Starting Hands?

    • davidh38
      davidh38
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 833
      Lieber Dominik,

      ich würde gern wissen nach welchen Kriterien, du die Starting hand tabelle anfertigst. Hast du eine Tabelle über den Erwartungswert von starting hands außer deine eigenen? Nutzzt du Pokerstove bei der Auswertung?
  • 9 Antworten
    • Korn
      Korn
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 12.511
      Hallo David,

      1. ca 30 Pokerbücher
      2. PokerStove
      3. Pokerroom.com EV Stats
      4. http://www.flg.se/poker/abdul_preflop.htm
      5. Diverse twoplustwo.com postings
    • Zocker007
      Zocker007
      Global
      Dabei seit: 20.04.2005 Beiträge: 1.776
      Ich betreibe für mich etwas Equity-Forschung. Mein laufendes Projekt simuliert, wie hoch ist meine Equity, wenn ich UTG Raise und die Gegner "tight-ehrlich" mitgehen (nach StartChart, Caps vernachlässige ich).

      Es geht mir nicht darum, die StartCharts und vorhandene Datenbanken anzuzweifeln - revolutionäre Neuigkeiten werden dabei sowieso nicht kommen, sondern hauptsächlich um die Chancen und Negativ-Profitabilität von Grenzwertsituationen einzuschätzen.

      Beispielsweise "halbbegründete Bluffs"-Raise mit 9Ts oder A7o, den man ja unter Umständen AB UND AN mal einstreuen könnte. Allerdings macht ein solches Vorgehen nur richtig Sinn, wenn die Gegner diese Hände auch häufig zu sehen bekommen und darauf zu hoffen deshalb im weiteren Verlauf unterschätzt bzw. unberechenbarer zu werden.

      Macht dieses Experiment Sinn, stehen die Zahlen für diesen Fall (explizit tight-aggressiver Table) vielleicht schon in einem der 30 Bücher?
      Oder wäre ein solches Vorgehen in höheren Limits sowieso nur rausgeschmissenes Geld, der Pot wird kassiert, Hero grinst in sich hinein und das wars, eine ßnderung meiner Charakteristik würde es aber nicht bringen?

      Die Begründung für meinen Beitragl ist, ich befürchte, die "Tight-aggressive" Spielweise ist doch die mit Abstand am leichtesten durchschaubare - das liest man sogar im Einsteigerforum. Das ist der Preis für ihre streng-mathematische Rentabilität. Besonders wenn ich bei einem "Drawing-Board" Post-Turn (oder River) ein Raise kassiere, fühle ich mich mit Top-Pair oder Drilling sehr unwohl - Auf Mikro bin ich mir 90% sicher, daß es ehrlich ist und Folde, meist zahlt ein anderer dafür, daß ich die Gegnerhand doch noch zu sehen bekomme und bestätigt werde. Aber in höheren Limits mit häufigen Head-To-Head-Situationen stelle ich mir das komplizierter vor. Eine falsche Post-Turn Entscheidung kostet incl. River immerhin 2BB (für falsches Callen) oder den Pot (bei Fold), der im Moment im Normalfall etwa bei 4BB steht.
    • Sleyde
      Sleyde
      Black
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 17.714
      ich denke, du meinst hier, was in middle limit hold'em als "deception" beschrieben wird oder? also, dass man seine spielweise variiert. manchmal mit gewissen haenden nur limpen und manchmal raisen. wichtig wird das ganze in profi turnieren, wo die gegner sehr genau auf deine spielweise achten. laut harrington nimmt man sich dann seine uhr zur hilfe und wenn der sekundenzeiger z.b. auf 50-60 steht callt man nur mit einer bestmmten hand und mit bei 0-59 raist man :) . so kommt halt ein voellig zufälliges ergebnis raus. meinst du das?^^ ..also täuschung der gegner durch "nicht optimales spiel", was aber durhc die täuschung +EV wird..
    • Zocker007
      Zocker007
      Global
      Dabei seit: 20.04.2005 Beiträge: 1.776
      Mit Literatur und Pokerdeutsch habe ich es (noch) nicht so, aber ich meine das so, wie Du es sagst.

      Aber wenn Du meinst, daß diese Thematik (erst) in Profiturnieren aktuell wird, habe ich ja noch ein paar Tage Zeit. ;)
    • Sleyde
      Sleyde
      Black
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 17.714
      nein. da ist sie nur besonders wichtig, da das alles profis sind und die auf solche dinge definitv achten. aber auch in high stakes games >kann< es hilfreich sein. aber dann muss man schon wissen, dass die gegner definitiv auf die hände achten, die man wo und wie spielt.
    • Zocker007
      Zocker007
      Global
      Dabei seit: 20.04.2005 Beiträge: 1.776
      Original von Sleyde
      Aber auch in high stakes games >kann< es hilfreich sein. aber dann muss man schon wissen, dass die gegner definitiv auf die hände achten, die man wo und wie spielt.
      Aber ab welchem Limit wird denn auf so was geachtet? Ich persönlich bin im im Moment gegen Deutsche mit kleinen SuitCons erfolgreicher als mit AJo. :rolleyes:
    • Sleyde
      Sleyde
      Black
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 17.714
      hm..ka spiele keine high stakes. denke aber das sollte dann schon so 50/100 sein ^^. aber es gibt überall gute spieler und überall fische, aber denke die guten spieler, müssen ja nicht mehr werden, sind auf den high limits besser als die guten spieler auf den middle limits.
    • Korn
      Korn
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 12.511
      Tight aggressive ist nicht durchschaubar. Schau dir mal 100/200 bei Stars an und versuche die Hände der Leute zu raten =)

      Pre-Flop hat man eine sehr große Raise Range. Wenn man ein wenig Variation will, sollte man ggf. Raise Hände nur Callen und Call Hände Raisen.

      Hände die strikt unprofitabel sind einzustreuen macht wie ich finde keinen Sinn.

      Tight-passive ist durchschaubar.
    • Taranis05
      Taranis05
      Einsteiger
      Dabei seit: 16.04.2005 Beiträge: 31
      TAG ist keineswegs so durchschaubar wie die meisten Leute meinen, die Informationen die man seinen Mitspielern gibt, sollten sehr stark von der Selektion der Hände abhängen die man aufdeckt. Ich kann einen dicken Topf mit einer continuation Bet gewinnen, aus der richtigen Position heraus, mit connectors gespielt, kann man sich so sehr schnell ein ganz neues Image zulegen, das dem des TAG wiedespricht. Es hängt nur davon ab, welche Infos ich an meinem Tisch verteile.
      Darüber hinaus gehe ich erst einmal davon aus, das ich an high stakes Tischen die ganze Zeit über unter beobachtung stehe, und auch in einigen Datenbanken geführt werde. Meine eigene Datenbank umfasst inzwischen mehr als 200 Spieler, die ich immer wieder treffe. Eine zwei oder drei Stunden Runde reicht in high stakes meistens nicht aus, um einen Spieler sicher einer Spielergruppe zu zuordnen.
      Deshalb gebe ich Korn hier mal (Premiere!) ;) sofort recht, TAG Spieler kann man nicht so schnell erkennen wie die meisten Spieler glauben, ein guter Spieler kann innerhalb von zehn Minuten sein Tableimage nach außen hin ändern, und seinem eigentlichen Spiel dabei treu bleiben.