polarisierte ranges bei flop raises

    • contfold
      contfold
      Black
      Dabei seit: 24.09.2007 Beiträge: 6.508
      Hallo,

      ich habe vor einiger Zeit ein BT Video gesehen in dem er erklärt, warum man polarisierte ranges haben sollte, sobald man den flop raist.
      Beispiel war:

      bvb

      BT raises 3 :heart: 4 :heart: , BB calls

      Flop 5 :club: 8 :diamond: 2 :diamond: (60$)

      BT bets 50$, BB raises to 160$ w/K :heart: 8 :heart:


      BT sagt, wenn er diesen flop raist, möchte er einen bluff, den er auf eine 3bet ez folden kann, eine starke made hand oder einen starken draw haben.

      Das Problem bei unpolarisierten ranges ist, dass man sehr leicht durch 3bets exploitable wird, da man nie weiß, wo man steht, wenn man marginale Hände, wie K8 in diesen spot, am flop raist.
      "Against players who I know, I will eat this player alive. I just know, that I can punish him with semibluffing"

      Ich sehe keinen Unterschied ob es nun 6max oder HU ist, aber seitdem ich mich in letzter Zeit sehr viel mit HU beschäftige und viele Videos schaue, sehe ich immer wieder, wie beispielsweise Taylor Caby oder CTS Flops mit marginalen Händen (c/)raisen, so wie Brian Townsend es als "major leak" beschreibt.

      Bsp aus einen greenplastic HU vid.

      nl 5/10

      Villain raises 30$, Taylor calls T :club: 9 :club:

      Flop T :heart: 4 :heart: 6 :spade: (59,50$)

      Taylor checks, villain bets 45$, Taylor raises 145$

      ----------

      Meine Fragen nun:

      Übersehe ich hier einen krassen Unterschied der Spots?

      "Darf" man oop auch mit unpolarisierten ranges den flop c/raisen?

      Macht die Position (ip/oop) den großen Unterschied?

      Bezieht sich BT nur auf 6max? Wenn ja, warum?

      Wenn auch ihr glaubt, dass man T9 an Taylors Stelle nicht c/raisen sollte, wie spielt man dann solche Hände oop? (Ok, diese Frage ist wohl etwas zu allg. aber ein paar Anregungen wären nice)

      ----------

      Jetzt noch einmal andersrum.

      Angenommen, man weiß, villain achtet darauf polarisierte ranges bei einem Flopraise zu haben.

      Beispiel:

      HU

      Hero raises XX, villain calls

      Flop J :heart: 9 :spade: 3 :club:

      villain checks, hero bets, villain raises, hero ?


      Wenn man nun davon ausgeht, dass villain entweder ein Monster (JJ/99/33/J9), einen starken draw (QT/T8) oder pure Air hält und JJ/99 pre 3betten würde, ist es dann profitabel in einem solchen Spot zu floaten und zu versuchen auf einem blank turn den pot zu stealen (Natürlich je nach Gegner) und sollte man an villains Stelle einen solchen Flop eher nicht c/raisen (mit beispielsweise QT), um genau solchen Situationen aus dem Weg zu gehen?


      Hoffe, ich habe meine Gedanken verständlich genug aufgeschrieben und euch fällt was dazu ein.
  • 31 Antworten
    • garandou
      garandou
      Black
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 5.140
      Taylor Caby hat in einem seiner letzten Videos zum c/r Flop mit schwachen made hands gesagt, dass er versteht warum manche sagen, dass das schlecht ist (weil man obv fast nur von besseren Händen action kriegt). Das Problem mit der line c/c flop, c/c turn, decision am river ist aber, dass es gegen einen guten villain sehr schwer ist, diese Situation profitabel zu spielen, da dieser mit der richtigen Häufigkeit valuebetten bzw. bluffen und einen ständig vor sehr schwierige Entscheidungen stellen wird.

      Der c/r am Flop umgeht dieses Problem, da man gegen einen push von villain i.d.R. slightly ahead / way behind ist, oder villain halt alles Schlechtere foldet.

      Soweit Taylor Caby. imo verwandelt man damit einfach seine weak made hand in einen bluff, und kriegt durch die höhere bluff-Frequenz vielleicht noch etwas mehr action mit starken made hands. Ich versuche erst gar nicht in diese Situation zu kommen, da ich aus den blinds eher wenig coldcalle.
    • contfold
      contfold
      Black
      Dabei seit: 24.09.2007 Beiträge: 6.508
      Es ist also allg. (und auch im HU) besser, Hände wie T9s gegen gute Gegner als default zu 3betten und nur aus deception Gründen zu coldcallen, um sich aus derart schwierigen Situationen rauszuhalten, wie Du sie im oberen Abschnitt beschrieben hast.
      Demnach sollte es deutlich profitabler sein, preflop die Initiative zu ergreifen, da man mit Händen wie T9s nur selten einen big draw trifft, mit dem man AI gehen möchte und noch seltener eine starke made hand floppt und man den pot somit oft ui aufgeben muss oder seine range deutlich auf bluffs > monster polarisiert, richtig?
    • DestructOne
      DestructOne
      Bronze
      Dabei seit: 25.05.2006 Beiträge: 2.049
      Die T9 ist HU aber auch nicht alzu schwach.

      Mit History geht die Hand AI.

      Ich stimme Brian Townsend zu, allerdings ist es wirklich schwierig OOP mit mittelstarken Händen zu spielen. Ich donke bzw. b/f diese meistens und löse damit meine Probleme. c/r ist anscheinend die Lösung von Taylor.
    • INFLUUU
      INFLUUU
      Black
      Dabei seit: 24.05.2005 Beiträge: 3.290
      Original von garandou
      Ich versuche erst gar nicht in diese Situation zu kommen, da ich aus den blinds eher wenig coldcalle.

      Dieser Satz ist so unglaublich wichtig - zu dem Rest schreibe ich meine Gedanken vielleicht später auf.
    • contfold
      contfold
      Black
      Dabei seit: 24.09.2007 Beiträge: 6.508
      Original von INFLUUU
      Original von garandou
      Ich versuche erst gar nicht in diese Situation zu kommen, da ich aus den blinds eher wenig coldcalle.

      Dieser Satz ist so unglaublich wichtig - zu dem Rest schreibe ich meine Gedanken vielleicht später auf.
      Mir gehts nicht nur um 6max, sondern auch um HU, nur damit ihr auch das einbezieht :)
    • Denz
      Denz
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 15.517
      Original von INFLUUU
      Original von garandou
      Ich versuche erst gar nicht in diese Situation zu kommen, da ich aus den blinds eher wenig coldcalle.

      Dieser Satz ist so unglaublich wichtig - zu dem Rest schreibe ich meine Gedanken vielleicht später auf.
      Die 3-bet mit T9s geht aber davon aus, dass villain meistens darauf folded.

      Ich denke HU muss man vllt in der Hinsicht umdenken da es ja auch gegner gibt die fast alles IP callen. Ist dies der Fall so spielt man konstant mit mediocre Händen OOP.
      Hab mir darüber noch keine wirklichen gedanken gemacht aber ich tendiere in HU matches viel mehr zu coldcalls als in 6 max games (wo die 3-bet natürlich standard ist).
    • INFLUUU
      INFLUUU
      Black
      Dabei seit: 24.05.2005 Beiträge: 3.290
      Von HU hab ich gar keine Ahnung.

      Aber bei 6max coldcalle ich aus den Blinds überhaupt nicht, ich finde es ist viel viel schwieriger ohne Ini zu spielen. Ich hab zwar noch keine riesen Samplesize auf 400/600 (Knapp 100k Hände) aber bis jetzt fahre ich so sehr gut, deswegen denke ich auch nicht, dass ich passive Blinddefense in mein Repertoire aufnehmen muss.

      Wie gesagt, HU ist das sicher total anders :)
    • kriegskeks
      kriegskeks
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 17.571
      Original von INFLUUU
      Von HU hab ich gar keine Ahnung.

      Aber bei 6max coldcalle ich aus den Blinds überhaupt nicht, ich finde es ist viel viel schwieriger ohne Ini zu spielen. Ich hab zwar noch keine riesen Samplesize auf 400/600 (Knapp 100k Hände) aber bis jetzt fahre ich so sehr gut, deswegen denke ich auch nicht, dass ich passive Blinddefense in mein Repertoire aufnehmen muss.

      Wie gesagt, HU ist das sicher total anders :)
      Sehe das ähnlich wie du, allerdings finde ich, dass man sowas stark Villain anpassen kann. Es gibt Regs die sind recht tight, da ist eine 3-Bet oft unnötig, weil sie nur von besserem gecallt wird, von daher kann man dort schön mit AJ, KQ, etc. Händen nur callen statt zu 3-betten. Bei loosen Villains dann umgekehrt.
    • Nichtschwimmer
      Nichtschwimmer
      Black
      Dabei seit: 19.02.2007 Beiträge: 6.974
      Gegen Leute, die zB zuviel c-betten, sollte man auch lieber coldcallen und viele Flops c/r.
    • efkay
      efkay
      Silber
      Dabei seit: 25.03.2005 Beiträge: 3.686
      Original von Nichtschwimmer
      Gegen Leute, die zB zuviel c-betten, sollte man auch lieber coldcallen und viele Flops c/r.
      explain pls
    • Peter87
      Peter87
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2006 Beiträge: 13.565
      wenn jemand nahezu 100% contibettet, kannst du das exploiten, indem du günstige flops c/raist, weil er einfach zu seltend eine Hand hällt. Dadurch bekommst du mehr value also durch 3bets.
    • contfold
      contfold
      Black
      Dabei seit: 24.09.2007 Beiträge: 6.508
      Das hat aber an sich nichts mit'm thema zu tun ;)
    • Peter87
      Peter87
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2006 Beiträge: 13.565
      Original von efkay


      explain pls
      ?(
    • Koen
      Koen
      Bronze
      Dabei seit: 13.07.2006 Beiträge: 464
      mann muss einfach nur das richtige image haben/ den richtigen style spielen (cts) dann kann man T9 auf nem T96 flop for value raisen :P
    • Peter87
      Peter87
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2006 Beiträge: 13.565
      da muss man echt nen übles image haben, wenn man T9 auf T96 for value raisen kann :baby:
    • hornyy
      hornyy
      Bronze
      Dabei seit: 01.09.2006 Beiträge: 19.868
      das wär echt sick !
    • FjodorM
      FjodorM
      Bronze
      Dabei seit: 14.02.2006 Beiträge: 11.238
      Könnt ihr das nem FLer mal genauer erklären? Aus FL bin ich gewohnt daß er Scheiße is ne polarisierte Range zu haben weil Villain dann viel einfacher spielen kann (callen obv, ist ja FL :D ). Und wenn ihr jetzt nur air oder Monster c/r, wie spielt ihr dann den Rest? cc cf? Das ist ja mal mega exploitable.
    • Sh1LLa
      Sh1LLa
      Bronze
      Dabei seit: 14.08.2006 Beiträge: 7.591
      Original von Peter87
      da muss man echt nen übles image haben, wenn man T9 auf T96 for value raisen kann :baby:
      obv openfold mit tag image oder?

      =)
    • Peter87
      Peter87
      Bronze
      Dabei seit: 05.04.2006 Beiträge: 13.565
      4 deception. folden und zeigen!
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