FTP NL100+ Gegneradaption / 4-bets,5-bets?

    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.485
      Hallo,

      auf NL100 auf FTP stelle ich zur Zeit fest, dass meine Gegner sehr schnell anfangen, zu 3-betten, 4-betten und zu 5-betten. Das geschieht in einer großen Zahl der Fälle auch als Bluff. Wenn ich beispielsweise so 20 Hände lang 30/27 spiele, dann geht's auf alle Fälle schon richtig zur Sache.
      Wie sieht's denn aus auf höheren Limits? Fangen die da auch an, so "rumzutilten" bzw. so schnell jeglichen Credit zu versagen?

      Eine weitere Frage, die damit zusammenhängt, ist für mich: wenn ihr ein looses Image habt und die Gegner dementsprechend häufiger Mal 3-betten oder 4-betten, ab wann entscheidet ihr euch dann dazu 4-bet oder 5-bet bluffs einzustreuen? Ich habe da zur Zeit noch etwas Probleme, denn wenn ich sehr aggressiv war und mich ein Gegner daher zum wiederholten Mal aus den Blinds oder vom BU (wenn ich im CO oder MP war) 3-bettet, dann setze ich eine 4-bet an. Oft kommen darauf dann aber direkte Pushs, die, wo ich mir ziemlich sicher bin, oft als Bluff geschehen. Ist es dann auf alle Fälle an der Stelle sofort zum TAG zu werden und nur auf die Nut-Hände zu warten? Aber das kann ich schlecht spielen, denn ich werde dann ja auch z.B. aus vielen Pockets geraist oder muss auch mit KQ wiederholt folden, sodass das für mich nicht mehr das Super +EV-Spiel ist. =/

      Hierzu habe ich übrigens auch ein neues Video in der Videosektion gepostet, wo ich einige Male ge-4-betted werde. Falls jemand Zeit und/oder Lust hat, kann er auch da Mal gerne reinschauen, mache sicherlich noch ein paar wesentliche Fehler. :)
      Im Zusammenhang damit liegen bei mir vermutlich auch Fehler darin vor, dass ich zu wenig darauf achte, ob meine Gegner auf die von mir produzierten timing tells Wert legen (das machen mit Sicherheit auch einige, falls ich hier den Kommentar "das macht niemand, das ist sinnlos" höre ;) ).

      Wäre um ein paar Kommentare froh, auch von evtl LAGs auf höheren Limits oder so, aber natürlich gerne von jedem, der dazu eine interessante Meinung/interessante Gedanken hat. :)

      Lg
  • 15 Antworten
    • JustinDejong
      JustinDejong
      Bronze
      Dabei seit: 08.11.2006 Beiträge: 713
      momentan kann dir leider nur von meinen NL 50 eindrücken bzw. ein paar NL 100 shots berichten auf FTP

      Grundsätzlich spiele ich 19 / 15, kommt aber auch des öfteren vor das ich auf nem tisch mit 30 / 25 oder ähnlichen stats sitze, also mein eindruck ist das ich auch wenn ich auf dem table extrem loose gespielt habe und viel ge3betet hab äußerst selten 4bet bluffs kriege, sowas seh ich eigentlich sogut wie überhaupt nie, auch nicht bei händen wo ich meine gegner beobachte und da sind ja auch des öfteren LAGs dabei.

      Auf NL 100 ists genau gleich kommt mir vor, allerdings spiele ich da sicher eher nen tick tighter da es wie gesagt nur shots sind, kann auch daran liegen....

      habe vor ca 2 monaten auf ongame NL 100 ca 60 k händs gespielt, da hatte ich eher den eindruck das gegen aggresives 3 beten mit call preflop und dann check / push am flop reagiert wird als mit loosen 4 bets, aber auf ongame ists 3 &4 bet mäßig sowieso wesentlich tighter als überall anderst
    • Mephisto89
      Mephisto89
      Black
      Dabei seit: 15.08.2007 Beiträge: 4.875
      wenn du postflop gut zurecht kommst, dann kannst du ja einfach mehr 3 bets ip callen...
    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.485
      Nagut, danke so weit für eure Kommentare. :) Es geht halt auch darum, wenn man selbst looser und aggressiver spielt, gerade um die Gegner dazu zu bringen, selbst aufzuloosen, um gegen das Spiel zu adapten und zu defenden. Ich merke, dass bei einem looseren Spiel die Gegner dazu übergehen, zu 3-betten und zu 4-betten und sogar 4-bets zu 5-betten, wenns ganz hart kommt. Na ja und da setzt meine Frage an, wann kann man noch darüber hinaus bluffen oder ab wann geht das?
      Ich habe aus einem CR Vid mitgenommen, dass gerade am Anfang der Session auf looses Spiel gern mit einer 3-Bet reagiert wird. Die Gegner sind dann aber am Anfang noch nicht im Stande, auf eine dem entgegnende 4-Bet zu reagieren und folden oft, das lässt sich halt mit timing tells z.B. langen Überlegunen, bis eine 3-Bet eintritt, besser einschätzen. Deswegen wird in einigen Vids gerade zu Beginn der Session gegen eine 3-Bet auch gern eine loose 4-Bet mit any2 gemacht, weil der Gegner dann einfach noch nicht genug Reads besitzt, um mit einer mittelstarken Hand drüberzugehen. Und oft ist auf aggressives Spiel eine 3-bet nicht als starke Hand zu verstehen sondern als eine, welche auf eine 4-Bet einen Fold findet.
      Solche Erfahrungen wären mir halt wichtig und hilfreich :) was habt ihr darüber hinaus noch für Erfahrungen und was nutzt ihr selbst in dieser Hinsicht als Bluffs? Habt ihr spezielle Erfahrungen gemacht, wann eine 4-Bet/5-Bet als Bluff angebracht ist und ob man bei den Gegnern eine häufige Schwäche festellen kann, die man durch timing tells oder Ähnliches bestätigt sieht?
      Ich glaube, da ist ein ganzer Batzen an Zusatzinformationen, die man als 0815 Spieler überhaupt nicht im Kopf hat! Und da will ich ran!
      Danke so weit natürlich für die Infos :)

      LG
    • MiiWiin
      MiiWiin
      Moderator
      Moderator
      Dabei seit: 01.03.2007 Beiträge: 64.649
      Ist natürlich ein recht komplexes Thema.

      Ich habe bei solchen Sachen selten einen Plan, sondern spiele halt eher nach Gefühl. Manchmal habe ich Lust mich mit einem recht aggressiven Spieler auseinanderzusetzen, dann wird halt sehr aggressiv gespielt.

      Ich raise weiterhin meine sehr loose Range, werde von ihm recht häufig ge-3-bettet, also muss ich zurückfeuern. OOP ist ein call selten Ideal, da wird dann die 4-bet ausgepackt.

      Die Frage ist immer nur, wo fängt der Bluff an? AQ/mittlere PPs etc. sind zu stark um 4-bet/fold zu spielen. In solchen Situationen war ich schon recht häufig mit Händen wie AJ/TT AI, nachdem ich 4-bet/call gespielt hatte (und trat gegen etwas gleiche Ranges an).

      Wenn also jemand sehr häufig 3-bettet, kann ich entweder tighter werden, ich kann die 3-bets callen und postflop mal moven oder ich kann mal eine bluff-4-bet anbringen.

      Und natürlich macht es einen Unterschied, ob ein guter LAG gegen mich spielt oder ein Maniac, der einfach alles übertreibt und postflop viele dumme moves abzieht. Gegen einen postflop schlechteren Spieler calle ich eher 3-bets und bin bereit recht light broke zu gehen.

      Bin ich gerade dabei, mich mit solch einem Spieler zu duellieren, kann ich mich an einem anderen Tisch mal eher auf den Fisch konzentrieren und spiele dort wesentlich tighter. Auch bei langen Sessions habe ich mal Tische dabei, wo ich 16/13 gespielt habe und am Nachbartisch 28/26. Ich habe 17/14-Sessions dabei und 24/21 Sessions (wesentlich aggressiver spiele ich auch nicht, ich bin kein LAG).

      Würde das auch gerne noch genauer analysieren, aber wie am Anfang erwähnt, ist das Thema ziemlich komplex und nicht leicht in Worte zu fassen.


      Ich hoffe wir bekommen hier noch ein paar andere Sichtweisen, ist mit Sicherheit ein interessantes Thema.
    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.485
      Ich push das jetzt nochmal. Kann mir doch keiner erzählen, dass jemand auf FTP ohne ordentliche Adaption gegen solche Plays viele SSNL/MSNL Limits geschlagen haben soll.
    • iteki
      iteki
      Bronze
      Dabei seit: 19.09.2006 Beiträge: 356
      ich denke nicht dass eine grosse edge in dem spiel mit 3bets, 4bets und 5bets besteht, da dieses spiel einfach nicht so komplex ist wie das postflopspiel. ich denk mal man kann einem anfaenger ziemlich leicht das
      3, 4 und 5bet spiel beibringen.

      ausserdem ist die varianz einfach ziemlich hoch.

      wer kennt das nicht das man jemand oefter 3bettet, er einen dann 4bettet und man denkt er played jetzt backed und dann mit aq shoved und von ak gecallt wird.

      auch gegen lightes 3betting ip gibt es meiner erfahrung nach noch wenige gegner die dann nicht durch vermehrtes 4betting reagieren.

      lightes 3betting lohnt sich eigentlich nur wenn der gegner dann schnell tiltet oder dazu tendiert 3bets oop zu callen.
    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.485
      Du redest irgendwie drum herum. Natürlich hast du in Punkten Recht, wo es darum geht, dass in 3-5 bets keine große Edge gegenüber den Gegnern besteht, wenn es um Valuebets geht und dass die Varianz natürlich hoch ist.
      Die Sache ist aber, es geht hier darum, wenn die Gegner einen light 3-betten. Was tun wir dann? Was genau sollen wir dann tun? Und ich spreche davon, wenn sie es so light tun, dass wir ernsthafte Probleme kriegen, weil wir unsere Spielmöglichkeiten verlieren. Wir nehmen ebenfalls an, dass diese Gegner postflop halbwegs solide sind. Natürlich callen wir 3-bets dann IP und playen sie dennoch aus, aber OOP?
      Wie gesagt, kleine 4-Bets sind ja für all das die Lösung. Die haben schließlich ihren Sinn und werden ja von vielen hier offensichtlich praktiziert. Und meine Frage geht jetzt weiter: wenn die Gegner diese 4-Bets einfach pushen, was machen wir dann? Und ab wann machen wir etwas? Angenommen, wir raisen auf 3,5 BB im CO, BU reraist auf 12 BB, wir bluff-re-raisen auf 30 BB, Villain pusht. Jetzt haben wir 30 BB verspielt. Sollten wir diese Aktion
      a) bei nächster Gelegenheit wiederholen mit dem Gedanken, Villain hätte hier ganz einfach QQ+,AK gehabt und gut ist?
      b) unsere Verteidigungsstrategie der Bluff-4-Bet über den Haufen werfen?
      c) tighter werden?
      d) Tisch wechseln

      Und jetzt hat jeder Punkt fatale Nachteile.
      a) Gehen wir davon aus, dass Villain uns sehr light 3-betted und bei seinem letzten 5-Bet-Push zufällig etwas Starkes hatte, dann machen wir hier also davon aus, dass er i.d.R. auf eine 4-Bet foldet - das ist natürlich eine Festlegung, die so eine Sache ist. Es gibt definitiv Gegner, die sich von 4-Bets nicht abschrecken lassen, die 2,5-fache Größe als Schwäche sehen und einfach alles drüberpushen. Zu diesem Zeitpunkt wissen wir noch nicht, ob es sich um so einen Gegner handelt. Wenn wir also den gleichen Zug wieder durchführen, ergeben sich zunächst zwei Probleme:
      * falls das ein Gegner sein sollte, der 4-Bets immer pusht, so büßen wir weitere 30 BB ein. Zu diesem Zeitpunkt haben wir mit unserer Defense gegenüber lighten 3-Bets, wo wir uns OOP befinden, bereits 60 BB (!!!) gegen diesen Gegner verspielt. Eine zweifelhafte Angelegenheit, die weit davon entfernt zu sein scheint, +EV zu sein
      * Villain hat im Gedächtnis, das er uns beim letzten Mal so rausgeblufft hat. Das ist ein Punkt, der auch bei Fischen im Gedächtnis haften bleibt und somit ein Punkt, bei dem wir uns AUCH AUF NL100 und notfalls AUCH AUF NL50 Gedanken um unser Image machen sollten und nicht einfach sagen "das ist NL100 - Image? WTF?". Jedenfalls wird er jetzt etwas eher dazu tendieren eine Bluff-5-Bet zu machen als zuvor.
      Natürlich kann er auch denken, unsere erneute Wehr müsse jetzt etwas bedeuten, weil wir ja wissen, dass wir vorher damit auf die Schnauze gefallen sind und deswegen als Bluff so eine 4-Bet nicht mehr machen würden - erfahrungsgemäß tritt dieser Gedankengang aber weitaus seltener ein.

      Die Sache wird also teuer. a) scheint -EV zu sein, wenn wir damit nicht sofort erfolgreich sein sollten. Möglicherweise könnte man hier sagen, wir folden einmal auf die 3-Bet und warten dann 1-2 Orbits und damit 1-2 3-Bets des Gegners ab, sodass wir unser Image ein wenig rehabilitieren. Dadurch verlieren wir natürlich auch zwei Orbits, in denen wir von anderen Gegnern hätten Geld gewinnen können.
      Es ist hier immer zu beachten: Wir DÜRFEN nicht derjenige sein, der am Tisch herumgeschuppst wird. Wenn wir keinen Respekt/Credit mehr erhalten und niemals bluffen können, dann können wir einfach nicht profitabel spielen - natürlich unter der Voraussetzung, dass diese 3-betting Gegner eher LAG-Maniacs als Maniac-Maniacs sind.

      b) hier sei die Frage in den Raum gestellt, welche Verteidigungsmaßnahme wir jetzt ergreifen können. Es gibt ein paar Möglichkeiten, die ins Auge stechen:
      1. wir 4-betten größer/commiten uns und callen jeden Push
      2. wir pushen direkt

      im Grunde genommen wird sich die FE bei einer größeren 4-Bet, wo wir jeden Push callen müssen, und einem direkten Push etwa die Waage halten. Natürlich kann das je nach Villain unterschiedlich sein. Dass keine FE mehr besteht, sollte dem Gegner bewusst sein. Ist es das nicht, ist ein Push vielleicht besser.
      Diese Methode hat halt den Vorteil, dass wir einfach nicht mehr bluffbar sind. Dafür werfen wir sehr viel Geld in die Waagschale, um einen evtl nur relativ kleinen Gewinn zu erzielen.
      Hier ein paar Wertungspunkte zu dieser Methode:
      * Wenn wir einen Fehler begehen und Villain eine verhältnismäßig starke Hand hält, dann verlieren wir jetzt unseren ganzen Stack.
      * Wenn wir den Pott ohne SD gewinnen, dann haben wir unseren Respekt möglicherweise wiedererlangt. Natürlich muss das nicht der Fall sein. Möglicherweise wird uns Villain weiter light 3-betten und wir müssen diese Methode wiederholen, aber das gehört jetzt nicht in diesen Post.
      * Werden wir gecallt und sucken den Gegner womöglich aus oder gewinnen sogar mit einer besseren Hand (A2 gegen KQ zB), dann haben wir diesen Gegner stark auf Tilt gebracht. Das muss gar nicht schlecht sein. Er wird jetzt vermutlich auch postflop einige Fehler begehen, die wir natürlich ausnutzen können. Unser Preflopspiel wird dadurch vielleicht noch aggressiver, aber jetzt können wir mit Monstern halt noch mehr Gewinn erwarten.

      Mir fallen gerade keine Verteidigungen als Alternative zu der kleinen 4-bet/fold-Einheit ein. Es gibt auch kleine 5-Bets. Hier könnte man überlegen, ob man diese als Bluff pusht. Auf einen Call des Gegners hätte dieser allerdings in niemals einen mathematischen Fehler, was unseren Zug wohl klar -EV macht.
      Dass coldcallen OOP im 3-betted Pott auch nicht das Wahre ist, sollte ja klar sein.

      c)
      Wir werden tighter... das wird gerne angeraten, natürlich! Schön. Hiermit geben wir unsere Vorherrschaft am Tisch zunächst auf. Wir können jetzt nur noch ABC-Poker spielen, auf unsere guten Hände warten und hoffen, dass wir postflop eine Edge haben und genug ausbezahlt werden. Wenn unsere Gegner gute LAGs sind, haben wir allerdings wenig Möglichkeiten dazu. Sie werden uns gut einschätzen, wenig verlieren, uns aber viel zu häufig aus Pötten herausdrängen oder uns preflop schon durch ihre 3-Bets die Möglichkeit nehmen weiterzuspielen. Ich möchte hier nur Mal darauf hinweisen -> ist unser linke Mitspieler aggressiv preflop, dann haben wir mit < AJ, < TT schon keine Hände mehr, mit denen wir weiterspielen können. Er 3-betted uns aus solchen Händen einfach raus und wir sehen gar keinen Flop mehr. Somit sinkt unser CO-VPIP immens. Natürlich werden wir nicht in 100% der Fälle ge-3-betted, trotzdem ist das alles viel, aber mit Sicherheit nicht profitabel.
      Zusammengefasst lässt sich zum Tighter-werden sagen, dass wir unsere Tisch-Initiative abgeben, uns zu einem schwächeren Spieler degradieren und ein OK dazu abgeben, uns rausbluffen zu lassen. Leider ist es hier mit einer etwas größeren Edge gegenüber den Gegnern nicht getan, weil wir ohne SD einfach zu viele Pötte verlieren. Wir müssen postflop eine VIEL größere Edge haben. Sind unsere Gegner LAGs und haben wir auch keine größeren Fische am Tisch bzw. keinen Zugang zu ihnen (weil uns die LAGs herumschuppsen), dann bringt uns das nichts.

      d) notwendige Konsequenz aus c. c macht in meinen Augen oft keinen Sinn, wenn unsere Gegner unsere Adaption auszunutzen wissen.

      So habe ich mir jetzt eine Aufarbeitung vorgestellt bzw. so hatte ich sie im Kopf. Aber das Problem ist, dass ich dadurch keinen klaren Lösungsvorschlag sehe. Offensichtlich sind 4-Bet-Pushs >>> 4-bet/fold, wenn die Gegner nicht auf letzteres reagieren. Gedanken dazu?

      Lg
    • crackpfeife
      crackpfeife
      Global
      Dabei seit: 13.09.2006 Beiträge: 4.412
      ich weiß nicht was alle für probs bei full tilt haben

      tables selecten, chillig 20/16 spielen, ab und zu in den passenden spots moven, valuebetten

      thats my key to success
    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.485
      klingt schön und gut, klappt bei mir aber nicht und ich hab auch SpadeEye. :(

      Ich sauge mir das Problem ja schließlich nicht aus den Fingern. Ein Beitrag, der meine Probleme ins Auge fasst, wäre mir lieber, ich habe mir ja auch Mühe gemacht, die Situation zu durchdenken. Kennt denn hier kein Mensch größere Action preflop?!
      Ich mach nochmal ein Video, in dem ich versuche ein paar Spots einzufangen, die mir schwierig erscheinen oder wo ich mich zu oft outplayed sehe. Vielleicht hilft das jemandem, mir zu helfen. :( Jedenfalls mein ich's ernst. Ich kann mittlerweile fast keine Session mehr vernünftig spielen und verliere nur noch Geld, weil ich falsch adapte und nicht klarkomme. Ich spiele schon seit 1-2 Monaten break-even, obwohl ich gerade Abi fertig hab und vieeeeeeeeeel Zeit hab.
      Also plz -> taucht in das Problem Mal ein und versucht, Lösungsansätze zu finden. Ist im BSS-Forum ja wohl Standard bzw. sollte es sein.
    • krux1z
      krux1z
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2007 Beiträge: 1.947
      Wenn du meinst, dass du übermäßig viel ge3bettet und 5bet-shovet wirst, dann call einfach viele 3bets und shove jeden Flop, den du irgendwie gehittet hast (1 Pair, Gutshot, OESD, FD, OCs) über die Conti. Das kann ein lighter 3better viel zu selten callen und du bist derjenige, der 30BB+ macht.
      Ist natürlich auch extrem varianzlastig...
    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.485
      Hallo,

      ok, vielen Dank für eure Antworten so weit. Ich habe mir irgendwie mehr erhofft. Dass irgendein Prof oder einer, der auf NL400+ auf FTP spielt, welcher das halt drauf haben wird, mir sagen kann, wo mein Problem liegt oder weswegen ich solche Aggression kriege. Erwarten kann ich das wohl nicht, na ja, shit happens.

      Ich habe heute auf cardrunners ein Video gesehen, in dem ein Coach auf NL400 auf FTP spielt. Er sitzt an zwei Tischen, an denen eine unglaubliche preflop-Agression herrscht. Also etwas sehr Ähnliches zu dem, was ich hier sporadisch durchlebe. :) Er bleibt cool, verliert mit AK auch zwei Mal gegen AA und macht spekulative Einschätzungen, die aber gut begründet sind. Das ist ja etwa das, was ich jetzt auch gerade mache, ich fühle mich aber etwas bestätigt und es freut mich, dass ich das Mal von einem Profi gesehen habe und ich wohl doch nicht so ganz daneben liege.
      Interessant ist: Er hat zB auch auf eine 3-bet A9s gecallt oder sogar OOP mit KJs einen Call gemacht. Das sind Dinge, die ich bisher eher ausgeschlossen habe, die aber gegen aggressive Gegner wohl durchaus spielbar sind. Ich glaube, da werde ich einfach meinen Blick erweitern und noch mehr schöne Situationen suchen, wo das geht.
      Falls jemand Interesse an dem Namen/den Daten des Vids hat, meldet euch hier einfach, dann notier ich diese hier.

      Lg
    • AgressiveInline
      AgressiveInline
      Bronze
      Dabei seit: 23.04.2007 Beiträge: 1.033
      ich glaube nicht, dass das mit ftp was zutun hat...weil du es ständig erwähnst, ich mein dann wechsel doch einfach mal die plattform oder? :tongue:
    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.485
      Ich wechsel nicht die Plattform, weil die Gegner tough sind. Es steckt genug Geld drin und preflop wird es später auf jeder Plattform aggressiver. Zudem sehe ich es als Herausforderung: Wenn ich damit klarkomme, dann komme ich mit allem klar. Und für mich ist es sowieso eine longterm-Notwendigkeit, mit so etwas klar zu kommen. Ich sehe es nicht ein, dass ich dauerhaft gegen maniacs ein losing player bin. Es wird besser, es ist tough (das, was ich meine, ist wirklich nicht allzu einfach, das hat auch der Coach so empfunden, der ähnliche Situationen fokussiert hat und das wird wohl endlich Mal ausreichen, um die Situation richtig zu bewerten) und auf Dauer sollte ich das mit einem ruhigen Geist gut hinbekommen.
    • D4niD4nsen
      D4niD4nsen
      Bronze
      Dabei seit: 14.11.2007 Beiträge: 9.445
      Original von MiiWiin
      Die Frage ist immer nur, wo fängt der Bluff an? AQ/mittlere PPs etc. sind zu stark um 4-bet/fold zu spielen. In solchen Situationen war ich schon recht häufig mit Händen wie AJ/TT AI, nachdem ich 4-bet/call gespielt hatte (und trat gegen etwas gleiche Ranges an).
      Das Problem ist ja erstmal herauszufinden, wie loose unser Gegner ist, um dann halt gegen seine Ranges in dem Spot vorzugehn.
      Gleichzeitig heißt das aber wenn wir es nicht wissen das er auchnicht weiß wie wir auf sein Spiel reagieren ( DataMining auf nl100 schließ ich jetzt einfach mal aus ).

      Letztendlich kann man 4bet/fold nur ausgleichen das man halt auch oft genug 4bet/call spielt, und da muss unsere Equity gegen seine 5bet(shove)Equity vorne liegen.
      Wenn wir einen Eindruck haben wie loose unser Gegner Shovet können wir unsere 4bet/folds erst richtig dosieren, von daher neige ich dazu am anfang der Session wohl dochnoch ein wenig mehr Credit auf solche Moves zu geben, weil es nützt natürlich nichts hier aufgrund allgemeiner "zu Loose 3bets / Shoves" selber zu loose zu werden wenn wir den gegner nicht kennen, weil dann rennen wir halt in die tighten spieler die e.v. einfach mal ein paar gute karten hintereinander kriegen oder von denen wir nicht wissen das sie so tight sind.


      Gruß D4ns3n
    • Eisflamme
      Eisflamme
      Gold
      Dabei seit: 20.01.2007 Beiträge: 6.485
      Ja, das ist eben genau das Problem. Dafür gibt es auch viele Pros, die sagen "die session ist früh, er wird jetzt vermutlich erstmal nen 3-bet-bluff machen, hier können wir früh 4-betten" usw. alles so ne sache