Wie erkenne ich ein Set beim Gegner?

    • haweka
      haweka
      Bronze
      Dabei seit: 13.05.2007 Beiträge: 252
      Die Frage steht ja schon im Titel. Mir fällt in letzter Zeit immer öfter auf, dass ich eine Starke Hand (TPTK, Overpair oder besser) aggressiv spiele und unerwartet in ein Set laufe. Manchmal wird es einfach nur runtergecallt, dann wieder c/c am Flop und Minraise am Turn gespielt.

      Limp/Call deutet ja Preflop schon oft auf ein kleines bis mittleres Pocket hin. Wenn ich jetzt hier auf die Conti am Flop viel Action bekomme, kann ich mich darauf einstellen. Aber was, wenn die Line des Gegners nicht SO offensichtlich ist?

      Wie erkennt / erahnt / "readed" ihr ein Set?
  • 20 Antworten
    • Gnoraz
      Gnoraz
      Bronze
      Dabei seit: 26.05.2007 Beiträge: 376
      Da kann man leider nicht sonderlich viel dagegen tun meinerMeinung nach, ich bin genau so schon des öfteren mit TPTK in ein solche Set gerannt. Die Fische wollen einen auch mit sowas oft trappen und callen dann die Conti und checken eventuell den Turn.
      Um dann zu pushen. Es ist einfach enorm schwierig, Notes machen und beim nächsten mal weist es welche Line er spielt.
    • DerBobs
      DerBobs
      Bronze
      Dabei seit: 01.08.2006 Beiträge: 9.909
      Original von haweka
      ... dass ich eine Starke Hand (TPTK, Overpair oder besser) ...
      TPTK und overpairs sind max. mittlere hände, keine starken, und man sollte i. d. R. eh versuchen den pot damit klein zu halten.

      es kommt halt auch oft aufs board drauf an. wenn du AK hast und auf nem KJ10-2suited board viel action bekommst, kann der gegner erstmal alles mögliche haben (jede menge made hands und jede menge draws). auf nem K83-rainbow-board bleibt halt meist nix anderes übrig als ein set beim gegner.
    • TurboAC
      TurboAC
      Bronze
      Dabei seit: 06.11.2006 Beiträge: 58
      Ich denke, du kannst dir nicht mal spezifisch für einen Gegner eine note zu seiner line eintragen. Selbst der dümmste villain weiß, dass er beim nächsten mal anders spielen muss.

      Eine verrückte line für ein Set, wie etwa c/c c/minraise hat immerhin für dich den Vorteil, dass du noch günstig aus der Hand rauskommst. Und wenn auf einem trockenen board so gespielt wird, dann kannst du mit deiner marginalen hand ja auch den cb am turn nehmen und den pot noch kleiner halten.

      Betrachte das Ganze mal so: hat ein schwacher villain ein set und du TPTK oder OP dann wird er dich durch sein slowplay fast nie stacken können. Dreht sich der Spieß um und du triffst dein set, wird er oft sein TPTK oder OP overplayen und du stackst ihn häufig.
      Insgesamt ein guter Schnitt für dich. Sämtliche Verluste vermeiden kann man beim Pokern halt nicht.
    • RecurringNightmare
      RecurringNightmare
      Bronze
      Dabei seit: 25.03.2008 Beiträge: 4.237
      Auf den Micro-Limits ist das nahezu unmöglich, da siehst du garnix, weil die alle einfach viel zu scheisse spielen.

      Die Range der Hände, mit denen du da runtergecalled wirst, reicht von Set (ausser natürlich es sind noch stärkere Hände möglich, dann wirst du natürlich auch mit denen runtergecalled) bis 2ndpair no Kicker oder manchmal noch schlechter.
      Gerade durch die agressive Speilweise, die einem hier beigebracht wird, und die ja auch total richtig ist, verleitet man die Fische zu noch größerer Passivität, die meinen dann ihr TPTK slowplayen zu müssen weil du ja eh betten wirst.
      Daher wenn du selber nur TPTK oder schlechter hälst auf jeden Fall gegen Caller auf Potcontrol spielen und gucken welche Draws möglich sind und ankommen, du bist oft genug gegen TPGK oder schlechter vorne bzw der Gegner ist wirklich nur auf einem Draw. Allerdings kann man so eine Hand auch nicht direkt aufgeben, neben den Draws gibts auch viele Gegner, die meinen du bluffst (wenn man regelmäßig Contis bzw Steals aus last Position am Flop spielt kommt das ganz fix so weit) und callen mit Air um zu floaten, also ist eine 2nd Barrel schon wichtig, aber halt vorsichtig.
      Mit Overpair oder besser kann man aber immer voll runterspielen, da bist du oft genug vorne, dass du wirklich nur protecten musst.

      Interessant wirds wenn da ein Raise kommt, dies deutet meistens schon auf eine sehr starke Hand hin. Hier kann man meist von mindestens einem Overpair ausgehen, allerdings gibts auch genug Deppen die das mit TPGK bringen oder da nen Purebluff ansetzen (aus gleichen Gründen wie oben den Float), bzw irgendeinen Draw total overplayen, da muss man dann selber sehen was man tut, mit nem schwachen Overpair oder TPTK kann mans evtl noch versuchen möglichst günstig zum Showdown zu bringen, sollte aber wirklich sehr vorsichtig sein, mitm starken Overpair würd ich da aber immer broke gehen, rennt man halt mal in 2Pair oder nen Set, zahlt sich trotzdem noch oft genug aus weil der Gegner Müll hält.

      Insgesamt ist zu sagen, dass man einfach total oft in ne bessere Hand rennt, aber trotzdem so spielen muss, weil die Gegner so blöde sind, dass sie auch oft genug ne schlechtere Hand halten, damit man insgesamt noch Gewinn macht.
      Wenn man vereinzelte Gegner vernünftig spielend erkannt hat muss man gegen die natürlich besser aufpassen, aber da wirds auch garnicht so weit kommen, dass die irgendwas groß callen, wenn man gegen die Position hat werden die schon betten anstatt zu einem zu checken, also wird das ganze einfacher.
      Wichtig sind halt bei unknown Random-Donk dass du Potcontrol hinbekommst, zuendespielen musst du das meist eh, und wenns nur dazu dient ne Note machen zu können und dadurch nächstes Mal schlauer zu sein.
      Gegen wirklich gute Gegner halt notfalls auch mal nen Overpair wegwerfen.

      Auf höheren Limits wirds dann wohl etwas übersichtlicher, weil die Stärke der Gegner nicht mehr so weit gefächert ist, daher spielen die dann da alle etwas ähnlicher, da kann man dann schon eher was sehen.

      mfg
    • lilBuddha87
      lilBuddha87
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2006 Beiträge: 494
      Original von RecurringNightmare
      Auf höheren Limits wirds dann wohl etwas übersichtlicher, weil die Stärke der Gegner nicht mehr so weit gefächert ist, daher spielen die dann da alle etwas ähnlicher, da kann man dann schon eher was sehen.
      So einen Schwachsinn hab ich ja noch nie gelesen. Auf höheren Limits wirst du das Set NOCH weniger erkennen, weil gute Gegner das genauso spielen werden wie Draws etc.
    • castaway
      castaway
      Bronze
      Dabei seit: 15.10.2006 Beiträge: 25.945
      Original von RecurringNightmare

      Auf höheren Limits wirds dann wohl etwas übersichtlicher, weil die Stärke der Gegner nicht mehr so weit gefächert ist, daher spielen die dann da alle etwas ähnlicher, da kann man dann schon eher was sehen.

      Auf höheren Limits wird's noch schwieriger.

      Das ist jetzt nicht an dich persönlich gerichtet, aber warum meint die ganze NL5-10 Fraktion eigentlich immer dass es auf höheren Limits einfacher wird???

      Das ist doch nen Widerspruch in sich....



      @OP:

      Sets erkennen ist extrem schwierig. Einfach viele Notes machen und den "Pot Control" Artikel lesen und versuchen das dann auch anzuwenden
    • doger23
      doger23
      Bronze
      Dabei seit: 16.04.2007 Beiträge: 513
      Was hier für ein Schwachsinn geschrieben wird.

      Aber die wichtigstens Stichpunkte sind dennoch genannt worden:

      Potcontrol,
      nicht mittelstarke Hände overplayen und
      notes machen, notes machen, notes machen.
    • BReWs7aR
      BReWs7aR
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 26.03.2007 Beiträge: 7.740
      Notes, Boardtextur, Stats, History, Anzahl der Gegner, Action der Gegner.... ;)
    • RecurringNightmare
      RecurringNightmare
      Bronze
      Dabei seit: 25.03.2008 Beiträge: 4.237
      Original von lilBuddha87
      Original von RecurringNightmare
      Blah!
      So einen Schwachsinn hab ich ja noch nie gelesen. Auf höheren Limits wirst du das Set NOCH weniger erkennen, weil gute Gegner das genauso spielen werden wie Draws etc.
      Ach, die Leute auf den höheren Limits haben also genauso keine Ahnung von Protection wie die Volldonks auf NL10?
      Dass die Highroller da mehr Verstecken als Poker spielen seh ich regelmäßig im Fernsehen, aber das ist auch wieder nen ganz anderes Niveau, daurm gehts hier garnicht.

      Original von castaway
      Original von RecurringNightmare
      Blah!
      Auf höheren Limits wird's noch schwieriger.

      Das ist jetzt nicht an dich persönlich gerichtet, aber warum meint die ganze NL5-10 Fraktion eigentlich immer dass es auf höheren Limits einfacher wird???

      Das ist doch nen Widerspruch in sich....
      Weil es einen enormen Unterschied macht, ob man mit Vollidioten bis starken Anfängern (wie sie zB hier ausgebildet werden) an einem Tisch sitzt und man deshalb einen Random-Gegner einfach überhaupt garnicht einschätzen kann, oder ob man auf den höheren Limits hoffentlich zumindest von groben Grundkenntnissen ausgehen und Standard-Spielzüge erwarten kann, die dann zwar auch nicht zwingend einfach zu lesen sind, aber man hat zumindest ne grobe Ahnung.

      Schwieriger wirds sicherlich mit den guten Händen noch ausgezahlt zu werden, aber man rennt nicht mehr so oft in ne bessere Hand, die man nicht erkannt hat und auch nciht erkennen konnte, weil Villain sie total misplayed hat, daher gehen auch die Verluste zurück. Das wird zwar sicherlich dadurch ausgeglichen, dass die Pots insgesamt größer werden, weil mehr ge2- bzw -3bettet wird, wodurch die Varianz sicherlich noch steigenw ird, aber es wird doch schonender für die Nerven.
    • haweka
      haweka
      Bronze
      Dabei seit: 13.05.2007 Beiträge: 252
      Vielen Dank erstmal für die vielen Antworten.
      Den Artikel über Pot Control, sowie auch weitere Materialien zu dem Thema, werde ich mir auf jeden Fall nochmal vornehmen und versuche, sie zu verinnerlichen. Damit könnte ich wirklich ein großes Leak beheben.

      Dass es auf höheren Limits noch schwieriger wird, sehe ich aber nicht so. Ich habe letztes Jahr zumindest bis NL50 auf Stars gespielt und bin dort viel, sehr viel, besser gefahren, als auf NL5 und NL10 - besonders auf PartyPoker sind die Micros einfach schwer spielbar.

      Insgesamt sieht es wohl so aus, dass ich mich mit marginalen Händen nicht zu aggressiv in große Pötte reinsteigern sollte. Ich glaube, ich tätowiere mir "Pot Control" spiegelverkehrt auf die Stirn und bringe einen Seitenspiegel am Monitor an ;)

      haweka
    • castaway
      castaway
      Bronze
      Dabei seit: 15.10.2006 Beiträge: 25.945
      Original von RecurringNightmare
      Original von lilBuddha87
      Original von RecurringNightmare
      Blah!
      So einen Schwachsinn hab ich ja noch nie gelesen. Auf höheren Limits wirst du das Set NOCH weniger erkennen, weil gute Gegner das genauso spielen werden wie Draws etc.
      Ach, die Leute auf den höheren Limits haben also genauso keine Ahnung von Protection wie die Volldonks auf NL10?
      Dass die Highroller da mehr Verstecken als Poker spielen seh ich regelmäßig im Fernsehen, aber das ist auch wieder nen ganz anderes Niveau, daurm gehts hier garnicht.

      Original von castaway
      Original von RecurringNightmare
      Blah!
      Auf höheren Limits wird's noch schwieriger.

      Das ist jetzt nicht an dich persönlich gerichtet, aber warum meint die ganze NL5-10 Fraktion eigentlich immer dass es auf höheren Limits einfacher wird???

      Das ist doch nen Widerspruch in sich....
      Weil es einen enormen Unterschied macht, ob man mit Vollidioten bis starken Anfängern (wie sie zB hier ausgebildet werden) an einem Tisch sitzt und man deshalb einen Random-Gegner einfach überhaupt garnicht einschätzen kann, oder ob man auf den höheren Limits hoffentlich zumindest von groben Grundkenntnissen ausgehen und Standard-Spielzüge erwarten kann, die dann zwar auch nicht zwingend einfach zu lesen sind, aber man hat zumindest ne grobe Ahnung.

      Schwieriger wirds sicherlich mit den guten Händen noch ausgezahlt zu werden, aber man rennt nicht mehr so oft in ne bessere Hand, die man nicht erkannt hat und auch nciht erkennen konnte, weil Villain sie total misplayed hat, daher gehen auch die Verluste zurück. Das wird zwar sicherlich dadurch ausgeglichen, dass die Pots insgesamt größer werden, weil mehr ge2- bzw -3bettet wird, wodurch die Varianz sicherlich noch steigenw ird, aber es wird doch schonender für die Nerven.
      Merkste selber, oder?
    • lilBuddha87
      lilBuddha87
      Bronze
      Dabei seit: 15.02.2006 Beiträge: 494
      Ach, die Leute auf den höheren Limits haben also genauso keine Ahnung von Protection wie die Volldonks auf NL10?


      Nein, die gibt es auf NL50 genauso und nicht mal wenig (und ja die treiben mich manchmal in den Wahnsinn, auch wenn sie mir öfter Geld geben als ich ihnen). Bei NL10 sind die ganzen PS.de Afängern, die sich ans BRM halten und noch ein paar Fische, denen das Geld egal ist.

      Auf NL50 spielen die TAGs, die es schon ein bisschen weiter gebracht haben und dementsprechend stärker spielen als die NL10 TAGs und es gibt natürlich die Fische, denen es auf den Micros keinen Spaß macht und eben auf diesem Limit ihr Geld verdonken.
      Nur weil die mehr Geld setzen, heißt es noch lange nicht, dass die mehr Ahnung haben von Poker. Die haben eben einen andern Hintergrund (verdienen etwas mehr etc.)
    • RecurringNightmare
      RecurringNightmare
      Bronze
      Dabei seit: 25.03.2008 Beiträge: 4.237
      Original von castaway
      Merkste selber, oder?
      Ich geh halt davon aus, dass die Leute auf den höheren Limits besser spielen als die auf den unteren, zumindest auf die dauerhaft dort spielenden bezogen, da die Standard-Donks ganz unten eben keinerlei Standard-Spielzüge beherrschen müssten bei kontinuierlicher Verteilung die auf den höheren Limits die durchaus drauf haben, das ist nur logisch!


      Original von lilBuddha87
      Ach, die Leute auf den höheren Limits haben also genauso keine Ahnung von Protection wie die Volldonks auf NL10?


      Nein, die gibt es auf NL50 genauso und nicht mal wenig (und ja die treiben mich manchmal in den Wahnsinn, auch wenn sie mir öfter Geld geben als ich ihnen). Bei NL10 sind die ganzen PS.de Afängern, die sich ans BRM halten und noch ein paar Fische, denen das Geld egal ist.

      Auf NL50 spielen die TAGs, die es schon ein bisschen weiter gebracht haben und dementsprechend stärker spielen als die NL10 TAGs und es gibt natürlich die Fische, denen es auf den Micros keinen Spaß macht und eben auf diesem Limit ihr Geld verdonken.
      Nur weil die mehr Geld setzen, heißt es noch lange nicht, dass die mehr Ahnung haben von Poker. Die haben eben einen andern Hintergrund (verdienen etwas mehr etc.)
      Es gibt aber sicherlich weniger Besserverdienende, die im Monat mal eben paar Hundert $ verdonken, als Normalos, die eben nur nen Fuffie verzocken, das ist doch klar. Nebenbei gibts auf NL10 ca 90% Fische und Donks und maximal 10% Leute von irgendwelchen Seiten wie dieser, die halbwegs wissen was sie tun. Da die aber alle langfristig aufsteigen werden ist das wohl ein zusätzlicher Grund, warum die Fisch-Dichte auf höheren Limits rapide abnehmen sollte.
    • Ghostmaster
      Ghostmaster
      Global
      Dabei seit: 24.05.2006 Beiträge: 39.937
      Da die meisten hier ja leider immer nur gegen "unkown" spielen und damit keine Reads auf die Lines ihrer Gegner sammeln kann ich euch nur folgendes sagen. Jedesmal, wenn ihr vom Gegner geraised werdet und eine marginale Entscheidung zu treffen habt, die ihr aber nicht richtig lösen könnt, da ihr keine Ahnung über die Range habt -> folded die Hand und besorgt euch Infos über die Range.

      Ich sehe hier ständig in den Bewertungsforen, dass die Monsterfischline C/C Flop C/Minraise Turn mit Aces fleissig um den Stack runtergecalled wird. Ich sehe ständig, dass anstatt B/F B/Push mit Overpairs, Toppairs etc. gegen unkown gespielt wird. Das kann man nicht damit rechtfertigen, dass der Gegner die und die Range haben könnte, sondern wir wissen einfach nicht wie seine Range aussieht und können deswegen nicht richtig darauf reagieren.

      Natürlich klingt das jetzt grob übertrieben und ist in der Praxis nicht so richtig umsetzbar, aber folded eure Hände in Spots in denen ihr überfordert seid und postet die Hand ins Forum. Es ist kein großer Fehler, wenn wir eine marginale Hand im kleinen/mittelgroßen Pot folded, aber es ist ein großer Fehler, wenn ihr euer Geld in einem großen -EV Spot investiert.

      Edit: Es fällt mir speziell hier im Bronze/Silber/Goldbereich immer wieder auf, dass für bestimmte Situationen Musterkonzepte erwartet werden. Ich denke mal, dass dieses fehlerhafte Erwartungsbild durch unsere Strategiesektion teilweise gebildet wird. Ihr müsst euch darüber klar werden, dass NL etwas dynamischer ist als die Strategieartikelsektion vermuten lässt und jede Situation einzigartig ist.
      Die Strategiesektion hier kaut in meinen Augen Konzepte leider etwas zu sehr vor. Das fängt mit dem SHC an und beschreibt wie man sich Postflop in bestimmten Situationen zu verhalten hat. Für einen blutigen Anfänger ist das okay, da er so einen kostengünstigen Einstieg in das Spiel schaffst und nicht erst seine großen Fehler teuer bezahlen musst. Für ein langfristig erfolgreiches Spiel braucht es aber die Fähigkeit, dass man die Situationen selbstständig erfassen, analysieren, auswerten und umsetzen kann.

      Um das zu Lernen gehört entweder Talent oder viel Geduld dazu. Da ich talentfrei bin, musste ich mir das ganze mit viel Geduld erarbeiten (stundenlange Rangeanalysen, stundenlange Videoanalysen, stundenlange Livecoachings und Diskussionen etc.). Irgendwann platzt der Knoten und man betrachtet das Spiel nicht mehr als statisches Ding, sondern als dynamisches Gerüst in dem die eigene Aufgabe die maximale Ausnutzung der vorhandenen Ressourcen ist ;p
      Und das könnt ihr euch leider nur selber beibringen, wir können euch hier und in den Bewertungsforen ein bisschen dabei helfen. Das Denken müsst ihr aber selber übernehmen.
    • JunterNetzer
      JunterNetzer
      Global
      Dabei seit: 29.01.2005 Beiträge: 330
      life? am ansgtschweiss value town zu missen;)
    • fox98
      fox98
      Bronze
      Dabei seit: 29.08.2007 Beiträge: 1.723
      hallo

      auf nl 10 bei party spielen die fische immer gleich wenn sie ein set haben ...

      ich AA fisch 66 pre

      ich bette 5 BB ,MP1 fisch callt im cut off

      ich bette 8 BB flop der 6Q2 ist , der fisch callt

      turn bette ich 20 BB ber fisch reraist auf 40 BB oder pusht all-in

      wenn ich position habe ist es ähnlich ... pre callen sie ... flop spielen sie check, call turn check ... bet oder allin

      die spielen oft so solltest du mal drauf achten

      gruss
    • nyron
      nyron
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 108
      Original von Ghostmaster
      Da die meisten hier ja leider immer nur gegen "unkown" spielen und damit keine Reads auf die Lines ihrer Gegner sammeln kann ich euch nur folgendes sagen. Jedesmal, wenn ihr vom Gegner geraised werdet und eine marginale Entscheidung zu treffen habt, die ihr aber nicht richtig lösen könnt, da ihr keine Ahnung über die Range habt -> folded die Hand und besorgt euch Infos über die Range.

      Ich sehe hier ständig in den Bewertungsforen, dass die Monsterfischline C/C Flop C/Minraise Turn mit Aces fleissig um den Stack runtergecalled wird. Ich sehe ständig, dass anstatt B/F B/Push mit Overpairs, Toppairs etc. gegen unkown gespielt wird. Das kann man nicht damit rechtfertigen, dass der Gegner die und die Range haben könnte, sondern wir wissen einfach nicht wie seine Range aussieht und können deswegen nicht richtig darauf reagieren.

      Natürlich klingt das jetzt grob übertrieben und ist in der Praxis nicht so richtig umsetzbar, aber folded eure Hände in Spots in denen ihr überfordert seid und postet die Hand ins Forum. Es ist kein großer Fehler, wenn wir eine marginale Hand im kleinen/mittelgroßen Pot folded, aber es ist ein großer Fehler, wenn ihr euer Geld in einem großen -EV Spot investiert.

      Edit: Es fällt mir speziell hier im Bronze/Silber/Goldbereich immer wieder auf, dass für bestimmte Situationen Musterkonzepte erwartet werden. Ich denke mal, dass dieses fehlerhafte Erwartungsbild durch unsere Strategiesektion teilweise gebildet wird. Ihr müsst euch darüber klar werden, dass NL etwas dynamischer ist als die Strategieartikelsektion vermuten lässt und jede Situation einzigartig ist.
      Die Strategiesektion hier kaut in meinen Augen Konzepte leider etwas zu sehr vor. Das fängt mit dem SHC an und beschreibt wie man sich Postflop in bestimmten Situationen zu verhalten hat. Für einen blutigen Anfänger ist das okay, da er so einen kostengünstigen Einstieg in das Spiel schaffst und nicht erst seine großen Fehler teuer bezahlen musst. Für ein langfristig erfolgreiches Spiel braucht es aber die Fähigkeit, dass man die Situationen selbstständig erfassen, analysieren, auswerten und umsetzen kann.

      Um das zu Lernen gehört entweder Talent oder viel Geduld dazu. Da ich talentfrei bin, musste ich mir das ganze mit viel Geduld erarbeiten (stundenlange Rangeanalysen, stundenlange Videoanalysen, stundenlange Livecoachings und Diskussionen etc.). Irgendwann platzt der Knoten und man betrachtet das Spiel nicht mehr als statisches Ding, sondern als dynamisches Gerüst in dem die eigene Aufgabe die maximale Ausnutzung der vorhandenen Ressourcen ist ;p
      Und das könnt ihr euch leider nur selber beibringen, wir können euch hier und in den Bewertungsforen ein bisschen dabei helfen. Das Denken müsst ihr aber selber übernehmen.
      #2

      goldpost
    • BReWs7aR
      BReWs7aR
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 26.03.2007 Beiträge: 7.740
      Nicht der Erste!
    • toolz555
      toolz555
      Bronze
      Dabei seit: 04.01.2007 Beiträge: 1.918
      Original von Ghostmaster
      Da die meisten hier ja leider immer nur gegen "unkown" spielen und damit keine Reads auf die Lines ihrer Gegner sammeln kann ich euch nur folgendes sagen. Jedesmal, wenn ihr vom Gegner geraised werdet und eine marginale Entscheidung zu treffen habt, die ihr aber nicht richtig lösen könnt, da ihr keine Ahnung über die Range habt -> folded die Hand und besorgt euch Infos über die Range.

      Ich sehe hier ständig in den Bewertungsforen, dass die Monsterfischline C/C Flop C/Minraise Turn mit Aces fleissig um den Stack runtergecalled wird. Ich sehe ständig, dass anstatt B/F B/Push mit Overpairs, Toppairs etc. gegen unkown gespielt wird. Das kann man nicht damit rechtfertigen, dass der Gegner die und die Range haben könnte, sondern wir wissen einfach nicht wie seine Range aussieht und können deswegen nicht richtig darauf reagieren.

      Natürlich klingt das jetzt grob übertrieben und ist in der Praxis nicht so richtig umsetzbar, aber folded eure Hände in Spots in denen ihr überfordert seid und postet die Hand ins Forum. Es ist kein großer Fehler, wenn wir eine marginale Hand im kleinen/mittelgroßen Pot folded, aber es ist ein großer Fehler, wenn ihr euer Geld in einem großen -EV Spot investiert.

      Edit: Es fällt mir speziell hier im Bronze/Silber/Goldbereich immer wieder auf, dass für bestimmte Situationen Musterkonzepte erwartet werden. Ich denke mal, dass dieses fehlerhafte Erwartungsbild durch unsere Strategiesektion teilweise gebildet wird. Ihr müsst euch darüber klar werden, dass NL etwas dynamischer ist als die Strategieartikelsektion vermuten lässt und jede Situation einzigartig ist.
      Die Strategiesektion hier kaut in meinen Augen Konzepte leider etwas zu sehr vor. Das fängt mit dem SHC an und beschreibt wie man sich Postflop in bestimmten Situationen zu verhalten hat. Für einen blutigen Anfänger ist das okay, da er so einen kostengünstigen Einstieg in das Spiel schaffst und nicht erst seine großen Fehler teuer bezahlen musst. Für ein langfristig erfolgreiches Spiel braucht es aber die Fähigkeit, dass man die Situationen selbstständig erfassen, analysieren, auswerten und umsetzen kann.

      Um das zu Lernen gehört entweder Talent oder viel Geduld dazu. Da ich talentfrei bin, musste ich mir das ganze mit viel Geduld erarbeiten (stundenlange Rangeanalysen, stundenlange Videoanalysen, stundenlange Livecoachings und Diskussionen etc.). Irgendwann platzt der Knoten und man betrachtet das Spiel nicht mehr als statisches Ding, sondern als dynamisches Gerüst in dem die eigene Aufgabe die maximale Ausnutzung der vorhandenen Ressourcen ist ;p
      Und das könnt ihr euch leider nur selber beibringen, wir können euch hier und in den Bewertungsforen ein bisschen dabei helfen. Das Denken müsst ihr aber selber übernehmen.
      So siehts aus. Ich verstehen nicht, wie man erwarten kann, hier auf so ne Frage ne Anwort zu bekommen. Leute, ihr müsst wirklich lernen, selbstständig zu denken. Es gibt für die meisten Sachen einfach keinen Chart.
      Und Leute, die meinen, auf den höheren Limits wird das alles leichter sollten villeicht mal überlegen, wie es die Leute, die dort oben spielen bis dor hitn gebracht haben und ob sie nicht die selben Überlegeungen angestgellt haben , wie ihr jetzt.
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