Aktion "Gemeinsam für Poker"

    • Quentin73
      Quentin73
      Bronze
      Dabei seit: 23.09.2005 Beiträge: 17.165
      Deutscher Pokerbund startet Aktion "Gemeinsam für Poker"

      Von Lisa Horn

      Die Unsicherheit der Pokerbegeisterten in Deutschland ist groß, denn die gesetzliche Auslegung des neuen deutschen Glücksspielstaatsvertrages variiert von Bundesland zu Bundesland. Aus diesem Grund ruft der Deutsche Pokerbund alle Pokerspieler/innen Deutschlands zur Aktion "Gemeinsam für Poker" auf.

      Ziel der Aktion ist es, den Gesetzgeber zu einer einheitlichen Regelung zu bewegen. Denn bis dato ist die Auslegung des neuen deutschen Glücksspielstaatsvertrages ein Chaos. Die Verantwortlichkeit der Deutung und Definition liegt nicht beim Bund, sondern bei den Ländern, und die interpretieren die neuen Gesetze sehr unterschiedlich. Das ist geht sogar soweit, dass Deutschland bei der EU um eine Fristverlängerung angesucht hat, um eine einheitliche Stellungnahme bzw. Rechtfertigung gegenüber der EU zustande zu bringen. Details dazu sind in unserem Artikel EU vs Deutschland - Fristverlängerung bis Juni nachzulesen.

      Diese unterschiedlichen Auslegungen verunsichern den/die Pokerspieler/innen zusehends, kaum einer weiß mehr ob er/sie sich jetzt in seinem Bundesland strafbar macht oder nicht, oder sich in einer rechtlichen Grauzone bewegt – ein unglücklicher Zustand.

      Der Deutsche Pokerbund ist ein Informations- und Interessensportal für Pokerbegeisterte und finanziert sich nur durch Mitgliederbeiträge. Die Aktion "Gemeinsam für Poker" soll jetzt die Pokerspieler/innen Deutschlands, nach dem Vorbild der "Poker Players Alliance" in den USA, vereinigen. Denn nur als gemeinsame Lobby ist es möglich den Druck auf den Bund zu erhöhen und Anpassungen durchzusetzen. In drei Phasen will der Deutsche Pokerbund seine Ziele für die Pokergemeinde publik machen und politisches Interesse bewirken:

      Phase 1 – die Unterschriftenliste:

      Um ihr Vorhaben möglichst weit verbreiten zu können, ruft der Pokerbund alle Interessierten auf, sich ihrer Unterschriftenliste anzuschließen. Über die Email Adresse info@deutscherpokerbund.net kann diese angefordert werden und auch weitergeleitet werden bzw. an die Faxnummer +49 (0)9081/2901919 retourniert werden. Alle, die ihre Unterschrift geleistet haben werden auf einen Informationsverteiler gesetzt, der regelmäßig über die Schritte des Pokerbundes informiert.

      Phase 2 – Die Petition:

      Sind genug Unterschriften gesammelt, dann wird der Deutsche Pokerbund die Petition "Poker Pro" verfassen, die dem Bund übermittelt wird. Zeitgleich werden auch alle, die sich dieser Petition anschließen und unterschrieben haben, aufgefordert noch separat einen Brief an die Bundesregierung zu schicken. Eine Flut von Briefen soll für Aufmerksam sorgen, sodass das Vorhaben des Deutschen Pokerbundes nicht mehr negiert werden kann und das öffentliche Interesse auf die Aktion gelenkt wird.

      Phase 3 – Pool Bildung:

      Aufruf zum Zusammenschluss von Vereinen und Clubs zu einer Interessensgemeinschaft. Das soll die Möglichkeit bieten einen gemeinsamen finanziellen Pool zu schaffen, der im Fall von rechtlichen Problemen dem jeweiligen Veranstalter eine Hilfe bietet.

      Nach dem Prinzip "gemeinsam sind wir stark" hofft der Deutsche Pokerbund durch diese Aktion auf Veränderung. Das Beispiel der "Poker Players Alliance" in den USA zeigt bereits jetzt, wie wichtig Lobby-Arbeit ist, mehr als 1 Million Mitglieder sind bereits verzeichnet. In den letzten eineinhalb Jahren hat es die PPA geschafft, dass die Diskussion über geltende Gesetze voran getrieben wurde, dass Poker in der Politik überhaupt diskutiert wurde! Nach diesem Prinzip will nun auch der Deutsche Pokerbund verfahren.

      Quelle: http://www.pokerspieleonline.de

      Discuss
  • 15 Antworten
    • dasboesefranz
      dasboesefranz
      Bronze
      Dabei seit: 21.01.2007 Beiträge: 391
      Ich denke, die Chancen stehen schlecht, dass Poker dadurch legaler wird.
    • 22BRAZIL
      22BRAZIL
      Bronze
      Dabei seit: 22.03.2007 Beiträge: 3.081
      Original von dasboesefranz
      Ich denke, die Chancen stehen schlecht, dass Poker dadurch legaler wird.
      aha....sehr konstruktiv.

      Dann mach einfach gar nichts. Bald hast du vielleicht eine Geldstrafe am Hals oder kannst nicht mehr spielen.
      Ich würde mich bei einem Verbot in meinen Freiheiten eingeschränkt sehen. Wenn Roulette, Craps und sonstige Glückspiele legal sind sollte Poker auch legal sein - v.a. weil es Auslegungssache ist ob es ein Glücksspiel oder Strategiespiel ist.

      Im Internet solche Angebote anzubieten ist vielleicht eine andere Sache, da sollten sich Kläger und Verteidiger gründlich über die Umstände informieren bevor Gesetze erlassen werden.
    • tiltnonstop
      tiltnonstop
      Global
      Dabei seit: 29.03.2007 Beiträge: 1.452
      Stimmt doch einfach. Würde da keine schlafenden Hunde wecken. Wenn der Staat erst mal ernsthaft vorgehen will, haben wir eh keine Chance. Solange er das nicht macht, sollten wir uns einfach (in aller Stille) darüber freuen.
    • Cyclonus
      Cyclonus
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 1.414
      PPAlliance läuft ja auch super und hat viel gebracht in den USA :(
    • Q1Q1
      Q1Q1
      Bronze
      Dabei seit: 17.04.2006 Beiträge: 654
      Ich denke alle Pokerspieler sollten in einen Topf einzahlen, aus dem man eine Privatarmee finanziert, die unsere Ziele dann mit Gewalt durchsetzen kann.
    • Eshmael
      Eshmael
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2006 Beiträge: 795
      Die Hunde sind geweckt, und wo die Politik hin will ist wohl eindeutig.

      Das es noch nicht dramatisch ist und es eine Grauzone gibt, liegt daran das in das deutsche Gesetzesschwarz ein europäisches Gesetzesweiß gemischt wird.

      Also müssen wir etwas tuen.
      Wenn wir es tatsächlich schaffen, eine Lobby zu bauen, wäre das die Chance Deutschland an einem Alleingang gegen europäische Gesetze zu bewegen.

      Dabei geht es nicht um die Legalisierung, oder das Anerkennen von Poker als Geschicklichkeitsspiel, sondern darum das Gesetze die Deutschland unterschrieben hat nicht torpediert werden um dann Jahre später nach unzähligen teuren Richtersprüchen zurückgenommen werden müssen.

      Das ist Ärger für alle beteiligten Seiten, der verhindert werden kann.

      Ich wäre beispielsweise, dafür das alle deutschen Spieler, die als Spielsüchtig gelten, Anbieter bei denen sie Geld verlieren verklagen können, so wie dies bei Casinos und auch inzwischen beim Spielen an Automaten gültig ist.

      Das löst 2 Dinge: Die Anbieter müssen transparenter in Deutschland auftreten/die Kunden sind sich ihrer Gewinne sicher, und das Hauptargument des Gesetzgebers ist vom Tisch. Denn Kontrollieren kann man auf Onlineplattformen besser als in Casinos.
    • matzi25
      matzi25
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 1.001
      Vlt wird Onlinepoker dann legalisiert, aber je mehr Unterschriften gesammelt werden, desto höher werden die Gewinne versteuert werden müssen, wenn die Politik erkennt wieviel Geld dadurch gemacht werden kann ;)
    • Merlinius
      Merlinius
      Platin
      Dabei seit: 30.06.2006 Beiträge: 3.519
      ich glaub, es würde eher unsere interessen unterstützen, wenn wir an die EU schreiben würden, damit die sich das glücksspielmonopol nochmal genauer angucken.
    • Muadib74
      Muadib74
      Bronze
      Dabei seit: 01.03.2008 Beiträge: 645
      Original von Q1Q1
      Ich denke alle Pokerspieler sollten in einen Topf einzahlen, aus dem man eine Privatarmee finanziert, die unsere Ziele dann mit Gewalt durchsetzen kann.
      bester Vorschlag!
    • Eshmael
      Eshmael
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2006 Beiträge: 795
      *kopf--->tisch*
    • D4niD4nsen
      D4niD4nsen
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2007 Beiträge: 9.275
      So eine Petition ist eine gute Sache, und Steuern auf die Pokergewinne zahlen ist mir lieber als das es komplett verboten wird.
    • Cyclonus
      Cyclonus
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 1.414
      Original von Eshmael
      Ich wäre beispielsweise, dafür das alle deutschen Spieler, die als Spielsüchtig gelten, Anbieter bei denen sie Geld verlieren verklagen können, so wie dies bei Casinos und auch inzwischen beim Spielen an Automaten gültig ist.

      Das löst 2 Dinge: Die Anbieter müssen transparenter in Deutschland auftreten/die Kunden sind sich ihrer Gewinne sicher, und das Hauptargument des Gesetzgebers ist vom Tisch. Denn Kontrollieren kann man auf Onlineplattformen besser als in Casinos.
      Das ist leider vollkommen undurchsetzbar, da die Anbieter im Ausland sitzen und deutsche Gesetze da keinerlei Bedeutung haben.
    • LordJogo
      LordJogo
      Bronze
      Dabei seit: 12.09.2006 Beiträge: 1.004
      Original von Q1Q1
      Ich denke alle Pokerspieler sollten in einen Topf einzahlen, aus dem man eine Privatarmee finanziert, die unsere Ziele dann mit Gewalt durchsetzen kann.
      :D
      Wenn allein jeder von PS.de 15- 20% seiner BR dafür investiert...geht da schon so Einiges:)
    • Eshmael
      Eshmael
      Bronze
      Dabei seit: 22.01.2006 Beiträge: 795
      Original von Cyclonus
      Original von Eshmael
      Ich wäre beispielsweise, dafür das alle deutschen Spieler, die als Spielsüchtig gelten, Anbieter bei denen sie Geld verlieren verklagen können, so wie dies bei Casinos und auch inzwischen beim Spielen an Automaten gültig ist.

      Das löst 2 Dinge: Die Anbieter müssen transparenter in Deutschland auftreten/die Kunden sind sich ihrer Gewinne sicher, und das Hauptargument des Gesetzgebers ist vom Tisch. Denn Kontrollieren kann man auf Onlineplattformen besser als in Casinos.
      Das ist leider vollkommen undurchsetzbar, da die Anbieter im Ausland sitzen und deutsche Gesetze da keinerlei Bedeutung haben.
      Warum sollte das nicht durchsetzbar sein?
      Wer nicht in Europa lizensiert ist, darf hier nicht anbieten. Mit der Lizenz geht diese Regelung einher.
      Wer lizensiert ist, darf Werbung machen, der Rest nicht.
      Das dürfte als Anreiz schon ausreichen.
      Und an YouPorn sieht man, das internetseiten gelockt werden können.
      Außerdem kann man Viso Moneybookers und Co ins Boot zwingen (wiein Amiland).

      Warum ist das also nicht durchsetzbar?
      Und das wäre ein Signal, womit eine Legalisierung in Amerika auch wieder möglich wäre.
      Das ist im Interesse der Pokeranbieter.

      Investitionen, die sich in wenigen Monaten amortisieren können werden gerne getätigt.
    • Face12
      Face12
      Black
      Dabei seit: 27.07.2006 Beiträge: 4.756
      Ich halte die Initiative für keine gute Idee. Wenn unsere Politiker auf den wahren Umfang des "Problems" aufmerksam werden, wird die Konsequenz mit Sicherheit keine Legalisierung in irgendeiner Art sein, wie gut die Argumente der Pokerspieler auch sein mögen. Weckt keine schlafenden Hunde.