Frage zu Overcards wenn man der preflopagressor war

    • MaxP0W3R
      MaxP0W3R
      Bronze
      Dabei seit: 16.02.2006 Beiträge: 124
      Hi,

      ich hab mir grad den Beispielthread zu Overcards angesehen, und mir wurde eines nicht klar: Wann mach ich ne conti-bet am Flop ?

      Bsp. wäre ich habe AKo, ich cappe, 3 leute callen, Flop unkoordiniert, aber 1 bis 2 karten 9 oder besser

      Wenn ich nicht als letztes dran bin, wann sollte ich ne conti bet machen, wann nicht ?

      Ich hab bei einigen Beispieln gelesen (kommentare waren von shov): du bettest in 3 gegner, gefällt mir nicht, und dann wieder: conti bet war pflicht

      Konnte allerdings keinen Unterschied zwischen den beiden Händen finden.


      Also, gibs da generell anhaltspunkte ? Und hängt das auch vom Limit ab ?
  • 7 Antworten
    • asdsa
      asdsa
      Bronze
      Dabei seit: 29.03.2006 Beiträge: 309
      Moin,

      also wenn ich vor dem Flop Agressor war und nach dem Flop alle zu mir checken mache ich immer eine Conti Bet. Wenn vor mir jemand bettet, nach mir raist od. mich callt, passe ich mein Spiel dementsprechend an. Aber generell bin ich immer für eine Conti Bet, da diese oft genug die Anderen zum folden bringt bzw. dir Informationen betreffend deren Handrange geben kann.
    • TDIGTI
      TDIGTI
      Bronze
      Dabei seit: 10.03.2006 Beiträge: 26
      Overcards am Flop gegen mehrere Gegner sind meist schwer zu spielen. Oft weiß man nicht, wo man genau mit seiner Hand steht. Wenn ich Position habe und alle Gegner zu mir checken, würde ich in jedem Fall eine Conti-Bet machen. Out of Position ist es natürlich schon schwieriger, aber ich würde auch hier in den meisten Fällen eine Conti-Bet machen um Stärke zu zeigen und die Initiative zu behalten. Deine Gegner müssen nun reagieren und anhand ihrer Reaktionen wirst Du ungefähr einschätzen können, wo Du mit Deiner Hand stehst.
    • NNNChef
      NNNChef
      Bronze
      Dabei seit: 29.05.2006 Beiträge: 564
      Bei 3 oder mehr Gegnern ist es kaum wahrscheinlich den pot ohne Showdown zu gewinnen, und meistens hat einer von denen irgendwas getroffen und läßt sich eh nicht vertreiben. Also bei vielen Gegnern würde ich die Hand eher als drawing Hand ansehen. Bei 2 oder weniger Gegnern kann man oft mit agressivem Spiel den Pot ohne Showdown gewinnen.
    • ErikNick
      ErikNick
      Bronze
      Dabei seit: 10.07.2006 Beiträge: 5.921
      Dabei musst du aber auch den Tisch berücksichtigen. Ich spiele zur Zeit bei Stars und da kannst du contibet fast knicken. Meistens sind gleich mehrere Spieler am Tisch, die einen flachen Floptreffer mit Check/Call behandeln, also hast du am Ende immer einen mit einem Paar dabei. Wenn du auf Check/Raise umstellst, checken die, falls sie betten und du raised, dann callen die. Also kannst du auf jegliche Bet und wenn sogar geraist wird direkt folden - ausser du hoffst auf deine kümmerlichen Outs. Daraus ergibt sich, dass man an solchen Tischen ne Contibet nur gegen einen Spieler riskieren kann und auch nur dann, wenn der sich noch nicht als Slowplayer geoutet hat. Bei den tighteren PP-Tischen kommt man mit Overcards bis zum River oft genug durch, da kann man auch mal bei 2 oder 3 Gegnern ne Conti ansetzen.
      Was ich damit sagen will ist, dass man die Mitspieler extrem berücksichtigen muss.

      PS: Ist das jetzt eigentlich Trend, nen Set bis zum River zu check-callen und dann einen einzigen kümmerlichen Raise anzusetzen? Wenn überhaupt? Ich habe noch nie soviele slowgeplayte Sets gesehen wie in den letzten 2 Tagen.
    • bobbel
      bobbel
      Bronze
      Dabei seit: 06.07.2006 Beiträge: 2.472
      Original von ErikNick
      PS: Ist das jetzt eigentlich Trend, nen Set bis zum River zu check-callen und dann einen einzigen kümmerlichen Raise anzusetzen? Wenn überhaupt? Ich habe noch nie soviele slowgeplayte Sets gesehen wie in den letzten 2 Tagen.
      Ich glaub, das ist der Trend von passive players. Die wollen anscheinend erstmal wissen, ob sie hier gewinnen können und dann raisen sie am River. Erleb ich auch oft, aber ich hab die auch schon öfters outgedrawt (mit Straight, Flush o.ä.). Dann freut man sich natürlich :D
    • ribpoker
      ribpoker
      Silber
      Dabei seit: 12.07.2006 Beiträge: 342
      Die Antworten hier sind genauso unterschiedlich wie die vom Thread-opener angesprochenen Meinungen in den anderen Foren.

      Mich verleitet das zu der ßberlegung, Overcards nicht immer gleich zu spielen. Ich denke, ab den Mittleren Limits merken es sich manche Gegner eh, wie aggressiv man mit OC spielt. Da könnte Abwechslung also nicht schaden. Halten mich meine Gegner eher für tight oder loose? Dementsprechend kann ich ja mein Spiel in solchen Situationen anpassen.

      Ich halte natürlich immer Ausschau nach kleinen Extradraws - auch wenn sie schwach sind, geben sie für mich meistens den Ausschlag, ob ich bette oder ooP checke.

      Aber solange nicht gleich mehrere LPAs in der Hand sind, halte ich ne conti-bet für angebracht, getreu dem Motto: "es gibt keine schlechten bets nur schlechte calls" - erst recht am flop... Im Zweifelsfall also bet/call, check/fold turn UI.

      In multiway pots kommt ja ein bet/fold am flop nicht in Frage, solange dieser nicht so drawing-lastig ist, dass man bei nem raise davon ausgehen muss, drawing dead zu sein. Aber gerade dann ist ne bet unerlässlich, weil ich ja möglichst schnell wissen will, wo ich stehe.

      Viele Grüße
      Michael
    • bobbel
      bobbel
      Bronze
      Dabei seit: 06.07.2006 Beiträge: 2.472
      Für die niedrigen Limits bzw. für den Anfang fand ich den SSH-Teil zu dem Thema auch ganz gut. Wenn man den inne hat, kann man glaub ich, ganz gut Overcards spielen, zumindest in den niedrigen Limits.