Freitagabendfische

    • moridin
      moridin
      Bronze
      Dabei seit: 16.03.2006 Beiträge: 264
      Das ist mir jetzt schon zum dritten mal passiert. Ich Arbeite mich mühsam nach oben und verliere wieder alles.

      Normalerweise spiele ich nachmitags und abends mit den berüchtigten "Deutschen TAG's" am Tisch (Beginnertische). Es läuft meistens nicht gerade super, aber es geht wenigstens langsam vorwärts mit meiner BR. Nach einer Woche ca +100BB. Und dann kommt der Freitag abend. Ich spiele nach 12 Uhr und die Gegner werden immer schlechter. Die raisen wie verückt und callen alles. Nur leider kann ich diese Art von Gegnern nicht schlagen. TopPair mit Top Kicker ist halt gegen 5 Gegner nicht das selbe wie gegen 2.
      Innerhalb von 2-3 Stunden habe ich wieder alles was ich in der ganzen Woche hinzugewonnen habe gegen diese Fische verspielt. Und das passiert mir nicht zum ersten mal.

      Jetzt bin ich ein bisschen ratlos. Soll ich aufhören in der Nacht zu Pokern? Gerade diese Zeit soll doch die Ertragreichste sein? Oder muss ich mein Spiel gegen die Freitagabendfische umstellen? Ich habe schon versucht noch tighter zu spielen aber das hat dann auch nichts ausgemacht.

      Danke fürs zuhören (-lesen), und für Tips währe ich dankbar.



      Ps: Das ist ein Thread im Sorgenhotline Forum und ich habe keineinziges mal das Wort BadBeat verwendet ;)
  • 11 Antworten
    • cryx
      cryx
      Bronze
      Dabei seit: 06.08.2005 Beiträge: 1.574
      Aggressiver spielen. Die lassen sich so leicht die Initiative abnehmen und folden auch gerne gegen kontinuierliche Bets an Flop, Turn & River.
    • moridin
      moridin
      Bronze
      Dabei seit: 16.03.2006 Beiträge: 264
      ?(

      Die machen genau das Gegenteil. Die callen und raisen. Manchmal denke ich die haben eine PP software ohne Foldbutton installiert.

      Wenn ich hier zu agressive bin werde ich nur in raisewars verwickelt.
    • Archa
      Archa
      Bronze
      Dabei seit: 18.05.2006 Beiträge: 213
      Der beste Plan ist hier wohl, nur zu spielen, wenn man auch was hat, Bluffs, semibluffs, contibets am turn mit ace high bringen kaum was...

      dafür raist dich ace high mal gern am turn, wenn du schon ein royal flush gefloppt hast =)

      und da kommt der value her.

      der spielstil wird sich btw bis 3/6 auch nicht ändern...

      und ab 5/10 vermisst man die jungs dann ^^

      stoxx zeigt in seinem 2. video eigentlich perfekt wie man spielen muss auf dem limit. (und stellt nebenbei seinen normalen stil total um)
    • wonm123
      wonm123
      Bronze
      Dabei seit: 12.07.2005 Beiträge: 1.154
      Es gibt hier eigentlich nur zwei Möglichkeiten.

      Entweder du passt deine Spielweise derrer deiner Gegner an und spielst nur noch Monsterhände. Keine draws und sowas.

      Oder du meidest diese Art von Gegner. Was auch nicht das schlechteste ist. Wenn du während der Woche gute Gewinne machst, warum sollst du sie am Freitag wieder verpulvern?
    • Bowker
      Bowker
      Bronze
      Dabei seit: 30.07.2006 Beiträge: 24
      Auch wenn ich erst 3,5 Wochen dabei bin, habe ich folgende Erfahrung gemacht (die auch u.a. den ersten Vorschlag meines Vorschreibers bestätigt):
      In den ersten 14 Tagen ging es mir genauso. Selbst ohne PT oder ähnlichem, merkt man nach wenigen Händen: FISCHE! Und das sind doch die, an denen wir verdienen sollen/müssen/können.
      Da wird plötzlich mit K3o, etc. gewonnen.

      Das Problem ist aber, wenn am Turn noch 5 Leute dabei sind (statt vorher 2 oder 3), dann ist ein Turnraise wenigstens von einem der 5 ernst zu nehmen. Die Quantität macht sozusagen die Qualität wett (am Tisch).

      Daher spiele ich in solchen Fällen genauso aufmerksam weiter, wie bisher.
      Am Turn das Toppair mit Topkicker nach raise zu folden, hat mir definitiv mehr Geld gebracht, als wenn ich in der Hand geblieben wäre.

      Also gilt es im Grunde noch etwas tighter zu spielen, mind. 2Pair oder sehr gute Odds am Turn sollten schon sein, um in der Hand zu bleiben.

      Ich erhebe aufgrund meiner geringen Erfahrung keinen Anspruch auf Richtigkeit, verdiene damit aber definitiv Geld, im Gegensatz zu den ersten 14 Tagen gegen solche Gegner.

      Achso, das, was Cryx geschrieben hat, stimmt auch. Allerdings sollte man davor zwei, drei dicke Pötte gewonnen haben (die rechnen eher in Pötten, scheint mir). Vorher werden eigene Moves nicht respektiert. Aber dann funktioniert es wunderbar, den Tisch zu dominieren. Und da man damit immer öfter den Pot holt, ist das sowas wie ein Selbstläufer.
      Aber auch dann nicht vergessen: Tight aggressive spielen! Ruckzuck hat man mit einer loosen Hand den halben Gewin wieder verteilt.
    • Kahless
      Kahless
      Bronze
      Dabei seit: 08.08.2005 Beiträge: 808
      spiel einfach so wie's in WLLH von Lee Jones steht. wenn die gegner viele schlechte calls machen ist das ja nur gut für dich. man muss auch bedenken dass die varianz bei diesen gegner um einiges höher ist, also darf man sich von paar loosing sessions nicht rausbringen lassen
    • Midas
      Midas
      Bronze
      Dabei seit: 05.06.2005 Beiträge: 934
      Fischige Gewässer lassen generell die Varianz etwas steigen, was aber kein Grund ist, sie zu meiden.

      Der Rat noch etwas tighter zu werden als gewöhnlich ist jedenfalls Preflop nicht falsch, sollte Postflop aber nicht übertrieben werden. OESD und Flushdraw sind gerade gegen mehrere Gegner gut spielbare Hände, weil sie, wenn sie sich realisieren in der Regel auch die stärkste Hand nach sich ziehen - hier steigt der Wert also mit der Zahl der Caller, so dass wir uns freuen sollten, wenn möglichst viele Fisch mit was auch immer mitgehen. Meines Erachtens ist, wenn die Aktion am Tisch nicht gänzlich dagegen steht, Top Pair / Top Kicker auch mindestens einen Calldown wert.

      Gerade in aktionsreichen Spielen und gerade bei negativem Ausgang einer Session steigt das Problem der selektiven Wahrnehmung. Disziplin heisst hier die mathematisch für richtig erkannte Spielweise ungeachtet der Varianz beizubehalten.
    • Donar
      Donar
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2006 Beiträge: 234
      Ich spiele gegen solche Tische mit Vorliebe AXs. Man schaut sich so billig wie möglich den Flop an und hofft auf die richtige Farbe. Sets sind auch gut.
      Im Normalfall sind 5 Leute am Flop und so lohnt sich der Flushdraw unglaublich. Viele Gegner cappen dann auch ihren T high flush. Da ist Value drin ohne Ende.
      Top Pair bringt oft nix, weil immer mal wieder irgendwer von den 5en 2pair flopt. ( Das heißt nicht, dass man es nicht spielen sollte. Aber oft liegt man hinten. Da muss man sich die Action am Tisch und die Leute genau anschauen.)
      Hab alleine gestern Nacht an den amerikanischen Maniacs/CallingStations
      über 30$ verdient auf .25/.50.

      Natürlich verliert man auch gegen diese Leute am River, weil sie entgegen aller Wahrscheinlichkeit ihr BottomPair zum River durchcallen und mit dem Tripple am River dein AK 2pair busten. Aber was solls. Irgendwann kriegst du sie.
    • moridin
      moridin
      Bronze
      Dabei seit: 16.03.2006 Beiträge: 264
      Danke für eure Tips.

      Ich hab gerade wieder auf den gleichen Limits gepokert und ich habe wenigstens wieder ein kleines bisschen von meinem Verlust wettgemacht.

      Die Tische mit einer Kombination aus Callingstations und Tag's sind mir doch noch um einiges lieber als die mit den (besoffenen) Maniacs. Man weiss meistens wann man hinten ist und kann ohne weiteres folden. Und wenn man vorne ist gibt es trotzdem jemand der dich mit nichts callt.

      Vieleicht unternehme ich heute Nacht nochmal einen neuen Versuch um auch diese Tische zu schlagen. Mit euren Tips muss es ja klappen ;)
    • wonm123
      wonm123
      Bronze
      Dabei seit: 12.07.2005 Beiträge: 1.154
      Original von Midas
      OESD und Flushdraw sind gerade gegen mehrere Gegner gut spielbare Hände, weil sie, wenn sie sich realisieren in der Regel auch die stärkste Hand nach sich ziehen - hier steigt der Wert also mit der Zahl der Caller, so dass wir uns freuen sollten, wenn möglichst viele Fisch mit was auch immer mitgehen.
      Jain. Das Problem bei OESD und Draws dabei ist: Wenn alle nur einmal betten bzw. dann callen ist es mit Sicherheit sehr profitabel. Aber wenn ein raisingwar ausbricht, hast du in der Regel schlechte Karten. Für nen OESD würd ich keine 4BB ausgeben um den River zu sehen. Da muss der Pot schon sehr sehr groß sein.

      Also immer schön auf die Aktion achten.
    • PsyMaster
      PsyMaster
      Bronze
      Dabei seit: 28.02.2006 Beiträge: 2.219
      Original von wonm123
      Entweder du passt deine Spielweise derrer deiner Gegner an und spielst nur noch Monsterhände. Keine draws und sowas.
      Einspruch euer Ehren: gerade die Draws bringen wenn sie eintreffen am meisten Kohle gegen x callender Fische. Wenn die Odds stimmen sind die doch wohl ein easy-play... will sagen: ist die Entscheidung weiterzuspielen klar!

      Im Gegensatz zu den Monsterhänden ... AA kann leicht von 2pair+ überholt werden ...ups auch von Draws ....

      TPTK ist wohl eine der am schwierigsten zu spielenden Situationen gegen mehrere Gegner. Da trennt sich die Spreu vom Weizen!

      Tip: oft weiss man, dass die ßsser geschlagen sind und callt trotzdem down....

      Never fall in love with big Pocketpairs! Trennen macht freude - wenns unabdingbar ist... wann? Hängt von Board, Gegneranzahl, Gegnertypen, Betting-Sequenzen und der speziellen Situation am Tisch - auch vor dieser Hand- ab .... schwierigschwierig die Sach ... aber sonst wärs auch einfach zu leicht , nicht wahr ... ;)