pot-equity für made hands?

    • denodoro
      denodoro
      Bronze
      Dabei seit: 02.03.2005 Beiträge: 67
      Hallo! Nachdem ich bereits auf 22$ war, bin ich jetzt auf 16$. Da geht es jetzt immer so n bisschen hin und her. Ich weiß gar nicht so richtig wieso... hm. Ich halte mich an die Preflop-Tabelle. Und am Flop spiele ich das glaube ich auch noch ganz in Ordnung. Ich spiele allerdings eigentlich keine einfachen Overcards weiter, wenn gebettet wird. Steht so in Winning Low Limit. Gestern habe ich in 8 Stunden scheinbar solide 4$ erarbeitet. Nach ner halben Stunde Pause habe ich in einer Stunde fast 2$ davon durch 2mal second best overpair (KK!!), 4 mal flop mit Superkarten verpasst, und so ja, verplempert. Ich hab noch nicht die Sicherheit, zu sagen, ob ich denn jetzt, trotz des kurzfristigen Ergebnisses, richtig gespielt habe oder nicht. Ich müsste auch viele Hände posten, die keiner durchanalysieren wollte, weil ich in einzelnen nicht soo viel falsch mache, denke ich. Meine Frage ist, ob noch mal einer von den Großmeistern hier was zum Verhältnis von Mathematik und Psychologie schreiben kann, wann was wichtig ist. Und ob, bzw. wie man die Pot-equity, den Erwartungswert, in den einzelnen Situationen für gemachte Hände, die aber womöglich nicht die besten sind, ausrechnet, damit ich weiß, bei welchen Gefahren, die auf dem Board lauern, ich noch mit positivem Erwartungswert weitermachen kann. Besonders (zumindest AUCH) wenn man noch keine PT-Datenbank mitlaufen hat und die Gegner womöglich auch nicht so gut einschätzen kann. Manchmal ist es nämlich so, also ich muss sagen ziemlich oft sogar, dass ein, zwei oder sogar 3 Gegner mit Nichts sonst wie weit raisen, und am Ende eben doch einer sein BackdoorDraw trifft. Das kostet immer ziemlich viel und verunsichert mich, weil wenn, dann kommt es meist öfters nacheinander vor, und wenn ich da am Ende dann 3-4 mal zu weit gehe, dann kann das schon mal die sauber erspielte Tagesprämie kosten. Also, ich hab hier irgendwo von Matthias Wahls gelesen, wir sollen spielen wie eine Maschine. Also, wie wende ich die Mathematik an, wenn ich keine Draws habe?
      Vielen Dank für jeden, der mehr als einen Halbsatz als Antwort beiträgt.
      MfG,
      denodoro
  • 1 Antwort
    • SlannesH
      SlannesH
      Black
      Dabei seit: 23.01.2005 Beiträge: 7.738
      Das wichtigste ist Postflop immer die Frage, ob man die beste Hand hat.

      Hälst du KK und preflop hast du gebettet und es wurde nur gecalled und es flopped Q83 rainbow, hast du sehr wahrscheinlich die beste Hand und dementsprechend musst du dann betten und raisen was das Zeug hält. Es gibt keine Mathematischen Formeln die dir ausrechnen können ob du vorne liegst oder nicht, das musst du abschätzen lernen (und das ist Erfahrungssache). Liegst du vorne Pushen, liegst du hinten nach Outs und Odds verfahren. Hast du KK, es sind 7 Leute im Flop und es kommt ein A, kannst du dir meist sicher sein geschlagen zu sein und du musst nun dein KK als drawing Hand mit meist 2 Outs ansehen und schauen ob du die Odds hast.

      Das mit dem "Backdoordraw treffen" ist eine Erscheinung die dich noch lange verfolgen wird. Es ist jedoch auch so, das sowas nicht sooft passiert und dir grade die Fische, die sowas raisen, Geld in die Tasche schieben :) .

      Es ist auch ein Fehler Overcards nicht weiter zu spielen. Meist hat man am Flop noch genügend Odds für einen Call und man sollte sich daher meist auch den Turn anschauen (es kommt immer auf die Situation drauf an ;) ).

      Und Zuletzt zu dem Händeposten: Ich würde dir empfehlen mal ein paar Hände zu sammeln wo du dir unsicher bist. Dann schaust du dir die Hände mal selber an und du wirst feststellen, das es bei den meisten Händen ne Grundsatz frage ist wie man diese Art von Händen spielen sollte (Flushdraws bei wenigen Gegnern oder Overcards bei vielen Gegnern o.ä.), und dazu reichen meistens einige wenige Hände aus. Poste doch einfach mal nen Satz von 10 Händen wo du dir wirklich sehr unsicher bist.

      Ich hoffe das ich dir etwas helfen konnte :) .

      MfG