Spannung ethischer Aussagen des AT und NT

    • fl089
      fl089
      Bronze
      Dabei seit: 17.08.2007 Beiträge: 551
      hey,
      meine Präsentationsprüfung für mein Abitur geht über das im Betreff genannte Thema.
      Ich werde als Bsp. einen Ausschnitt aus "Pulp Fiction" laufen lassen http://www.youtube.com/watch?v=DumE3vs82...feature=related (hesekiel ausschnitt "Der Pfad der Gerechten ist gesäumt von Freveleien der Selbstsüchtigen und der Tyrannei....[]Ich will bittere Rache üben, an denen die versuchen meine Brüder zuvernichten.)
      Hier zeige ich, wie Bibelstelle so ausgelegt werden, dass man sie missbrauchen kann um andere Menschen Schade zuzufügen und werde hierbei auch die Kreuzzüge erwähnen und/oder christliche Hintergründe des Irakkrieges.
      Die größte Spannung zwischen Alten Testament und Neuem Testament sind ja die gegensätzlichen Aussagen einmal AT " Auge um Auge" und Gott eher als bestrafenden Gott und im NT " Vergib deinen Feinden" und Gott als vergebenden Gott. Hier bräuchte ich eure Hilfe. Könnt ihr mir passende Bibelstellen liefern, die diese beiden Aussagen explizit untermauern bzw. Geschichte des AT-NT in denen genau diese Kernaussagen eingearbeitet sind, ich dacht hier vllt an AT (Kain und Abel) und NT(Barmherziger Samariter), würden die Geschichte passen oder kennt ihr bessere?
      Für jede Antwort vielen Dank
      Flo
  • 5 Antworten
    • KittenKaboodle
      KittenKaboodle
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2006 Beiträge: 3.527
      Das Zitat aus Pulp Fiction ist in dieser Form nicht in Hesekiel 25,17 zu finden. Es ist ein Sammelsurium aus verschiedensten Stellen des Alten Testaments.
    • pils3
      pils3
      Bronze
      Dabei seit: 10.01.2007 Beiträge: 2.010
      sieht die ami-bibel nicht eh anders aus?

      weiß nicht, ob das so geschickt ist, gerade das pulp fiction zitat zu nehmen
    • spaceoditty06
      spaceoditty06
      Bronze
      Dabei seit: 04.09.2006 Beiträge: 46
      Ich bin der Meinung, daß der "Auge um Auge, ..." Passus von den meisten Menschen falsch interpretiert wird.

      Im Grunde genommen ist die Bibel doch eine durchgängige Botschaft von Menschenliebe und Güte, und warum sollte dies hier anders sein?

      Warum sollte also "Auge um Auge, ..." bedeuten, daß jemand in einem Kampf einem anderen ein Auge ausschlägt, und ihn dafür als Gerichtigkeitshandlung, ebenfalls ein Auge genommen wird?

      Geht es nicht vielmehr um eine moralische Verpflichtung gegenüber jedem, dem man ein Leid zufügt?

      Z. B. verursache ich einen Unfall, bei dem jemanden das Augenlicht genommen wird, dann habe ich mein Auge zu geben, indem ich für ihn sehe und die Dinge erledige, die er nun wegen seiner Blindheit nicht mehr erledigen kann?
    • fl089
      fl089
      Bronze
      Dabei seit: 17.08.2007 Beiträge: 551
      hey,
      danke für die erste Antworten...
      Naja es geht ja auch um das Gottesbild ansich, zb gibt es im AT einen eher strafenden Gott, wie er zb. das Meer spaltet und die Ägypter versaufen lässt, im NT verändert sich dieses Gottesbild zu einem vergebenden Gott, hervorgehoben vorallem durch Jesus " Vergib ihnen Herr, sie wissen nicht was sie tun". Dass ist eine der Spannungen die ich heraus arbeiten will....
      Desweitern will ich durch den Auszug aus Pulpfiction klar machen, dass man die Bibel durch falsches lesen, missbrauchen kann um unmoralische bzw unchristliche Taten auszuüben (Mord), hier möchte ich noch die Kreuzzüge erwähnen, welche ja auch durch "Gott" genehmigt wurden.
      Weiß jmd, ob Bush seinen Irakkrieg auch durch "gott" genehmigt sah, vllt durch Auszüge aus Reden usw..?

      P.S. Mit welchem Programm kann ich Abschnitte aus Filmen aufnehmen?
    • daegga
      daegga
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2007 Beiträge: 2.255
      Original von spaceoditty06
      Ich bin der Meinung, daß der "Auge um Auge, ..." Passus von den meisten Menschen falsch interpretiert wird.

      Im Grunde genommen ist die Bibel doch eine durchgängige Botschaft von Menschenliebe und Güte, und warum sollte dies hier anders sein?

      Warum sollte also "Auge um Auge, ..." bedeuten, daß jemand in einem Kampf einem anderen ein Auge ausschlägt, und ihn dafür als Gerichtigkeitshandlung, ebenfalls ein Auge genommen wird?

      Geht es nicht vielmehr um eine moralische Verpflichtung gegenüber jedem, dem man ein Leid zufügt?

      Z. B. verursache ich einen Unfall, bei dem jemanden das Augenlicht genommen wird, dann habe ich mein Auge zu geben, indem ich für ihn sehe und die Dinge erledige, die er nun wegen seiner Blindheit nicht mehr erledigen kann?
      versetz dich mal in die menschen, die die schriften verfasst haben...
      damals herrschte blutrache, und das konnte im wechselspiel weitergehen (ergo rache für rache für rache für rache ...) "auge um auge, zahn um zahn" war eine für damals vortschrittliche methode, um die blutrache zu stoppen...quasi ein erstes rechtssystem. schlägt einer jemandem einen zahn aus, wird diesem auch ein zahn ausgeschlagen...und damit hat sich das ganze.
      eine moderne interpretation kannst du vergessen...religionen zielen unter anderem auch darauf ab, in ihrer zeit ein "fortschrittliches" regelsystem aufzustellen, damit das chaos gebändigt wird und die menschen durch gute ratschläge unterstützt werden. ein problem wird das nur, wenn man sich ein paar tausend jahre später und an einem anderen kulturgebiet immernoch daran festklammert, obwohl die voraussetzungen ganz andere sind. das typische problem von buchreligionen halt.

      und von güte und menschenliebe ist im alten testament nicht viel... gott liebt vl. die, die ihn anbeten, aber selbst die unterstellt er menschenundwürdigen prüfungen. von den gegnern seiner schützlinge ganz zu schweigen.