Back from Tilt ...

    • Stargoose
      Stargoose
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 4.077
      Nach "langer" Pause mal Neuigkeiten von mir. Ausnahmsweise nicht im "Wo steht ihr"-Thread. Ist halt ne längere Geschichte, und vielleicht auch lehrreich für den einen oder anderen. Für mich war es das zumindest ... ;)

      Angefangen hat alles Anfang März. Hatte einfach Pech und hab ne zeitlang halt einfach alles verloren. Dann angefangen vorsichtiger zu spielen, noch mehr verloren, noch vorsichtiger, noch mehr verloren, und so weiter ... Von knapp 500$ runter auf 50$. Der Tilt kam so langsam / schleichend, daß es mir gar nicht aufgefallen ist, wie schlecht ich gespielt hab. Das fiel mir erst auf, nachdem ich mir dann aus purer Verzweiflung, weil ich einfach nicht an so viel Pech glauben konnte, Pokertracker besorgt hab, und mein Spiel damit analysiert hab. Nur mal so zum Beispiel: Zum Schluß hatte ich ne VP$IP von sagenhaften 6% und ne PFR von 0,4% ... X(

      Hab dann mit den letzten 50$ wieder ganz von unten bei Pokerstars angefangen und mich in den letzten zweieinhalb Wochen wieder auf knapp 500$ hochgearbeitet. Jetzt der Wechsel zu Eurobet mit den extra 100$ und ich kann endlich wieder an die 1/2$ Tische.

      Fazit:

      1. Strengstens nach Plan spielen (Starting-Hand-Chart, Post-Flop Odds/Outs) auch wenns mal nach unten geht. So ist man zumindest bei den unteren Limits auf lange Sicht Gewinner.
      2. Pokertracker ist Pflicht. Mittlerweile schau ich mir nach jeder Sitzung meine Werte an und versuche die nächsten Spiele danach auszurichten.
      3. Playerview / Gametime+ erleichtern das Leben in "kritischen" Situationen am Tisch erheblich.

      Viel Glück weiterhin allen !!!
  • 10 Antworten
    • thegent05
      thegent05
      Bronze
      Dabei seit: 09.02.2005 Beiträge: 68
      ich finde solche erfahrungsberichte super, weil sich irgendwie jeder drinnen wieder erkennt.

      es ist hart die disziplin zu haben wieder konzentriert nach großem sturz zu spielen, und auch seine fehler einzugestehen.

      freut mich dass es bei dir funktioniert hat, gratuliere :)
    • sholvar
      sholvar
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 4.826
      ich hatte glücklicherweise noch nicht solche Abfahrten zu verkraften... dummerweise komm ich einfach nicht weiter hoch ^^
      das könnte hauptsächlich daran liegen, dass ich nicht allzuhäufig sicher sein kann, mal ne stunde hinternanderweg spielen zu können und deshalb erst garnicht anfange, weil man sonst nur Verluste einfährt.
      Aber nich dass man denkt, is ja nich so schlimm. Inzwischen sind soviele Leute hier auf dem Forum weiter als ich, dass ich in kaum einem Thread noch mitreden kann. PT, PV und Co brauch ich bei 2c/4c ja noch nicht zu nutzen, weshalb ich da auch nix drüber weiss (das nurmal als Beispiel)

      :spade:
      shol
    • Stargoose
      Stargoose
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 4.077
      Original von sholvar
      PT, PV und Co brauch ich bei 2c/4c ja noch nicht zu nutzen, weshalb ich da auch nix drüber weiss (das nurmal als Beispiel)


      Von 2c/4c nach Plan hocharbeiten kann ja auch wirklich ewig dauern. Gerade weil die Ultra-Low-Limit-Tische, wie ich finde, ziemlich unberechenbar sind. Hast denn nicht die Möglichkeit mal 50$ einzuzahlen und richtig loszulegen ???
    • Korn
      Korn
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 12.511
      Die große Gefahr beim Pokern ist seine Strategie anhand von kurzfristigen Ergebnissen zu ändern:

      Beispiel:
      Ihr habt 6 Flush Draws in Folge und niemals kommt der Flush. Viele könnten nun denken dass sich Flush Draws nicht lohnen und diese dann regelmäßig folden und voila - ein großes 'leak' in eurer Strategie ist enstanden.

      Beispiel:
      Ihr habt AKo in late Position, 4 Caller sind vor euch. Jetzt ist es nunmal so, dass am Flop nur in etwa 30% der Fälle ein A oder K kommt. Vielen denken dann: Ich call erstmal und gucke was der Flop bringt. Auch dies ist ein großer Fehler und kostet auf lange Sicht Unmengen an Geld.


      Zweifelt man deshalb an seiner Strategie sollte man eher im Forum oder in diversen Büchern lesen und gucken ob die eigenen Spielweise richtig ist.
    • sholvar
      sholvar
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 4.826
      Original von Stargoose
      Original von sholvar
      PT, PV und Co brauch ich bei 2c/4c ja noch nicht zu nutzen, weshalb ich da auch nix drüber weiss (das nurmal als Beispiel)


      Von 2c/4c nach Plan hocharbeiten kann ja auch wirklich ewig dauern. Gerade weil die Ultra-Low-Limit-Tische, wie ich finde, ziemlich unberechenbar sind. Hast denn nicht die Möglichkeit mal 50$ einzuzahlen und richtig loszulegen ???

      ich überlege über korn die 50 dollar die ich bei party hab, auf stars zu übertragen. aber ich spiele bei 2c/4c im moment sehr akzeptabel, wie ich finde. Gute Hände extrem aggro zu spielen (inklusive sehr guter draws) und aufzupassen, wann man folden muss, weil zuviele spieler zu lange mitgehen, bringt einem meist genug knete.
      es ist meist so, dass ich von 5 tischen auf zweien Geld mache und auf den anderen 3en eher miese. aber auf den 2en mache ich mehr, weil da alles-raiser und alles-caller sind die einem mit jedem pot den man kriegt, so 20-30 BB einspielen. Das hält ne Weile vor xD
    • OnkelHotte
      OnkelHotte
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 18.432
      Original von Korn
      Die große Gefahr beim Pokern ist seine Strategie anhand von kurzfristigen Ergebnissen zu ändern:

      Beispiel:
      Ihr habt 6 Flush Draws in Folge und niemals kommt der Flush. Viele könnten nun denken dass sich Flush Draws nicht lohnen und diese dann regelmäßig folden und voila - ein großes 'leak' in eurer Strategie ist enstanden.

      Beispiel:
      Ihr habt AKo in late Position, 4 Caller sind vor euch. Jetzt ist es nunmal so, dass am Flop nur in etwa 30% der Fälle ein A oder K kommt. Vielen denken dann: Ich call erstmal und gucke was der Flop bringt. Auch dies ist ein großer Fehler und kostet auf lange Sicht Unmengen an Geld.


      Zweifelt man deshalb an seiner Strategie sollte man eher im Forum oder in diversen Büchern lesen und gucken ob die eigenen Spielweise richtig ist.


      das sind aber extreme beispiele imho! also das wird mir NIE passieren, dass ich mit AK nciht cappe oder flush draws nicht spiele.

      ich finde, es gibt das viel sensiblere sachen, die sich kurzfristig durch glück oder pech ändern können.

      das sind dann bei mir flopsituationen mit midpair oder wenn ich am turn geraised werde. da kanns mirpassieren, dass ich mein verhalten unbewusszt ändere, wenns da in einer richtung einen swing gibt z.b.!
    • sholvar
      sholvar
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 4.826
      Jo, vielleicht nicht gerade 4 flush, aber draws im Allgemeinen werden allzu leicht mal über- oder unterschätzt.
      Ich merke es auch deutlich, dass ich da Schwankungen in meinem Spiel hab. Allerdings merk ich das erst später bei der nachträglichen Analyse xD

      :spade:
      shol
      PS:
      Ihr habt AKo in late Position, 4 Caller sind vor euch. Jetzt ist es nunmal so, dass am Flop nur in etwa 30% der Fälle ein A oder K kommt. Vielen denken dann: Ich call erstmal und gucke was der Flop bringt. Auch dies ist ein großer Fehler und kostet auf lange Sicht Unmengen an Geld.

      genau das wurde auch in einem der aktuellen 2+2mag-Artikeln besprochen und die meinen, dass man nicht immer raisen sollte in solchen Situationen. Ich hab das noch nciht 100% verstanden weshalb meine Argumentation da jetzt etwas lau sein könnte, aber wenn von den 4 callern wegen dem raise 3 aussteigen und man am turn dann nur noch einen caller hat, ist das nicht so gut, wie als wenn dann noch auf den flopbetter 2-3 caller bleiben. Wenn man sein out getroffen hat, kann man ja immernoch raisen, aber man sammelt ja auch Geld indem man Leute länger drin lässt, die gerne eine bet callen auch wenn sie nix haben. Und auf diese Art spart man sich ein paar BBts, wenn man seine outs nicht trifft.
      Hängt halt von den Gegnern und ihren Vorlieben ab.
    • Chegga
      Chegga
      Bronze
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 288
      naja ich denke in diesem Fall geht es primär um die Gewinnwahrscheinlichkeit, die steigt wenn weniger Leute dabei sind...
    • soLidas
      soLidas
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 914
      Original von sholvar
      Ihr habt AKo in late Position, 4 Caller sind vor euch. Jetzt ist es nunmal so, dass am Flop nur in etwa 30% der Fälle ein A oder K kommt. Vielen denken dann: Ich call erstmal und gucke was der Flop bringt. Auch dies ist ein großer Fehler und kostet auf lange Sicht Unmengen an Geld.

      genau das wurde auch in einem der aktuellen 2+2mag-Artikeln besprochen und die meinen, dass man nicht immer raisen sollte in solchen Situationen. Ich hab das noch nciht 100% verstanden weshalb meine Argumentation da jetzt etwas lau sein könnte, aber wenn von den 4 callern wegen dem raise 3 aussteigen und man am turn dann nur noch einen caller hat, ist das nicht so gut, wie als wenn dann noch auf den flopbetter 2-3 caller bleiben.
      shol - die Aussage von Korn bezog sich auf Pre-Flop.
    • Stargoose
      Stargoose
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 4.077
      Das man nicht immer raisen soll, bezieht sich wohl eher darauf, das eigene Spiel zu variieren, um nicht zu berechenbar zu sein. Das setzt natürlich voraus, das die Gegner "klug" genug sind, sowas zu erkennen. Bis jetzt hab ich das noch nicht für nötig gehalten, da zumindest bei den niedrigen Limits genug "dumme" Spieler an den Tischen sitzen, die es nicht für nötig halten, das Spiel der Gegner zu beobachten / zu analysieren ...

      Außerdem muß man gerade bei den Beispielen auch differenzieren, welche Hände sich besser gegen viele und welche sich besser gegen wenige Gegner spielen lassen. Gerade AKo spiele ich lieber gegen wenige Gegner, die Gefahr am River durch irgendeinen Draw zu verlieren, ist so deutlich geringer...