Erfahrungen mit der Anzahl verlorener Hände am Stück

    • sortho
      sortho
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2006 Beiträge: 262
      Hallo zusammen,

      ich erspare Euch mal mein Gejammer - obwohl ich nach 4 Tagen und verlorenen 250 BB reichlich Grund hätte.

      Interessieren würde mich etwas anderes:

      Führt irgendjemand Statistik, wie oft man einen Pott "eigentlich" gewinnen müsste, wenn man sich an die Vorgaben hier hält? Ich frage aus dem Grund, weil mein Rekord an einer "Verlustserie" knapp über 40 Spiele war und das am 6 er Tisch mit vielen, vielen schlechten Spielern. Ich notiere mir das immer ein bischen mit und da das in den 3 Tagen 4 mal vor kam, frag ich mich langsam, ob ich gerade den typischen Downswing habe, oder ob das im statistischen normalen Bereich liegt. Allein so eine Negativserie belastet die Bankroll ja schon heftig - allein durch die Blinds. Von der Gemütsverfassung dabei will ich garnicht reden, wenn man sieht was die Leute spielen und mit was sie dann auch gewinnen. :rolleyes:
  • 10 Antworten
    • Wuermchen300
      Wuermchen300
      Bronze
      Dabei seit: 24.08.2006 Beiträge: 984
      Komischerweise spiele ich gegen schlechte Spieler auch am Schlechtesten. Das rührt hauptsächlich von Fehleinschätzungen her; da hat man zB AK und der Flop kommt A22 - man nimmt natürlich an, dass kein 2er den Preflop Cap überlebt hat. Man wird dann runtergecallt, am River vielleicht noch geraised und verliert große Pötte. 2 Overcards bei einem ragged Flop muss man (außer im HU) eigentlich immer wegschmeissen, weil einer von 2+ Spielern regelmäßig ein kleines Pärchen trifft, egal ob vor dem Flop geraised wurde oder nicht. Gegen bessere Spieler bekommt man hier mit Contibets relativ häufig den Pot.

      Die Fortgeschrittenenartikel habe ich noch nicht gelesen, aber ich nehme mal an, dass das Spiel gegen schlechte Gegner einfach swinglastiger ist. Lustigerweise verlieren sie über ein paar Stunden an der Table ihren ganzen Buy-In, nehmen MICH aber regelmäßig aus. Der Glücksfaktor spielt eine größere Rolle, da man nur solide spielen kann und der Einsatz von Psychologie wie Perlen vor die Säue geworfen ist. Rein statistisch weiss ich, dass genau solche Spieler das Geld bringen sollen - es frustet mich aber ohne Ende, wenn ich gegen 5 solche Honks an der Table mit 30BB Verlust abschließen muss. Mal schauen, ob sich das irgendwann ändert.

      ßbrigens: Wenn du weniger swinglastig - dafür aber langfristig weniger profitabel - gegen solche Typen spielen willst, dann spiel nur stärkere Hände als Toppair. Bei vielen schlechten Spielern am Tisch schauen sich meist 5-6 den Flop an und raisen kaum (auf PP in den micros selten, aber bei anderen Anbietern). Da lohnt es sich fast immer, mit AXs oder kleinen PPs mitzugehen und auf die nuts zu hoffen. Wenn du sie hast, schlag zu und lass alle downcallen. Dann kannst du es sogar für dich nutzen, dass sie mal wieder ein Glücks-2pair auf dem River getroffen haben.
    • NattyDread
      NattyDread
      Bronze
      Dabei seit: 10.06.2006 Beiträge: 6.656
      Also erstmal @sortho:
      40 Hände ohne einen gewonnenen Pot ist völlig normal. Im Schnitt gewinnst du bei FR ca. 8-11% deiner Hände, also sind 40 'verlorene' Hände eine völlig normale Varianz.

      @Wuermchen300:
      Also zu deinem Beitrag kann ich nur sagen, dass man beim Lesen schon merkt, dass du nicht wirklich Theorie gelesen hast, dass du kein wirklich guter Spieler bist und dass du dich sehr über BadBeats aufregst und wahrscheinlich auch tiltanfällig bist.
      Im 2. Abschnitt sagst du, dass der 'Einsatz von Psychologie' vor die Säue geworfen ist. Ich denke mal, damit meinst du, dass man Fische nicht bluffen kann, oder sie auf Contibets meist nicht folden. Aber dann musst du dein Spiel eben etwas umstellen. Gegen Fische muss man VALUEBETTEN!!! Das ist wahrscheinlich der wertvollste Move gegen Fische. Und auf die Idee zu kommen nur noch 2 Pair aufwärts zu spielen ist extrem -EV. Du musst gerade die Hände, wie Top Pair, Middle Pair und manchmal sogar Bottom Pair gnadenlos for Value betten. So bekommst du ein riesengroßes Stück vom Stack der Fische ab.
      Ich hab, weil ich nur noch 17$ aus PS hatte, mal für ein paar Tage 0.25/0.5 gespielt und habe mich an die Regel mit den Valuebets gehalten. Ich habe auch ein ganzen Haufen BadBeats einstecken müssen, habe aber diszipliniert mein Spiel durchgezogen und war in 3 Tagen bei den zum Auscashen benötigten 50$. Und das mit einem BB/100 Wert von 16!
      Also denke immer daran starke und vor allem auch marginale Hände wie Middle Pair for Value zu betten.

      Gruß
      Nattydread
    • sortho
      sortho
      Bronze
      Dabei seit: 17.02.2006 Beiträge: 262
      Erst mal danke für die Antworten.
      Mit der Strategie hab ich mich schon recht intensiv auseinander gesetzt - ich spiele ja auch schon ne Weile.

      Vielleicht bin ich auch einfach nur leicht gefrustet, dass ich eigentlich wie von Natty angegeben gespielt habe. Klar geh ich dann auch mit meinen MiddlePair bei entsprechenden Gegnern und Outs mit. Aber Würmchen hat mit seinen Aussagen leider recht - genau so war es auch.

      Wenn Du 4 Tage lang (pro Tag 1 bis 3 Stunden) eine Niederlage nach der anderen kassierst, dann zweifelst Du so ziemlich an allem. Besonders viel Geld habe ich halt auf dem River verloren - insgesamt 14 Pötte (wie gesagt ich schreibe mit) die ich ganz klar mit ner Street, Flash und sogar mit 4x Full-House - 2 davon schon am Flop geraist und dann doch noch verloren habe. (Headsup - Gegner hatte 2 Outs und hat auch noch erhöht und bekommt auf den River natürlich DIE Karte) und wenn das dann auch noch ein so eine Phase mit über 40 verlorenen Händen rein fällt, tja. Ach ja und dann geht natürlich keiner mit, wenn man mal AA,KK hat, oder gar die Nuts bekommt - in der selben Phase auch 8x passiert.

      Aber jetzt bin ich ja doch am Jammern :D

      Was mich halt wurmt an der Geschichte - da hatte ich echt an meinem Spiel gefeilt, wieder einiges an Theorie gepaukt und zack geht ich von meiner Win-Rate von 1,5 BB pro 100 auf - 0,55 zurück und das bei über 15.000 Händen.

      Also noch mal zurück und hoffen das es wieder besser läuft.....
    • Wuermchen300
      Wuermchen300
      Bronze
      Dabei seit: 24.08.2006 Beiträge: 984
      Original von NattyDread
      @Wuermchen300:
      Im 2. Abschnitt sagst du, dass der 'Einsatz von Psychologie' vor die Säue geworfen ist. Ich denke mal, damit meinst du, dass man Fische nicht bluffen kann, oder sie auf Contibets meist nicht folden. Aber dann musst du dein Spiel eben etwas umstellen. Gegen Fische muss man VALUEBETTEN!!! Das ist wahrscheinlich der wertvollste Move gegen Fische.
      Das wollte ich damit ausdrücken, dass man "solide" spielen soll, ohne Psychologie wie Bluffs und Contibets (bzw. letztere sparsamer einsetzen). Keine Ahnung wieso du so abgehst. Standardmove ist zB, mit AK Overcards bei ragged Flop und 2 Gegnern Contibets bis zum River zu machen und dort zu checken. Würde ich gegen Hardcorefishe nicht machen.

      Original von NattyDread
      Und auf die Idee zu kommen nur noch 2 Pair aufwärts zu spielen ist extrem -EV. Du musst gerade die Hände, wie Top Pair, Middle Pair und manchmal sogar Bottom Pair gnadenlos for Value betten. So bekommst du ein riesengroßes Stück vom Stack der Fische ab.
      Wie gesagt, man spielt ohne Top Pairs weniger effektiv (-EV), dafür weniger swinglastig. Bottom line ist jedoch sicher nicht negativ, da sich AXs Flushplay oder PP auf Set bei sehr vielen Gegnern im Pot definitv lohnen (sonst würde man sie ja nie spielen). Dass ich HU, gegen 2 oder 3 Spieler noch ein Top Pair spiele, ist selbstverständlich. Aber wenn - wie in meinem Beispiel - 5-6 Spieler im Pot sind, ist das eben SWINGLASTIG. Und es gibt Leute, die das nicht vertragen.

      Also bitte wirf nicht gleich mit Beleidigungen um dich, wenn du nicht sicher bist, mich richtig verstanden zu haben.

      EDIT:
      Noch als Anmerkung; obige Aussagen gelten eigentlich NIE für die Microlimits bei Partypoker, da dort max. 2 Fische mal am Tisch hängen, gegen die man getrost auch ohne große Swings Top Pairs spielen kann. Es gibt jedoch tatsächlich Pokeranbieter, die in niedrigen Limits 70% Flop seen haben. Da werden sehr oft 2Pairs und fast immer ein Flushdraw getroffen. ßbrigens - da wir beim "du lernst kein Theorie" sind - in Einsteigerbüchern liest man überall, dass man Top Pair bevorzugt gegen wenige Gegner spielen will (aber nicht muss!), höhere Draws gegen mehrere. Klar ist ein hohes Top Pair noch +EV, subjektiv können einem die - durch viele Gegner induzierten - Bad Beats ganz schön in die Psyche hauen.
    • Wuermchen300
      Wuermchen300
      Bronze
      Dabei seit: 24.08.2006 Beiträge: 984
      16BB/100h in den tighten Limits mit "Middlepair for value" halte ich persönlich übrigens für einen GANZ klaren Upswing.
    • DaWyatt
      DaWyatt
      Bronze
      Dabei seit: 10.04.2006 Beiträge: 3.434
      Original von Wuermchen300
      16BB/100h in den tighten Limits mit "Middlepair for value" halte ich persönlich übrigens für einen GANZ klaren Upswing.
      Ich hatte grad eben den selben Gedanken. Was ist wahrscheinlicher mit der Spielweise auf .25/.5 (gilt als tighter als .5/1). Aus 17 0 zu machen oder 50?
      Und hier bin ich mal Beratungsresistent, wenn jemand die falsche Option nimmt und mir erörtert.
    • Boku
      Boku
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2006 Beiträge: 2.358
      Ich hatte schon Situationen da hab ich 200 Hände lang keinen einzigen Flop getroffen und 100BB verloren...Oder Flush Draws, hab schon Serien von 15-20 busted FLush Draws in Folge gehabt. Nen Freund hatte mal 32 busted Flush Draws in Folge während eines Downswings, hat ihn ~90% seiner BR zerfetzt.

      Varianz halt ^^
    • zatopek
      zatopek
      Bronze
      Dabei seit: 09.08.2006 Beiträge: 254
      Original von Boku
      Ich hatte schon Situationen da hab ich 200 Hände lang keinen einzigen Flop getroffen Varianz halt ^^
      Rechne dir dafuer mal die Wahrscheinlichkeit aus...
    • NattyDread
      NattyDread
      Bronze
      Dabei seit: 10.06.2006 Beiträge: 6.656
      Original von Wuermchen300
      16BB/100h in den tighten Limits mit "Middlepair for value" halte ich persönlich übrigens für einen GANZ klaren Upswing.
      Ist es nicht. Ich spiele gewöhnlich auf 1/2 SH und habe mir deshalb ein recht aggressives Spiel angeeignet. Und auf 0,25/5 FR kann man perfekt blindstealen, Contibets machen, Bluffen und natürlich Valuebetten. Meine PT Stats sagen aus, dass ich weder Downswing noch Upswing hatte, sondern völlig unauffällige Werte hatte.
    • kriegskeks
      kriegskeks
      Bronze
      Dabei seit: 13.08.2006 Beiträge: 17.571
      Original von sortho
      Wenn Du 4 Tage lang (pro Tag 1 bis 3 Stunden) eine Niederlage nach der anderen kassierst, dann zweifelst Du so ziemlich an allem. Besonders viel Geld habe ich halt auf dem River verloren - insgesamt 14 Pötte (wie gesagt ich schreibe mit) die ich ganz klar mit ner Street, Flash und sogar mit 4x Full-House - 2 davon schon am Flop geraist und dann doch noch verloren habe. (Headsup - Gegner hatte 2 Outs und hat auch noch erhöht und bekommt auf den River natürlich DIE Karte) und wenn das dann auch noch ein so eine Phase mit über 40 verlorenen Händen rein fällt, tja. Ach ja und dann geht natürlich keiner mit, wenn man mal AA,KK hat, oder gar die Nuts bekommt - in der selben Phase auch 8x passiert.
      Hoho, dann sei mal froß das du kein NL spielst. Da verlierst du durch solchen Mist fast immer deinen Stack und wenn du dann nach langer Durststrecke wiedermal KK oder AA hältst und nur die Blinds abstaubst, dann macht das die Sache nicht besser. :>