Bankroll und multitabling

    • lyane
      lyane
      Bronze
      Dabei seit: 15.04.2006 Beiträge: 202
      Guten Tag,

      folgendes:
      angenommen man hat eine Bankroll sagen wir 400$ und wagt sich 0.50/1 FL SH spielen und zwar auf 4 Tischen.
      Meine Frage: wenn die Spielstärke/skills des Spielers stimmen, wäre es eine Milchmädchen-Rechnung zu sagen, er kann mit der gleichen Bankroll auf 1/2 FL SH spielen, aber nur auf ZWEI Tischen bzw. 2/4 nur auf EINEM Tisch?
      Die Investition ist das Gleiche.

      Wie seht ihr das?

      Grüß
  • 17 Antworten
    • Zinsch
      Zinsch
      Bronze
      Dabei seit: 01.02.2008 Beiträge: 11.816
      Die Anzahl der Tische hat auf BRM keine Auswirkungen. Die Varianz vergrößert sich nicht durch eine größere Anzahl an Tischen.
    • lyane
      lyane
      Bronze
      Dabei seit: 15.04.2006 Beiträge: 202
      Ja, es ist mir klar, dass es da in der Richtung keinen Zusammenhang gibt.
      Vielleicht habe ich mich nicht klar genug ausgedrückt:
      Ich wollte darauf hinaus, dass wenn man sich stark genug fühlt höher zu spielen als seine Bankroll es zuläßt, mit der Reduzierung der Tischzahl wäre es vertretbar oder völlig Quatsch so zu denken.
      D.H. rein geldmäßig/Investititon: 4x(0.50/1)=2x(1/2)=1x(2/4)???

      Grüß
    • ProxYa
      ProxYa
      Bronze
      Dabei seit: 29.01.2007 Beiträge: 743
      Das Problem ist halt, wenn du halt mal die Varianz erwischst und nah unten schlidderst, was man jetzt mal nur an einem Tisch annimmt (also beim Multitabling), ist 1/4 deines eingesetzten weg.
      Spielst du 2 Limits höher nur einen Tisch, kannst du selbst ausrechnen :)
      Der rebuy auf deinem Stammlimit ist nach BRM zum Glück easy möglich, 2 Limits höher kommst du spät. beim 2 Rebuy in Probleme...
    • Skorpinus
      Skorpinus
      Bronze
      Dabei seit: 05.10.2005 Beiträge: 2.047
      Die varianz ist größer wenn du 1 Tisch 2/4 spielst als 2 Tische 1/2
      stell dir vor du hast einmal 2 Coinflips um 1€ und einmal einen Coinflip um 2€, hat den selben erwartungwert, aber die schankungen sind höher
    • mcpott
      mcpott
      Bronze
      Dabei seit: 11.02.2006 Beiträge: 374
      naja, wenn man mehr tische spielt, sinkt die konzentrationsfähigkeit und dadurch leidet das spiel, sollte also auch nen kleinen einfluss auf die BR haben....


      ist aber auch nen ganz anderes thema ob man in einer hand 4 $ oder in vier händen jeweils 1$ investiert... Soll heißen, nur weil man weniger tische gleichzeitig spielt, kann man sicher nicht in den limits aufsteigen.
    • ertzkuh
      ertzkuh
      Global
      Dabei seit: 25.03.2007 Beiträge: 5.186
      Original von Skorpinus
      Die varianz ist größer wenn du 1 Tisch 2/4 spielst als 2 Tische 1/2
      stell dir vor du hast einmal 2 Coinflips um 1€ und einmal einen Coinflip um 2€, hat den selben erwartungwert, aber die schankungen sind höher
      #2

      Will kein Shit erzählen, aber ich glaub, eine Verdopplung der Tischanzahl hat eine Halbierung der Varianz zur Folge?!
    • onezb
      onezb
      Bronze
      Dabei seit: 30.12.2006 Beiträge: 1.531
      Nein, du spielst bloss doppelt so viel bei gleichbleibender Varianz.
    • Skorpinus
      Skorpinus
      Bronze
      Dabei seit: 05.10.2005 Beiträge: 2.047
      Original von onezb
      Nein, du spielst bloss doppelt so viel bei gleichbleibender Varianz.
      richtig
    • schnizm
      schnizm
      Black
      Dabei seit: 17.06.2006 Beiträge: 1.967
      Wenn man durch multitabling eine geringere Winrate hat, steigen Anzahl und Ausmaß von Downswings bzw der Risk of Ruin, was ggf ein anderes BRM erfordert.
    • realcts
      realcts
      Bronze
      Dabei seit: 07.07.2006 Beiträge: 2.134
      kurz und knapp, ich würds lassen :>
    • Shatterproofed
      Shatterproofed
      Bronze
      Dabei seit: 27.08.2007 Beiträge: 7.498
      Original von ertzkuh
      Original von Skorpinus
      Die varianz ist größer wenn du 1 Tisch 2/4 spielst als 2 Tische 1/2
      stell dir vor du hast einmal 2 Coinflips um 1€ und einmal einen Coinflip um 2€, hat den selben erwartungwert, aber die schankungen sind höher
      #2

      Will kein Shit erzählen, aber ich glaub, eine Verdopplung der Tischanzahl hat eine Halbierung der Varianz zur Folge?!
      #3 (ps klar die Varianz bleibt immer gleich, aber...)

      bzw die Gewichtigkeit reduziert sich für den einzelnen Tisch wobei bei einem tisch die Geweichtigkeit für den Tisch 1 ist und bei 4 Tischen 1/4 womit ich sagen würde das z.B. AA vs KK 80 / 20 bei einem Suckout nur 1 /4 BR kosten würde aber das wir uns einig sind das bei 3 anderen Tischen in der gleichen Situation zumeist die AA gewinnen werden ... somit würde ich sagen die Gewichtigkeit eines BB nimmt ab und die wahrscheinlichkeit bei gleicher Spielsituation an den anderen 3 Tischen zu gewinnen zu ... 1 mal Pech haben geht schnell 4 mal in Folge AA vs KK zu verliren geht auch ist aber sehr unwahrscheinlich ... hoffe ich hab recht o_O

      nochmal e: lass es :D
    • Skorpinus
      Skorpinus
      Bronze
      Dabei seit: 05.10.2005 Beiträge: 2.047
      Original von Shatterproofed
      Original von ertzkuh
      Original von Skorpinus
      Die varianz ist größer wenn du 1 Tisch 2/4 spielst als 2 Tische 1/2
      stell dir vor du hast einmal 2 Coinflips um 1€ und einmal einen Coinflip um 2€, hat den selben erwartungwert, aber die schankungen sind höher
      #2

      Will kein Shit erzählen, aber ich glaub, eine Verdopplung der Tischanzahl hat eine Halbierung der Varianz zur Folge?!
      #3 (ps klar die Varianz bleibt immer gleich, aber...)

      bzw die Gewichtigkeit reduziert sich für den einzelnen Tisch wobei bei einem tisch die Geweichtigkeit für den Tisch 1 ist und bei 4 Tischen 1/4 womit ich sagen würde das z.B. AA vs KK 80 / 20 bei einem Suckout nur 1 /4 BR kosten würde aber das wir uns einig sind das bei 3 anderen Tischen in der gleichen Situation zumeist die AA gewinnen werden ... somit würde ich sagen die Gewichtigkeit eines BB nimmt ab und die wahrscheinlichkeit bei gleicher Spielsituation an den anderen 3 Tischen zu gewinnen zu ... 1 mal Pech haben geht schnell 4 mal in Folge AA vs KK zu verliren geht auch ist aber sehr unwahrscheinlich ... hoffe ich hab recht o_O

      nochmal e: lass es :D

      das ist ziemliches halbwissen...

      Wenn unsere Bankroll für ein bestimmtest Limit ausreicht, dann ist es egal ob wir eine stunde 4 tische spielen oder 4 stunden einen tisch. Macht keinen unterschied.

      Natürlich ist es ein unterschied ob wir 1 std einen tisch spielen oder 1 std 4 tische.
    • tzare
      tzare
      Black
      Dabei seit: 13.03.2007 Beiträge: 5.316
      Original von lyane
      wäre es eine Milchmädchen-Rechnung zu sagen, er kann mit der gleichen Bankroll auf 1/2 FL SH spielen, aber nur auf ZWEI Tischen bzw. 2/4 nur auf EINEM Tisch?
      Dann muss ich ja nur 10 tabeling 5/10 packen und schon kann ich direkt auf 50/100 aufsteigen :D
    • ertzkuh
      ertzkuh
      Global
      Dabei seit: 25.03.2007 Beiträge: 5.186
      Ich versteh das nicht? Warum nimmt die Varianz nicht ab?

      In Statistik war das glaube ich so, dass die Varianz sich bei doppeltem Stichprobenumfang halbert.

      Und das AA vs. KK-beispiel ist doch eigentlich gut dafür, das zu illustrieren. Je öfter wir AA vs. KK spielen, desto mehr werden sich die Winnings an 80 % angleichen (gehen wir mal von NL und preflop allin aus). Da wir nun also beim tieferen Limit doppelt so viel Tische spielen, wird die Situation auch öfter vorkommen und sich daher näher an die 80 % angleichen.

      Wo ist da mein Denkfehler? (also ich denke nirgends)
      Das schließt natürlich nicht aus, dass es swingt. Aber auf die Varianz bezogen müsste unser Start- und unser Endwert näher am Erwartungswert sein.


      Wenn ihr anderer Meinung seid und nicht meint, dass das Varianz sei, was ich beschrieben habe: wie nennt ihr das dann?
    • kombi
      kombi
      Bronze
      Dabei seit: 20.08.2006 Beiträge: 9.244
      Der Denkfehler ist, dass man mit mehr Tischen zwar größere Swings pro Stunde hat, aber nicht pro hundert Hände. Und für das BRM ist es vollkommen egal, ob man viel oder wenig Hände pro Stunde spielt.

      Für ein BRM ist nur die erwartete Winrate (unsere Edge) und der Risk of Ruin (das Risiko welches wir eingehen wollen) wichtig. Hands/hour sind unwichtig. Wenn man viel spielt, heißt das, dass der Fall des Broke gehens zwar schneller eintritt, aber nicht wahrscheinlicher. ;>
    • schnup07
      schnup07
      Bronze
      Dabei seit: 08.10.2006 Beiträge: 6.324
      Original von ertzkuh
      Ich versteh das nicht? Warum nimmt die Varianz nicht ab?

      In Statistik war das glaube ich so, dass die Varianz sich bei doppeltem Stichprobenumfang halbert.

      Und das AA vs. KK-beispiel ist doch eigentlich gut dafür, das zu illustrieren. Je öfter wir AA vs. KK spielen, desto mehr werden sich die Winnings an 80 % angleichen (gehen wir mal von NL und preflop allin aus). Da wir nun also beim tieferen Limit doppelt so viel Tische spielen, wird die Situation auch öfter vorkommen und sich daher näher an die 80 % angleichen.

      Wo ist da mein Denkfehler? (also ich denke nirgends)
      Das schließt natürlich nicht aus, dass es swingt. Aber auf die Varianz bezogen müsste unser Start- und unser Endwert näher am Erwartungswert sein.


      Wenn ihr anderer Meinung seid und nicht meint, dass das Varianz sei, was ich beschrieben habe: wie nennt ihr das dann?

      also imo sind das 2 verschiedene varianzen....

      die eine, dass bei doppeltem Stichprobenumfang die Varianz ( d.h "die gewichtete, quadrierte ABWEICHUNG VOM ERWARTUNGSWERT") sinkt, da wir aufgrund der höheren Anzahl an Werten, im Mittel viel näher am Erwartungswert liegen....hier ist es klar: JE mehr Werte, desto besser können wir schätzen.


      die andere, dass es im Bereich der Varianz liegt einfach mal einen 400 BB downswing zu haben.


      Beispielweise....also nicht beispielweise...es ist so gewesen:

      nur weil die varianz geringer ist, heißt es nicht, dass es einen Wert gibt, der weit...400 bb weit weg vom erwartungswert liegt.

      du wirst zwar mit zunehmender handanzahl deine richtige winrate erreichen...aber auf dem weg dahin wirst du einfach ein paar abweichungen( sowohl nach unten als auch nach oben) haben.

      hoffe, dass das kein quatsch ist...ist schon spät:-)

      und dass die varianz auf 0,5/1 geringer ist als auf 1/2 ( bei gleichen gegnern und gleicher spielweise) halte ich für ein gerücht! 1 bb ist 1bb....ABER, es geht einfach um mehr geld...sodass der gleiche Down von 50 BB deine 400 $ Bankroll einmal achtelt und einmal viertelt....so!
    • Skorpinus
      Skorpinus
      Bronze
      Dabei seit: 05.10.2005 Beiträge: 2.047
      Original von schnup07
      Original von ertzkuh
      Ich versteh das nicht? Warum nimmt die Varianz nicht ab?

      In Statistik war das glaube ich so, dass die Varianz sich bei doppeltem Stichprobenumfang halbert.

      Und das AA vs. KK-beispiel ist doch eigentlich gut dafür, das zu illustrieren. Je öfter wir AA vs. KK spielen, desto mehr werden sich die Winnings an 80 % angleichen (gehen wir mal von NL und preflop allin aus). Da wir nun also beim tieferen Limit doppelt so viel Tische spielen, wird die Situation auch öfter vorkommen und sich daher näher an die 80 % angleichen.

      Wo ist da mein Denkfehler? (also ich denke nirgends)
      Das schließt natürlich nicht aus, dass es swingt. Aber auf die Varianz bezogen müsste unser Start- und unser Endwert näher am Erwartungswert sein.


      Wenn ihr anderer Meinung seid und nicht meint, dass das Varianz sei, was ich beschrieben habe: wie nennt ihr das dann?
      richtig

      Kurzfassung:
      es ist alles eine session. Egal ob nebeneinander, hintereinander, mit pause oder ohne pause gespielt


      also imo sind das 2 verschiedene varianzen....

      die eine, dass bei doppeltem Stichprobenumfang die Varianz ( d.h "die gewichtete, quadrierte ABWEICHUNG VOM ERWARTUNGSWERT") sinkt, da wir aufgrund der höheren Anzahl an Werten, im Mittel viel näher am Erwartungswert liegen....hier ist es klar: JE mehr Werte, desto besser können wir schätzen.


      die andere, dass es im Bereich der Varianz liegt einfach mal einen 400 BB downswing zu haben.


      Beispielweise....also nicht beispielweise...es ist so gewesen:

      nur weil die varianz geringer ist, heißt es nicht, dass es einen Wert gibt, der weit...400 bb weit weg vom erwartungswert liegt.

      du wirst zwar mit zunehmender handanzahl deine richtige winrate erreichen...aber auf dem weg dahin wirst du einfach ein paar abweichungen( sowohl nach unten als auch nach oben) haben.

      hoffe, dass das kein quatsch ist...ist schon spät:-)

      und dass die varianz auf 0,5/1 geringer ist als auf 1/2 ( bei gleichen gegnern und gleicher spielweise) halte ich für ein gerücht! 1 bb ist 1bb....ABER, es geht einfach um mehr geld...sodass der gleiche Down von 50 BB deine 400 $ Bankroll einmal achtelt und einmal viertelt....so!