Go.

    • sholvar
      sholvar
      Bronze
      Dabei seit: 18.01.2005 Beiträge: 4.826
      Für alle die das Spiel nicht kennen: http://www.dgob.de/index.htm?einfuehrung/index.htm

      Mich wundert es, dass wir Pokerspieler noch nie über Go gesprochen haben, wo meiner Meinung nach die Gemeinsamkeiten zwischen Poker und Go deutlich größer sind als bei Schach oder Broodwar.
      Schach oder Broodwar haben ja vor allem strategisch/taktische Gemeinsamkeiten.
      Bei Go wie bei Poker haben die einzelnen Steine für sich eigentlich keinen Wert. Was hat beim Pokern eine Herz 8 oder ein Karo Ass für einen Wert? Wenn auf dem Tisch weitere 2 8en liegen und man zur Herz 8 noch eine weitere auf der Hand hält, dass Karo Ass aber keine Unterstützung durch die andere Handkarte oder das Board bekommt, ist sie völlig wertlos.
      Genauso ist jeder Go-Stein für sich genommen völlig wertlos. Ein einzelner Go Stein ist nicht in der Lage eines der beiden Spielziele (gegn. Steine gefangen nehmen, Gebiete abgrenzen) zu erfüllen.
      In beiden Spielen gibt es sehr wahrscheinlich die theoretische Möglichkeit eines perfekten Spielers, bei Poker ist immer eine von drei Möglichen Entscheidungen, diejenige die den meisten Gewinn oder den geringsten Verlust in sich birgt, bei Go gibt es vermutlich immer eine Position auf die ein Stein sich perfekt entfalten kann. Die Findung dieser perfekten Entscheidung ist aber in beiden Spielen so stark von verschiedensten Faktoren durchsetzt und teilweise von nie hundertprozentig einschätzbaren menschlichen Faktoren der Gegner durchsetzt, dass sie real eigentlich unmöglich zu sein scheint.

      Was denkt ihr darüber? Gibt es hier Go-Spieler, die erfahren genug sind (vielleicht sogar einen Dan-Rang besitzen) um tiefer argumentieren zu können?
  • 7 Antworten
    • Korn
      Korn
      Bronze
      Dabei seit: 14.01.2005 Beiträge: 12.511
      Edit: Diverse Spampostings gelöscht.

      Brockie, Seri, dompy:

      Das nächste mal, wenn ihr auf ein Post von sholvar spammt, nur weil es von sholvar kommt (dieses Post ist btw ein ganz normales, sinnvolles Posting) könnt ihr euch als verwarnt betrachten.
      Die Verwarnung würde in dem Fall mit Sanktionen verbunden sein.

      Bitte denkt daran, wie ich mich für euch einsetze, falls es Probleme mit Eurobet, PartyPoker, Beispielhänden oder sonst etwas gibt. Ich denke im Gegenzug kann ich von euch erwarten, dass ihr euch ab sofort an die Regeln dieses Forums haltet.
    • garandou
      garandou
      Black
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 5.140
      Ich spiel ab und zu auf IGS (http://www.rene-grothmann.de/jago/ ist ein guter client). qry mich per irc wenn du Lust auf paar games hast.
    • jjacky
      jjacky
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 1.305
      ich treffe mich einmal die woche mit komilitonen zum go spielen. bin blutiger anfänger in sachen go, habe aber nicht vor die nötige mühe zu investieren um das zu ändern (also ist learning by doing angesagt :) ).
    • hasenhirn
      hasenhirn
      Bronze
      Dabei seit: 18.07.2005 Beiträge: 17
      Hi,

      bin selbst Schachspieler(naja eher mies schwankend um 1850 DWZ) und hab auch eine kurze Zeit gerne Go gespielt (bin online auf ca. 12 Kyu gekommen, also auch nicht sonderlich talentiert). Im Go finde ich keine RL Gegner und online macht es mir nicht mehr so viel Spaß, da mich Schach immernoch mehr packt.
      Ich finde dein Vergleich zwischen Go, Pokern, Schach (Broodwar kann ich nicht beurteilen nie gespielt) hingt etwas. Hier meine Meinung.

      Schach: Du kannst den einzelnen Figuren eigentlich keinen festen "Wert" (was immer das heißt) zuordnen. Jede Schachfigur entwickelt in einer Stellung erst ihre wahre Stärke, wenn sie mit den eigenen und den evtl. gegnerischen Figurenstellung "harmoniert". Das Wertungssystem im Schach mit den Bauerneinheiten erfüllt nur den Zweck einer Merkregel, um den Spielern eine bessere ßbersicht zu geben, ist aber alles andere als allgemeingültig.

      Go: Auch hier kann man die Steine "bewerten" aber es hängt wie im Schach konkret von der Stellung ab. Ein bestimmter einzelner Stein könnte das Spiel gewinnen, aber bei hinzufügen,verändern eines anderen Steines kann dieser dann auf einmal Wertlos sein. Also wie im Schach.

      Der Haupteunterschied zwischen Schach und Go ist:
      Schach ist eher taktischer Natur und Go strategischer, aber man kann die Grenze nie exakt ziehen. Da Schach auch Strategisch sehr komplex ist und Go auch äußerst taktisch ist.

      Der Unterschied zwischen den beiden Spielen und Pokern steckt eigentlich nur in der Information über den "Gegner". beim Pokern weiß man halt nicht was der Gegner für eine "Position" hat. Man versucht halt durch irgendwelche Züge unter Einbindung von Wahrscheinlichkeiten, eine Information über dem Gegner seine "Position" zu bekommen und die eigene zu verschleiern und so das "Spiel" (mehrere Hände nicht nur eine einzelne) zu gewinnen.

      Beim Pokern halten sich meiner Meinung nach Strategie und Taktik die Waage, so daß man es nicht einem der beiden Brettspiele besser zuordnen kann.

      Ich lasse mich gerne eines besseren Belehren, falls ich mich irren sollte.

      PS: Solltest mal Shogi probieren, dass ist auch ein sehr schönes Brettspiel.

      Gruß Hase
    • michi
      michi
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2005 Beiträge: 86
      Worin liegt denn der Unterschied zwischen Taktik und Strategie???
    • MaxP0W3R
      MaxP0W3R
      Bronze
      Dabei seit: 16.02.2006 Beiträge: 124
      Original von michi
      Worin liegt denn der Unterschied zwischen Taktik und Strategie???
      Hab ich mich auch gerade gefrag,

      Aber ich glaube Strategie ist Zielauswahl und Taktik die Methode mit der mann ein Ziel verfolgt.

      aber so ganz is mir das auch nich klar 0_o
    • RoccoBlues
      RoccoBlues
      Global
      Dabei seit: 09.02.2006 Beiträge: 164
      Also ich hab mal ne Zeitlang aktiv Go gespielt (~ 1 kyu) - mittlerweile nur noch selten wenn die Bielefeld Mannschaft noch Spieler braucht für die Ligaspiele. :-)

      Also Geduld, Disziplin und strategischen Denken lernt man da echt ordentlich...

      Anders als beim Pokern kommt es beim Go eigentlich nicht auf deinen Gegner an - wenn du "perfekt" spielst ist es egal wie stark er ist. Niemand spielt beim Go absichtlich Züge um Gegner in Fallen zu locken oder zu bluffen.

      Eine Gemeinsamkeit ist wahrscheinlich das man lernen muß sich von "guten Karten" oder beim Go "Gruppen/Gebieten" zu trennen. Beim Poker weil der Flop oder so einfach nicht paßt und beim Go weil man dadurch woanders auf dem Brett mehr "Profit" machen kann. Starke Go-Spieler unterscheiden sich u.a. dadurch von Schwachen das sie in der Lage sind das ganze Brett mit allen Möglichkeiten zu bewerten wohingegen schwache eher dazu tendieren lokal zu spielen.

      Gruß
      Dennis