkere Ahigh Hände... aber deutlich weniger Hände die eine 8 oder 9 enthalten.
      Somit komme ich im Schnitt auch auf eine weite 3bet-Range, ie man ja durchaus haben darf und habe trotzdem akzeptable Playability.
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Ich denke auch man kann da etwas tighter werden. Aber auch nicht zu tight, weil die EQ nunmal nicht schlecht ist. Mit A2s haben wir gegen 35% Range schon locker 48% EQ und es gibt einige Gegner die looser stealen. Wenn man eher tighte Stealer hat, sollte man sich natürlich drauf einstellen.

      Gegen sehr aggro Stealer, die postflop viel bluffen und semibluffen ist es auch ganz sinnvoll etwas tighter zu werden, weil man manchmal die beste Hand folden muss. Man kann manchmal einfach nichts dagegen machen, wenn das Board ugly kommt und der Gegner semiblufft.

      Wenn der BB loose ist, sollte man besonders mit den Axo Händen tighter werden, weil die in einem multiway Pot oop ganz schlecht performen.

      Das Playbility Argument ist immer so eine Sache. Nach der Preflop 3bet hab ich oftmals eine Autobet auf Flop und Turn, so dass die Playability nicht so wichtig ist. Initiative negiert Playbility. Hängt aber auch wieder ein bisschen davon ab, ob der Gegner schnell aufgibt oder loose auf Flop und Turn callt. Gegen postflop loose Spieler möchte man nämlich sehr gern Showdown Value und da sind die Ax Hände schon nicht schlecht.
    • NoSekiller
      NoSekiller
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2006 Beiträge: 7.727
      Original von Crovax
      Original von LudwigB
      Ich hab mir angewöhnt, und man möge mich darauf hinweisen ob das ein Leak ist, offsuited Baby-Aces aus dem SB gegen Steal erheblich tighter zu 3 betten. Heißt, je nach Gegner PFR Range schmeiße ich viele dieser Hände direkt, bisweilen 3bette ich erst ab A8-A9o. Wenn ich mit diesen Händen hitte gibts selten Payoff und wenn ich dominiert bin, was sehr oft vorkommt, bezahle ich das Maximum um das am River rauszufinden.

      First in sieht das schon wieder völlig anders aus natürlich.
      Kann ich auch nachvollziehen... ich halte auch nicht soviel vom Minace 3bet... vor allem was dieses tolle Silber-SH-ORC-vs-ORC-Chart angeht...
      Das ist ziemlicher Bullshit imo (sry nicht hauen)
      Fakt ist man kann wegen dem Blind-Overlay auch im Schnitt etwas schlechtere Hände als der Gegner spielen... aber ob man trotzdem die jeweils schlechteste Hand die der Gegner halten könnte als eigenen Standart erhebt um gegen ihn anzutreten finde ich sehr zweifelhaft. Denn in vermutlich 80% der Fälle hat der Gegner einfach nicht das untere Ende und man liegt meisstens hinten.
      Da neige ich lieber dazu mit 98s oder ähnlichen zu 3 betten als mit A2... für die FE spielt die Handstärke keine Rolle und SD Value ist zwar vorhanden aber wirklich selten kommt es zum SD so dass MiniAhigh hällt... da muss man schon das Glück haben, dass der Gegner einen Draw trifft der nicht ankommt und sich dann auch nicht traut den River oder einer anderen Street zu (Semi-)bluffen. Und dann die domination... in BU/CO Range sind 12 stärkere Ahigh Hände... aber deutlich weniger Hände die eine 8 oder 9 enthalten.
      Somit komme ich im Schnitt auch auf eine weite 3bet-Range, ie man ja durchaus haben darf und habe trotzdem akzeptable Playability.
      das Chart geht doch nicht von den schlechtesten Händen des Raisers aus Oo
      Wenn wir einen normalen BU-Openraise mit A2o 3betten haben wir gegen seeehr viele Hände in seiner Range eine Edge (alle nicht pocketpairs und nicht a-high-hände) und deswegen sollte man da schon aufpassen, dass man die kleinen Asse nicht zu oft foldet.
      Ansonsten schließe ich mich kombi an.
    • Crovax
      Crovax
      Black
      Dabei seit: 10.09.2006 Beiträge: 11.460
      so extrem viele Hände sind es aber auch nicht...

      vor allem bei vielen suited Händen ist die Edge schon wieder im 48-49 zu 51-52 Bereich und ist durch schlechte playability und OOP schon wieder dahin.
      Deutlicher Favourit ist man nie aber deutlicher underdog dafür umso öfter.
    • storge
      storge
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2005 Beiträge: 22.519
      Schlechte Playability OOP wird ja durch Initiative aufgehoben.
    • megabjoernie
      megabjoernie
      Bronze
      Dabei seit: 04.08.2006 Beiträge: 4.323
      Okay, noch mal zusammengefasst: Offsuited Babyaces dreibette ich im SB nach Chart, wenn

      a) der BB relativ tight ist ( konkrete Stats wären gut );

      b) der Gegner postflop entweder tight oder passiv ist, ich also nicht oft in Bluffversuche ( vor allem am River ) laufen werde; wenn er oft noch mit nichts den Turn callt, sollte er den River behindchecken, wenn er tight ist, entsprechend der Stärke seiner Hand spielen - wichtig ist postflop also weniger die Looseness als vielmehr die Aggressivität;

      c) der Raiser keine zu tighte Raisingrange hat ( auch hier wären Stats gut, zunächst mal davon ausgehend, dass er postflop taggy spielt ).

      Richtig so?