SHC nur bedingt anwendbar?

    • darmblocker
      darmblocker
      Bronze
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 566
      Die SHC Tabelle hilft einem die Starthände auszuwählen. Der wichtigste Teil daran ist, dass nach seinem Stack entschieden ( >20BB, <14BB, usw.). Allerdings findet die Schnelligkeit des SNGs keine Rücksicht. Dabei ist dies doch ein entscheidener Faktor oder irre ich mich da? Wenn die Blind-Level statt 10 plötzlich nur 3 Minuten andauern, hat man auch die Möglichkeit tighter zu spielen, weil man wesentlich später in Push or Fold Situationen kommt. An dem normalen Tisch kann man noch z.B. 30 Hände bis zur PoF-Phase sehen, auf Turbos vielleicht nur noch 8. Dementsprechend muss ich doch gleiche Hände aggressiver spielen.

      Nur wird dieser Punkt in keinem SNG-Artikel angesprochen.
  • 9 Antworten
    • Crustacean
      Crustacean
      Black
      Dabei seit: 27.04.2006 Beiträge: 2.214
      du irrst dich. was aber ein shc im goldforum zu suchen hat ist mir nicht ganz klar ?(
    • darmblocker
      darmblocker
      Bronze
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 566
      Original von Crustacean
      du irrst dich. was aber ein shc im goldforum zu suchen hat ist mir nicht ganz klar ?(
      Naja, musste mir halt irgendne Überschrift ausdenken, es geht um die allgemeine Spielweise.

      So wie ich Dich verstanden habe, ist es völlig egal wie schnell die Blinds steigen. D.h. wenn AQ nach den Strategieartikeln ein Fold ist (irgendeine Gesprächsgrundlage müssen wir ja haben). Dann wäre das auch ein Fold, selbst wenn wir z.B. in 10 Händen rausgeblinden würden? Kann ich irgendwie nicht nachvollziehen. Das Beispiel ist nicht unbedingt praktixnah, weil ich bisher keine SNGs gesehen habe, wo die Blinds so schnell steigen. Aber aufgrund Deiner Aussage, müsste es ja dann völlig unabhängig von der Blindsteigerung ein Fold sein (selbst wenn sich die Blinds alle 2 Hände verdoppeln sollten). Sollte man in diesem Extrembeispiel eine Unterscheidung machen, müsste man auch bei marginaleren Beispielen eine (wenn auch kleinere) Unterscheidung machen.
    • Staarrrr
      Staarrrr
      Bronze
      Dabei seit: 08.07.2007 Beiträge: 3.123
      hmm laut ICM dürftest du mit AQ bei einer niedrigen Stackgröße so ziemlich immer all in gehen bzw. ein all in callen.

      ODer worauf willst du hinaus?
    • darmblocker
      darmblocker
      Bronze
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 566
      Original von pokerstamm
      hmm laut ICM dürftest du mit AQ bei einer niedrigen Stackgröße so ziemlich immer all in gehen bzw. ein all in callen.

      ODer worauf willst du hinaus?
      Egal ob AQ oder AJ oder AT, war ja nur ein Beispiel. Und es geht ums Spiel mit noch niedrigeren Blinds, wenn aber die Blinds unterschiedlich schnell ansteigen.
    • Unam
      Unam
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 17.08.2006 Beiträge: 8.999
      Du haust hier viele Dinge in einen Topf, so findest du keine Antwort, deshalb.
      1. Die Artikel können nicht perfekt sein, und schon gar nicht für jeden Gegner, jedes Limit perfekt sein, deshalb sind Abweichungen davon auch immer sinnvoll, aber um zu erkennen wo dies der Fall ist braucht man schon Übung und auch Kenntnisse, die ein Anfänger nicht hat, deshalb sind die SHCs auch so wie sie sind.
      2. Ein Beispiel im Extrem, wenn vor dir 5 Spieler All In sind, dann bist du dir doch sicher, dass dein AJ nicht die beste Hand ist, egal ob die 5 Spieler noch 15 Hände in dem Blindlvl haben oder 15 Hände bis zum übernächsten Blindlvl.
      Damit will ich dir sagen, so wie du deine Frage formuliert hast führt sie im extrem zu dem Schluss, da wir keine Zeit haben müssen wir hier rein, das ist aber natürlich nicht sinnvoll, denn wir investieren sicher kein Geld in einen Pot, wenn wir wissen, das wir das Geld verlieren werden.
      3. Natürlich hat der schnellere Blindanstieg einen Einfluss auf das Spiel, aber nicht im Ansatz so stark, wie du dir das vorstellst, z.B. Push oder Fold Phase, ob ich jetzt 20 Hände mit einem Stack von 10 BB spiele oder 10 Hände ist doch egal, ich Pushe und Calle +EV, und folde -EV Situationen, ob ich dies jetzt 20 mal in einem SNG oder jeweils 10 mal in 2 SNGs tue hat ja keinen Einfluss auf die Entscheidung, die ich pro Hand treffe.
      Also wenn ich weiß, dass ich in 2 Händen im Blind bin und hier jetzt einen Push mit +-0 machen kann, dann mache ich den natürlich leichter, wenn ich bis ich im Blind bin den höheren bezahlen muss, aber die Situation kann ich in jedem SNG haben, also egal in welchem Intervall die Blinds steigen. Nur kommt das in manchen SNGs eben im Verhältnis zu "normalen" Entscheidungen öfter vor und gewinnt an Bedeutung.
    • Sombat
      Sombat
      Bronze
      Dabei seit: 08.04.2007 Beiträge: 576
      Original von Unam1337
      Du haust hier viele Dinge in einen Topf, so findest du keine Antwort, deshalb.
      1. Die Artikel können nicht perfekt sein, und schon gar nicht für jeden Gegner, jedes Limit perfekt sein, deshalb sind Abweichungen davon auch immer sinnvoll, aber um zu erkennen wo dies der Fall ist braucht man schon Übung und auch Kenntnisse, die ein Anfänger nicht hat, deshalb sind die SHCs auch so wie sie sind.
      2. Ein Beispiel im Extrem, wenn vor dir 5 Spieler All In sind, dann bist du dir doch sicher, dass dein AJ nicht die beste Hand ist, egal ob die 5 Spieler noch 15 Hände in dem Blindlvl haben oder 15 Hände bis zum übernächsten Blindlvl.
      Damit will ich dir sagen, so wie du deine Frage formuliert hast führt sie im extrem zu dem Schluss, da wir keine Zeit haben müssen wir hier rein, das ist aber natürlich nicht sinnvoll, denn wir investieren sicher kein Geld in einen Pot, wenn wir wissen, das wir das Geld verlieren werden.
      3. Natürlich hat der schnellere Blindanstieg einen Einfluss auf das Spiel, aber nicht im Ansatz so stark, wie du dir das vorstellst, z.B. Push oder Fold Phase, ob ich jetzt 20 Hände mit einem Stack von 10 BB spiele oder 10 Hände ist doch egal, ich Pushe und Calle +EV, und folde -EV Situationen, ob ich dies jetzt 20 mal in einem SNG oder jeweils 10 mal in 2 SNGs tue hat ja keinen Einfluss auf die Entscheidung, die ich pro Hand treffe.
      Also wenn ich weiß, dass ich in 2 Händen im Blind bin und hier jetzt einen Push mit +-0 machen kann, dann mache ich den natürlich leichter, wenn ich bis ich im Blind bin den höheren bezahlen muss, aber die Situation kann ich in jedem SNG haben, also egal in welchem Intervall die Blinds steigen. Nur kommt das in manchen SNGs eben im Verhältnis zu "normalen" Entscheidungen öfter vor und gewinnt an Bedeutung.
      :heart:

      nice!
    • Tombery
      Tombery
      Bronze
      Dabei seit: 05.12.2006 Beiträge: 3.277
      sich einfach mit icm beschäftigen, zB. die 30 freien tage sngwizard holen und viel damit arbeiten. wird einem alles klar werden und man braucht auch kein shc oder sowas~
    • darmblocker
      darmblocker
      Bronze
      Dabei seit: 11.03.2007 Beiträge: 566
      unam: Danke für die ausführlichen Erklärungen

      Hab schon viele Bücher und alle Strategieartikel und Videos zu dem Thema durchgearbeitet, vor allem auch die von Dir ;-).

      Hatte das SHC nur erwähnt, um auf relativ feste Starthände hinzuweisen, die in den Strategieartikeln unabhängig von der Geschwindigkeit der SNGs vorgegeben werden. Klar soll es den Anfängern vor allem als Starthilfe dienen.

      Mir ist nur aufgefallen, dass bei Turbo-SNGs bei gleichen Blind-Stufen wesentlich aggressiver gespielt als bei normalen SNGs. Bei den Turbos findet man sicher 2-3 mal so häufig AI Situationen bei den 20/40 und 30/60 Blinds als bei den normales SNGs.

      ICM Trainer wird auch regelmäßig angeschmissen und bin auch immer so im 93-95% Bereich.
    • GrandmasterFleisch
      GrandmasterFleisch
      Bronze
      Dabei seit: 08.03.2006 Beiträge: 568
      Original von darmblocker
      unam: Danke für die ausführlichen Erklärungen

      Hab schon viele Bücher und alle Strategieartikel und Videos zu dem Thema durchgearbeitet, vor allem auch die von Dir ;-).

      Hatte das SHC nur erwähnt, um auf relativ feste Starthände hinzuweisen, die in den Strategieartikeln unabhängig von der Geschwindigkeit der SNGs vorgegeben werden. Klar soll es den Anfängern vor allem als Starthilfe dienen.

      Mir ist nur aufgefallen, dass bei Turbo-SNGs bei gleichen Blind-Stufen wesentlich aggressiver gespielt als bei normalen SNGs. Bei den Turbos findet man sicher 2-3 mal so häufig AI Situationen bei den 20/40 und 30/60 Blinds als bei den normales SNGs.

      ICM Trainer wird auch regelmäßig angeschmissen und bin auch immer so im 93-95% Bereich.
      Bei turbos sind halt einfach mehr Idioten am start die meinen ständig bluffen zu müssen.
      Durch die schnellen Blindanstiege ist man natürlich auch oft gezwungen mit Trash zu pushen um seine Foldequity halbwegs am Leben zu erhalten.
      Das sehen die Fische natürlich und callen dann viel mehr schrott als normal.
      In den early levels gehen sie natürlich auch oft broke, weil sie denken "hier muss man doch eh 2 oder 3 flips gewinnen um ins Geld zu kommen"...
      Turbos halt..

      Übringends würde ich dir raten ein bisschen an den Einstellungen zu feilen wenn du mit dem ICM trainer übst.
      Einfach mal bisschen rumprobieren und vor allem "Problemhände" als Range verwenden usw..