Was macht ihr mit Tischen, auf denen es schlecht läuft?

    • superstar84
      superstar84
      Bronze
      Dabei seit: 24.04.2006 Beiträge: 1.925
      Also.....

      der Threadtitel besagt ja schon worum es geht: Was macht ihr auf Tischen, auf denen es schlecht läuft, ihr aber wisst dass sie (eigentlich) profitabel sind?

      In den Artickeln im Anfängerforum und auch im Coaching wird ja empfohlen, man sollte reloaden wenn man die 12BB-Grenze erreicht.

      Macht IHR das wirklich oder hört ihr ganz auf mit der Session? Macht ihr ne Pause?

      Ich mache es immer so, dass ich, wenn es allgemein gut läuft und nur ein Tisch deutlich im Minus ist, diesen Tisch verlasse auch wenn ich weiss das er eigentlich profitabel ist.

      Grund ist folgender: Wenn ich auf einem bestimmten Tisch besonders viele teure Bad Beats bekomme, spiele ich auch eigentlich gute Hände auf diesem Tisch "mit einem unguten Gefühl": ich bin dann oft zu pessimistisch und kann nicht mein A-Game spielen.

      Wechsel ich aber den Tisch, denke ich mir "neues Spiel, neues Glück", und die negativen Gedanken sind (oft) weg.

      Wie geht es euch? Könnt ihr einfach so weiter auf diesen (Pech)-Tischen spielen ohne sich von den Beats beeindrucken zu lassen? ICH persönlich kann es nicht....


      Gruß Superstar
  • 17 Antworten
    • Dominik7
      Dominik7
      Bronze
      Dabei seit: 15.06.2006 Beiträge: 8.052
      Ich bleibe am Tisch, spiele normal weiter und freue mich wenn ich dem Deppen der mich zuvor weggeluckt hat die Bets wieder abnehme =)
    • ErikNick
      ErikNick
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2006 Beiträge: 5.921
      Ich spiele stur weiter, BabBeats sind mir schnuppe. Ich vergesse auch sofort, wer meine Kohle hat. Aber wenn es steil bergab geht werde ich an dem Tisch tighter, mache Drawhände von mehr Limpern abhängig als das SHC vorsieht, werde bei Reraises sehr viel vorsichtiger und folde mal eher. Wenn man AA hat und K auf dem Board liegt und man auf eine Bet einen Reraise einfängt, dann kann man das glauben, muss man aber nicht. In so einer Situation glaube ich es ... nun ... eher, auch einem Maniac. Irgendwo müssen die Niederlagen ja herkommen. Dann werde ich zum Rock bis ich in einer flockigen Situation bin und wieder ausgleichen kann. Manchmal muss ich mich auch mühsam vom Rockimage ernähren und kriege nur die Blinds wenn ich mal raise, geht aber auch, solange man nicht weiter in teure Potts verwickelt wird, für die man nicht die nötigen Hände hat ... jaja ... ich weiss, die Absätze und die Wortmenge, herrjeh, ich warte dass ein Tisch frei wird ... das zieht sich wieder ... oh Mann ... HA! Habe einen ...
    • emrah999
      emrah999
      Black
      Dabei seit: 29.03.2006 Beiträge: 3.873
      was noch fürs reloaden spricht ist dass Fische nach Bad-Beats verteilen übermütig werden weil sie meistens nicht mitbekommen dass sie gerade nur durch stupides Glück gewonnen haben, gerade LAGs die tendenziell ein großes Geltungsbedürfnis haben neigen besonders zu solchem Verhalten.
      Soll heissen wenn du am Tisch ne Weile lang verlierst wirst du vom LAG als "Loser" abgestempelt und kriegst definitiv Action für deine Monsterhände so nach dem Motto " Ich habe die letzten Pötte gewonnen, also hat der Typ eh wieder nix den mach ich jetzt fertig" und Zack siehts wieder gut aus für Dich.
      Aber du hast schon recht dass das eigene Spiel dadurch auch beeinflußt werden kann, bei mir war es häufig so dass meine Semi-Bluff rate sank weil ich nicht daran glaubte irgendwen zum folden bringen zu können mit nem raise.
      Trotzdem reload bei nem an sich profitablen Tisch
    • ErikNick
      ErikNick
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2006 Beiträge: 5.921
      Ist ja auch völlig korrekt dass deine Bluffrate sinkt. An solchen Tischen wirst du nach einigen Niederlagen gecallt, also is nix mit Bluff. Musst halt anders an die Sache rangehen, eben noch tighter werden und sie am Ende mit nem verdeckt-slow-geplayten Vierer schnappen, denn du auf Turn und River luckst :-))
    • emrah999
      emrah999
      Black
      Dabei seit: 29.03.2006 Beiträge: 3.873
      Original von ErikNick
      Ist ja auch völlig korrekt dass deine Bluffrate sinkt. An solchen Tischen wirst du nach einigen Niederlagen gecallt, also is nix mit Bluff. Musst halt anders an die Sache rangehen, eben noch tighter werden und sie am Ende mit nem verdeckt-slow-geplayten Vierer schnappen, denn du auf Turn und River luckst :-))
      so ist es :D
    • beg0r
      beg0r
      Bronze
      Dabei seit: 07.05.2006 Beiträge: 2.948
      Original von emrah999
      Soll heissen wenn du am Tisch ne Weile lang verlierst wirst du vom LAG als "Loser" abgestempelt und kriegst definitiv Action für deine Monsterhände so nach dem Motto " Ich habe die letzten Pötte gewonnen, also hat der Typ eh wieder nix den mach ich jetzt fertig" und Zack siehts wieder gut aus für Dich.
      eine meiner lieblingshände, die ich je spielen durfte:
      http://www.pokerhand.org/?453974

      der typ war ein LAG wie er im buche steht und hat mir, nachdem er mir vorher einen ordentlichen badbeat verteilt hat, so richtig gas gegeben, weil er offensichtlich dachte, dass ich wegen ihm ausflippe und mal so richtig auf tilt bin :D ...
      schade dass ihm nach meinem reraise aufm river dann doch noch aufgefallen ist, dass er ein idiot ist :D
    • Blacklord1
      Blacklord1
      Bronze
      Dabei seit: 24.07.2006 Beiträge: 874
      Ich verlasse diese Tische in den meisten Fällen.
      Wenn ich merke das da wieder ein paar dabei sind die nur Humbug zusammenraisen und man sie null einschätzen kann dann weg da.
      Klar erwischt die auch mal ein Bad Beat aber ich muss mir das nicht geben, dafür hat es zu viele Tische wo man spielen kann.
    • shokun
      shokun
      Bronze
      Dabei seit: 15.04.2006 Beiträge: 566
      Also ich kann mich prinzipiell von guten Tischen nur schwer trennen, weil ich dann erst mal einen atäquaten Ersatz dafür finden müsste. Meine Vorgehensweise ist dann wie folgt, ich reloade 2-3 mal und dann tilte ich. ;)
    • OnkelHotte
      OnkelHotte
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 18.432
      @frage: reloaden und nochmal reloaden, so lange der tisch fischig bleibt!
    • ErikNick
      ErikNick
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2006 Beiträge: 5.921
      ähem ... ich wage es kaum, gegen einen Supermoderator anzustinken, aber ich würde doch dringend zu der Einschränkung raten: "Nur, wenn du sicher bist nicht selber einer von den Fischen zu sein ;-)"
    • onkeljuergen19
      onkeljuergen19
      Bronze
      Dabei seit: 23.06.2006 Beiträge: 678
    • Nani74
      Nani74
      Black
      Dabei seit: 15.12.2005 Beiträge: 12.386
      schließen
    • KevinhoStar
      KevinhoStar
      Bronze
      Dabei seit: 22.02.2006 Beiträge: 5.671
      ich schließ den höchstens wenn die fische weg sind und nur noch gute spieler dran sitzen

      ansonsten wird solange nachgekauft wie die session geht


      wie hoch mein geldstand ist hat bei mir absolut NULL einfluss, schließe oft tische mit dickem plus wenn die schlechten spieler weggehen
    • ErikNick
      ErikNick
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2006 Beiträge: 5.921
      Sagt mal ... was darf ich eigentlich davon halten, wenn bei mir die tighteren Tische meistens besser laufen als die loosen? Ich habe auch den Eindruck, dass ich an den Tischen, wo kaum oder keine loosen Spieler hocken, besser abkassiere. Klar, wenn ich gute Karten kriege, dann zahlen die Fische besser aus, aber das ist ja nicht immer so. Gerade wenn ich nur mauen Kram kriege, wenig treffe, gehen die tighten Tische besser. Liegt es an meiner Agressivität? Die hat in letzter Zeit stark nachgelassen, aber Contibet, Einschüchterungsraises in HUs, Reraises mit guten Draws beeindrucken Callingstations etc. ja nicht, da kann ich AK ohne Treffer gleich einpacken. Bei tighten Tischen kann man seine Preflopaction noch eher nutzen um die anderen rauszudrücken.
      Bedeutet das jetzt, ich kann mich nicht flexibel genug an eine geänderte Tischsituation anpassen? Bin ich'n Depp, weil ich im Fischeausnehmen kläglich versage, wenn ich kein Kartenglück habe? Bin ich pervers, weil ich TAGs besser hochnehmen kann? :-))
    • BennyTK
      BennyTK
      Bronze
      Dabei seit: 16.02.2006 Beiträge: 1.644
      geht mir in letzter zeit auch so! die tighten leute folden ziemlich oft bei ner einfachen bet am flop heads up - das bringt schonmal immer gut geld - noch dazu kommt dass man die viel besser einschätzen kann! also zur zeit spiel ich auch fast lieber die tighten tische mit einem oder vielleicht 2 fischen - aber bei 4 fischen - die jedesmal meinen open raise callen - da bekomm ich zu viel!
    • giZZmo
      giZZmo
      Bronze
      Dabei seit: 31.07.2006 Beiträge: 496
      ich mach solche tische auch zu, wenn da ein fisch sitzt, der mit allem raised oder called. klar, ich weiß, dass ich eigentlich geld von dem gewinnen müsste. aber irgendwann wirds mir dann zu bunt, wenn ich sehe, dass der fisch reihenweise badbeats verteilt und wenn ich dann das 2te oder dritte mal selbst davon betroffen bin, gehe ich meistens.
      das problem ist ja auch, dass das sprichwort "das glück ist mit die dummen" scheinbar viel zu oft stimmt. andere spieler treffen nie in jedem zweiten spiel 2 pair am flop, fischen scheint sowas regelmäßig zu gelingen. grad eben wieder einen am tisch gehabt. der hat in ca. 20 minuten 10$ bei 0.15/.30 limit hold `em gewonnen, obwohl er abgrundtief scheiße gespielt hat.
      an tighten tischen kann man die gegner einfach besser einschätzen und muss nicht mit 2 pair zweien und dreien rechnen, wenn man preflop mit KK cecappt hat.
    • ErikNick
      ErikNick
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2006 Beiträge: 5.921
      Hm ... das scheint mir aber ein Ansatzpunkt für das Erfolgsgeheimnis der loosen Spieler zu sein: Einfach alles callen, zwischendurch mal sinnlos reraisen ... damit verunsichert man die TAGs mit weniger Erfahrung. Die gehen ja nicht streng nach Pottodds vor, sondern eher nach Glaube-Liebe-Hoffnung. Hat der Gegner nun nen Drilling? Hat er Toppair? Hat er nen Backdoordraw am Turn?? Ich bin mit KKK in ein gelucktes Fullhouse gelaufen, eine Runde später habe ich mit AK A-high nen genauso grossen Pott gewonnen. Eine Runde später mit K-high gegen ne Riverstraight verloren, eine Runde später mit J-high gewonnen ... wenn ich mir das Einsteigen in Verlusthände abgewöhne ist das sehr profitabel. Dafür muss man den einzelnen loose Player sehr genau studieren, gucken wie er was wann warum macht. Mit mehreren Tische sehr schwierig, aber manchmal geht auch das. Ich schätze mal, das ist der Unterschied zwischen Fischen und Haien ... wenn man Fische nur ausnehmen kann, wenn sie kein Kartenglück haben, dann ist man einfach selber nur ein lucky-Fisch :-) Ich denke, für genau sowas halten die mich, wenn ich mal wieder der Meinung war, AK wäre auch ohne Treffer für den doofen Fisch ausreichend (obwohl da dick Callingstation dransteht und ich ganz genau weiss, dass er bis zum River mindestens 22 zusammenbekommt). Andererseits liebe ich die Jungs, wenn ich AA habe und auf dem Flop ein A liegt ... da kannst du machen was du willst, die gehen nicht raus :-))) ... könnte ja noch ein Vierling zusammenkommen oder so :-))