Selbstkritik, Selbstanalyse, Spielverständnis und Motivation

    • Jarostrategy
      Jarostrategy
      Bronze
      Dabei seit: 03.03.2007 Beiträge: 5.603
      Hiho.

      Da es bei mir persönlich in letzter Zeit nicht so rund lief mit dem Pokern, habe ich mir mal ein paar Gedanken gemacht zu oben genannten Themen und diese, jetzt nachdem ich angefangen habe sie umzusetzen, aufgeschrieben.

      Ich hoffe einfach mal das es vllt dem ein oder anderen weiterhilft oder ihn motiviert. Ist viel zu lang geworden aber ich machs trotzdem reicht ja wenns einem was bringt ;) .

      Der neuste Eintrag auf ministacker.de.vu

      Mit freundlichen Grüßen, Jaro

      Edit: Damit Leute die hier später mal über die FAQ reingucken das ganze noch finden:

      [Quote]

      Selbstkritik, Selbstanalyse, Spielverständnis und Motivation

      Hiho ;9

      Nachdem es in letzter Zeit eher etwas Down ging, habe ich wieder begonnen stark an meinem Spiel zu zweifeln. Ich habe einfach gemerkt wie ich in Automatismen überging, die bei genauerer Betrachtung einfach nicht mehr richtig bzw. nicht das Optimum waren. Ich habe Entscheidungen getroffen und das im Grunde ohne das Wissen ob sie richtig oder falsch sind.

      Und als ich das gemerkt hab, hab ich erstmal die Notbremse gezogen.

      Meiner Meinung nach ist es für jeden wichtig, darauf zu achten das man beim Pokern nicht zu sehr in Routinen verfällt und aufhört sein Spiel in jedem Moment selbstkritisch zu betrachten. Wenn es mal down geht, redet man sich halt ein das es Pech ist und man bekommt irgendwann das Glück zurück. Aber es ist enorm wichtig, zu merken wenn man zum potenziellen Loosing Player wird weil man einfach nicht mehr wirklich gut spielt(aber natürlich immer noch vom reinen Pech überzeugt ist).

      Diese Gefahr habe ich bei mir selbst gesehen und entsprechend reagiert. Wenige Tische, viele Situationen mal wirklich genau mit Stove durchrechnen, wieder mehr in die Bewertungsforen gucken und das wichtigste, sich in jeder Situation im Spiel selbst zu Fragen:
      Was tue ich? Warum tue ich es? Was habe ich für Alternativen, was für Lines sind möglich? Ist das wirklich die beste Möglichkeit die ich wähle? Warum? Nichts darf mehr Standard sein. Was dabei enorm hilft, ist wirklich jede Situation erklären zu müssen. So als würde man man jmd. coachen, damit man gezwungen ist seine Entscheidungen zu begründen, denn so merkt man es relativ einfach, wenn man es mal nicht kann.

      So habe ich auch bei mir Leaks gefunden. Wenn dies geschieht, setzt man sich dann am besten hin und analysiert, rechnet oder diskutiert so lange mit anderen Leuten bis man weiß was die richtige Entscheidung gewesen wäre.

      Ich habe jetzt das Ziel, diese Arbeit an meinem Spiel jetzt in Zukunft zu intensivieren. Denn so lange man im Spiel nicht sicher weiß, dass die Entscheidung die man trifft die richtige ist und dies auch begründen kann, hat man Leaks. Dies wird wohl nie zu 100 % vermeidbar sein, da Poker ein sehr dynamisches Spiel ist. Aber die stetige Arbeit an uns bringt uns dem Optimum näher oder hilft uns dabei den Abstand zu selbigem nicht zu vergrößern.

      Mit begründen meine ich in diesem Fall natürlich nicht, zu wissen was in der Strategiesektion steht oder dass mir von anderen gesagt wurde, was richtig ist. Ich denke dies ist gerade für Anfänger sehr wichtig. Man braucht zwar zu erst ein solides Fundament nachdem man vorgeht(also im Regelfall die Basic SSS), aber wer wirklich erfolgreich sein will, muss etwas anderes tun.

      Er darf nicht nur wissen und tun, sondern er muss verstehen. Das Begreifen der mathematischen Grundkonzepte und Theorien auf dem unser Spiel basiert, sowie tiefgehendes Spielverständnis sind einfach unersetzbar. Denn sie bieten uns die Möglichkeit aus eigener Kreativität stets neue Ideen, alternative Spielweisen und Varianten für unser Spiel zu entwickeln. Außerdem geben sie uns die Fähigkeit auch in völlig neuen und bisher unbekannten Situationen, schnell und durchdacht die richtige Entscheidung fällen zu können.

      Ein weiter, aber einer der wichtigsten Gründe, ist der Spaß. Vor ein paar Wochen verlor ich im Grunde die Motivation zu Pokern, es war immer nur das gleiche, langweilig und erfolgreich war ich auch nicht.

      Durch das oben genannte, hat sich dieses Problem für mich erledigt. Denn wenn man Poker als Strategie -und Taktikspiel begreift, in jeder Situation das Optimum sucht und eben aufgrund dessen auch erfolgreich ist, macht es einfach nur Spaß. Denkt analytisch, logisch und intensiv während des Spiels und ihr freut euch an euren guten Entscheidungen. Durch eure guten Entscheidungen, seid ihr erfolgreicher. Der Erfolg motiviert uns von neuem.

      Und dann habt ihr ein Hobby was wieder richtig Spaß macht, unser Gehirn auf Trapp hält und dazu noch Geld bringt ;) .

      Mich werdet ihr jetzt in Zukunft wieder häufiger in den Bewertungsforen sehen, aktiv und passiv, ebenso in den Strategieforen und vielleicht werde ich in naher Zukunft auch einfach mal ein paar Videos machen, die euch und mir dann vielleicht weiterhelfen können.

      Vermutlich wird das hier fast niemand lesen, weil es einfach zu lange ist ;) . Eigetnlich wollte ich auch nur etwas über Down und UP schreiben aber irgendwie musste ich meine Gedanken mal in "Worte" fassen. Vielleicht bringt es ja dem einen oder anderen eine gewisse Motivation und Antrieb.

      No Risk, No Fun, No Limit Texas Hold'em. Jeder kann es schaffen.

      Mit freundlichen Grüßen, Jaro[/quote]
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