Sklansky-Chubukov-Zahlen suboptimal?

    • sanjaner
      sanjaner
      Bronze
      Dabei seit: 10.03.2006 Beiträge: 2.232
      Da ich leider überwiegend nicht getracked spiele muss ich die Frage leider in diesem Forum posten, obwohl viele hier ja leider keinen Zugang zu dem passenden Artikel haben (ich leider auch nicht, habs mir woanders angeschaut, Theorie ist ja relativ einfach).
      Ein Beispiel für SC-Zahlen (für die ohne Zugang zum Artikel):
      Die SC-Zahl von KK ist 953,995 oder anders man kann laut SC mit gerundet 477Big Blinds vom SB blind mit KK All-In gehen und hat einen positiven Erwartungswert selbst wenn der Gegner optimal spielt, unter der Bedingung dass er unsere Hand kennt.

      Meine Version ist folgende:
      Ich berechne eine Grenze oberhalb derer ich mit einer gewissen Range All-In gehen kann und gehe dann davon aus, dass der Gegner gegen meine Range optimal spielt. Meiner ansicht nach ist das die realistischere Variante gegenüber Sklansky, da der Gegner tatsächlich ja nur feststellen kann (wenn er sehr sehr viele Hände gesehen hätte) dass ich zu x% vom SB aus mit yBB pushe... und darauf kann er sich ja höchstens einstellen. Er weiß ja nicht wenn ich yBB habe ob ich mit der gleichen Hand auch bei zBB (z > y) pushen würde. Von daher callt er ja eigentlich meine Range.
      Ein Beispiel:
      Laut Sklansky kann AKs profitabel von 22 gecallt werden (Pokerstove gibt 22 50,107% gegen AKs).
      Laut meiner Rechnung gehen wir, wenn wir mit AKs pushen können aber auch mit AA und KK AI, und der Gegner weiß höchstens genau das. Wenn er nun mit 22 callt hat er lediglich 26,016% gegen meine Push-Range und wir machen deutlichen Gewinn. Dadurch dass er hier 22 folden muss, können wir AKs früher pushen, da wir noch öfter die Blinds stealen.

      Nur mal ein Beispiel: KK hat die SC-Zahl ~954 oder 477BB als Grenze
      Meine Grenze um KK profitabel in die Push-Range einbauen: 956BB
      Der unterschied bei AKs ist noch gewaltiger: 914 statt 277,25
      Die Werte sind natürlich auch für die schwächeren Hände deutlich besser, was dann auch relevant für's Spiel wird.


      1. Was haltet ihr von dem Ansatz?
      2. Wär schön, wenn sich jemand finden würde, der die Rechnung mal überprüfen würde.
  • 2 Antworten
    • Deidara
      Deidara
      Bronze
      Dabei seit: 30.05.2007 Beiträge: 5.157
      1. optimal spielen heißt bei den SC-pushes, dass der Gegner unsere Karten kennt!!!!!

      2. Wer also nach SC pusht, der ist eigtl zu tight, da man davon ja in der Realität nicht ausgehen kann.

      3. Stealen ist wesentlich profitabler
    • sanjaner
      sanjaner
      Bronze
      Dabei seit: 10.03.2006 Beiträge: 2.232
      Original von Deidara
      1. optimal spielen heißt bei den SC-pushes, dass der Gegner unsere Karten kennt!!!!!

      2. Wer also nach SC pusht, der ist eigtl zu tight, da man davon ja in der Realität nicht ausgehen kann.

      3. Stealen ist wesentlich profitabler
      1.und 2. passt ja genau zu dem was ich geschrieben habe.

      zu 1.: Das ist mir schon klar, aber das ist ja völlig unrealistisch! Online zu 100% und Live auch, wenn uns nicht gerade ie Karten runterfallen. Meine Variante mit der Range scheint mir wahrscheinlicher.

      zu 2.: Meine Variante ist ja auch viel looser, von daher wohlauch effektiver

      zu3.: Die Diskussion gibt's ja auch bei den SC-Zahlen und ich frage ja nur, ob meine Variante nicht besser als SC ist, nicht ob sie besser als stealen ist! Wobei das Problem ist, dass wenn du wenig stealst du einfach viele +EV Situationen auslässt und andernfalls du beispielsweise Postflop Probleme im Falle eines Calls bekommst