der Geist ist willig...

    • michi
      michi
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2005 Beiträge: 86
      Hallo, ich bin nun schon seit 2 Monaten hier und spiele seit ca. 2 Wochen wirklich intensiv Poker. Bisher verlief mein Start glaub ich wie bei vielen anderen hier auch: Mit den 5$ Startgeld direkt an vier 2c/4c Tische gesetzt, Starting-Hand-Chart im Anschlag und ein Gefühl der ßberlegenheit. Bin dann durch ziemlich dummes Spiel noch am selben Abend auf 2$ runter und hab infolge dessen erstma alle Anfänger-Artikel gelesen und WLLH bestellt. Nach dem Studium des Buches hab ich mich wieder an die Realmoney-Tische getraut. Aber diesmal nur zwei statt vier. Also langsam aber stetig auf 7$ hochgearbeitet, und dann durch einen Upswing auf 15$. Puh, endlich geschafft. Montag abend dann auf den 5c/10c-Tischen angefangen und leicht gefallen auf 13$. Najo, nix schlimmes. Gestern abend dann wieder gespielt, und es ging stetig bergab. Meine Karten waren gar net so schlecht, aber ich hatte häufig das zweitbeste Blatt. So langsam kam ich auf die 8$-Marke zu. Ich wusste, dass ich dann wieder auf 2c/4c umsteigen muss. Um so fiel ich auch recht schnell unter 8$. Egal, das war nur Pech. Scheiß auf 2c/4c, ich komm da schon so wieder hoch. Und es ging immer weiter bergab. Irgendwann hab ich mir dann vorgenommen, bei 5$ aufzuhören. Bei 5$ war ich dann ca. 15 min später auch angelangt und ich wusste, spätestens jetzt muss ich aufhören. Aber ich konnte einfach net. Ich wollte weiterspielen. Natürlich auf 5c/10c. Ich bin doch kein Noob. Erst bei gut 2$ konnte ich mich dazu durchringen, wirklich aufzuhören. Und nun fang ich wieder ganz von vorne an...

      Ich war mir gestern Abend zu jedem Zeitpunkt darüber im Klaren, dass ich schon längst hätte aussteigen müssen. Aber ich konnte einfach nicht. Ich wusste, dass wenn man ein Limit absteigen muss, es nicht unbedingt an einem selbst liegt, sondern dass man auch einfach Pech haben kann. Aber ich wollte das einfach nicht realisieren.

      Ich hätte niemals gedacht, dass Verlieren wirklich so hart sein kann.
      Aber ich glaub ich kann froh sein, diese Erfahrung im microlimit Bereich gemacht zu haben und nicht irgendwann später.

      Also, auf ein Neues...

      edit: der thread sollte eigentlich in 'Erlebnisberichte'
  • 13 Antworten
    • Tobsen
      Tobsen
      Black
      Dabei seit: 15.01.2005 Beiträge: 1.196
      da gibts doch dieses coole video mit horst koch und dem berliner "pro" der am ende zur spielsucht befragt wird oder ?
    • betout
      betout
      Black
      Dabei seit: 06.02.2005 Beiträge: 2.478
      Original von Tobsen
      da gibts doch dieses coole video mit horst koch und dem berliner "pro" der am ende zur spielsucht befragt wird oder ?
      ... der dann auf die Frage, ob er da aktiv Vorbeugung betreibt mit einem eindruchsvollen "ähmm ja ähmm..." antwortet? :D

      Tja dem ist glaub ich dann ja auch nicht mehr so gut ergangen. ;)
    • Matthias Wahls
      Matthias Wahls
      Bronze
      Dabei seit: 31.01.2005 Beiträge: 2.073
      Michi, du bist ne ehrliche Haut! Das gefällt mir. Ließ unsere Artikel und WLLH noch ein zweites mal. Hab ich auch gemacht.
    • sammy
      sammy
      Bronze
      Dabei seit: 16.01.2005 Beiträge: 5.315
      Genau, da ist es am besten, man macht diese Erfahrung (die ich übrigens am Anfang auch gemacht habe!) in den Mikro Limits macht. Da kostet es noch recht Wenig, später wird es verdammt teuer, diesen Fehler zu machen.

      Viel Glück erstmal wieder auf 2/4 Cent, glaube mir, es wird nicht lange dauern bis du erstmal auf Party zockst, das geht meistens schneller als man denkt!
    • pKay
      pKay
      Black
      Dabei seit: 21.01.2005 Beiträge: 7.163
      *räusper*
      Es ist aber völlig egal wie lange du dazu brauchst. Es ist auch nicht verwehrflich lange auf den micro-limits rumzuhängen. Da lernt man auch viel disziplinarisches etc. was man sonst in höheren limits nachholen müsste.
    • markus1000
      markus1000
      Bronze
      Dabei seit: 13.03.2005 Beiträge: 1.210
      Poker braucht Disziplin, Disziplin und nochmals Diszilplin.....bin noch ein Neuling im Pokergeschäft und mußte mich auch durch die Microlimits kämpfen (kämpfen ist etwas übertrieben aber naja..).


      Zum Thema Spielzeiten habe ich mir meinen eigenen Stil angewöhnt:

      die ersten Wochen habe ich immer nur abends gespielt manchmal auch nachmittags, irgendwann gefiel es mir aber nicht mehr immer abends zu spielen, da man auch mal was anderes machen will und nebenher beschäftigt mich mein Studium auch noch.

      Um das Problem zu lösen mußte ich mir verschieden Fragen stellen!

      1)Wie lang möchte ich in der Woche Pokern?

      2)Wie lange kann ich in der Woche Pokern, damit ich noch Zeit zum Lernen oder für andere wichtige Aktivitäten habe?

      3)Wann soll ich pokern(Tageszeit,Wochentage etc)?

      4)Soll ich eine feste Spielzeit und Spieldauer per Session festlegen oder einfach drauf los spielen?

      5)Wie viel Zeit investiere ich insgesamt in Poker(Theorie, Praxis, Foren etc)?

      6)Was ist mein Mindestziel, was ich in welchem Zeitraum erreichen will?


      usw...

      Feststellung des eigenen Charaktertyps

      Ich bin ein Typ der gerne alles plant, wann, wie, wo, wie lange etc...
      ich denke es ist grade für Anfänger wichtig neben Themen wie Bankrollmangement auch etwas über das Zeitmanagement nachzudenken.

      Meine Empfehlung ist es, mal über die oben genannte Fragen nachzudenken, was für ein Typ du bist weiß ich leider nicht, und ob eine Art "Pokerstundenplan" das Richtige für dich ist kann ich dir auch nicht sagen. Du mußt es selbst herausfinden.


      Probieren geht über studieren!


      P.s. falls die Interesse an dem Thema hast aber nicht weißt wie du anfangen sollst, in dem Foren wird dir geholfen:) oder sende einfach ne PM an mich.
    • CentreFold
      CentreFold
      Bronze
      Dabei seit: 26.01.2005 Beiträge: 991
      die frage ist vor allem: is das bankrollmanagment, dass von ps.de vorgeschlagen wird für dich wirklich das richtige.
      Wenn du dich hier durchliest, wirst du oft von der 300BB-Grenze hören. Die Theorie besagt, dass man nur ein 5%-Risiko hat, pleite zu gehen, obwohl man gut spielt, wenn man 300 Big Bets auf einem Limit hat.

      Das wären auf 2c/4c also $12 und auf 5c/10c schon $30. Nur, um da überhaupt sicher spielen zu "dürfen". Dass von ps.de ein riskanterer Weg vorgeschlagen wird, ist sicherlich sehr gut begründet. Mit dem Wissensvorsprung, den du durch die Community hast, bist du für 2c/4c sicherlich schon häufig überqualifiziert. Insofern kann man den Aufstieg schneller wagen.

      Nur, ist das auch der richtige Weg für den einzelnen? Wenn du Probleme damit hast, im Limit abzusteigen, solltest du logischerweise ein größeres Polster haben, bevor du aufsteigst, damit dich ein Downswing nicht gleich die halbe Bankroll kostet.
      Ich zu meinem Teil bin im Bankroll-Management (aber auch nur da, was pokern angeht!) extrem risk averse. Das bedeutet, ich HASSE es, wenn ich auch nur eine BB weniger als 300 für ein Limit habe. Ich bin erst entspannt und zufrieden, wenn ich so 450 BBs für ein Limit habe. Ich empfinde NULL positiven Nervenkitzel, auf Limits zu spielen, die eigentlich höher sind, als ich "darf". Daher bin ich sicherlich langsamer, was die Aufstiege angeht. Nach ps.de hätte ich sogar inzwischen eine BR für 3/6. Ich bin aber gerade erst auf 2/4 umgestiegen! Und auch da lasse ich mir Zeit! Bevor ich da nicht 300 BB gewinne (netto, btw.), bewege ich mich nirgendwohin. Maximal nach unten, um irgendwo einen Reload-Bonus zu kriegen (auf Stars, z.B.).

      Insofern solltest du dich auch fragen: ist das etwas schnellere, dafür riskantere Aufsteigen in den Limits für dich die richtige Wahl? Dabei solltest du unbeeinflusst bleiben von Leuten, die (angeblich) alles in zwei Wochen gemacht haben. Die Varianz holt sie alle ein und beißt ihnen so heftig in den Hintern, dass sie fertig mit der Welt sind...
    • Frohbi
      Frohbi
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2005 Beiträge: 796
      @ Markus + Centrefold

      Starke Posts!

      Dem ist von meiner Seite nichts hinzuzufügen. Ausser daß man sich nicht zu schade sein sollte, bei Fragen Markus zu kontaktieren. Die Art der Planung sieht hochprofessionell aus!
    • markus1000
      markus1000
      Bronze
      Dabei seit: 13.03.2005 Beiträge: 1.210
      danke marco, naja hochprofessionell ist etwas übertrieben...der post wurde ja hin und her geschoben rein ins" ich-psychologie Forum", daraus ein Thread von Matthias gemacht dann aus einen ursprünglichen Thread verschoben, dann aus dem Ich-Psychologie Forum gelöscht...

      Pass auf das dir Matthias in "Deinem" Forum nicht so viel rumpfuscht :)
      Mußt zeigen wer in der Psychologie die Hosen an hat.

      Eine kleine Kritik noch von meiner Seite: Finde es etwas schade das das "Ich-Psychologie Forum" von Stickys und Ankündigungen überschwemt wird, anstatt mal jede Woche Eines zu releasen und dieses anständig zu diskutieren.
      Trotzdem Respekt an den/die Ersteller für die Arbeit die sie sich gemacht haben.

      P.s. siehe dazu auch klick mich
    • Frohbi
      Frohbi
      Bronze
      Dabei seit: 28.01.2005 Beiträge: 796
      Keine ßbertreibung, Dein Post oben kann man so wie er ist als Guide übernehmen. Zieldefinition ist wesentlich bei unserem Geschäft (bei jedem Geschäft).
      Ich selbst hatte lange Zeit Probleme damit, das zu akzeptieren. Mein Coach ist halb wahnsinnig geworden. :rolleyes:

      Meiner Erinnerung nach hat Michi ursprünglich ins Ich-Psychologie-Forum gepostet und in seinem Edit geschrieben, es sollte eigentlich zu den Erlebnisberichten. Oder hab ich was verpasst?

      Den Rest habe ich zu verantworten. Hab versucht, den Thread hier rüber zu verschieben, was irgendwie gründlich daneben gegangen ist. (War meine erste administrative Handlung) Da ist wohl ne Nachschulung fällig. :)

      Matthias hat dann aufgeräumt, was ich so verstreut habe.

      Zum Ich-Psychologie-Forum:
      Bin Deiner Meinung, daß es sehr viel auf einmal ist. Das ist Matthias` Arbeitsweise. Erst mal machen, dann Kritik anhören, verbessern .
      Ehrlich gesagt bin ich davon beeindruckt, weil er keinerlei Eitelkeit zeigt.

      Deshalb empfehle ich Dir, in dem von Dir verlinkten Thread konkret Verbesserungsvorschläge der bestehenden Situation anzubringen.
    • Ajari
      Ajari
      Bronze
      Dabei seit: 27.02.2005 Beiträge: 257
      Original von michi
      Nach dem Studium des Buches hab ich mich wieder an die Realmoney-Tische getraut. Aber diesmal nur zwei statt vier.
      Es scheint hier bei vielen Leuten normal zu sein, vier oder noch mehr Tische gleichzeitig zu spielen, aber ich glaube gerade als Anfänger ist es viel sinnvoller, nur an einem Tisch zu spielen (das hat übrigens auch Matthias Wahls in seinem Training erwähnt). Ich habe an den 0.02/0.04$-Tischen an 2 Tischen gleichzeitig gespielt, weil mir drei schon zu viel schienen, ich hatte einfach nicht den ßberblick über die Eigenarten meiner Gegner.
      Seit ich die 15$-Marke erreicht habe und an 0.05/0.10$-Tischen sitze, spiele ich nur noch an einem Tisch, und ich glaube, es lohnt sich. Ich habe mich in recht kurzer Zeit (weiß leider nicht wie viele Hände) auf fast 24$ hochgearbeitet. Bei nur einem Tisch habe ich die Zeit, die Gegner zu studieren und schnell herauszufinden, wer viel blufft und wer nur Premium-Hände spielt und kann mich entsprechend darauf einstellen. Außerdem kann ich dann auch in Ruhe die Pot-Odds ausrechnen, um herauszufinden, ob sich der nächste Call lohnt oder nicht. Das dauert bei mir im Moment noch recht lange, aber so langsam bekomme ich Routine dabei. Ich fühle mich zwar immer noch als Anfänger, aber ich habe das Gefühl, dass ich die wichtigen Strategien des Pokerns so viel effektiver lerne. Natürlich ist es manchmal etwas langweilig, wenn man die 10. Hand in Folge folden muss, weil man einfach keine guten Karten bekommt, aber man nutzt dann eben die Zeit, um die Spielweise der Mitspieler zu beobachten. Außerdem habe ich nur ganz selten mal eine Session im Minus beendet, was mir an 2 gleichzeitig gespielten Tischen viel häufiger passiert ist.
      Lass es Dir mal durch den Kopf gehen, Michi, ob das nicht auch etwas für Dich wäre. Dann wären bestimmt auch Deine Swings nicht mehr so groß, was die Nerven schont. ;)
    • HekKo5
      HekKo5
      Bronze
      Dabei seit: 20.01.2005 Beiträge: 847
      gut ist es sicher auch für jedes neue limit erst mal mit 2-3 Tischen anzufangen, wenn man das sicher spielt kann man dann auch mal 6 tische spielen in den niedrigeren limits.
      wenn man denn darauf steht
    • markus1000
      markus1000
      Bronze
      Dabei seit: 13.03.2005 Beiträge: 1.210
      Original von Frohbi
      Keine ßbertreibung, Dein Post oben kann man so wie er ist als Guide übernehmen. Zieldefinition ist wesentlich bei unserem Geschäft (bei jedem Geschäft).
      Ich selbst hatte lange Zeit Probleme damit, das zu akzeptieren. Mein Coach ist halb wahnsinnig geworden. :rolleyes:

      Meiner Erinnerung nach hat Michi ursprünglich ins Ich-Psychologie-Forum gepostet und in seinem Edit geschrieben, es sollte eigentlich zu den Erlebnisberichten. Oder hab ich was verpasst?

      Den Rest habe ich zu verantworten. Hab versucht, den Thread hier rüber zu verschieben, was irgendwie gründlich daneben gegangen ist. (War meine erste administrative Handlung) Da ist wohl ne Nachschulung fällig. :)

      Matthias hat dann aufgeräumt, was ich so verstreut habe.

      Zum Ich-Psychologie-Forum:
      Bin Deiner Meinung, daß es sehr viel auf einmal ist. Das ist Matthias` Arbeitsweise. Erst mal machen, dann Kritik anhören, verbessern .
      Ehrlich gesagt bin ich davon beeindruckt, weil er keinerlei Eitelkeit zeigt.

      Deshalb empfehle ich Dir, in dem von Dir verlinkten Thread konkret Verbesserungsvorschläge der bestehenden Situation anzubringen.
      Ich war nur verwundert das mein Post auf einmal in 3 Threads auftauchte und hab deshalb Matthias ne PM geschickt ... da er wahrscheinlich wenig Ahnung hatte wovon ich rede(weil du den Post verschoben hattest) hat er einen POst verschoben uns so weiter

      Hoffe das ich nun alles richtig nachvollziehen konnte