Was macht Pausen erfolgreich?

    • bonsai
      bonsai
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2005 Beiträge: 19
      So, einer muss ja mal den Anfang machen, damit dieses spannende neue Unterforum ein wenig mit Leben gefüllt wird. Damit es nicht so aussieht, als ob ich das Rad neu erfinde, klaue ich erst einmal aus einem Thread, den jjacky eröffnet hat, wo er ein paar Grundgedanken zum Poker formuliert hat, die in meinem Empfinden eine ganze Menge mit der psychologischen Seite vom Poker zu tun haben.

      Aus: Wie man beim Pokern scheitert

      5. keine pause machen nach subjektiv sehr grossen Verlusten

      Finde ich einen ganz wichtigen Punkt, bei dem wahrscheinlich die meisten zustimmen werden und doch jeder was anderes darunter versteht.
      Was heisst eigentlich Pause machen? Eine Stunde oder fünf Tage? Rechner aus und ganz andere Sachen machen, Freundin anschreien, um die Bad Beats zu kompensieren, oder lieber noch einen Blick ins Lieblingspokerbuch werfen, ob das denn auch alles rechtens war, wie ich gespielt habe?

      Pause kann ganz viel bedeuten, also was macht eine Pause wirkungsvoll?Vielleicht hat ja der eine oder andere Lust, kundzugeben, wie er seine Pause nutzt und wie er merkt, dass er fit und frisch wieder an den Tisch gehen kann. Ich für meinen Teil ziehe es vor, mir was Vernünftiges zu Essen zu machen, aber das liegt wohl bloss daran, dass ich ne Frau bin.
  • 34 Antworten
    • Zircon
      Zircon
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2005 Beiträge: 462
      Original von bonsai


      Pause kann ganz viel bedeuten, also was macht eine Pause wirkungsvoll…Vielleicht hat ja der eine oder andere Lust, kundzugeben, wie er seine Pause nutzt und wie er merkt, dass er fit und frisch wieder an den Tisch gehen kann.

      Ich weiss nur was KEINE sinnvolle Nutzung einer Pause ist: Blitz-Schach im Internet. Nach einem kleineren Downswing dachte ich, ich checke mal ob ich noch Schach spielen kann. Nach der zweiten Niederlage habe ich entnervt den Rechner ausgeschaltet.
    • Matthias Wahls
      Matthias Wahls
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2005 Beiträge: 2.073
      Nach großen Verlusten schadet es nichts, mal eine Nacht drüber schlafen. Am nächsten Tag sieht die Welt schon ganz anders aus. Vor allem hat man dann wieder ein klaren Kopf. Nach einem sehr fiesen Downswing kann man auch mal eine schöpferische Pause machen und sich 14 Tage ausschliesslich mit Theorie beschäftigen.
    • pKay
      pKay
      Black
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.163
      Da Pokern bei mir zum grossen Teil sozusagen meine Spieltriebbefriedigung in Form von Warcraft3 ersetzt hat, habe ich natürlich auch oft beim Pokern genau diesen ausgelassen - was ja bekanntermassen falsch ist.

      Ich versuche also immer mehr und immer aufs neue Pokern trocken als Geldbeschaffung zu sehen und meinen Spiel bzw. aggressionstrieben bei Spielen oder beim Sport rauszulassen.

      Und damit fülle ich dann auch meine Pausen. :)
    • weyoun
      weyoun
      Black
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 2.540
      mache selber pausen eigentlich nur wenn ich merke mein spiel wird schlecht me wird unkonzentriert ,müde what ever
      aber könnte auch in topform viele stunden am stück pokern
    • pKay
      pKay
      Black
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.163
      Achja,... außerdem mache ich Pause, sobald ich _1_(!!!) Hand bewusst, aus ärger und um dampf abzulassen falsch gespielt habe.

      Das hilft auch sehr gut.
    • Frohbi
      Frohbi
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2005 Beiträge: 796
      pKay, das ist sehr konsequent! So schaffe ich das nicht. Brauche schon mehr Anhaltspunkte für Unkonzentriertheit (aller Art).
      So etwa nach 15 Minuten bemerktem schlechtem Spiel höre ich dann auf.
      Zum Abschalten habe ich vor kurzem auch versucht, Blitzschach im Internet zu spielen. Fazit: Zircon hat Recht! Und wie! Schach spielt man genauso mies, wenn man eh schon unkonzentriert ist.

      Die Pause selber nutze ich, um mich mit ganz anderen Sachen zu beschäftigen. Das ist einer der Vorteile bei unserem Hobby. Wenn der Rechner aus ist, braucht man sich keine Sorgen um das "Geschäft" zu machen, weil der Markt konstant ist. Das heisst, der ist noch genau so vorhanden, wie man Ihn verlassen hat. (Ausser man spielt bei Eurobet und auf einmal fehlen 90% der Spieler)
      Deshalb kann ich sehr gut entspannen und mache dann gerne auch mal zwei oder drei Tage Pause.

      In Downswings sind Pausen für mich persönlich Pflicht. Es ist nicht mehr sichergestellt, dass ich die Spielstärke auf den Tisch bringen kann. Um wieder ein sicheres Gefühl zu bekommen, muss ich ein paar Tage den Fokus ganz woanders hinlenken. Wie Matthias schon sagt, nach dem " drüber schlafen" sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Ausserdem wird Pokern als Thema dadurch etwas kleiner, was im Downswing auch nicht schaden kann, um den sich aufbauenden Erfolgsdruck zu lindern.
    • HcK
      HcK
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 47
      Pausen sollten meiner Meinung nach generell zum abschalten genutzt werden.
      Rechner aus , Fernsehen aus freundin anrufen oder irgendwas machen was dir spass macht und bei dem du gleichzeitig entspannen kannst. Du musst den Actionlevel halt runterbekommen und den Kopf frei. Dann klappts auch wieder mit dem Pokern. Hinsetzen und nen Buch lesen ist auch ok. Auf jeden Fall den Kopf zur Ruhe kommen lassen.

      Man ist dann wieder fit und frisch wenn man nach ein paar Stunden oder wie Matthias sagte ner Nacht drüber schlafen von vom Verlust losgelassen hat und ganz normal sein A-Game wieder durchziehen kann.
      Wenn du dich wieder an den Tisch setzt und dich nach 50 Händen wieder ärgerst weisst du das die Pause nicht lang genug war.

      Cheers,
      Bjoern
    • bonsai
      bonsai
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2005 Beiträge: 19
      Scheinbar sind Pausen und deren Nutzung eine recht persönliche Sache..Wenn ich mir so die Antworten durchlese fällt nicht nur auf, dass die Art der Pausennutzung sehr unterschiedlich ist,sondern auch der Punkt, an dem der Einzelne meint Pause machen zu müssen. Ich finde, dass es folgende Arten von Pausen gibt:
      1.
      von Matthias Nach einem sehr fiesen Downswing kann man auch mal eine schöpferische Pause machen und sich 14 Tage ausschliesslich mit Theorie beschäftigen.
      Die Theoriepause:
      Vielleicht um das Wissen aufzufrischen und zu festigen, sich weiterzuentwickeln oder sich einfach mal mit Poker auf eine abstrakte Art und Weise zu beschäftigen

      2.
      von pkay: Ich versuche also immer mehr und immer aufs neue Pokern trocken als Geldbeschaffung zu sehen und meinen Spiel bzw. aggressionstrieben bei Spielen oder beim Sport rauszulassen.
      Die Antiaggressionspause:
      Aggressionen gibt es, aber sie gehören nicht ungebändigt und unkontrolliert auf den Pokertisch, Sport ist sicher eine sinnvolle Möglichkeit, überschüssige Energie anderweitig als am Tisch abzulassen.

      3.
      von hck: Pausen sollten meiner Meinung nach generell zum abschalten genutzt werden.
      Rechner aus , Fernsehen aus freundin anrufen oder irgendwas machen was dir spass macht und bei dem du gleichzeitig entspannen kannst. Du musst den Actionlevel halt runterbekommen und den Kopf frei.
      Die Abschaltpause:
      Der Kopf ist mit vielem voll, der Job nervt oder der Kater ist krank, der Adrenalinspiegel ist vielleicht auch noch zu hoch, einfach mal abschalten und entspannen, um dann wieder frisch an den Tisch zu gehen.

      4.
      von weyoun: mache selber pausen eigentlich nur wenn ich merke mein spiel wird schlecht me wird unkonzentriert ,müde what ever

      Die Konzentrationsschwächepause:

      Wenn die Konzentration schwindet, fällt es wohl jedem schwer seine eigentliche Spielstärke auf den Tisch zu bringen. Schwierig glaube ich, ist hier rechtzeitig zu merken, wann das der Fall ist. Frohbi hat wahrscheinlich recht damit, dass nicht jeder so konsequent wie pkay ist!!

      5.
      von Frohbi: In Downswings sind Pausen für mich persönlich Pflicht. Es ist nicht mehr sichergestellt, dass ich die Spielstärke auf den Tisch bringen kann.
      Die Downswingpause:
      Diese Pause ist für zwei Dinge gut, zum einen mein vielleicht angeschlagenes Selbstbewusstsein wieder herzustellen und damit meine Spielstärke, zum anderen ist es schlichtweg eine Sicherheitsmassnahme, um die finanziellen Ausmasse des Downswings zu begrenzen.

      6.
      von Frohbi: Wenn der Rechner aus ist, braucht man sich keine Sorgen um das "Geschäft" zu machen, weil der Markt konstant ist. Das heisst, der ist noch genau so vorhanden, wie man Ihn verlassen hat.
      Pause, um der Pause willen oder auch Souveränitätspause:
      Pause machen, um mal zu sehen, dass sich die Welt auch noch weiterdreht, wenn ich gerade nicht poker. Wenn ich nach so einer Pause wieder anfange, dann mit dem Wissen, dass sich mein Spiel nicht verändert hat und ich noch alles so vorfinde, wie ich es verlassen habe.


      Wahrscheinlich gibt es noch eine Reihe mehr...
    • HcK
      HcK
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 47
      Sehr schön zusammengefasst bonsai grosses Lob , ich gebe dir recht das der Sinn pause zu machen eine Grundstamm ist und viele einzelne zweige hat also jeder individuell entscheiden muss in welche Schematik er passt und für wann ihn der effektivste Zeitpunkt einer Pause ist, manchmal treffen ja auch zwei völlig verschiedene Gründe aufeinander die sich aber zu einem grossen Problem zusammenfassen.

      Allerdings gibt es da meiner Meinung auch noch die Essenz der Pause selber, also das grundlegende was bei allen zweigen an einem Punkt wieder zurück in die Wurzel fliesst. Ich bin immernoch fest der ssberzeugung bei den meisten sind emotionale Trigger der Grund für eine Pause beziehungsweise sollten es sein. Schön das du dir die Mühe gemacht hast das ganze ein wenig geordneter zusammenzufassen.
    • Frohbi
      Frohbi
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2005 Beiträge: 796
      Sehe ich auch so, HcK.

      Aber über emotionale Trigger wurde hier noch gar nicht gesprochen,oder? ?(

      Vorschlag dazu:
      Wenn Du Deinen Artikel fertig hast, kannst Du gerne zur Diskussion eine Verknüpfung herstellen. Dafür würde ich vorschlagen, das mit bonsai per PN abzusprechen.
    • pKay
      pKay
      Black
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.163
      Was mir noch eingefallen ist. Ich denke es gibt zwei Arten von Indizien, die tilt, wenig Konzentration usw. implizieren.

      Die eine ist einfacher und die andere schwerer zu erkennen...
      Das ich mittlerweile versuche nach schon einer Hand tilt auszusteigen gelingt mir natürlich auch nur, wenn ich QQ habe - AK liegt und ich flop und turn cappe, bis ich dann am River gegen eine bet folde...

      Viel schlimmer und schwieriger ist es natürlich wenn man nach mehreren relativ harten Rükschlägen immer unsicherer, passiver und weaker wird, und einem einfach die nötige Grundagression und damit verbunden auch der nötige Grundoptimismus anfängt zu fehlen...

      ssber solche "Phasen" hinwegzukommen; - die ich meistens habe wenn es eine zeitlang ZU GUT lief und ich dann überheblich werde - habe ich auch schon mehrere unruhige Nächte sowie Tage und Wochen gebraucht, in denen ich viel nachdenken musste...

      Der ssrger aus der tiltigen Hand ist meistens schon nach ein paar Stunden oder einem Tag verflogen.

      An manchen Tagen bin ich auch schon unruhig, wenn ich noch garnicht am Table sitze... seien es noch Dinge die man erledigen muss oder whatsoever... Aber interessant ist dann einfach, wie sich die Verfassung auch aufs Pokerspiel auswirkt und der Graph genau an dem Tag einen kleinen Knicks macht und er am nächsten Tag, an dem man deutlich motivierter ist wieder schnurstracks hochgeht...



      Das lässt mich zu einem anderen Thema kommen über das ich schonmal nachgedacht hatte...

      Intereassant fände ich mal ob es irgendwie möglich wäre so eine Art "Zeig mir deinen Graphen und ich zeig dir welcher Mensch du bist/du an Tag x und y drauf warst"... Denn viel zu oft spiegelt mein Graph eher meinen Gemütszustand als meine Spielstärke wieder...
      Das fällt einem natürlich auch immer erst im Nachhinein auf.

      mfg :)
    • jjacky
      jjacky
      Bronze
      Dabei seit: 17.01.2005 Beiträge: 1.305
      Original von pKay

      Intereassant fände ich mal ob es irgendwie möglich wäre so eine Art "Zeig mir deinen Graphen und ich zeig dir welcher Mensch du bist/du an Tag x und y drauf warst"... Denn viel zu oft spiegelt mein Graph eher meinen Gemütszustand als meine Spielstärke wieder...
      Das fällt einem natürlich auch immer erst im Nachhinein auf.

      mfg :)

      wenn ein so klarer zusammenhang bestehen sollte zwischen deinem gemütszustand und deinen pokerergebnissen, kann es nicht daran liegen, dass du schlechter pokerst wenn es dir in irgendeiner weise schlecht geht (weil kurzfristige ergebnisse völlig von glück/pech dominiert werden)! ein zusammenhang kann trotzdem bestehen. dies würde aber zwingend bedeuten, dass dein gemütszustand von deinen pokerergebnissen abhängt und nicht umgekehrt! das kann übrigens imo sehr gut sein.


      @topic

      ich versuche immer dann eine pause zu machen wenn ich das gefühl habe schlecht zu spielen, wenn ich wütend werden oder wenn ich subjektiv erhebliche verluste erleiden musste.

      eigentlich versuche ich ausschliesslich schlechtes spiel zu vermeiden. die letzten beiden kriterien führen aber oft zu schlechtem spiel und sind leichter zu beobachten.

      wenn ich in einem grossen pot einen klaren fehler mache, versuche ich sofort aufzuhören (speziell wenn ich mit einer one pair hand postflop viel geld verliere). das funktioniert aber wahrscheinlich nur bei NL, weil man sein spiel da viel besser an wichtigen einzelentscheidungen festmachen kann.

      nach langanhaltenden schweren verlusten versuche ich ein paar tage garnicht zu pokern um den kopf frei zu bekommen und dann geistig einen kleinen neuanfang zu starten.
    • bonsai
      bonsai
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2005 Beiträge: 19
      Gerade nach den letzten Postings von Hck und pkay stellt sich die Frage, was genau bringt mich dazu eine Pause zu machen? Auch in anderen Threads lese ich immer wieder, dass eine Pause eingelegt wird, wenn der Downswing schon da ist, klingt, als ob der Karren im Dreck sein muss, damit der Mensch reagiert. Vielleicht ist das so, vielleicht können aber auch ein paar Regeln helfen, eine Zwangspause zu vermeiden..eine freiwillige Pause, die sinnvoll genutzt wird, erscheint mir zumindest deutlich motivierender zu sein.

      pkay:
      Ich denke es gibt zwei Arten von Indizien, die tilt, wenig Konzentration usw. implizieren.
      Die eine ist einfacher und die andere schwerer zu erkennen...
      Es geht also darum, Indizien wahr- und ernstzunehmen, um eine drohende Spielstärkeverschlechterung und einen dadurch ausgelösten Downswing zu vermeiden. Ein Problem ist, dass manche dieser Indizien offensichtlich sind und zu schnellem Handeln zwingen, wie z.B. eine deutlich schrumpfende bankroll, manche sind wohl weniger einfach zu identifizieren..

      HcK beschreibt in seinem Erlebnisbericht (http://www.pokerstrategy.org.uk/wbb/thread.php?threadid=3875):

      ...fällt mir meistens auf das persönliche Probleme bzw Stress einer der
      Hauptfaktoren ist wieso diese Menschen auch beim pokerspielen in die ein oder andere Krise rutschen. Ich denke mindestens 50% der Downswings haben nicht nur mit dem allgemeinen Glücksfaktor zu tuen sondern beruhen auf psychologischen oder unterbewussten Faktoren.
      Um zu verstehen wie solche Probleme entstehen und wie man sie am besten handelt muss man erst einmal sich selbst verstehen lernen und die Belastungsanzeichen die der Körper und Geist jedem Menschen gibt identifizieren.

      ...sorgen diese bewussten als auch unterbewussten Probleme die
      einem zwangsweise das ein oder andere mal durch den Kopf schiessen dafür völlig aus dem Spiel zu kommen , falsche Entscheidungen zu treffen und damit den Anfang zu jedem mental verursachten Downswing einzuleiten
      .

      jjacky schreibt:
      ich versuche immer dann eine pause zu machen wenn ich das gefühl habe schlecht zu spielen, wenn ich wütend werden oder wenn ich subjektiv erhebliche verluste erleiden musste.
      Hier ein paar hilfreiche Fragen, die sich jeder stellen sollte vor und zum Teil auch während einer Session, um schlechtes Spiel durch äussere Einflüsse vermeiden zu können...

      1. Bin ich körperlich fit und wach (ausgeruht)?

      2. Bin ich voll konzentriert?

      3. Warten noch Aufgaben auf mich, die erledigt sein müssen und mir Druck machen könnten, Gedanken abschweifen lassen könnten?

      4. Passt das Limit, das ich spiele (jetzt noch) zu meiner Bankroll?

      5. Stimmt meine Umgebung und gibt mir die Ruhe, die ich brauche für eine gute Session?

      6. Spüre ich unangenehmen Stress (zeigt sich z.B. durch Magendrücken, Kopfschmerzen usw.)?

      7. Ist mein Privat- und Berufsleben im Gleichgewicht?
      7.a) Wenn nicht, bin ich in der Lage mich dennoch 100% aufs Pokern zu fokussieren?

      8. Läuft es so gut, dass ich unaufmerksam werde?

      9. Beobachte ich meine Leaks?

      10. Während eines Downswings:
      Bin ich demoralisiert? Zweifele ich an meinem Können? Macht der Downswing psychischen und finanziellen Druck?

      Hilfreich könnte für den einen oder anderen auch sein, diese Fragen auf einer Skala von 1 - 10 (wobei 1 ganz wenig und 10 ganz viel ist) zu beantworten, um ein feineres Mass zu bekommen.
      Wenn z.B. bei der Frage "Bin ich voll konzentriert?" die Antwort nur eine 5 wäre, gibt es kein klares ja oder nein. Dann ist es eine ssberlegung wert, was nötig ist, um voll konzentriert sein zu können.
      Alles was hier im Bereich 4-6 liegt ist eine Art "Jein", dann ist es gut, weitergehende Fragen zu stellen. Im positiven Bereich muss jeder selbst entscheiden, ob es ihm reicht obige Frage mit einer "7" zu beantworten, oder er für sich den Anspruch hat, eine "9" antworten zu können.
      Generell lassen die Bereich sich so beschreiben:
      1 - 3 trifft nicht zu
      4 - 6 Jein
      7 - 10 trifft zu

      Vielleicht fallen Euch ja auch noch weitere sinnvolle Fragen ein...
    • raid1989
      raid1989
      Global
      Dabei seit: 01.05.2005 Beiträge: 544
      Ich mach jeden Tag Kickboxen da kann ich meine Aggressionen die wegen Verlusten aufgebaut wurden rauslassen.
    • Tommekkkk
      Tommekkkk
      Einsteiger
      Dabei seit: 20.03.2006 Beiträge: 67
      Bonsai, super Thread... ich schieb den mal für die Neuen (wie mich) mal wieder nach oben ;) vielleicht möchte der ein oder andere mal wieder was dazu schreiben!!! Ich persönlich spiele nicht mehr so lange Sessions und spätestens wenn ich merke ich werde über längere Zeit unkonzentriert und meine BR schrumpft über längere Zeit, bin aber noch im Plus, dann spiele ich konsequent noch bis zum BB und geh völlig raus. Noch vor Kurzem habe ich viel länger am Stück gespielt, und am Ende ging meine BR doch wieder runter und ich hörte dann nur auf weil ich merkte dass ich völlig erschöpft war nach 12 oder mehr Stunden und mir in diesem Zustand dann eh nichts mehr gelingen würde. Zu dieser Zeit hatte ich aber auch einen 4-Tage-DS und zudem auch berufliche Probleme (soviel zum Zusamenhang dieser beiden Aspekte, ich kann es zumindest nicht entkräften!). Als ich nach 10 Tagen wieder am Ausgangpunkt war machte ich gedanklich ein Reset, lies ALLES völlig hinter mir und konzentrierte mich wieder auf die Basics, auch beruflich. Seit dem läuft alles absolut bestens!!! Ich will also nichts mehr erzwingen, denn das ist echt ein schlimmer Fehler!!! Mehr Gelassenheit ist ein grosser Pluspunkt von mir zur Zeit. Dafür muss halt auch das private Leben soweit stimmen oder eben in die richtigen Bahnen gelenkt werden. Raus gehen und mal was ganz anderes machen halte ich für sehr sinnvoll, GANZ BESONDERS auch wenn es mal gut läuft. Wie hier schon erwähnt: Der Markt rennt nicht weg!!! Poker soll Spass machen, ich denke deshalb sind wir doch eigentlich hier, oder etwas nicht? Klar, natürlich will ich langfristig damit auch Kohle machen, aber wenn man so manche Regeln einfach nicht befolgen will, dann wird daraus normalerweise schon mal gar nichts. Meist geht es anfangs steil bergauf, nur um dann übermütig zu werden und alles wieder zu verspielen (auch seine Sicherheit). Die meisten geben dann wohl eh auf weil sie sehen wie schwierig Poker sein kann und einfach keine Lust haben sich mehr damit auseinander zu setzen. Eine gesunde Mischung aus LUST, Entspannung, Geduld und Geldgeilheit macht es eben aus. Gut Ding will Weile haben (okay, 3 ? in's Phrasenschwein ;-)). Hätte selber nie gedacht wie komplex Poker ist und wie man verschiedene Stile u.a variieren kann. Für mich macht dies die Sache aber umso interessanter!!! Liebe Grüsse >>Tom<<
    • Phoe
      Phoe
      Bronze
      Dabei seit: 03.02.2006 Beiträge: 6.668
      So ich hab den Thread auch gefunden und geb meinen Senf dazu :P
      Generell is es bei mir so, dass ich standartmässig ca 1h spiele (bei downs, schlechtem spiel etc auch weniger) und dann geh ich erst mal aufs klo, schliesslich trink ich doch recht viel und sonst wird man so nervös. Wenn die session wirklich gut lief hüpf ich natürlich gleich wieder vor den pc, schliesslich will man ja die fische net warten lassen. Wenns "normal" lief chill ich meistens noch ne runde vorm tv oder laber mit freundin oder meiner mutter und schalt dabei n bissle ab um mich dann wieder ne stunde aufs pokern konzentrien zukönnen.

      Zu den Downswingpausen:
      Der Tip mit der Theorie hat bei mir einen schlechten effekt ausgelöst:
      Man liest recht viel, spielt mit pokerstove rum, analysiert seine hände, treibt sich stundenlang im forum rum etc aber irgendwann is der punkt erreicht und denkt "JETZT hab ich soviel theorie gepaukt, das wird jetzt ausprobiert". und genau das kann fatale folgen haben (hatte es aufjedenfall bei mir :P ). Durch diese masse an informationen, moves, strategien etc war ich aufjedenfall zusehr damit beschäftigt so zuspielen wie es zB in SSH steht und hatte keine reads mehr auf die gegner sondern hab stur wie ein PC gespielt und mich gewundert warum das jetzt immernoch berg ab geht.
      Deswegen hab ich für mcih dann ein "system" entwickelt, wenn ich downs hab beschränke ich die pokerzeit auf ein minimum, lese ein bisschen obwohl dann der drang da is, das neue auszuprobieren (da ich erst 2monate poker is das einiges :P ), aber auf wesentlich niedrigeren limits, als normal und auch an weniger tischen um einfach "bewuster" zuspielen.
      ausserdem trainiere ich dann meine konzentrationsfähigkeit auf eine sache mit sudokus, das macht spass, man muss denken, komplexe situation erfassen und schult auch das auge, um gefährliche boards zu erkennen (klingt blöd, aber als anfänger übersieht man doch recht schnell straight draws aufm board, jetzt is das auch kein problem mehr (stichwort denken in mustern)).
      Ausserdem als ausgleich SPORT, jeden tag irgendwas machen, seis rad fahrn, joggen, schwimmen, kicken oder sonst was.
    • FjodorM
      FjodorM
      Bronze
      Dabei seit: 14.02.2006 Beiträge: 11.238
      [[/quote]Ich weiss nur was KEINE sinnvolle Nutzung einer Pause ist: Blitz-Schach im Internet. Nach einem kleineren Downswing dachte ich, ich checke mal ob ich noch Schach spielen kann. Nach der zweiten Niederlage habe ich entnervt den Rechner ausgeschaltet.[/quote]#2 Downswing von 2150 auf 2000 und man kann nicht mal die Schuld darauf schieben, dass der Gegner ein Volldepp ist.
    • mike1234
      mike1234
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2005 Beiträge: 147
      Ich mache schon automatisch eine Pokerpause an den Tagen, an denen ich arbeiten muss (bei 12-Std.-Schichten kann man an solchen Tagen alles andere komplett abhaken)
    • hwoarang84
      hwoarang84
      Black
      Dabei seit: 24.03.2006 Beiträge: 5.044
      Was macht Pausen erfolgreich?



      Eine Cola und ein Schweineohr vom Bäcker, bei Bedarf eine Zigarette dazu und ein bisschen Smalltalk mit den Kollegen
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