Finte?

    • Lulli
      Lulli
      Bronze
      Dabei seit: 27.02.2005 Beiträge: 355
      Hi,

      ich schaue gerne bei den $100/$200-Tischen bei PartyPoker zu und analysiere das Spiel.

      Eine Sache ist mir aufgefallen, da ist gelegentlich einer mit nur ca. 1.000$ buy in (oder weniger!) und spielt mit. Und mir ist zweimal folgendes aufgefallen, der hat ein mittleres pair, raist preflop und spielt all in (so zu sagen all in).

      Dann gewinnt er. OK, mag Zufall sein, der Mann hat einen orientalisch klingenden Namen, aber kann das auch eine Finte sein? Kann man mit mittlerem oder grossem Paar da was reissen? - Die anderen sind ja normalerweise schoen tight und wenn man kein Nachbetten befuerchten muss? Ist man dann Favorit?

      Gruesse!
      Lulli
  • 12 Antworten
    • OnkelHotte
      OnkelHotte
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 18.433
      so zu spielen machen nur noobs! sei froh, wenn sich solche fische an deinen tisch setzen!

      gibt wohl diverse leute, die auf nen lucky shot hoffen. ist aber schwachfug!

      kann mir nix schlimmeres vorstellen, als die nuts zu haben und dann all-in gehen zu müssen.

      dieser thread ist btw im falschen forum imho!
    • Lulli
      Lulli
      Bronze
      Dabei seit: 27.02.2005 Beiträge: 355
      Lieber Onkel Hotte,

      Verstaendnisfrage: Du bist also der Meinung, dass es keinen Vorteil darstellt mit wenig Geld in den Tisch zu gehen, sondern einen Nachteil?

      Gruesse!
      Lulli
    • OnkelHotte
      OnkelHotte
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 18.433
      selbstverständlich ist das ein nachteil! wie willst du denn geld machen, wenn du nix setzen kannst?
    • pKay
      pKay
      Black
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.163
      Das ist doch die typische gamblerphilosophie...

      Ich gehe nur mit xy an den (roulette)tisch und wenn ich gewinne (gehe ich gleich wieder runter und) kann ich weiterspielen... etc...
    • betout
      betout
      Black
      Dabei seit: 06.02.2005 Beiträge: 2.478
      Also ich war auch immer der Meinung, wenig Geld am Tisch, das ist ein Nachteil, selbstverständlich, keine Diskussion.

      Bis ich irgendwann letztens mal Barry Greenstein bei live at the bike gesehen habe, wo er erzählt hat, dass er sich gerne in games so short wie es halt erlaubt ist einkauft.

      Es ging glaub ich irgendwie darum, dass manche Leute seiner Meinung nach mit zu vielen Händen von der Small Blind callen, mit dem Argument, sie hätten so gute odds mit so vielen Leuten im Pot. Barry meinte dazu, dass man die odds eben nur tatsächlich hat, wenn man all-in ist, weil man dann kein weiteres Geld mehr zahlen muss, um den River zu sehen. (kein "throwing good money after bad" wie er es nannte) Genau deswegen ist er gerne short, besonders auch in no-limit games, weil er dann all diese guten odds nehmen kann, was ihm mit einem größeren Stack nicht möglich wäre.


      Legt micht jetzt nicht auf den Wortlaut fest bitte, ich habs aber glaub ich irgendwo recorded auf der Platte und werde es auch noch mal suchen. Trotzdem hoffe ich, dass das hier erstmal reicht, um eine kleine Diskussion zu starten.
    • Vienna
      Vienna
      Einsteiger
      Dabei seit: 30.01.2005 Beiträge: 567
      Nach "PokerStove" hat man erst ab 99 einen sinnvollen Vorteil, wenn die Gegner 20% ihrer Startkarten spielen. Dieser Wert der Gegner ist anzunehmen, wenn sie Preflop ein Raise callen.

      Geht man beim Flop nur dann All-In, wenn keine höhere Karte als im Pocketpair vorhanden ist, so erhöht sich der Vorteil erheblich.
    • Vienna
      Vienna
      Einsteiger
      Dabei seit: 30.01.2005 Beiträge: 567
      Diese Spielweise könnte bei No-Limit erfolgversprechend sein. Ich teste neue Strategien immer bei PokerStars im max. 10$ Buy-In Limit.

      Anstelle der maximalen 10$ stieg ich nur mit 3$ in das Spiel ein. Das war gleich meine 1. Hand:


      PokerStars No-Limit Hold'em, $0.10 BB (6 handed) FTR converter on zerodivide.cx

      saw flop|saw showdown

      UTG ($4.45)
      MP ($12.10)
      CO ($14.10)
      Button ($3.65)
      SB ($3.80)
      Hero ($3)

      Preflop: Hero is BB with 9:spade: , 9:club: .
      4 folds, SB completes, Hero raises to $0.4, SB calls $0.30.

      Flop: ($0.80) A:club: , 4:diamond: , K:club: (2 players)
      SB bets $0.8, Hero raises to $2.6, SB calls $1.80.

      Turn: ($6) 5:spade: (2 players)

      River: ($6) 7:club: (2 players)

      Final Pot: $6

      Results in white below:
      SB has 4h Ts (one pair, fours).
      Hero has 9s 9c (one pair, nines).
      Outcome: Hero wins $6.


      Mein All-In bei dem Flop war natürlich Schwachsinn, aber der Ausgang hat mich ermutigt, weiter zu testen.
    • sammy
      sammy
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 5.315
      @Vienna: Bei einem Limit, wo eh keiner der Mitspieler den geringsten Plan hat, kann man nicht vernünftig neue Strategien testen (die auch für höhere Limits klappen sollen).
    • Korn
      Korn
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 12.511
      Original von betout
      Also ich war auch immer der Meinung, wenig Geld am Tisch, das ist ein Nachteil, selbstverständlich, keine Diskussion.

      Bis ich irgendwann letztens mal Barry Greenstein bei live at the bike gesehen habe, wo er erzählt hat, dass er sich gerne in games so short wie es halt erlaubt ist einkauft.

      Es ging glaub ich irgendwie darum, dass manche Leute seiner Meinung nach mit zu vielen Händen von der Small Blind callen, mit dem Argument, sie hätten so gute odds mit so vielen Leuten im Pot. Barry meinte dazu, dass man die odds eben nur tatsächlich hat, wenn man all-in ist, weil man dann kein weiteres Geld mehr zahlen muss, um den River zu sehen. (kein "throwing good money after bad" wie er es nannte) Genau deswegen ist er gerne short, besonders auch in no-limit games, weil er dann all diese guten odds nehmen kann, was ihm mit einem größeren Stack nicht möglich wäre.


      Legt micht jetzt nicht auf den Wortlaut fest bitte, ich habs aber glaub ich irgendwo recorded auf der Platte und werde es auch noch mal suchen. Trotzdem hoffe ich, dass das hier erstmal reicht, um eine kleine Diskussion zu starten.
      Da hat Barry recht. Mit schlechten Händen mit reverse implied odds ist man gerne pre-flop all-in. Andersrum ist es extrem ekelhaft mit guten Händen oder guten Flops kein Geld mehr zu haben d.h. keinen value mehr zu bekommen.

      Insgesamt ist es so, dass man als guter Spieler lieber mit einem vollen Stack am Tisch sitzen sollte.
    • Vienna
      Vienna
      Einsteiger
      Dabei seit: 30.01.2005 Beiträge: 567
      Original von sammy
      @Vienna: Bei einem Limit, wo eh keiner der Mitspieler den geringsten Plan hat, kann man nicht vernünftig neue Strategien testen (die auch für höhere Limits klappen sollen).
      Ja, das ist richtig. Bei dem Limit wird zwar schon überlegter gespielt, aber reicht halt nicht für einen sinnvollen Vergleich mit den hohen Limits. Bei dem Versuch mit dem minimalen Buy-In kommt noch hinzu, dass sich keiner mehr bluffen läßt, und aus guten Händen holt man zu wenig raus.
    • Taranis05
      Taranis05
      Einsteiger
      Dabei seit: 16.04.2005 Beiträge: 31
      Vermute mal, er spielt das nur aus späten Positionen aus, auf dem Button oder nahe dran, da er da nur sehr wenige calls erwarten kann. Kommt der Flop dan günstig, und die anderen checken nur, ist eine continuation bet beinahe pflicht und bei einem niedrigen stack ist das gleichzeitig ein all in.
      Aus einer späten Position heraus, ist so ein Spiel durchaus vertretbar, und profitabel, muss nicht unbedingt bedeuten dass da ein Fish am Tisch ist. Wenn ich mich richtig erinnere, beschreibt sogar Harrington diese Situation in seinem Vol.1.
    • FA_Morgoth
      FA_Morgoth
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2005 Beiträge: 1.173
      irre ich mich oder entspricht das nicht ziemlich genau der short stack strat von jjacky?
      denke mal im NL ist sowas gut spielbar, aber limit sollte man nen grossen stack haben.