optimismus erlernbar

  • 12 Antworten
    • Haddock79
      Haddock79
      Bronze
      Dabei seit: 04.12.2007 Beiträge: 13
      hm.. Optimismus aus Büchern zu lernen dürfte schwierig sein. Aber wenn du den Eindruck hast, dass dich deine Einstellung behindert, geh doch mal zum Psychologen. Daran arbeiten kann man definitiv!
    • cubaner
      cubaner
      Bronze
      Dabei seit: 05.03.2006 Beiträge: 4.245
      antidepressiva ftw :tongue:
    • chefko
      chefko
      Global
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 7.985
      wo isn der psychomod wenn man ihn braucht ;(
    • IronPumper
      IronPumper
      Coach
      Coach
      Dabei seit: 03.01.2008 Beiträge: 14.838
      Jo finde das Thema auch interessant.
      Wie schon gesagt wurde wirds wohl aus Büchern schwer werden, zumindest langfristig!
    • infecteeed
      infecteeed
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2007 Beiträge: 3.523
      Psychologe nicht rechtzeitig zu stelle.

      Korn ist informiert.

      Robert ;)
      ---------------------------------------------------

      Pascl behandelt dieses Thema in seiner zweiten Psychologie videoreihe.
      Hab mir bis jetzt nur den Ersten teil angeguckt. Mann Lernt in dieser reihe wie man umdenkt.
      Es gibt einen Zettel, den man sich ausdrucken und beim Pokern neben sich legen soll. Dort schreibt man dann seine Gedanken auf die man gehabt hat.
      Z.B. Ich schaute im Tunier auf meinen Stack. Grund Blind erhöhung.
      Angst vor weiteren blind erhöungen.
      So in etwa.

      Später wird dann ausgearbeitet, ob man anders hätte denken können.
      er lehrt dir sozusagen Optimismus.
    • Phreakboy
      Phreakboy
      Bronze
      Dabei seit: 22.08.2006 Beiträge: 512
      nimm dir coaching beim HU Gott,
      der hat so viel optimismus, dass er dir sicher etwas davon abgeben kann...

      =)
    • McKenna
      McKenna
      Bronze
      Dabei seit: 31.05.2006 Beiträge: 247
      „Chronischer Pessimismus“ hat zum einen eine physiologische, endogene Komponente, d.h. die eigene Gehirnchemie begünstigt negative Interpretationen der Wirklichkeit. Aber auch genetische Veranlagungen spielen eine Rolle.
      Zum Anderen sind aber natürlich auch stark Gefühls- und Denkkonditionierungen verantwortlich. Und Sozialisationsprozesse auch. Früh gemachte negative Erfahrungen werden generalisiert und die spätere Wahrnehmung entsprechend selektiert und fokussiert. Stellt euch das vor, wie einen kleinen Kiesel, denn Ihr in einen Teich mit ruhiger Oberfläche werft, es macht einen kleinen Einschlag, aber die sich ausbreitenden Wellen lassen den ganzen Teich „erzittern“
      Da wir unsere Wirklichkeit zum grossen Teil durch unsere Interpretation derselbigen mitgestalten, wird natürlich so eine kognitive „Vorverurteilung“ entsprechende „Kreise“ im Alltag ziehen. Wenn ich der Auffassung bin, dass alle Menschen unfreundlich und schlecht zu mir sind und deshalb mit düsterem und langem Gesicht um die Häuser ziehe, wird das entsprechende Feedback nicht lange auf sich warten lassen.
      Soweit klar, oder?

      Abhilfe, wenn gewünscht: Ich würde hier „schweres Geschütz“ auffahren. Mit Lebenshilfebüchern ist dem Phänomen wohl nicht beizukommen. Wenn die „Beschwerden“, also die negativen Folgen das eigene Wohlbefinden zu stark einschränken und beginnen, die Lebensqualität massiv zu beeinträchtigen, wäre Psychotherapie sicherlich eine Möglichkeit.

      Ich würde aber eher noch Selbsterfahrung empfehlen. Ganz klassisch auf die harte und unterhaltsame Tour. Auch wenn Sie heute meist anders heißt und in anderer Verpackung daher kommt. Diese wird meist in Gruppen unternommen, steigert die Introspektionsfähigkeit, lässt gemachte negative Erfahrungen in einen neuen Bewertungskontext stellen durch Neuinterpretation, lässt wichtige Sozialisationsprozesse nachholen und stellt die Leute oft richtiggehend vom Kopf wieder auf die Beine. Und Spass macht es nach anfänglichen Bedenken meist auch sehr, von gesteigerter Lebensqualität ganz abgesehen.

      Vorraussetzungen dafür, so was anzugehen, sind in der Regel ein hoher Leidensdruck. Sonst ist die Motivation, den Aufwand sowohl als auch die Kosten zu tragen, meist nicht gegeben, denn bei „Störungen“ ohne Krankheitswert muss in der Regel selbst bezahlt werden, von der Zeit und dem Aufwand abgesehen. Ich selbst bin der Meinung, dass es kein besser investiertes Geld gibt, weil da enorm viel zurückfliessen kann an Lebensqualität.

      Wer Adressen möchte, die ich aufgrund meiner Erfahrungen empfehlen kann, kann sich an mich wenden, auch was Empfehlungen zu einer geeigneten Psychotherapiemethode betrifft.


      Skype: robert-psychologie
    • McKenna
      McKenna
      Bronze
      Dabei seit: 31.05.2006 Beiträge: 247
      P.S.: Das Footie von Chefko deutet bereits auf einen mindestens mittelschweren Fall hin...Ok, war jetzt n Witz :D
    • chefko
      chefko
      Global
      Dabei seit: 08.02.2007 Beiträge: 7.985
      Original von McKenna
      P.S.: Das Footie von Chefko deutet bereits auf einen mindestens mittelschweren Fall hin...Ok, war jetzt n Witz :D
      ist leider gedankengut meines jüngeren bruders ( PUBERTÄT)

      das prob liegt bei mir nicht auf sozialer seite. ich bin kommunikativ, habe freunde, es gibt keine abnormalen diskrepanzen mit meiner umwelt. meine schwierigkeiten liegt eigentlich daran, dass ich mich durch diese pessimistische weltansicht selbst im bereich der leistungsfähigkeit und vorallem auch daraus resultierenden motivation und willenskraft liegt.

      auf gut deutsch: anstatt mich durch postives denken selbst anzutreiben brauche ich immer einen antreiber, im jetztigen fall ist dies familie und freundin, dieser zustand ist jedoch für alle beteiligten unzufiredenstellend.


      uni leidet sehr stark daran, musst jetzt ein jahr auf der fh wiederholen, extrem -ev und ich ärgere und schäme mich zu tode :D

      so gut diese scheißegal mentalität in vielen fällen ist, so behindernd ist sie in den ausschlaggebenden bereichen des lebens...
    • McKenna
      McKenna
      Bronze
      Dabei seit: 31.05.2006 Beiträge: 247
      Hm, das konterkariert zunächst nicht das, was ich oben geschrieben habe.


      Als zusätzlichen Aspekt: Viele intelligente, kognitiv-, kopfgesteuerte Menschen zum Beispiel erleben Wirklichkeit so komplex, dass Entscheidungen zum Handeln schwerer fallen als Anderen. Es sind für Sie einfach zu viele Parameter zu beachten. Ich würde das nicht Pessimismus nennen. Der, ich nenne Ihn mal „Kopfmensch“-, steht sich eher selbst im Weg und sieht den berühmten Wald… nicht. So korreliert dessen grösste Stärke, nämlich das Erkennen, eben oftmals mit einer gewissen Trägheit bzw. Angst vor dem Tun und dem dahinter liegenden möglichen Scheitern.

      Der Entwicklungsschwerpunkt (und das ist keinesfalls die Norm, sondern es gibt auch Menschen, die viel zu sehr im Handeln sind), wie gesagt, der Entwicklungsschwerpunkt sollte hier im Schritt für Schritt Handeln lernen liegen, weil im Tun für so einen Menschen die grössten Ressourcen stecken. Dann kann er nämlich seine eigentlich guten Ideen mit der Realität abgleichen und ggf. korrigieren.
      Und mit dem dann eintretenden Erfolg wird auch das eigene Selbstwertgefühl und Selbstbewusstsein gestärkt. Auf die Weise entsteht eine positive Sogwirkung. Positives Feedback erzeugt mehr Selbstbewusstsein, erzeugt mehr Lust zu machen, usw.

      Das Prob ist nämlich auch, dass der kognitiv gesteuerte Mensch sämtliche selbst inzenierten (Selbst-)betrugsmanöver durchschaut. Familie, Freundin etc. als Stellvertreter-Antreiber können auf Dauer kein wirklicher Ersatz sein, weil der Betreffende SELBST tun muss. Nur dann stellt sich auch wirkliche Zufriedenheit über das Erreichte ein.

      BTW: Werden die eigentlich und oft guten Ideen des Kopfmenschen nicht mit der Wirklichkeit abgeglichen und so validiert und korrigiert, kann der Betreffende leicht die Bodenhaftung verlieren. Folge wäre das bekannte „verwirrter Professor“-Syndrom. Das Geistige wird im Realen nicht mehr manifestiert und bleibt wenig überprüfbar, tlw. phantastisch und wunderlich. Gutes Potential geht somit verloren. Ich will das jetzt nicht weiter ausführen, ich hoffe, es wird verständlich, was ich damit meine.

      Wie entsteht so ein Hintergrund? Der „Kopfmensch“ lernt früh, sich vor einer potentiell feindlichen Umwelt zu schützen, indem er/sie möglichst viel weiss. Auch hier existieren vermutlich biologisch/genetische Prädispositionen und auch oft noch verstärkende (und nicht entgegenwirkende) Konditionierungsmechanismen.

      Lösungsansätze in Stichworten können sein: Verhaltenstherapie, lösungsorientierte Beratung, Step-by-Step Lernen von Handlungsschritten mit sich selbst rückverstärkenden Feedback-Schleifen etc. Ausserdem natürlich die schon im vorigen Post erwähnte Selbsterfahrung, die all diese Dinge pIus mehr wie Visionssuche, Finden von positiven inneren Antreibern (Motivatoren) usw. mit einschliesst. Ich biete dir an, diese Thematik im persönlichen Gespräch nochmals zu vertiefen, für ein öffentliches Forum geht mir das von der Richtung her schon zu sehr in Richtung psychologische Beratung, die aber wiederum einen geschützten Rahmen braucht.

      Ausserdem bräuchte ich dazu auch noch mehr Infos von dir, sonst fischen wir hier zu sehr im Trüben. Bei dem, was du als „Pessimismus“ bezeichnest, bedarf es auch einer Abklärung, ob nicht noch andere Dinge dahinter stehen und was du damit eigentlich genau meinst. Hoffe aber, dass dir obiges hilft, die Thematik etwas näher zu beleuchten.




      P.S.:Ich möchte noch etwas anfügen, nämlich ein gängiges Bonmot in der Psychotherapie, das dem Sinne nach etwa lautet: Der Melancholiker/Depressive hat einen ungeschminkten Blick auf die Wirklichkeit, deshalb leidet er ja. Vieles in Kunst und Literatur der Weltgeschichte ist ja auch aus der Erfahrung der "trüben" Wirklichkeit entstanden. Sodass auch gerade in dem pessimistischen Leiden an den Umständen sehr viele persönlichkeitsentwickelnde und -fördernde Erfahrungen gemacht werden können.
    • SwissCheese
      SwissCheese
      Bronze
      Dabei seit: 15.05.2007 Beiträge: 259
      @McKenna: .....ich würd mal sagen, Du bräuchtest auch noch genäuere Inputs, was er mit 'pessimistischer Weltansicht' genau meint, ich denk da findest Du einige hilfreiche Anhaltspunkte...
    • McKenna
      McKenna
      Bronze
      Dabei seit: 31.05.2006 Beiträge: 247
      @SwissCheese: Selbstverständlich. Ab hier können sich die Dinge in viele verschiedene Richtungen verzweigen. Und natürlich ist sowas im direkten Dialog sehr viel besser machbar. Hier habe ich lediglich den einen oder anderen Aspekt genannt, der mir dazu spontan eingefallen ist.