1und1 AGB 12.07.2004

    • tagwandler
      tagwandler
      Bronze
      Dabei seit: 24.07.2006 Beiträge: 15.352
      Hi Freunde,

      ich will meinen Vertrag bei 1und1 kündigen. Ich bin mir sicher, dass ich nach den damals gültigen AGB eine Kündigungsfrist von 4 Wochen zum Ende der Mindestvertragslaufzeit hatte. Wenn ich den Vertrag nicht kündige, verlängert er sich jeweils um 12 Monate. Diese Kündigungsfrist habe ich eingehalten.

      Leider stellt sich der Support etwas quer und beharrt zunächst darauf, dass laut aktuellen AGB eine Kündigungsfrist von zwei Monaten eingehalten werden muss. Dieser Auslegung habe ich widersprochen, und angemerkt dass für mich die AGB gelten, die zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gülitg waren. Ich bin mir auch nach einigen Recherchen im Internet sicher, dass dort eben eine Kündigungsfrist von 4 Wochen gilt.

      Nun behauptet der Support, dass die AGB vom 12.07.2004, welche zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses gültig waren, ebenfalls ein Frist von zwei Monaten vorsehen. Bin anscheinend nicht der einzige mit dem Problem:
      http://www.teltarif.de/forum/s16234/3-5.html
      Sie verlangen nun von mir, dass ich denen die mir vorliegenden AGB zuschicke, glaube aber kaum, dass ich die nach vier Jahren noch irgendwo rumliegen habe.

      Kann mir da jemand helfen? Hat vielleicht jemand die AGB vom 12.07.2004 als pdf oder so vorliegen. Galt damals tatsächlich schon ne Kündigungsfrist von zwei Monaten? Wie sollte ich sonst weiter vorgehen?

      Danke schonmal...
  • 5 Antworten
    • Footy4Ever
      Footy4Ever
      Bronze
      Dabei seit: 04.05.2006 Beiträge: 1.304
      ich kann dir nicht weiterhelfen, aber der Bruder von nem Freund hatte das gleiche Problem. Er musste sich nen Anwalt nehmen, und der hat das dann geregelt.
      Anscheinend ist das nicht unnormal, das 1und1 seine Kunden nicht gehen lässt.
      Danke für die Info mit den 2 Monaten, muss dann auch bald drandenken.
    • Sequeezer
      Sequeezer
      Bronze
      Dabei seit: 26.02.2007 Beiträge: 7.185
      beim örtlichen Verbraucherschutz mal anfragen ;)
    • garak2406
      garak2406
      Bronze
      Dabei seit: 20.04.2005 Beiträge: 1.283
      Hmm, mir war als sollte man Verträge aufheben...

      Beim googeln gefunden:
      "2) Wie mache ich diese Kündigungsfrist geltend, wenn in meinem Kundenprofil auf der 1&1 Seite auf die neuen AGBs von 2005 verwiesen wird?
      Vorraussetzung ist natürlich, daß du den neuen AGB widersprochen hast (14 Tage nach Erhalt der AGB-Änderungsmitteilung). Wenn du dies nicht getan hast gelten die neuen AGB. Wenn dir 1&1 bestätigt, daß die Mail an dich nicht rausging oder du widersprochen hast, gelten die alten AGB."
    • Indy1701e
      Indy1701e
      Bronze
      Dabei seit: 16.07.2007 Beiträge: 40.327
      Original von garak2406
      Hmm, mir war als sollte man Verträge aufheben...

      Beim googeln gefunden:
      "2) Wie mache ich diese Kündigungsfrist geltend, wenn in meinem Kundenprofil auf der 1&1 Seite auf die neuen AGBs von 2005 verwiesen wird?
      Vorraussetzung ist natürlich, daß du den neuen AGB widersprochen hast (14 Tage nach Erhalt der AGB-Änderungsmitteilung). Wenn du dies nicht getan hast gelten die neuen AGB. Wenn dir 1&1 bestätigt, daß die Mail an dich nicht rausging oder du widersprochen hast, gelten die alten AGB."
      Such mal nach dem BGH Urteil vom 11.10.2007, Az. III ZR 63/07.
      Ist jetzt so, dass wenn in den AGB drinsteht, dass sich der Verwender vorbehält, die AGB zu ändern, diese Klausel unwirksam ist, auch wenn man nicht ausdrücklich widerspricht.
      Es sollten also für OP weiterhin die AGB gelten, welche bei Vertragsschluss Gültigkeit hatten.
      Selbiges Problem haben wir hier momentan mit Freenet, da die aber keine Ahnung davon haben, ignorieren die das einfach. Naja, soll sich halt der Anwalt drum kümmern und mal ein Schreiben aufsetzen ;)

      Edit: Bzgl. der alten AGB. Ist schon schwer daran zu kommen, damit hatte ich auch meine Probleme, aber vielleicht hilft dir ja http://www.archive.org weiter. Letztendlich habe ich da die alten AGB gefunden, sogar als .pdf.
    • tagwandler
      tagwandler
      Bronze
      Dabei seit: 24.07.2006 Beiträge: 15.352
      Vielen Dank für die Kommentare. Nur mal kurz, was die Änderung der AGB angeht:

      Ich wurde zu keinem Zeitpunkt von 1&1 über eine Änderung der AGB informiert, von daher gelten für mich nur die AGB, die zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses gültig waren. Selbst wenn 1&1 mich über die Änderung der AGB informiert hätte, so hätte ich diese Änderung akzeptieren müssen, damit sie für meinen laufenden Vertrag wirksam sind. Rechtlich gesehen gibt es kein "stillschweigendes Einverständis" mit einer Vertragsänderung, vielmehr würde Stillschweigen als Ablehnung der Änderung von Vertragsbedingungen angesehen werden.

      Die alten AGB habe ich inzwischen über ein anderes Forum (http://www.onlinekosten.de/) bekommen. Vielen Dank trotzdem für die Hilfe. Geil ist wirklich wie dreist 1&1 mich belügt, was den Inhalt der alten AGB angeht. Die behaupten doch tatsächlich, dass damals schon eine Kündigungsfrist von zwei Monaten galt. Das stimmt zwar, aber nur für Verträge, die "auf unbestimmte Zeit" geschlossen wurden. Dort gilt eine Kündigungsfrist von zwei Monaten zum Monatsende (also jederzeit).

      Bei Verträgen, die "auf bestimmte Zeit" geschlossen werden, also insbesondere solche mit einer vereinbarten Mindestvertragslaufzeit, gilt laut AGB eine Kündigungsfrist von vier Wochen zum Vertragsende. Das wissen die natürlich auch selbst, aber hoffen wohl, dass sie den einen oder anderen Kunden, auf diese (imo betrügerische) Art und Weise, noch ein weiteres Jahr binden können.

      Naja, hab denen nochmal die AGB und einen abschließenden Comment geschickt, dass ich meine Kündigung auf Grundlage der vorliegenden AGB als rechtswirksam betrachte und das Vertragsverhältnis mit dem entsprechenden Termin endet, ob sie mir das nun bestätigen wollen oder nicht. Ich stelle mich dennoch schonmal drauf ein, dass ich mindestens eine Lastschrift zurückbuchen muss und das nachfolgende Mahnschreiben dann zum Anwalt geht.

      Kann ich die entstehenden Kosten eigentlich dann bei denen geltend machen? So oder so, einschüchtern lass ich mich nicht - und verarschen erst recht nicht. Vielen Dank für eure Unterstützung... :heart: :heart: :heart:

      ...und die nun folgenden "tl dr ;) " Comments. :D

      Gruß,
      Kai