20- 30 BB strategie an SH Tischen / Wechsel von BSS -> SSS SH

    • DiscoStu85
      DiscoStu85
      Bronze
      Dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 4.178
      ich hab mir mal angedacht wie es wäre zur SSS zu wechseln.
      habe bisher nur BSS erfahrungen gemacht, 200k Hände auf NL 100 SH, 70k Hände auf Nl 200 SH.

      Ist folgendes Szenario profitabel?

      ich kaufe mich an meinen Tischen anstatt mit 100BB einfach für 20BB ein, und defende meine Blinds genauso wie ich es von der BSS gewohnt war.
      Mein Preflopspiel passe ich natürlich an die geschrumpften Stacksizes an, d.h keine spekulativen Hände mehr, keine Positioncalls mehr, kein Setvalue...

      aber im Grunde kanns doch nicht so easy sein oder?
  • 3 Antworten
    • Grinzold
      Grinzold
      Bronze
      Dabei seit: 29.11.2007 Beiträge: 268
      Original von DiscoStu85
      ich kaufe mich an meinen Tischen anstatt mit 100BB einfach für 20BB ein, und defende meine Blinds genauso wie ich es von der BSS gewohnt war.
      ne, du solltest deine blinds nicht so wie bei der bss verteidigen. ich schätze, dort ist playability sehr wichtig, was bei der blinddefense als sssler nicht wichtig ist, weil man, nachdem man reraist, meist all-in ist.

      außerdem kannst du schlechte preflop plays viel weniger durch postflop skill ausgleichen, so dass du genau wissen solltest, wann du die benötigte equity für eine bestimmte aktion hast.

      ansonsten ist es bestimmt nicht schwierig, als bssler erfolgreich sss (ob sh oder fr) zu spielen, wenn man sich vorher mit shorstack-play beschäftigt hat. die sss lässt sich bekanntlich ja etwas leichter lernen und anwenden als die bss (auch advanced).
    • DiscoStu85
      DiscoStu85
      Bronze
      Dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 4.178
      klar das dachte ich mir schon, das SC's praktisch unspielbar sind, außer als Squeeze evtl, wo du im Falle eines Calls eben noch 30-40% Equity hast.

      klar ist playability nicht so wichtig wie in der BSS, aber im Grunde macht das im Restealen ja nicht viel aus. Dort ist das wichtigste doch eh die FE, und eine gute Equity gegen seine Calling Range, und gegen ne Callingrange von einem Shortstack push,

      Jetzt erfinde ich mal eine Callingrange des BU, gegen einen BB defend als SHortstack in einem SH Game:
      AT+88+,und dagegen stehe ich mit 78s nunmal besser als mit A5o

      aber was mich nun noch interessiert:
      inwiefern ist es wichtig ob ich mich mit 20BB oder 30BB einkaufe?, ich denke um profitabel pushen zu können sollten 20 BB ausreichen, wenn ich aber z.B 50 BB nehme und ganz normal BSS spiele? Dadurch würde ich ja den Gegnern in den meisten Fällen die Möglichkeiten nehemen, nach einem reraise oder sogar nach einem openraise von mir auf Setvalue zu callen.
    • Grinzold
      Grinzold
      Bronze
      Dabei seit: 29.11.2007 Beiträge: 268
      Original von DiscoStu85
      aber was mich nun noch interessiert:
      inwiefern ist es wichtig ob ich mich mit 20BB oder 30BB einkaufe?, ich denke um profitabel pushen zu können sollten 20 BB ausreichen, wenn ich aber z.B 50 BB nehme und ganz normal BSS spiele? Dadurch würde ich ja den Gegnern in den meisten Fällen die Möglichkeiten nehemen, nach einem reraise oder sogar nach einem openraise von mir auf Setvalue zu callen.
      ich denke, man kann mit allen stacksizes, (außer <<10BB) profitabel spielen.

      Allerdings kann man sich bei fullstacked und 20bb-stack play an erfahrungswerten anderer spieler orientieren, was bei anderen stacksizes schwierig wird.
      Mit 50BB muss man meines wissens nach schon anders als mit 100BB spielen (insbesondere in bezug auf implied odds).

      Ich würde einfach mal auf limits unter deinem homelimit verschiedene strategien ausprobieren und so herausfinden, welche sich besser spielen lässt und welche profitabler erscheint.